Per Familienversicherung zurück in die GKV - auch mit 55 plus

Muss man ab 55 Jahren einmal lebenslänglich in der PKV bleiben? Stimmt nicht. Wir zeigen eine Alternative.

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Stand: 16. Januar 2013 (aktualisiert)

Auch mit 55+ aus der PKV zurück in die GKV

Für viele der Generation 55+ bietet die Familienversicherung als beitragsfreie Form der Krankenversicherung einen ausgezeichneten Weg, um aus der PKV wieder zurück in die gesetzliche Krankenkasse zu kommen. Diese Möglichkeit des Einstiegs in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) per Familienversicherung wird den Betroffenen fast generell verschwiegen. Damit es die Betroffenen ab 55 Jahren gleich gar nicht versuchen wird einfach wahrheitswidrig behauptet, der Generation 55+ wäre der Weg in die GKV grundsätzlich versperrt. Das schützt nicht nur die jährlichen Bestandsprovisionen der PKV-Versicherungsmakler. Sondern auch die GKVs vor älteren Menschen, bei denen die GKV statistisch höhere Behandlungskosten erwartet.

Der nach Ansicht des Autors menschenrechts- und EU-rechtswidrige GKV-Altersdiskriminierungspraxis für Menschen ab 55 Jahren (vergl. Satz 1 Abs. 3a § 6 SGB V im Verhältnis zum AGG sowie zur Rechtsprechung des EUGH - z.B. im Fall Kücükdeveci) können Betroffene allerdings entkommen, wenn Sie die Familienversicherung in der GKV nutzen können. Unsere nachfolgende Checkliste ermöglicht es, zunächst die eigenen persönlichen Chancen auf eine Familienversicherung prüfen. Sind für Sie diese Voraussetzungen gegeben, dürfte sich auch für Sie unser komplette Leitfaden zum Thema eignen.

Familienversicherung als Grundlage für eine freiwillige oder Pflichtversicherung - auch ab Lebensalter 55

  • Würden auch Sie beim Wechsel von der PKV in die GKV über die Jahre hinweg sehr viel Geld einsparen?

  • Könnten Sie durch diesen Schritt sogar drohende Altersarmut vermeiden?

Dann sollten Sie überlegen, Ihre Lebensplanung so zu gestalten, dass Sie für eine gewisse Zeit als Familienmitglied gesetzlich versichert sein können. Denn nach nach einer Vorversicherungszeit ab 12 Monaten in der Familienversicherung können Sie sich selbst als freiwilliges Mitglied, nach 30 Monaten Vorversicherungszeit sogar als pflichtversichertes Mitglied in der GKV versichern.

Auf diese Weise werden Sie völlig altersunabhängig GKV-Mitglied. Hier finden Sie ein Praxis-Anleitung zur Umsetzung - mit Rechtshinweisen und vielen Rechenbeispielen.

Unser Leitfaden im Überblick

  • Zunächst prüfen Sie in Kapitel 1 per Schnellcheck, ob bei Ihnen die Bedingungen für den Weg in die GKV über die Familienversicherung überhaupt gegeben sind. Das beschert zugleich etwas mehr Grundwissen.

  • Danach erläutern wir in Kapitel 2 konkret den praktischen Einstieg in die Familienversicherung. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie es gelingt, von der Familienversicherung weiter in die freiwillige Versicherung bzw. in die Pflichtversicherung der GKV vorzurücken.

  • Im Kapitel 3 gehen wir dann ausführlich auch mit Beispielen darauf ein, wie das tatsächliche Einkommen für die Einkommensgrenzen bei der Familienversicherung ermittelt wird. Das kann ein unvermutet spannendes Thema sein. Denn die Erträge jeweiliger Einkommensarten können hier mit jeweiligen Verlusten aus anderen Einkommensarten verrechnet werden. Dadurch ergeben sich große Gestaltungsspielräume.

  • Schließlich erörtern wir in Kapitel 4 das Thema Familie, die Grundvoraussetzung für die Familienversicherung. Welche Formen der Partnerschaft werden anerkannt? Und welche Überlegungen mit dem eigenen Partner stehen hier gegebenenfalls an? Und was versteht man unter einer Scheinehe, die als Mittel zum Zweck nicht nur abzulehnen sondern sogar strafbar ist?

