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Fördermittel-Check: Kommt ein Förderkredit für Sie in Frage?

Aus der Perspektive der Bank: Sind Sie fit für einen Förderkredit?

Die Ablehnungsquoten sind bei geförderten Darlehen hoch - und die Gründe dafür sind vielfältig. Deshalb sollten Sie sich vorher gut über Punkte informieren, die zur Ablehnung Ihres Antrags führen könnten. Sie sollten Ihre Chancen vorab einschätzen, um sie optimal zu nutzen.

Was Sie aus dem Privatleben kennen - die einfache und schnelle Aufnahme eines Kredites - gilt für Gründer und bestehende Unternehmen nicht. Banken prüfen umfassend und sehr genau. Deshalb muss Ihr Antrag so wasserdicht wie möglich sein. Ob das der Fall ist, können Sie mit Hilfe der folgenden Punkte prüfen.

Persönliche Faktoren: Sind Sie die oder der Richtige?

Ob Sie eine Unternehmerpersönlichkeit sind - das spielt für Ihre Bank eine erhebliche Rolle.

Hinter dem Wort "Unternehmerpersönlichkeit" verstecken sich dabei viele Dinge. Auf jeden Falls sollten Sie in der Lage sein, wirtschaftlich zu denken und zu handeln. Ob Sie das können, zeigt sich für die Bank meist schon im Businessplan - spätestens aber im direkten Gespräch. Man wird Ihnen Fragen stellen, die darauf abzielen, ob Sie diese wichtige Eigenschaft zeigen. Wenn Sie dabei nicht überzeugen, wird man Ihr Vorhaben nicht unterstützen.

Sie sollten unbedingt betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Branchenkenntnisse mitbringen. Das bedeutet nicht, dass Sie nun Betriebswirtschaftslehre studiert haben müssen. Vielmehr geht es um die praktische Anwendung betriebswirtschaftlicher Fähigkeiten. Zwei Fallbeispiele verdeutlichen, was damit gemeint ist:

Beispiel:

  • Gründerin Anna

    Anna möchte ein Café eröffnen. Sie hat lange Jahre im Service gearbeitet. Ihre Tätigkeiten umfassten die tägliche Abrechnung ihrer Einnahmen, das Beraten und Bedienen von Kunden und vieles mehr. Sie hatte vor vielen Jahren ein betriebswirtschaftliches Studium angefangen, dann aber zugunsten der Arbeit in der Gastronomie aufgegeben.

    Anna kennt sich zwar gut mit ihren Tätigkeiten aus, hat aber von der Organisation Ihres Arbeitgebers keine Vorstellung. Sie weiß nicht, wie man "den Laden im Griff" hält. Ihr Studium, das lange zurück liegt, hat Ihr keinerlei praktischen Kenntnisse gebracht. Das Alles muss nicht bedeuten, dass Anna keine erfolgreiche Gastronomie gründen kann. Die Bank wird aber bezüglich der betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sehr kritisch an diesen Kreditantrag herangehen. Ihre Chancen auf ein "OK" sind eher mittelmäßig.

  • Gründerin Jutta

    Jutta möchte ebenfalls ein Café eröffnen. Sie hat ebenfalls lange Jahre im Service gearbeitet - allerdings als Teamchefin. Außerdem hat sie den Inhaber öfter vertreten, die monatliche Abrechnung für den Steuerberater vorbereitet und Auswertungen erstellt, welche Gerichte und Getränke am rentabelsten sind. Ihre Erkenntnisse sind auch in die Getränke- und Speisekarte eingeflossen. Studiert hat sie nicht.

    Jutta hat zwar kein Studium, aber sie weiß, wie man ein Restaurant führt. Das wird ihr beim Kreditantrag sehr helfen, denn Banken mögen Branchenkenntnisse und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Beides kann sie sogar mit langjährigen Erfahrungen aus dem Arbeitsleben belegen. Das fehlende Studium spielt hierbei eine geringe Rolle, denn "Kennen" unterscheidet sich nun einmal von "Können". Ihre Chancen auf einen Kreditantrag sind gut.

