Food-Fotografie: Speisen, Gerichte und Getränke ansprechend und professionell fotografieren

Von: Helma Spona
Stand: 30. Juni 2009
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Wo in der Food-Fotografie Probleme lauern und wie diese zu lösen sind

Food-Fotos, die Farbe und Frische ausstrahlen

Wer Food-Fotos macht, wird bald mit typischen Problemen konfrontiert: Das Fleisch wird grau, die Nudeln wirken viel zu trocken, der Salat fällt zusammen und das Gemüse hat beim Kochen seine Farbe verloren. Einerseits sollen die Lebensmittel frisch und farbig wirken, gleichzeitig aber auch natürlich - und obendrein soll eine gewisse Ähnlichkeit mit dem erhalten bleiben, was Leser und Betrachter beim Nachkochen als Resultat erhalten ... Wie Sie solche Probleme lösen, und zwar so, dass Ihnen genug Zeit zum Fotografieren bleibt, erfahren Sie in diesem Abschnitt.

Der erste Eindruck zählt

Beobachten Sie sich einmal selbst, wenn Sie in einer Zeitschrift oder einem Kochbuch nach etwas suchen, das Sie kochen möchten, z. B. weil Sie Gäste erwarten. Worauf achten Sie? Was für Gerichte erwecken Ihre Aufmerksamkeit? Das sind in der Regel Rezepte mit Bildern, bei denen die Bilder fröhlich, angenehm und frisch wirken.

Solche Fotos können zarte Pastellfarben haben und Ton in Ton gehalten sein, oder aber sie wirken durch extrem kräftige und leuchtende Farben - allen gemeinsam ist, dass das abgebildete Gericht lecker, frisch und ansprechend wirkt. Selbst gekochtes Gemüse ist kräftig gefärbt und wirkt knackig. Gebratenes Fleisch ist zartrosa oder kräftig rot gefärbt. Grillfleisch hat perfekte Streifen vom Grillrost und wirkt lecker und saftig. Selbst die Nudeln glänzen schön. Wenn Sie das Rezept dann gekocht haben, sind Sie zumindest optisch in der Regel vom Ergebnis enttäuscht, selbst wenn Sie sich exakt an das Rezept gehalten haben.

Wie hat der Fotograf das gemacht? Warum sind seine Bohnen schön grün, Ihre nach dem Kochen dagegen aber grau? Wie kommt es, dass Ihr Salat zusammenfällt, kaum dass Sie das Dressing darüber geben, während seiner frisch, locker und füllig wirkt?

Die Antworten auf diese Fragen, das sind die Probleme, die Sie in der Food-Fotografie lösen müssen. Es reicht eben nicht, eine Tomate zu waschen, auf ein Holzbrett zu legen und auf den Auslöser zu drücken. Gute Food-Fotografie ist aufwändig und benötigt Wissen, das nicht an jeder Ecke im Internet zu finden ist. Speisen und Zutaten so anzurichten, dass sie fotogen sind und es auch bleiben, selbst wenn sie eine halbe Stunde liegen, bis das Foto im Kasten ist, das ist Aufgabe des Food-Stylisten.

Hier wird das Thema "Food-Styling" nur angerissen. Viel mehr dazu erfahren Sie im nächsten Teil unserer Serie zur Food-Fotografie, der sich den wichtigsten Aufgaben beim Food-Styling widmet:

"Food-Styling für die Food-Fotografie: Essen fürs Fotografieren professionell anrichten"

So muss ein Food-Foto aussehen.

Ansprechende Farbe statt grauem oder verfärbtem Fleisch und Gemüse

Fleisch und gekochtes Gemüse haben etwas gemeinsam: Beide verändern die Farbe, wenn Sie es kochen, braten oder einfach nur an der Luft liegen lassen.

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