Maßnahmen und Nachweise gegen Foto-Diebstahl, Bilderklau und Urheberrechtsverletzungen

Wie Sie die Herkunft eines Fotos gerichtsfest dokumentieren

Von: Jacqueline Esen
Stand: 28. Januar 2009
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Über die Autorin:

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Jacqueline Esen ist seit mehr als zehn Jahren als freiberufliche Fotografin tätig und mit den analogen und digitalen Arbeitsweisen vertraut. Ihre Bücher "Rezepte für bessere Fotos" und "Der große Fotokurs" sind Bestseller.

Für akademie.de schreibt sie Beiträge zu Digitalfotografie, zu Bildgestaltung und zum Einsatz von Fotografien auf Webseiten oder im Marketing. Homepage: www.betrachtenswert.com

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Digitale Wasserzeichen

Digitales Wasserzeichen anbringen

Eine beliebte Sicherungsmöglichkeit für Digitalbilder sind digitale Wasserzeichen. Sie können auf unterschiedlichem Weg angebracht werden und sichtbar oder unsichtbar sein.

Sichtbare digitale Wasserzeichen

Darunter versteht man das Einblenden von Firmenlogos, URLs oder Schriftzügen. Wie bei den IPTC-Daten gilt auch hier: Es gibt niemanden, der kontrollieren könnte, ob das Foto, dem Sie Ihr Wasserzeichen aufdrücken, tatsächlich von Ihnen gemacht wurde. Entsprechend kann auch ein Dieb Ihre Bilder mit seinem Wasserzeichen versehen.

Als Diebstahlsschutz für Bildeigentümer eignet diese Methode sich dennoch, weil der Bilderdieb das fremde Logo erst einmal aus dem Foto heraus schneiden oder überstempeln muss, und das macht Arbeit. Weil die meisten Menschen faul sind, suchen sie sich lieber eine einfachere Gelegenheit, also ein ungeschütztes Foto.

Viele Fotografen und Surfer mögen die eingebauten Schriftzüge überhaupt nicht. Schrift stört nun einmal den Bildgenuss. Außerdem verleiht das Nennen der Homepage-Adresse oder des Fotografen Ihrem Foto leicht einen Werbecharakter. Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie sich daran mehr stören als an einem möglichen Bilderklau.

Ein weiterer positiver Effekt ist der, dass "Hotlinking" sofort auffällt. In Foren und von manchen Webmastern werden Bilder gern indirekt verlinkt. Das Foto bleibt auf Ihrem Webspace, wird aber von der fremden Website aus aufgerufen und dort angezeigt. Die Seitenzugriffe werden jedoch bei Ihnen gezählt und ggf. von Ihnen bezahlt.

Diese Art des Bilderklaus ist besonders dumm, weil sie anhand der Webseitenstatistiken schnell nachvollziehbar ist. Trotzdem macht sie Mühe. Die Foren-Betreiber waschen sich die Hände gern in Unschuld: Die Nutzungsbestimmungen verbieten diese Form der Verlinkung. Das schützt sie zwar nicht vor Ihren Ansprüchen auf Unterlassung - aber wer will wegen einer solchen Lappalie schon den Anwalt in Marsch setzen? Und haben Sie die Zeit, um die Adresse des Nutzers herauszufinden und ihn zu verklagen? Da ist es oft besser, Sie machen die Not zur Tugend und zeigen auf jedem Foto unmissverständlich an, woher es wirklich stammt. Womöglich bekommen Sie so kostenlose Werbung für Ihre Homepage.

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Eine Möglichkeit fehlt noch in dieser löblichen Liste:

das Hotlinking-Unterbinden durch .htaccess, dabei kann man Zugriffe von allen Servern außer dem eigenen auf Bilder dadurch unterbinden, daß stattdessen der Server bei Anforderung eine andere Grafik ausliefert.

So taucht dann beim "Hotlinker" statt des gewünschten Berg-Panoramas eine Grafik mit dem Inhalt "Klau keine Bilder von der Seite www.xxx.de" auf

das wirkt!

Danke für den Hinweis, das ist richtig - funktioniert aber nur dann, wenn der Internetprovider mit seiner Technologie die entsprechende .htaccess unterstützt. Strato tut das bedauerlicherweise nicht, da haben auch viele Mails und Gespräche mit der Hotline nichts bewirkt. Es bleibt in so einem Fall dann noch als "Rattenschwanz" die Alternative eines Providerwechsels...