Foto-Collagen erstellen mit Photoshop und Photoshop Elements

Von: Jacqueline Esen
Stand: 16. September 2011
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Vorbereitungen für die Collage: Bilder zusammenstellen

Mit Ebenen arbeiten, statt Schnipsel zu kleben

Schon die Kinder lieben Collagen: Man nehme ein großes Blatt Papier, jede Menge Bilder, eine Schere und Klebstoff und dann geht es los: Bilder aussuchen, schnipseln, kleben, fertig!

Bild vergrößernOktoberfest-Collage: Fertig

Bild vergrößernHochzeitscollage

Am PC macht man es im Prinzip genauso wie damals im Kindergarten: Mehrere Bilder oder Bildausschnitte werden in einem neuen Bild miteinander kombiniert. In Photoshop bedient man sich dabei der Ebenen. Das grundlegende Prinzip der Ebenen besteht darin, dass mehrere Bilder wie Folienschichten übereinander gelegt werden. Wenn man sie zum ersten Mal übereinander legt, ist jede dieser Folien "undurchsichtig", man sieht also immer nur die oberste Schicht - wie bei einem Stapel von Fotos. Erst wenn man die Schichten transparent macht, oder ausgeschnittene, kleinere Bilder auf einen größeren Hintergrund legt, werden die einzelnen Ebenen sichtbar.

Am Anfang sollte man mit nur zwei oder maximal drei Ebenen arbeiten, weil es sonst zu unübersichtlich wird. Komplexe Bildmontagen können aus mehr als 20 Ebenen bestehen, aber die Wirkung einer solchen Komposition steht und fällt mit den Fotos, die man dafür aussucht. Auch hier gilt das Motto: Weniger ist mehr.

Arbeitsdatei als PSD speichern!

Bildformate wie JPG, GIF oder PNG unterstützen keine Ebenen-Funktionen, sie bestehen immer nur aus einer Ebene. Daher sollten Sie ein Bild, das aus mehreren Ebenen besteht, immer (auch) im PSD-Format speichern (in Photoshop bzw. Photoshop Elements, andere Grafikprogramme haben eigene "Arbeitsformate"). Nur so können Sie für spätere Änderungen wieder auf die einzelnen Ebenen zugreifen. Sobald man ein Foto, das aus mehreren Ebenen besteht, als JPG speichert und schließt, sind die Ebenen verloren und können nicht wieder zurück geholt werden. TIFF-Dateien kann man mittlerweile mit mehreren Ebenen abspeichern, aber sie benötigen enorm viel Speicherplatz.

Bilder auswählen

Für unsere Beispiel-Collagen habe ich mir einige Bilder vom Münchner Oktoberfest und vom venezianischen Karneval zurechtgelegt. Es sollen einige typische Oktoberfestmotive zu einer Collage montiert werden. Man kann die Motive einer komplexen Collage aus dem gesamten Bildarchiv zusammensuchen, aber das Klicken durch viele verschiedene Ordnersysteme kann sehr umständlich werden. Darum ist es einfacher, die Bilder die in Frage kommen, in einen separaten Ordner zu kopieren.

Wer seine Fotos schon mit dem Organizer von Photoshop Elements verwaltet, kann dessen Funktionen nutzen, um sich die passenden Bilder übersichtlich anzeigen zu lassen.

Bild vergrößernOrganizer-Importstapel

Geeignete Bilder für eine Collage zu finden ist der erste und wichtigste Schritt. Nicht jedes Foto lässt sich gleich gut in eine Komposition aus mehreren Bildern einfügen.

Überlegen Sie vorher, was Sie machen wollen. Zunächst kommt es darauf an, ob Sie

  • eine Art Postkarte gestalten wollen, die aus mehreren Fotos besteht, und bei der die die Einzelbilder noch erkennbar sein sollen, oder

  • eine Collage erstellen möchten, bei der die einzelnen Elemente so mit einander verschmolzen werden, dass ein völlig neues Gesamtbild entsteht.

Wir beginnen mit Variante A: Postkarte mit Einzelfotos

Entscheiden Sie zunächst, ob Sie ein Foto als Hintergrund verwenden möchten, oder lieber eine farbige Hintergrundfläche ohne Motiv. Ein Hintergrundfoto muss dezent sein, nicht zu bunt, und es sollte nicht zu viele Details aufweisen. Starke Einzelfotos sind keine gute Wahl, weil sie den Blick anziehen. Nehmen Sie stattdessen lieber Motive mit großen freien Flächen oder regelmäßigen Mustern:

Bild vergrößernBenutzen Sie starke Bilder nur, wenn genug freie Fläche vorhanden ist, auf der Sie Bilder oder Text einfügen können.

Bild vergrößernThematisch passende Muster eignen sich ebenfalls als Hintergrund. Wenn die Farbigkeit stört, können Sie noch an den Farb- und Sättigungsreglern drehen.

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