Kundenkredit
Kreditrichtlinien
Kreditrichtlinien sind in zweifacher Hinsicht wichtig: Sie regeln intern die Kreditvergabepolitik und nach außen hin, also dem Kunden gegenüber, stellen sie klare Verhältnisse hinsichtlich des ihm eingeräumten Kreditrahmens und der Zahlungsbedingungen her.
Letztendlich ist eine Kreditrichtlinie nichts anderes als eine interne Vorschrift, welche die Kriterien festlegt, nach denen die Kreditwürdigkeit der Kunden beurteilt wird. Niemand kann konkret voraussagen, ob gerade dieser Kunde mit seinen Forderungen ausfallen wird. Deshalb beruht die Einschätzung immer nur auf der Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls.
Wenn Sie die Richtlinien für Ihr Unternehmen erstellen, dann kann es auch nicht passieren, dass Sie beim Kunden A andere Regeln für die Gewährung eines Kreditlimits anwenden als bei Kunde B.
Risikobeurteilung
Zunächst gilt es die Risiken eines Forderungsausfalls zu beurteilen. Dies geschieht am besten durch eine Bonitätsprüfung, die Ihnen bei der Klassifizierung des Kunden hilft (z.B. A, B oder C-Kunde). Aber auch andere Risiken, wie z.B. spezielle Branchen- oder Länderrisiken sind zu berücksichtigen.
Kreditlimit
Neben der Höhe des Kreditlimits sind auch Ausnahmeregelungen vorzusehen, also Kriterien, unter welchen Umständen Sie bereit sind, ein höheres Kreditlimit zu gewähren, z.B. Ausweitung des Kreditlimits durch zusätzliche Sicherheiten.
Berücksichtigen Sie beim Aufstellen der Regeln auch stets Ihre eigenen Finanzierungskosten für die Einräumung eines Kreditlimits.
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