Wer weder betriebswirtschaftliche Kenntnisse noch Branchenkenntnisse vorweisen kann, wird sehr große Probleme bekommen, eine Bank zu finden, die den Kreditantrag unterstützen will.

Auch wenn viele Gründer/innen das nicht mögen: Für Quereinsteiger ist es sehr schwierig, eine Finanzierung zu bekommen. Unter Umständen ist es in einem solchen Fall notwendig, sich über Arbeitsplätze, Praktika oder eine Selbstständigkeit nebenbei erst einmal in eine Branche oder in betriebswirtschaftliche Dinge einzufuchsen. Alternativ sollten Sie sich in einem solchen Fall nach einer anderen Finanzierungsvariante umsehen. (Mehr dazu lesen Sie im folgenden Abschnitt.)

Wie die Bank Sie persönlich sieht, ist zwar für den Kreditantrag entscheidend. Noch viel wichtiger ist allerdings, dass Sie selbst sich darüber im Klaren sind, was Sie können! Joachim Letschert hilft Ihnen dabei, das herauszufinden: "Haben Sie das Potenzial zum Unternehmer?"

Sie brauchen doch eigentlich nur 5.000 Euro?

Viele kleine Unternehmen brauchen gar keine großen Investitionen, um loslegen oder weitermachen zu können. Ein neuer PC, eine Fotokamera oder ein gebrauchtes Auto - solche Dinge sind häufig schon alles, was an Ausstattung notwendig ist. Wenn es bei Ihnen ähnlich ist, dann sollten Sie sich darauf einstellen, dass es sehr schwierig werden kann, einen Förderkredit zu bekommen.

Schon zu Beginn haben wir ja gesagt: Banken führen aufwändige Prüfungen durch. Dafür muss qualifiziertes Personal eingesetzt werden und das kostet Geld. Die Bank möchte aber unter dem Strich Geld verdienen. Bei kleinen Kreditbeträgen entsteht damit ein Dilemma, das häufig nicht zu lösen ist.

Ihre Bank verdient an der Kreditvergabe kleiner Beträge so wenig, dass die zwingend notwendige Prüfung im Verhältnis zum verdienten Betrag deutlich zu teuer ist. Üblicherweise brauchen Sie wegen kleineren Beträgen gar nicht erst bei Ihrer Geschäftsbank nachzufragen. Je nach Geschäftsbank ist diese Untergrenze unterschiedlich. Schwierigkeiten können bei Beträgen bis zu etwa 25.000 Euro auftreten.

Es gibt einige Förderbanken der Bundesländer, die das Problem erkannt haben. So bietet beispielsweise die Investitionsbank Berlin ein Mikrodarlehen - so nennt man Finanzierungen bis etwa 25.000 Euro - an. In diesem Ausnahmefall kommt das Hausbankprinzip nicht zur Anwendung. Sie wenden sich direkt an die Förderbank. Wer also nur einen kleinen Betrag braucht, sollte bei der Förderbank des Bundeslandes, in dem die Firma sitzt oder sitzen soll, nachfragen. Wenn die Förderbank des Bundeslandes keine Lösung für kleine Beträge hat, ist es Zeit, sich nach einer anderen Lösung umzusehen - in einem späteren Abschnitt zählen wir die wichtigsten auf.

Sie planen eine innovative High-Tech-Gründung?

Ablehnend reagieren die Banken oft auch dann, wenn es um riskante und für die Bank schlecht einschätzbare Vorhaben geht. Das ist in der Regel bei allen innovativen High-Tech-Gründungen der Fall. Wer also beispielsweise ein neuartiges Internetportal auf die Beine stellen möchte, sollte nicht unbedingt auf einen Förderkredit hoffen. Es ist zwar nicht unmöglich, ein solches Vorhaben via Förderkredit zu finanzieren, die Chancen sind aber mäßig.

In diesem Bereich sind Finanzierungen über Business Angels und Investoren viel üblicher und auch viel erfolgreicher.

Wenn es Ihnen allerdings gelingt, einen solchen Eigenkapitalgeber zu finden, steigen Ihre Chancen bei der Bank wieder: Dann können Sie meist zusätzlich noch einen Kredit beantragen.