Weitere Beiträge zur GKV-Rückkehr folgen bald!

Dieser Beitrag ist der erste Teil unserer neuen Serie „Der Weg zurück in die GKV für alle über 55-Jahre - endlich raus aus der PKV“. Wir starten hier mit der Lösungsvariante Familienversicherung. In Kürze werden wir weitere Wege und Praxishilfen vorstellen wie man auch noch ab einem Alter von 55 Jahren in die GKV kommt.

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Familienversicherung/freiwillig versicherung

hallo
ich war jahrelang AN bis ich mich selbständig machte, Ca 15 Jahre. Vor 2 Jahren habe ich mein Gewerbe abgemeldet wegen keine Arbeit und Krankheit und habe mich bei meiner Frau Familienversichert. Da ich nun ab Juli gesetzl. Rente bekomme sprich 630,-€ Brutto, soll ich nun freiwillig GKV versichert sein und die gehen nunmehr von einer bemessungsgrundlage von 968,33€ aus. Ich habe keine Arbeit kein Gewerbe keine Selbständigkeit und dennoch soll ich soviel KV Beiträge zahlen. Ist das rechtens richtig?

für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

mit freundlichen Grüßen
bb

Altersarmut durch vorherige Ehe mit einer Beamtin

In meiner Ehe haben wir die Rollen getauscht, bedeutet... ich war Hausmann, habe mich um die Kinder und alles andere gekümmert. Meine Frau war/ist Beamtin und ich war bei ihr mitversichert. Nach der Scheidung musste ich erfahren, dass ich nie wieder aus der PKV raus komme, auch weil ich über 55 war. Da ich auch 10 Jahre aus meinem Beruf raus war und mit 61 meine beruflichen Perspektiven gleich Null sind, beziehe also HartzIV. Die PKV hat mich dann in den Basistarif versetzt, die Kosten von 350 Euro zahlt das Jobcenter. Der Basistarif ist in einigen Bereichen sogar schlechter als in der GKV! Auch der behandelte Arzt bekommt weniger erstattet von der GKV.

Wenn ich in Rente gehe, muss ich meinen Beitrag für die PKV selbst zahlen, ansich 650 Euro.
Da ich aber nur eine Rente von ca. 1000 Euro bekomme, kann ich die Summe nicht aufbringen bei 400 Euro Miete plus 100 Euro Nebenkosten. Also wird es wieder einen Zuschuss geben, so dass ich wieder bei ca. 350 Euro für die PKV lande. Selbst der ist von mir nicht zu leisten. Also lande ich wieder im Sozialhilfebereich. In der GKV würde ich ca. 80 Euro Beitrag zahlen, was auch völlig OK wäre.

Ansich ist es ja sehr bedenklich, dass auch der Staat, nach einer Scheidung, in so einem Fall finanziell einspringen muss, anstatt einem Menschen, der im Grunde zwangsversichert bei der PKV durch die Ehefrau war, wieder in die GKV zu lassen.

Ich kann nur jedem dringend empfehlen, sich vor einer Ehe mit einem Beamten, zu informieren, was passiert wenn....!!

Aktualität des Artikels?

Aufgrund des "Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung" aus 2013 scheint mir der Artikal überarbeitungswürdig (§ 188 Abs. 4 SGB V: neue obligatorische Anschlussversicherung, dadurch sollte kein Bedarf mehr bestehen 12 Monate in der Familienversicherung zu bleiben bevor eine Anschlussversicherung möglich ist).

Ist eine Überarbeitung geplant?

Achtung: ich bin Laie und selbst auf der Suche nach verlässlichen Informationen.

