Forderungsmanagement auf dem Bau

Wie Bauunternehmen und Handwerker zu Ihrem Geld kommen und die Liquiditätsfalle vermeiden

Von: Heike Eberle
Stand: 28. Januar 2011
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Über die Autorin: Heike Eberle

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Die 1967 geborene Pfälzerin Heike Eberle ist mit Herzblut Unternehmerin und Beraterin. Seit über zwölf Jahren ist sie im eigenen Baubetrieb engagiert, der trotz vieler Turbulenzen gut dasteht.

Mittlerweile gilt sie als Baufuchs und gibt das, was sie mit Leib und Seele im familiengeführten Baubetrieb lebt, an andere Handwerksbetriebe weiter - z. B. unter www.klug-managen.de und in ihrem Serviceblog.

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Liquidität als Überlebensfrage

Ihr "Lieblingskunde" ist mal wieder in Verzug - und das Schlimmste ist, dass das nichts Neues ist? Oft jagt zwei- oder dreimal im Monat ein Liquiditätsengpass Ihren Adrenalinspiegel in die Höhe? Dann ist es Zeit, dafür zu sorgen, dass Sie etwas gelassener und ruhiger leben können: Bauen Sie ein strategisches Forderungs- und Liquiditätsmanagement in Ihrem Betrieb auf! Eine Bauunternehmerin, die die Probleme kennt, zeigt Ihnen, was Sie tun können.

Die Fälligkeitsschere

Gerade im Bauhandwerk kommt es immer wieder zu "liquidativen Schwierigkeiten auf der Zeitachse". Anders gesagt: Die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen öffnet sich bedrohlich.

Über den ganzen Monat verteilt stehen Zahlungsverpflichtungen an. Bei Auftragsbeginn müssen Materialien und Subunternehmer vorfinanziert werden. Die Sozialkassen halten am drittletzten Werktag im Monat die Hände auf und die Gehälter sowie die Baulöhne wollen am Monatsende bezahlt werden. Dazu kommt nicht zuletzt das Finanzamt mit der Lohnsteuer und Gewerbesteuer bzw. Einkommenssteuer. Alle diese Ausgaben stellen punktuelle Zahlungstermine dar, an denen das Bankkonto ausreichend gefüllt sein muss, um den Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.

Es gilt, die unterschiedlichen Zahlungsströme, Ausgaben und Einnahmen, in Einklang zu bringen. Gerade für Baubetriebe ist das oft ein Kraftakt. Die Herausforderung lautet: Den fixen Ausgabenterminen müssen stets Einnahmen der gleichen Höhe gegenüberstehen, um in kein finanzielles Ungleichgewicht zu geraten. Wie bei einem Reißverschluss müssen diese Ausgabenzeitpunkte zu den Einnahmezeitpunkten passen, sonst läuft schnell etwas aus dem Ruder.

Auftragsstabilität

Schauen wir uns deshalb die Einnahmeseite etwas genauer an. Sie muss auf solider Basis stehen. Bleiben Einnahmen aus, dann rutscht eine Baufirma schnell in die Zahlungsunfähigkeit ab, weil das Liquiditätspolster aufgezehrt ist. Zu einem strategischen Forderungsmanagement gehört immer auch ein stetiges Akquirieren!

Ein fortwährender Auftragsbestand sorgt für einen regelmäßigen Geldumlauf. Im Gegenzug reißt ein Auftragseinbruch sofort ein Liquiditätsloch auf. Kurzfristige Auftragsschwankungen können zwar mit Kurzarbeit ausgeglichen werden, doch langfristig frisst auch die Kurzarbeit die Liquidität auf.

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