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Food-Styling für die Food-Fotografie

Food-Styling in der Praxis: Ziele und Zeitaufwand

Food-Styling bedeutet nicht zwingend, dass Ersatzstoffe und Plastiknachbauten verwendet werden. Es schließt diese Techniken aber durchaus ein. Manche Lebensmittel lassen sich sonst nur schlecht oder gar nicht in der gewünschten Form fotografieren. Diese werden dann besser durch Nachbauten und Imitationen ersetzt.

In aller Regel erfüllt Food-Styling die folgenden Aufgaben:

  • Probleme beheben, die sich durch Liegezeit und Beleuchtungswärme beim Fotoshooting an den Lebensmitteln ergeben, z.B. verhindern, dass Salat welkt oder zusammenfällt, Kräuter schlapp wirken und Eiswürfel schmelzen;

  • Lebensmittel, insbesondere gekochte und gegarte, farblich aufzupeppen und

  • kalte Getränke "kalt" darzustellen und eigentlich heiße Gerichte so zu präsentieren, dass sie trotz Abkühlung beim Fotoshooting bspw. keine unansehnliche Haut auf Soßen bilden oder kalt und trocken wirken.

Planung für die Praxis

Wenn Sie sich als Food-Fotograf keinen Food-Stylisten leisten können, werden Sie sich auch keinen Koch leisten können. Das bedeutet dann, dass Sie auch das Kochen der Gerichte/Speisen selbst übernehmen müssen.

Bei richtigen Food-Fotografie-Teams übernimmt das Kochen/Backen der Speisen ein spezieller Koch oder es gehört zu den Aufgaben des Food-Stylisten. Wir gehen aber davon aus, dass Sie die Food-Fotografie als Ein-Mann- bzw. Ein-Frau-Show betreiben und daher nicht nur die Fotos selbst machen, sondern auch die Aufgaben von Koch und Food-Stylist übernehmen. Das ist vor allem für die zeitliche Planung relevant. Sie können sich ja nicht teilen und müssen also alles nacheinander machen.

Oberstes Ziel des Food-Stylings muss es sein, eine Speise, ein Gericht oder ein Getränk so herzurichten, dass es den Erwartungen der Verbraucher entspricht, lecker, frisch und appetitlich aussieht und dieses Aussehen lange genug bewahren kann, bis alle Fotos im Kasten sind. Wie lange das wiederum dauert, hängt von der Zahl der notwendigen Aufnahmen, aber auch von der Qualität der Vorbereitungen ab.

Generell sollten Sie folgende Vorgehensweise wählen:

  1. Vorbereitungen vor dem Shooting: einkaufen, kochen/backen, was sich vorbereiten lässt oder abkühlen muss;

  2. Vorbereitung des Fotosets mit Lampen, Hintergrund und Dekomaterial;

  3. Fertigstellung der Speisen/Gerichte/Getränke und anrichten auf dem Set;

  4. fotografieren.

So wird die Zeitspanne für die eigentlichen Fotos möglichst kurz und Sie haben weniger Probleme mit welkendem Salat, verdunsteten Wassertropfen, angetrockneten Zutaten etc.

Welche Techniken es gibt, um die gängigsten und häufigsten Probleme in der Food-Fotografie zu lösen, erfahren Sie ausführlich im folgenden Abschnitt.

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Über die Autorin:

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Helma Spona ist Fachautorin und Expertin im Bereich Digitalfotografie, Bildbearbeitung, (Website-)Programmierung und Webdesign. Seit einigen Jahren fotografiert sie für verschiedene Bildagenturen vor ...

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