Wechsel von PKV zur GKV

Hallo,
ich bin seit 1990 selbständig und privatversichert. Ich gehöre zu den Selbständigen, die sich immer so gerade über Wasser gehalten haben, für die es immer gerade so gereicht hat.
Meine Frau verdiente gut als Krankenschwester (sofern eine Krankenschwester als "gut verdienend" bezeichnet werden kann). Nach Schließung des Krankenhauses war sie arbeitslos und arbeitet jetzt als Krankenschwester in einem Pflegeheim. Ihr Verdienst ist jetzt deutlich niedriger als das Arbeitslosengeld vorher. Da ich durch die Insolvenz meines Hauptgeschäftspartners größere Rechnungen abschreiben musste, blieb uns nur noch der Gang zum Insolvenzgericht.
Ergebnis:
Haus weg- verkraftbar
Private Altersvorsorge weg- schmerzlich, aber nicht zu ändern
Leider hat man uns nicht alles genommen.
Geblieben ist meine PKV. Als vom Lebensminimum lebend, bezahle ich beim Arztbesuch nicht nur rund 44% mehr für die gleiche Leistung als der GK-Versicherte, sondern ich muss auch ungefragt evtl. unnütze Diagnosemethoden und Behandlungen über mich ergehen lassen. Bringt dem Arzt Geld, das er so bei der GKV nicht abrechnen kann, bei mir kostet das noch mal zusätzlich. Außerdem sind die ersten 1260 € jedes Jahr vom mir selbst zu leisten. So etwas nennt sich dann Selbstbehalt. Ein Krankentagegeld (eine Art Lohnfortzahlung) habe ich längst abgewählt, da viel zu teuer.
Mit 65, wenn sich die meisten Arbeitnehmer im wohlverdienten Ruhestand sich befinden, werde ich aus der Insolvenz raus sein. Dann fange ich noch mal von vorne an. Mit einer PKV, deren Beiträge jährlich um 20% steigen und in Kürze meinen gesetzlichen Rentenanspruch überschreiten werden. Ich schreibe das so ausführlich, da es offensichtlich Leser gibt, die glauben, PK-Versicherte seien Schmarotzer, wenn sie in die GKV zurück wollen. Ohne PKV wären die GKV-Beiträge deutlich höher.

Wechsel Ablehnung

Genau an dieser Stelle stehen wir heute auch . Keine Behandlungskosten Übernahme ohne Abzüge.
Beiträge werden immer höher ,obwohl nur der Mindestlohn verdient wird.
Vorher wollte keine einen Wechsel und nun geht es per Gesetz nicht .Sie würden ja alle aber nun dürfen sie nicht mehr, weil vorher hätte er ja von vielem Guten nur profitiert ,als Basis v´Versicherter !!!
Unsere Gesetze für unsere eigenen Bürger.

PKV wechsel in GKV

Muß ich dir Recht geben. Ohne die privat Patienten würde so mancher Gesetzliche weniger Leistung bekommen
Hab heute auch meinen neuen Bescheid bekommen. Ab April muß ich monatlich 93,00 Euro mehr zahlen. Meine PKV ist dann teurer als was ich an Rente bekomme. 30 JAhre selbst. und nichts geblieben außer Frust. Das bischern was man fürs Alter angespart hatte wurde vom Fiskus konfisziert.

mit 61 zurück in die GKV

Also ich habe das letztes Jahr gemacht und es hat einwandfrei funktioniert. Zuerst war ich einen Monat ohne Beschäftigung (unbezahlter Urlaub). Dadurch wurde ich in der SV abgemeldet und trat bei meiner Frau (ist gesetzlich versichert) in die Familienversicherung ein. Dort war ich eine Woche und dann endete mein unbezahlter Urlaub und ich wurde in der Anschlussversicherung in die gleiche GKV übernommen wie meine Frau.
Die PKV wollte das zuerst auch nicht akzeptieren, die Aufnahmebestätigung der GKV (bei mir Siemens BKK) genügte dann aber für die außerordentliche Kündigung.
Sie sollten das ganze nur vorher mit der aufnehmenden GKV durchsprechen und sie müssen sich im klaren sein, dass sie alle Altersrücklagen der PKV dieser "schenken".

Ihre Mail zum Wechsel PKV iin GKV - auch nach Alter 55

Sehr geehrter Unbekannter,

ihr Artikel war sehr interessant. Bei mir stellt sich die Situation geringfügig anders dar Ich war auch lange Jahre privat versichert - verbunden mit erheblichen Schwierigkeiten : Meine Ehefrau ist freiwillig GKV-versichert (KKH) Geschäftsführer der GmbH r mit sehr geringem Einkommen . Laut diversen Anfragen bei Ersatzkassen wurde mir mitgeteilz , dass ich auch nicht mehr in die GKV zurückkönnte. Viellicht könnten Sie mir detilliert schildern ob ihr weg letzendlich einfach war und als Päzedenzfall als allgemein anerkannt gelten kann .
Sie erreichen mich entwender unter 06331-44256 oder per Mail unter b.bolies@vbf-bolies.de

"alle Altersrücklagen"......

