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Forderungsmanagement: die 20 häufigsten Irrtümer bei Mahnen, Inkasso & Co.

Irrtum Nr. 16: Die Forderung ist verjährt, jetzt darf ich sie beim Schuldner nicht mehr geltend machen

Mit der Geltendmachung einer Forderung können Sie sich nicht beliebig lange Zeit lassen, denn Forderungen verjähren. Für die Verjährung gelten zum einen die allgemeinen Verjährungsregeln der §§ 194 ff BGB. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt gemäß § 195 BGB drei Jahre.

Ist eine Forderung verjährt, dann haben Sie beispielsweise den Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises verloren. Dieses Recht geht allerdings nicht vollständig unter. Der Schuldner kann nach Eintritt der Verjährung noch an den Gläubiger zahlen. Er kann selbst dann den geleisteten Betrag nicht von Ihnen zurückverlangen, wenn er erst im Nachhinein feststellt, dass die Forderung bereits verjährt ist.

Umgekehrt ist der Schuldner nach Eintritt der Verjährung nicht mehr verpflichtet zu leisten. Die Verjährung gibt dem Schuldner ein Leistungsverweigerungsrecht. Verlangen Sie vom Schuldner trotz Eintritt der Verjährung noch die Leistung, dann steht ihm die Einrede der Verjährung zu. Eine gerichtliche Durchsetzung der Forderung ist in diesem Fall nicht mehr möglich.

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Über die Autorin:

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Dr. Ellen Ulbricht ist Juristin und Unternehmensberaterin, sie liefert unter Mahnen leicht gemacht Hilfen für das Forderungsmanagement. Dr. Ulbricht war 15 Jahre lang in leitender Position im Inkasso ...

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