EXIF- und IPTC-Daten nutzen

Welche Daten Ihre Digitalkamera mitliefert und wie Sie eine Reihe zusätzlicher Informationen zusammen mit Ihrer Bilddatei abspeichern können

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Stand: 6. Dezember 2005

EXIF

Früher benutzte man die Rückseite eines Fotos, um zu notieren, wen oder was man unterwegs fotografiert hatte. Heute werden die wichtigsten Einstellungen und Daten einer Aufnahme mit ihr zusammen als EXIF-Daten abgespeichert. Zusätzliche Text-Angaben zum Bild kann man als IPTC-Daten ablegen. Wir zeigen Ihnen, welche interessanten Daten Ihre Digitalkamera heute schon mitliefert, und wie Sie eine Reihe zusätzlicher Informationen zusammen mit Ihrer Bilddatei abspeichern können. Außerdem verweisen wir auf diverse Programme für die Arbeit mit EXIF- und IPTC-Daten.

Wenn Sie Bilder aus Ihrer Kamera unverändert ins Internet laden, hinterlassen Sie eine Menge Spuren. Ihr Online-Labor oder der Buddy in der Fotocommunity weiß dann beispielsweise, dass Sie mit einer digitalen Spiegelreflexkamera des Herstellers XY fotografieren - oder "nur" mit einer Sucherkamera, die Sie für wenige Euros beim Supermarkt erstanden haben. Woher stammen diese Informationen?

EXIF-Daten

Seit 1998 gibt es den EXIF-Standard. EXIF ist ein Dateiformat, um eine Reihe von wichtigen Aufnahmedaten zusammen mit dem Bild abspeichern. Fast alle modernen Digitalkameras beherrschen diesen Standard, mit dem der Anwender nicht nur Datum und Uhrzeit der Aufnahme, sondern auch Belichtungszeit, Blendeneinstellung, ISO-Wert (Lichtempfindlichkeit), Mess- und Belichtungsmodi sowie Blitz-Einstellungen für jede einzelne Aufnahme dokumentieren und dann später wieder ablesen kann. Auflösung, Bildgröße und Kameratyp werden ebenfalls mitgeliefert.

Diese Daten werden besonders dann wichtig, wenn man nachvollziehen möchte, wie sich verschiedene Kameraeinstellungen im Bild auswirken. Für die bewusste Bildgestaltung sind Kenntnisse über die Zusammenhänge von Blende, Belichtungszeit und ISO-Werten von ausschlaggebender Bedeutung. Der Blick ins Aufnahmeprotokoll hilft zu verstehen, warum Bilder mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen verschieden aussehen.

Wie kommt man an die EXIF-Daten heran?

Windows Explorer:

Im Windows Explorer müssen Sie dazu nur mit der rechten Maustaste auf eine Bilddatei klicken und "Eigenschaften" wählen. Den Reiter "Dateiinfo" anklicken, dann auf "Erweitert" - schon sehen Sie die Eigenschaften des Bildes mit den dazugehörigen EXIF-Werten.

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Sehr schön auf den Punkt gebracht. Sehr hilfreiche links.

Danke für den Tipp!

Vielen Dank für den sehr ausführlichen Artikel!
Hier: http://www.dokufoto.de/nachrichten/iptc-stichwort-liste-18/
gibt es eine IPTC Stichwörter Liste die man in Programme laden kann. Dadurch muss man sich die Wörter nicht jedesmal neu zusammensuchen.

Irfan View: Die Thumbnail-Übersicht öffnen, mehrere Thumbnails markieren und mit der rechten Maustaste JPG-verlustfreie Operationen wählen. Dort erhält man eine Option IPTC Daten schreiben.

Man kann in Photoshop beispielsweise eine "Aktion" definieren, bei der man eine vorgefertigte *.ffo-Datei mit den gewünschten Infos an alle Bilder aus einer Serie anhängt. Leider werden diese Daten im Windows Explorer dann aber nicht angezeigt; in PS sind sie (nur) als Verknüpfung vorhanden.

Der Caption Writer kann sich die Beschreibung, die man für ein Bild einmal erfasst hat, merken, und für die nächsten Bilder einsetzen. Das ist relativ komfortabel.

Auch Irfan View verfügt über eine Funktion, in der man mehrere Dateien gleichzeitig bearbeiten kann.

Sehr hilfreicher Beitrag. Ich habe noch die Fragen bezüglich Bildserien: Kann man zum Beispiel Autor und Kategorie usw. für eine ganze Serie ggf. nur einmal eingeben und in die ganze Serien einfürgen gibt es dafür besondere Tools?

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