Ich würde bei Pflichtversicherung die Altersrücklagen in Zusatversicherungen (Zahn,Stationär,amb. Ergänzung, Heilpraktiker
etc.)umstellen. Muß allerdings zeitgleich mit außerordentlicher
Kündigung beantragt werden!
MfG.
W.Strassnig

Was bei Befreiung von der Krankenversicherungspflicht

Was passiert, wenn ich vor Jahren einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht unterschrieben habe, da das Einkommen unter der Bemessungsgrundlage lag?

So ein Fall ist in den Beispielen nicht aufgeführt.

Hat darauf jemand eine Antwort?

Zurück in die GKV über 55, Anwalt Kommentar keine Chance

War bei einem Anwalt für Sozialrecht und habe mich beraten lassen.
Das Ergebnis war negativ, keine Chance zurück in die GKV.

Ich bin Angestellter bei meiner Frau und seit 1993 PKV versichert.
Meine Entscheidung war damals weniger der niedrige Beitrag, sondern die horrenden Angebote meines Zahnspezialisten.

2004 Geschäftseinbruch, kurze Zeit Arbeitslos gemeldet.
Bei der AOK die Versicherungsbefreiung unterschrieben, da damals schon unter der Bemessungsgrenze angelangt.

Kurz vor meinem 55. Geburtstag beim Steuerberater angefragt wegen der Versicherungsbefreiung Kommentar Steuerberater: da kommen Sie nicht mehr raus (Irrtum wie ich jetzt weiß. Da muss ein neuer Tatbestand her, die Arbeitslosigkeit, dann werden die Karten neu gemischt)
Offensichtlich sollte man unterscheiden zwischen Steuerberater und Buchhalter. Bekannte die privat versichert sind habe ich angefragt wie sie mit der PKV im Alter klar kommen. Ein Bekannter vor 2009 in den Basistarif bei der DKV gegangen bezahlt weit weniger Versicherungsprämie 64 Jahre ca. 270,00 € wie geht das?

Ok dachte ich, dann bleibe ich in der PKV. Kaum war das 55. Jahr erreicht kam auch schon eine ordentliche "Beitragsanpassung" von ca. 30 %. Das hat mir etliche schlaflose Nächte bereitet.

Nun habe ich wieder eine Prämienerhöhung von ca. 50,00 € an der Backe.
Seit dem 55. Lebensjahr ist der Beitrag um 1/3 gestiegen.

Solche Praktiken der Versicherungen können auch Krank machen.
Ich habe den Eindruck die wollen ihre Kunden gleich schlachten bevor sie gemelkt werden sollen.

Wie raus aus dem Dilemma?
Über die Familienversicherung meiner Frau wäre eine Möglichkeit vorläufig in die GKV zu kommen.
Kleines Einkommen 350,00 €/ Monat für über ein Jahr ist möglich.
Was ist dann mit der vermieteten gemeinsamen 1/2 Häuschen?
Kann ich mich im Grundbuch unsichtbar machen?

Laut meinen Erkundungen fällt man automatisch in die PKV zurück, wenn das Einkommen wieder steigt.

Im Standardtarif schreibt der Gesetzgeber den max. Beitrag der GKV von derzeit 630,00 € vor.
Das ist im Alter ein horrender Beitrag.
Ich habe keinen Beamtenstatus und werde von hinten versorgt.

Für mich sehe ich auf dieser Plattform Akademie keine richtige Lösung.

Habt Ihr eine Idee?

