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Flyer selbst gestalten

Was ist eigentlich ein Flyer?

Welcher Flyer fliegt eigentlich?

Die korrekte Übersetzung für flyer wäre eigentlich Flugblatt. Dieses hat seinen Namen ursprünglich von "fliegenden Blättern", also im Vergleich zu schweren, unbeweglichen Büchern eher mobilen Schriften, die seit dem Mittelalter auf Jahrmärkten gehandelt wurden.

Hier im Beitrag handelt es sich zwar genau genommen um ein Faltblatt, aber da das im Sprachgebrauch inzwischen meistens auch als Flyer bezeichnet wird, bleibe ich auch hier bei der Bezeichnung.

Als Flyer wird eine gedrittelte und gefaltete DIN-A-4-Seite bezeichnet, die hoch- oder querformatig beschriftet sein kann. Es gibt zwei wesentliche Arten, ihn zu falten (siehe Wikipedia):

  • als Wickelfalz und

  • als Leporello

Bild vergrößernWickelfalz

Bild vergrößernLeporello

Davon ist vor allem abhängig, auf welcher Seite nach dem "Titel" weiter gelesen wird. In den obigen Beispielen finden Sie die "Seiten" durchnummeriert, wobei die linke Innenseite als 1 beginnt. Dadurch befindet sich der tatsächliche Titel auf Seite 6 und die Rückseite ist entweder 5 (Wickelfalz) oder 3 (Leporello).

Beim Öffnen eines solchen Flyers liegen entsprechend entweder die Seiten 1-4 oder 1-2 nebeneinander, was im Layout berücksichtigt werden sollte.

Leporello?

Kommt Ihnen der Name Leporello irgendwie bekannt vor? Das ist wahrscheinlich, wenn Sie den gleichnamigen Diener aus Mozarts Oper Don Giovanni kennen. Dieser zitiert eine Auflistung aller Liebschaften seines Herrn, die so lang ist, dass er das Papier abwechselnd falten muss. Diese Faltung ist nach ihm benannt worden.

Ränder und Abstände

Ein Flyer lässt sich mit allen Text-, Satz und Grafikprogrammen erstellen, die mit mehrspaltigem Satz umgehen können. Natürlich haben Sie mit einem ausgewachsenen Satzprogramm wie InDesign oder QuarkExpress viel mehr Möglichkeiten, aber Sie werden sehen, dass es auch mit Word oder CorelDraw gut machbar ist.

So verteilen sich die Ränder (R) um den Text (T)

In allen Fällen braucht es ein wenig rechnerische Vorbereitung: eine querformatige DIN-A-4-Seite ist rund 30 cm breit, für jedes Drittel bleiben also 10 cm. Hätte jedes dieser gedrittelten "Blätter" nun einen beidseitigen Rand (im Bild als R markiert) um den Text (mit der Breite T), lägen auf den mittleren Falzen zwei Ränder nebeneinander.

Die Verteilung wird ausgewogener, wenn Sie alle Ränder etwa gleich breit wählen und dann innen ein bisschen hinzufügen, was meistens zum Aufrunden ohnehin ganz bequem ist. Die oberen und unteren Ränder sollten an diese Werte angepasst werden, wobei der Rand unten immer größer ist als oben, weil der Text optisch darauf "drückt".

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