Bildergröße, Dateigröße und Höflichkeit
Exkurs: Die Bildschirmanzeige
Wissenswertes zur Bildschirmanzeige
Von den Anzeige-Optionen ihres Bildbetrachtungs-Programms bekommen viele Anwender zunächst einmal gar nichts mit, denn ihre Fotos sind größer als der Bildschirm und werden für die optimale bzw. vollformatige Darstellung verkleinert. Dieser Verkleinerungsvorgang nimmt Zeit in Anspruch. Vielleicht haben Sie schon einmal bemerkt, dass Sie beim Durchblättern von Bildern eine leichte Verzögerung erleben. Man merkt es vor allem bei etwas älteren Computern, die nicht ganz so schnell sind. Das ist die Zeit, die der Rechner benötigt, um die Fotos zu laden und für die Anzeige auf Bildschirmgröße zu verkleinern. Die Bilddaten werden dabei nicht verändert.
Links das Format eines 5:4-Bildschirmes (1280 x 1024 Pixel), rechts das langgestreckte 16:9 HD-Format mit 1920x1080 Pixeln. Wenn Sie einen Screenshot erzeugen, ist das Bild bei unterschiedlichen Bildschirmen unterschiedlich groß.
Die meisten Bildschirme sind derzeit nicht breiter als 1300 Pixel. Mit den neuen 16:9-Formaten wird sich das in absehbarer Zeit ändern, aber wenn Sie ein Foto vollformatig - d.h. ohne dass der Betrachter scrollen muss - am Bildschirm anzeigen wollen, dann ist eine Seitenlänge von 1000 oder 1200 Pixels bei einem Querformat eigentlich genug.
Bei Hochformaten ist die Situation noch dramatischer: Schon heute sind die Bildschirme breiter als hoch, höher als 1000 Pixel sind sie aber nur selten. Zudem wird die maximale Höhe häufig auch noch durch die Menüleisten von Anzeigeprogrammen oder Browsern eingeschränkt. Bestenfalls in der Vollformatansicht, die der Betrachter an seinem Bilder-Viewer einstellen muss, kann man die maximale Bildschirmgröße ausnutzen. Nur dann kann man - einen großen Bildschirm voraus gesetzt - auch ein Hochformat mit vollen 1000 Pixeln Höhe ansehen, ohne scrollen zu müssen. Oder die Bild-Ansicht wird schon wieder an die vorhandene Größe angepasst, d.h. verkleinert.
Um einmal einen realistischen Eindruck davon zu bekommen, wie groß Ihre Fotos wirklich sind, lassen Sie sich die Motive in der 1:1-Ansicht anzeigen ("Tatsächliche Pixel" oder 100%).
Umgekehrt kann es passieren dass Ihr Foto am Bildschirm ganz schrecklich aussieht: es ist pixelig, verzerrt und sieht kaputt aus. Das ist ebenfalls eine Frage der korrekt eingestellten Anzeigeoptionen: vergrößert man kleine Bilder auf Bildschirmgröße, werden sie über das sinnvolle Maß hinaus "aufgeblasen" und verzerrt.
Wenn Ihr Bildbetrachtungsprogramm flexibel genug ist, stellen Sie für die Anzeige-Optionen ein, dass große Bilder verkleinert werden dürfen, kleine Bilder aber in Originalgröße angezeigt werden sollen. So erhalten Sie für alle Bilder die optimale Darstellung.
Vergrößert man ein Foto, dessen Pixelmaße kleiner sind als der Bildschirm, sieht das Foto unscharf und pixelig aus. In Wirklichkeit hat man nur die falschen Anzeige-Optionen eingestellt.
Sowohl bei der Bildschirmdarstellung, wie auch bei der Bearbeitung von Bilddaten gilt der Grundsatz: Verkleinern ist immer möglich, vergrößern lässt sich ein Bild auf maximal etwa 120%, ohne dass es einschneidende Qualitätsverluste gibt. Aus diesem Grund sollten Sie auch, wenn Sie regelmäßig Fotos per E-Mail verschicken, einen separaten Ordner für verkleinerte Kopien der Fotos anlegen, und die Originaldateien aufbewahren.
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