Mit besten Grüßen

Dieter

Artikel-Informationsfehler bei Renteneintritt/-antrag

Der Beitrag behandelt aber nicht die Auswirkung auf die Rente.
Bei Rentenantragstellung fragt der Rententräger nach den vorherigen Krankenkassen. Hier geht es um den Zuschuss zur PKV oder den Eintritt in die PKV der Rentner.
Ich bin 59 J. jetzt ein Jahr nach o.g. Artikel Familienversichert, nach langjähriger PKV. Habe jetzt wegen schwerer Krankheit die Rente beantragt. Kann ich dann auch bis zum tatsächlichen Renteneintritt (nach dann insgesamt 30Monaten PKV/Familienversicherung, weil sich Gutachten, Ablehnung des Antrags, Wiederaufnahme etc. so lange hinziehen kann)sicher in die PKV der Rentner??? Oder muss ich dann wieder in die Private KV zurück (die mich dann nicht mehr nimmt), oder beim Ruhen lassen der PKV mit zusätzlich nur ca.7% Zuschuss des Rententrägers zu den Kosten der PKV.
GIBT ES DA EINE ANTWORT?

Übergreifende Beratung nötig

Guten Tag,

vorweg und nur zur Vermeidung von Missverständnissen: Es gibt keine "PKV der Rentner" - auch gibt es in der PKV keine Familienversicherung.

Zu den Voraussetzungen in der gesetzlichen KVdR informiert der Beitrag "Als Rentner in die gesetzliche Krankenversicherung: Voraussetzungen für den Anspruch auf Pflichtversicherung" von Rentenberater Alfred Würstle (von ihm habe ich auch die Informationen zur Ihrer Frage).

Wenn Sie die Voraussetzung für die KVdR nicht erfüllen, dann kommt es darauf an, ob evtl. der Ehegatte in der
Gesetzlichen versichert ist - wenn ja, besteht unter Umständen die
Möglichkeit, dort familienversichert zu sein (hängt vom Einkommen ab, außerdem fällt bei Rentenzahlung über einem bestimmten Betrag, die kostenlose Familienversicherung in der Gesetzlichen weg).

Vermutlich war oder wird dies bei Ihnen der Fall sein?

Der Gesetzgeber hat auch für langjährige privat Versicherte eine Hürde "eingebaut" (§ 6 Abs. 3a SGB V):

"Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Personen mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder nach § 5 Abs. 5 nicht versicherungspflichtig waren. Der Voraussetzung nach Satz 2 stehen die Ehe oder die Lebenspartnerschaft mit einer in Satz 2 genannten Person gleich. Satz 1 gilt nicht für Personen, die nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 versicherungspflichtig sind."

In diesem Fall müssten Sie die PKV-Beiträge weiter in voller Höhe bezahlen und den Zuschuss in der gesetzlichen RV zu beantragen.
So wie wir Ihre Schilderung verstanden haben, befürchten Sie,
im Zweifelsfalle auch nicht mehr in die PKV zu können. Wurde die die PKV denn gekündigt oder eine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen? Wenn keine Anwartschaft abgeschlossen wurde, dann gilt es im Zweifel, in der PKV den Mindest- oder Nottarif zu wählen. Dieser entspricht in etwa den Leistungen der gesetzlichen KV - ist aber auch nicht wirklich billig zu haben.

Da diese Problematik existentiell sein kann, wäre eine
konkrete Einzelfallprüfung und fachkundige Beratung anzuraten. Leider bieten die Sozialversicherungsträger in solchen Fällen keine kostenlose Beratung an, weil diese Problematik ja übergreifender Natur ist (Rente, privat und gesetzliche Krankenversicherung etc.) darstellt und die Rentenversicherung nicht zur Krankenversicherung berät und die Krankenversicherung nicht zur Rentenversicherung. Einen Versuch wäre es jedoch wert. Ansonsten bliebe nur noch die professionelle sprich kostenpflichtige Beratung bei einem Rentenberater oder Rechtsanwalt.

Beste Grüße
Ihre akademie.de-Redaktion

Keine Versicherung

Die Optionen bei nicht vorhandenem Versicherungsschutz und vorheriger privater Krankenversicherung sind überschaubar, aber vorhanden http://www.schnittker-versicherungsmakler.de/privat/private-krankenversi...

Nicht destso trotz ist es sehr oft ein teures Unterfangen

Was und wer ist hier asozial??

Die bösen Selbstständigen die erst Beiträge sparen und im Alter in die GKV zurück wollen?
Wie schon gesagt wurde, viele Selbstständige können sich die GKV gar nicht leisten - nicht nur in den Anfangsjahren!