Die Bedeutung Ihres Standortes für die Bank

In einigen Fällen ist für eine Neugründung oder Geschäftserweiterung der Standort sehr wichtig - etwa bei allen Vorhaben, die stark auf Laufkundschaft setzen. Wenn es bei Ihrem Vorhaben also um einen Einzelhandel geht, ein gastronomisches Vorhaben in die Tat umgesetzt werden soll oder wenn ein neuer Friseur gegründet wird, entscheidet der richtige Standort über die Erfolgsaussichten auch bei der Bank.

Sollten Sie eine solche Gründung planen, bei der der Standort einen solch hohen Stellenwert hat, müssen Sie sich darauf einstellen, dass Ihre Bank den Standort sehr genau prüft. Ein abseits gelegener Standort wird in einem solchen Fall so gut wie immer zu einer Ablehnung Ihrer Kreditanfrage führen. Ein guter Standort ist nun einmal wichtig für den Erfolg vieler Gründungen und wer daran spart, hat den Rotstift an der falschen Stelle eingesetzt.

Allerdings ergibt sich daraus, dass die Standortsuche für viele Vorhaben ein großes Problem wird. Die Katze beißt sich in den Schwanz: Die Bank will, dass der Standort feststeht, der Vermieter will, dass die Finanzierung steht.

Diese Zwickmühle ist zunächst schwer zu lösen - aber mit einem einfachen Trick kommen Sie aus der unglücklichen Situation heraus: Suchen Sie sich einen Standort, der passend ist. Schreiben Sie Ihren Businessplan so, als wäre der Standort eine sichere Sache - und zwar auch dann, wenn Sie schon davon ausgehen, dass es nichts wird mit dem Standort, weil ja die Finanzierung noch nicht steht.

Die Bank wird dann Ihr Konzept prüfen; im besten Fall bekommen Sie eine Finanzierungszusage. Sie können nun innerhalb kürzester Zeit tatsächlich einen Miet- oder Pachtvertrag unterschreiben. Wenn sich dann der Standort noch einmal ändert, nimmt Ihre Bank noch eine kurze Nachprüfung des Konzeptes vor. Der Vorteil: Diese Nachprüfung geht sehr schnell.

Alleinstellungsmerkmal - ohne geht es nicht

So manche Kreditanfrage wird vom Tisch gewischt, weil dem Konzept vor allem Eines fehlt: Ein klares Alleinstellungsmerkmal. Wer den zehnten Friseursalon in einer kleineren Stadt eröffnen will, hat kaum eine Chance auf gute Nachrichten vom Kreditsachbearbeiter.

Wenn Sie dagegen deutlich machen können, dass Ihr Konzept einzigartig ist, können Sie viel eher auf eine Zusage hoffen (wenn der Rest ebenfalls stimmt, wohlgemerkt).

So wäre es etwa denkbar, dass sich ein Friseur einige Besonderheiten ausdenkt: beispielsweise, dass im Laden nur biologische Produkte verwendet und diese nebenbei auch verkauft werden. Wenn die schon vorhandene Konkurrenz kein vergleichbares Konzept hat, steigen die Chancen auf eine Kreditzusage erheblich.

Das Entwickeln von Alleinstellungsmerkmalen ist ein wichtiger Punkt in Hans-Jürgen Borchardts Anleitung "Gründungs- und Geschäftsideen zum Nachmachen und Weiterentwickeln".

Die SCHUFA-Selbstauskunft: Ohne geht es nicht

Eine SCHUFA-Auskunft holt jedes Kreditinstitut ein - und zwar noch bevor Ihr Geschäftskonzept überhaupt näher in Augenschein genommen wird. Negative Eintragungen können sehr schnell zum vorzeitigen "Aus" führen.

Wer nun glaubt, auf der sicheren Seite zu sein, weil er sich nie etwas zu schulden hat kommen lassen oder wer vor vielen Jahren einmal eine Jugendsünde begangen hat, täuscht sich allerdings.

Eine Studie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Jahr 2009 hat ein erschreckendes Ergebnis festgestellt: Rund 45 % aller Auskünfte der SCHUFA enthalten Fehler! Auch andere getestete Auskunfteien sind nicht besser. Vor allem veraltete Daten stellen in der Regel ein großes Problem dar.

