Welche Rolle spielt die anwaltliche Schweigepflicht bei der Forderungsbeitreibung
Welche Konsequenzen hat ein Verstoß gegen die anwaltliche Schweigepflicht?
Von den straf- und standesrechtlichen Konsequenzen einmal abgesehen, hat ein Verstoß gegen die anwaltlichen Standespflichten bei der Forderungsabtretung weitreichende zivilrechtliche Folgen.
Der Forderungskaufvertrag ist nämlich gemäß § 134 BGB i. V.m. § 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB nichtig, weil die Strafvorschrift ein Verbotsgesetz im Sinne des § 134 BGB darstellt. In erster Linie dient die Vorschrift des § 203 Abs. 1 StGB dem Schutz der Individualsphäre des Mandanten. Wie bei anderen in der Vorschrift genannten Berufsgruppen können Hilfe und Unterstützung durch den Geheimnisträger nur dann gewährleistet werden, wenn der Hilfesuchende sein Anliegen vollumfänglich in dem Bewusstsein offen legen kann, dass es "unter vier Augen" bleibt.
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