Denn nicht alle Selbstständigen haben hohe Einkommen. Was würde man wohl machen ohne die selbstständige Kranken- oder Altenpflegerin? Die selbstständige Hauswirtschafterin ? Den Hausmeisterservice?

Für manche ist die Selbstständigkeit der einzige Weg aus der Arbeitslosigkeit.

Ich habe die ersten 20 von 40 Berufsjahren in die GKV eingezahlt , und sie praktisch nie in Anspruch genommen !!!Dann habe ich mich selbstständig gemacht ( teils 70 Wochenstunden gearbeitet) und bin in die PKV gewechselt - konnte bereits nach wenigen Jahren schon nicht mehr zurück.

Frauen die aufgrund eines gut oder sehr gut verdienenden Ehemanns nie arbeiten müssen ( was in meienr Generation noch meist der Fall war) sind doch auch lebenslang in der Familienversicherung ohne jemals einen Cent Beitrag zu zahlen!

Und was ist mit den (nicht nur)über 55-jährigen Zuwanderern, die schließlich auch komplett über die Solidargemeinschaft finanziert werden !

Nach 40 Jahren harter Arbeit (als PKV Versicherte hatte ich nicht mal Mutterschutz sondern mußte 5 Tage nach der Entbindung wieder voll arbeiten) und 20 Jahren voller GKV Beiträge - nur dummerweise in der 1.Hälfte meines Berufslebens - soll ich zum Sozialamt ??

Nein, da bin ich lieber gar nicht versichert - und sterbe ein paar Jahre früher.

Die 55er Regelung ist asozial und diskriminierend und meiner Meinung nach mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Zumindest sollte in individuellen Prüfverfahren Einzelfallentscheidungen getroffen werden können, denn viele geraten völlig unverschuldet im Alter in Armut

Berufsunfähigkeit mit kleiner Rente, Offenbarungseid von Schuldnern, u.a.

Asozial ist vielmehr , wenn jemand mit einem Einkommen von 150 000 Euro die Ehefrau lebenslang beitragsfrei mitversichern kann.

Und auch hier werden Menschen die arbeiten gegenüber solchen, die vielleicht 20 Jahre und mehr bewußt und vorsätzlich von Sozialleistungen leben, benachteiligt - wie so oft in unserem Land.

Maria

Ihr Kommentar

Einfach Klasse.
Genauso sieht es aus. Man kann sich die PKV gar nicht mehr leisten.Und es ist programmiert, wenn man nicht wechseln darf, dass man in die Altersarmut fällt.

Wollten jetzt schon wechseln, weil der Umsatz in keinster Weise mehr stimmt. Aber nein, es besteht keine Möglichkeit.Obwohl der Verdienst so wenig ist, dass man locker in die GKV könnte. Vielleicht ändert sich ja doch schnellstens was in der Politik.Dass sie sehen, was sie mit den Kleinunternehmern machen.
Habe große Hoffnung.

Fragen zum Antrag in die Familienversicherung

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, den ich total spannend finde und aufmerksam studiert habe. Ein paar Fragen hätte ich noch dazu.
Mein Mann, Gesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH (mit mir noch 3 VollzeitAngestellte Familienangehörige), hatte im Nov. 2012 einen Unfall. Die nicht optimal ausgeführte Operation am Schienbein wurde in einer Spezialklinik erneut durchgeführt, so dass er bis heute immer noch arbeitsunfähig ist. Die PKV hat ihn ab Nov. 2013 für berufsunfähig erklärt, was bedeute, dass sie kein Krankengeld mehr zahlten. Mein Verdienst reicht nicht aus um seine Krankenversicherungsbeiträge und alle unsere Unkosten zu zahlen.