Bevor Sie also mit Ihrer Bank Kontakt aufnehmen, sollten Sie unbedingt eine Selbstauskunft der SCHUFA einholen. Diese Selbstauskunft ist inzwischen sogar kostenlos möglich. Prüfen Sie mit Hilfe der Selbstauskunft, ob Ihre Daten richtig sind. Finden sich alte oder falsche Daten, stellen Sie diese richtig oder drängen Sie bei veralteten Daten auf Löschung. Hilfe bekommen Sie dabei von Verbraucherzentralen oder Anwälten. Robert Chromow gibt Ratschläge und eine ausführliche Anleitung zur Schufa-Selbstauskunft und Korrektur falscher Einträge in den Artikeln " Was die Schufa über Sie speichert" und "Korrektur von Schufa-Scoring und fehlerhaften Auskünften".

Wer allerdings berechtigterweise negative Einträge hat, bekommt mit Sicherheit keinen Kredit, weder einen ganz normalen noch einen Förderkredit. Wenn Sie die Raten für Ihren privat angeschafften PKW in der Vergangenheit gar nicht oder nicht pünktlich bezahlt haben oder wenn Sie anderweitig Schulden angehäuft haben, die Sie Ihrer Geschäftsbank verschweigen wollten, wird sich das unangenehm auswirken.

Die Geschäftsbank prüft im Zuge eines Antrages auf einen Förderkredit Ihre gesamte Finanzlage. Gehen Sie mit allen vorhandenen Schulden ehrlich und offen um, denn spätestens in der SCHUFA-Auskunft finden sich Informationen über vorhandene finanzielle Belastungen.

Wissen Sie genau, was Sie wollen?

So mancher geht zur Bank und fragt dort, wie viel er denn bekommen kann. Damit macht man sich bei einer Bank allerdings keine Freunde.

Gehen Sie die Sache immer umgekehrt an: Berechnen Sie Ihr Vorhaben bzw. den Kapitalbedarf. Erst wenn Sie dann wissen, wie viel Geld Sie brauchen, und wenn alle Unterlagen vorbereitet sind, ist es Zeit für den Gang zur Bank.

"Wissen, was man will" bezieht sich aber nicht ausschließlich auf die Höhe des Kredits. Sie sollten auch wissen, ob Sie ein Förderdarlehen wollen und welches für Sie in Frage kommt. Ihr Banker ist kein Berater, der Sie erst einmal über mögliche Kreditprodukte aufklärt. Vielmehr erwartet er Eigenverantwortung und das bedeutet: Informieren Sie sich vorher über die Möglichkeiten. Ein gut aufgeklärter Unternehmer kommt bei der Bank deutlich besser an, als jemand, der vollkommen unwissend daher kommt.

Können Sie Ihren Kredit zurückzahlen?

Eigentlich müsste das klar sein: Ihre Bank will Geld verdienen. Auch wenn es um einen Förderkredit geht, gilt für Ihre Bank diese simple betriebswirtschaftliche Regel. Sowohl die Geschäftsbank als auch die Förderbank erwarten also, dass Sie Ihren Kredit zurückzahlen und dass Sie alle anfallenden Zinsen zahlen können.

Nur mit einem ordentlichen Businessplan können Sie unter Beweis stellen, dass es Ihnen gelingen wird, diese Erwartungen der Bank zu erfüllen. Sowohl der Text- als auch der Finanzteil müssen deshalb Hand und Fuß haben.

Informieren Sie sich eingehend darüber, wie ein guter Businessplan auszusehen hat, oder lassen Sie sich bei der Ausarbeitung helfen! Mangelhafte Businesspläne, die Zweifel an Ihrer zukünftigen Zahlungsfähigkeit aufkommen lassen, führen zu einer prompten Ablehnung.

Sie können Ihren Businessplan auch von einem Profi checken lassen. So können Sie sicherstellen, dass Sie nichts vergessen haben und dass sich in Ihrem Businessplan keine Stolperfallen verstecken.

