Food-Fotografie: Speisen, Gerichte und Getränke ansprechend und professionell fotografieren

Von: Helma Spona
Stand: 30. Juni 2009
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Die fotografische Umsetzung

Schärfentiefe und Beleuchtung

Sinnvolle Schärfentiefe

Eine der wichtigsten Fragen bei der Food-Fotografie ist sicherlich, wie viel Schärfentiefe ein Food-Foto braucht. Die Antwort ist natürlich abhängig vom Gesamteindruck und dem Stil, den Sie realisieren möchten. Beim dokumentarischen und graphischen Stil ist in der Regel eine sehr große Schärfentiefe erwünscht, beim modernen, hellen und unscharfen Stil sollte nur punktuell, auf das Wesentliche im Bild, scharf gestellt werden.

Hier ist ganz besonders wichtig, dass Sie die Kamera korrekt zum Motiv ausrichten, damit die gewünschten Teile des Motivs scharf sind. Überlegen Sie sich dazu, was im Bild besonders wichtig ist.

Hier liegt die sehr knappe Schärfe deutlich falsch, nämlich auf dem Knochen der Hähnchenkeule.

Hier wurde korrekt fokussiert. Scharf ist der Löffel mit den Granatapfelkernen, der Rest tritt durch die Unschärfe in den Hintergrund.

Auch hier ist die Schärfe sehr knapp, liegt hier aber korrekt auf den Kiwis.

Die richtige Beleuchtung

Das Licht ist in der Food-Fotografie das A und O für ein gutes, gelungenes Foto. Vorgaben gibt es hier kaum: Sonnenlicht ist genauso gut wie eine Beleuchtung mit Studioblitzen oder Dauerlichtlampen. Was zählt, ist das Endergebnis. Das Licht sollte zum Stil des Bildes passen. Zu hellen freundlichen Farben passt z.B. Gegenlicht sehr gut, während beim dokumentarischen oder graphischen Stil eher weniger, aber dafür gleichmäßiges Licht eingesetzt werden sollte.

Diffuses Tageslicht von links vorne beleuchtet dieses Bild sehr gleichmäßig ohne harte Kontraste.

Hier passt das Gegenlicht mit harten Kontrasten und einem starken Schärfeverlauf zum modernen unscharfen und hellen Stil.

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