Ich bin gesetzlich versichert und würde gerne für meinen Mann eine Familienversicherung beantragen.
Bei den Voraussetzungen, wen sie nicht versichern können, gibt die GKV u. a. an:
1. Angehörige die selbst Mitglied einer Kranken- und Pflegekasse sind
2. sich von der Versicherungspflicht haben befreien lassen
3. hauptberuflich selbständig tätig sind

zu 1. mann muss doch irgendwo versichert sein. Dazu zählt doch auch die Mitgliedschaft in einer privaten KVt?
zu 2. hat man sich nicht zwangsläufig von der Gesetzlichen befreien lassen, um in die Private einzutreten?
zu 3. funktioniert das nur wenn man per notariellem Gesellschafterbeschluss als Geschäftsführer aus der Firma austritt? Ist man hauptberuflich selbständig, obwohl im EKSt.-Bescheid dieses Einkommen als "Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit" aufgeführt sind?
Mit freundlichen Grüßen
Roswitha

ich halte das für asozial

man kann ja von der GKV halten was man will, ich bin auch nicht über alles erbaut. Aber wenn jemand aufgrund seines jahrelang hohen Einkommens gemeint hat, bei der PKV zu sparen, und dann, wenn man alt und für jede KV teurer wird, wieder in die sogenannte "Solidargemeinschaft" zu wechseln, dann hätte er sich das vorher überlegen sollen. Es gibt ja auch die Möglichkeit, einen günstigeren Basistarif zu wählen.
Aber was Sie vorschlagen ist lupenreines Cherry-Picking - um nicht deutlicher zu werden.

Anderseits kann man wohl niemand daran hindern, seine Lebensführung zu Lasten anderer zu "optimieren".

Thomas

das IST asozial!!

es ist aber bezeichnend für die Generation, die mit 20 rumgeschrien hatte "trau keinem über 30". Und jetzt ist sie ganz empört ist über die Altersdiskriminierung, weil man Gegenleistungen für etwas verlangt.
Das Einzahlen in die Sozialversicherungen hhaben sie gern den anderen und Doofen überlassen, aber jetzt fühlt man sich für das Entegegennehmen von Leistungen und Zahlungen zuständig. Schließlich ist die Welt dazu da Babyboomer (Generation Ego) zu verhätscheln, um die es hier in Wirklichkeit geht.
Andi

Ich will es mal höflich

Ich will es mal höflich ausdrücken, wer in seiner kleinen sozialen Welt keine geistigen Vergleichsmöglichkeiten findet kann wohl nicht anders. Nun die muß es auch geben.

Vergriffen in der Wortwahl

haben sich meine Vorredner! Haben Sie Jahrzehnte in die PKV eingezahlt? Sicher nicht, denn sonst würden sie hier nicht so hart urteilen. Wovon haben sich denn Krankenhäuser und Ärzte über Wasser gehalten? Bestimmt nicht mit den gesetzlich Versicherten. Die Mitarbeiter in unserem Handwerksbetrieb haben fast ausschließlich ihre Familien in ihrer GKV familienversichert. Einer hat 6 Kinder, arbeitet nur halbtags und hat Frau und Kinder mitversichert. Das ist kein Einzelfall. Ohne die Leistungsträger in unserer Gesellschaft wäre das nicht möglich.
Wir mussten jedes unserer vier Kinder eigens krankenversichern. Und sollte ein Unternehmer/Freiberufler in Not geraten - sein Risiko ist groß - so hat auch er das Recht von einer Solidargemeinschaft aufgefangen zu werden!
Einzig der Gesetzgeber wäre gefragt, am Gesundheitssystem was zu ändern.
Romi

PKV - GKV

schließe mich der Meinung meiner Vorrednerin vollumfänglich an.

Bin selbst 33 Jahre PKV versichert, mit günstigerem, aber langsam steigendem Beitrag. Dabei mußte meine PKV aber auch in 33 Jahrennur ein einziges mal Leisten.
PKV versicherte Selbständige können sich schon der einkommensschädigenden Fehlzeiten bei Krankheit wegen, nicht leisten unbedachte Risiken in der allgemeinen Lebensführung hinzugeben.
Es läßt sich auch keiner für Urlaub krankschreiben.

Unvernünftigen bis gesundheitsschädigenden Lebensstil findet man mehrheitlich bei solchen die ohne jedes Risiko von Arbeits und Einkommensverlust jeden gesundheitlichen Blödsinn mitmachen können.
Die Allgemeinheit zahlt ja.
Insofern ist die GKV dumm keine Selbständigen nach 55 aufzunehmen.
Walter

Wunschdenken aus Egoismus

Das ist Wunschdenken. Die größten Kosten verursacht ein Krankenversicherter in seinen letzten Lebensjahren. Es werden statistisch gesehen 50 % des Gesamtaufwands in den letzten 12 Monaten seines Lebens an Kosten verzeichnet!!

