Erster Schritt: Festlegen, wie groß das neue Bild sein soll
Wenn alle Motive aus der gleichen Kamera kommen, ist die Entscheidung leicht: Nehmen Sie für Ihre Collage die von der Kamera vorgegebene Bildgröße.
Vielleicht haben Sie schon mehrere Digitalkameras benutzt, oder Sie fotografieren gelegentlich mit dem Handy - dann kennen Sie das Problem unterschiedlicher Bildgröße. Besonders drastisch stellt es sich oft, wenn alte und neue Fotos zusammenkommen sollen. Die Auflösung der Sensoren und damit auch die Größe der Bilddateien sind über die Jahre hinweg gewachsen. Meine ersten Digitalbilder aus dem Jahr 2000 hatten eine maximale Auflösung von 2,1 Megapixel, die Bilddateien haben eine Kantenlänge von 1600 x 1200 Pixel - das ist nicht sehr viel. Eine aktuelle Kamera liefert bis zu 18 Megapixel Auflösung (5148 x 3456 Pixel).
Bilder aus alten Kameras sind kleiner und können auf maximal 130% ihrer Größe vergrößert werden. Die maximale Größe einer Collage muss darauf abgestimmt werden.
Versucht man nun alte und neue Fotos zu einer Collage zusammenzubringen, kann das Schwierigkeiten machen. Hier ist das alte Bild (Frauenkirche) deutlich kleiner, als das neue. So lange das Motiv in der Collage so klein bleiben kann, ist das kein Problem. Wenn die Motive aber gleich groß übereinander gelegt werden sollen, muss das größere Foto auf das kleinere angepasst werden.
Umgekehrt funktioniert es nicht: Beim Vergrößern treten z. T. noch deutliche Qualitätsverluste auf, die das Bild sehr pixelig und unscharf werden lassen.
Kameraeinstellungen prüfen
An Ihrer Kamera können Sie neben dem Dateiformat (JPG, ggf. +RAW) auch die Auflösung (Größe) der Bilder festlegen (S = small/klein, M = medium/mittel, L = large/groß). Benutzen Sie im Zweifelsfall immer die größtmögliche JPG-Stufe. Die Fotos belegen dann zwar mehr Speicherplatz, aber Sie vermeiden Frust, wenn Sie später einmal große Poster oder Fotobücher drucken lassen wollen.
Um eine leere Datei zu erhalten, können Sie entweder den Befehl Datei -> Neu verwenden, und im Dialogfeld angeben, wie groß das künftige Foto sein soll. Sie können aber auch ein vorhandenes Foto nehmen, mit STRG + A alles markieren und mit der Entfernen-Taste das Bild aus dem Foto heraus löschen. Schon haben Sie eine leere Datei in der richtigen Größe, die Sie z.B. unter dem Namen collage.psd als Photoshop-Datei abspeichern.
Wichtig: Die Größe, die ich ganz am Anfang für meine Collage festlege, bestimmt auch die Qualität bzw. maximale Vergrößerungsfähigkeit meines endgültigen Werkes.
Wenn die Collage später als großformatiger Wandschmuck dienen soll, z.B. als 60x90 cm großes Poster, sollte man eine neue Datei anlegen, die bei einer Auflösung von 300 dpi eine Ausgabegröße von 60 x 90 Zentimetern hat.
Probleme, die dabei auftreten können:
Möglicherweise sind einige Bildelemente zu klein für eine so hoch auflösende Datei. Man kann kleine Bilder nicht einfach beliebig "aufblasen", sondern maximal auf 130% der Originalgröße vergrößern. Andernfalls erscheinen sie im Gesamtbild unscharf
Es entstehen sehr große Bilddateien, die die Rechnerleistung sehr stark beanspruchen.Die Bearbeitung kann deshalb lange dauern und manchmal zu Programmabstürzen führen.
Für Ausdrucke bzw. Poster bis zu einem Format von 30x40 Zentimetern genügt als Vorlage ein Foto aus einer 5 Megapixel-Kamera. Für digitale Postkarten (E-Mail oder Web) können die Bilder auch kleiner sein.
Der Dialog Datei -> Neu erlaubt es, die Maße und Hintergrundeigenschaften des neuen Bildes genau zu definieren. Wenn Sie als Hintergrundfarbe "transparent" wählen, gibt es keine "Photoshop-Hintergrundebene", was bei späteren Bearbeitungen störend sein kann. Wählen Sie im Zweifelsfall die Option "weiß".
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