Anhang
Begriffsklärung
Haftungsfreistellung: Für jedes Darlehen einer Bank werden üblicherweise Sicherheiten verlangt. Gerade Existenzgründern und jungen Unternehmen fällt diese Besicherung oft sehr schwer oder sie ist unmöglich. Um diesem Kreis trotzdem die Möglichkeit der Finanzierung zu erschließen, wurde vor einigen Jahren in verschiedenen Förderprogrammen eine "Haftungsfreistellung" integriert. Dies bedeutet: Die Hausbank, die gemeinsam mit dem Antragsteller für die Rückzahlung des Förderkredites haftet, wird zu einem Großteil von der Haftung freigestellt - oft von 80 % der Darlehenssumme. Der Antragsteller selbst bleibt jedoch in der vollen persönlichen Haftung! Die Finanzierung wird dann möglich, weil nicht zwangsweise eine volle dingliche Absicherung erforderlich ist. Der Kreditnehmer steht aber (bspw. mit seinem Privatvermögen) im Obligo für den kompletten Darlehensbetrag.
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Mezzanine-Mittel weisen folgende Charakteristik auf: Sie sind steuertechnisch Darlehen, die ganz klassisch verzinst und zurückgezahlt werden müssen. In der Bilanz werden sie jedoch als Eigenkapital bzw. eigenkapitalähnliche Mittel angesetzt - sie verstärken damit das vorhandene Eigenkapital.
Mezzanine-Kredite sind eine "Zwischenstufe" zwischen "echtem" Eigenkapital und klassischem Fremdkapital. Sie sind gerade in den letzten drei Jahren in großer Zahl entwickelt und von Förderinstituten bereit gestellt worden (siehe z.B. Programmfamilie: KfW-Unternehmerkapital, zusätzlich zahlreiche Länderprogramme), um das oft sehr geringe Eigenkapital von Existenzgründern und KMU zu verstärken und die Finanzierungsmöglichkeiten auszuweiten.
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Nachrangdarlehen stellen eine der Möglichkeiten innerhalb der Mezzanine-Finanzierungen dar. Es sind von der Ausgestaltung her eigenkapitalähnliche Mittel. Für die Beantragung werden also auch keine Sicherheiten benötigt.
Woher kommt dieser Begriff? Bei einer Insolvenz werden die Darlehensgeber eines solchen Kredites nachrangig befriedigt, also erst dann, wenn alle anderen Kreditgeber ihre Forderungen befriedigt haben. Das Risiko für den Darlehensgeber ist also größer, der Zins für ein Nachrangdarlehen ist daher in der Regel immer höher als für einen normalen Bankkredit. Trotzdem sind derartige Nachrangdarlehen ein äußerst wichtiger Baustein innerhalb der gesamten Kapitalversorgung von Unternehmen. Da mit derartigen Mitteln die Eigenkapitalbasis von Unternehmen verbessert wird, erweitern sich insgesamt ihre Finanzierungsmöglichkeiten!
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