Die GKV hat wie jede Versicherung spezialisierte Versicherungsmathematiker, die da sehr genau rechnen. Es lohnt sich nicht, alte Menschen von mehr als 55 Jahren aufzunehmen. Und wenn diese bislang meinten ihren persönlichen Vorteil in der PKV zu suchen gibt es hierfür auch keinen Grund.

Nicht auf den angezettelten Grabenkrieg hereinfallen

Die GKV Ideologen schüren seit vielen Jahren Vorurteile gegen ältere Menschen geschürt, die von der GKV in die PKV wechseln. Sind das wirklich alles Abzocker der angeblichen Solidargemeinschaft? Die meisten in der PKV Versicherten waren in ihrem Leben über viele Jahre ebenfalls in der GKV als Angestellte versichert.

Das Sozialgesetzbuch, also der Gesetzgeber schreibt zwingend vor, dass ehemalige Angestellte nach Existenzgründung als Selbständige automatisch aus der Pflichtversicherung der GKV rausfliegen. Wie solidarisch ist das denn?

Selbstständige können sich zwar statt in der PKV auf Antrag bei der GKV "freiwillig" weiterversichern. Sie müssen dabei gegenüber den Pflichtversicherten bis zu einem Jahresnettoeinkommen von ca. 24.000 EUR überteuerte Beiträge entrichten. Wie solidarisch ist das denn?

Da gerade Gründer zunächst knapper bei Kasse sind wählen Sie daher oft die PKV. Rund 10% der Versicherten sind in der PKV. Sie finanzieren dort wegen meist viel höherer Arztrechnungen bei Privatversicherten für gleiche (!) Gesundheitsleistungen rund 20% der Gesamtkosten des Gesundheitssystems. Hier findet ein erheblicher Transfer von Geldleistungen PKV-Versicherter an die GKV-Versicherten statt. Denn mit den abgespeckten GKV-Abrechnungen könnten viele Ärzte ihre Praxis gar nicht finanzieren.

Wer ab 55 Jahren wieder als Angestellter sein Brot verdienen muss oder will, dem wird dann bei der GKV die Tür zugeschlagen und als angeblicher Sozialschmarotzer gebrandmarkt. Wer sein Leben lang außer einem Minijob nicht arbeitete und so praktisch keinen Cent Beiträge in die PKV zahlte gehört jedoch auch im Alter zur Solidargemeinschaft. Wer langjährig in die GKV eingezahlt hat, später einige Jahre in die PKV ging, dort Transferzahlungen mit seinen Beiträgen an die GKV leistete und dann über 55 jährig wieder in die GKV will, wird dagegen als Sozialschmarotzer gebrandmarkt und darf wegen der hohen Krankheitskosten im Alter dann seine Altersarmut genießen. Wie solidarisch ist denn das?

Nach EUGH-Rechtsprechung wäre ein solches Rückkehrverbot jedenfalls als glatte Altersdiskriminierung zu werden.

Man sollte sich besser nicht von dem durch die mächtigen GKV- und PKV-Bürokratien nach dem Prinzip teile und herrsche angezettelten Grabenkrieg GKV gegen PKV und umgekehrt ins Bockshorn jagen lassen und sich besser an den Fakten orientieren.

Dietrich von Hase

Ich gebe Ihnen in allen

Ich gebe Ihnen in allen Punkten recht. Allein jammern hilft nichts. Warum lassen wir uns eine derartige Ungerechtigkeit noch immer gefallen. Wenn es um den Umweltschutz geht sind sofort mediengerechte Aktionen von Grünen und NABU zu verzeichnen. Jede Fledermaus hat mehr Einfluss auf unsere Politik als ein sozial verarmter Rentner. Wo bleibt da noch die Menschlichkeit. Es ist traurig aber war, ein Zuwanderer bekommmt auch als Rentner eine GKV. Nicht so ein verarmter ehemals Selbständiger der jahrzentelang brav seine Steuern bezahlte. Wir sollten uns dagegen wehren, wenigsten sollten wir es versuchen.

R. Riesenhuber
heidi24@gmx.de

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