Beispiel: Privater Lebensunterhalt

In Ihrem Businessplan müssen Sie beispielsweise auch den Finanzbedarf für Ihr Privatleben berücksichtigen. Oft wird dieser Posten falsch angesetzt, obwohl fast jede Bank Vorlagen für die Berechnung hat.

Wenn sich herausstellen sollte, dass Sie zwar die Kosten für Ihr Unternehmen und für den Kredit tragen können, es dann aber nicht mehr für Ihr Leben reicht, müssen Sie ebenfalls mit einer Ablehnung rechnen.

Im Beitrag "Wie hoch ist mein privater Finanzbedarf? So ermitteln Sie Ihre tatsächlichen Lebenshaltungskosten" finden Sie nicht nur hilfreiche Tipps, um in diesem Punkt mit klaren Zahlen aufwarten zu können, dort finden Sie auch ein Excel-Kalkulationsblatt, das Ihnen beim Ausrechnen hilft.

Die Sache mit dem Eigenkapital und den Sicherheiten

Förderkredite verfolgen das Ziel, solchen Gründern und bestehenden Unternehmen zu helfen, die nicht genug Eigenkapital oder Sicherheiten für einen normalen Kredit vorweisen können. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Sie ohne Sicherheiten bzw. ohne Eigenkapitalnachweis davon kommen.

  • Eigenkapital

    In vielen Fällen wird erwartet, dass Sie zumindest ein wenig Eigenkapital mitbringen. Bei gastronomischen Vorhaben sind das derzeit beispielsweise etwa 15 % des gesamten Kapitalbedarfs.

    Bevor Sie also frohen Mutes ein Konzept ohne jedes Eigenkapital bei Ihrer Bank einreichen, sollten Sie sich - vor der Erstellung Ihrer Finanzplanung im Businessplan - informieren, was die von Ihnen anvisierte Bank in Sachen Eigenkapital oder Sicherheiten erwartet. So können Sie frühzeitig feststellen, ob Ihre Planung möglicherweise an den Vorgaben der Bank scheitert bzw. ob Sie eine Möglichkeit finden müssen, mit der Sie den Eigenkapitalanteil erhöhen können.

    Denken Sie daran: Es muss nicht Ihr eigenes Geld sein. Vielleicht findet sich ein Geldgeber, der Kapital zur Verfügung stellen will? Mehr dazu finden Sie im Kapitel zu den Finanzierungsalternativen.

  • Sicherheit: Bankbürgschaft

    Wenn Ihr Kapitalbedarf recht hoch ist und Ihre Bank Sicherheiten erwartet, die Sie nicht haben, kann der Einbezug einer Bürgschaftsbank sinnvoll werden. Bürgschaftsbanken sichern den Kredit mit einer Bürgschaft ab. Anders ausgedrückt bedeutet das: Die Bürgschaftsbank kann gegenüber der Geschäftsbank zusagen, dass sie für die Schulden aufkommt, wenn Sie nicht mehr dazu in der Lage sind. Üblicherweise wird nicht der volle Kreditbetrag abgesichert. Eine Bürgschaft, die aber 80 % des Kreditbetrages absichert, wird die Bereitschaft Ihrer Geschäftsbank für eine Kreditzusage sicherlich erheblich steigern.

    Normalerweise wird eine Bürgschaftsbank - genauso wie eine Förderbank - von der Geschäftsbank an Bord geholt. Auch in diesem Fall ist das Gespräch mit Ihrer Geschäftsbank also der erste und wichtigste Schritt.

    Nur im Ausnahmefall können Sie eine so genannte "Bürgschaft ohne Bank" beantragen. In diesem Fall wenden Sie sich direkt an eine Bürgschaftsbank, ohne Einbezug der Geschäftsbank. Bekommen Sie dann von Seiten der Bürgschaftsbank eine Zusage, können Sie sich auf die Suche nach der Geschäftsbank machen, die Ihnen nun den Kredit geben soll.

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Über die Autorin:

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Andrea Claudia Delp ist Gründungsberaterin aus Berlin. Sie unterstützt angehende und bestehende Unternehmer/innen bei der Ausarbeitung des Businessplans, bei der Finanzierung und bei allen anderen He ...

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