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Unterrichten an der VHS: Das müssen Sie wissen!

Was Sie beachten müssen, wenn Sie freiberuflich an der Volkshochschule arbeiten möchten

Voraussetzungen

Wer als Dozent, Referent, Seminar- oder Exkursionsleiter an einer der über 950 Volkshochschulen in Deutschland tätig werden möchte, braucht vor allem zwei Eigenschaften: viel Idealismus und unerschütterlichen Optimismus. Denn die Honorare sind mager. Rainer Spallek erklärt alles, was Sie über eine freiberufliche Tätigkeit an einer VHS wissen müssen.

Wer kann als Freiberufler bei Volkshochschulen arbeiten?

Kurz gesagt: Jeder, der tatsächlich etwas zu sagen hat - sei es aufgrund von Erfahrungen, fachlicher Kompetenz oder kreativen Fähigkeiten. Pädagogische Fortbildungen oder Erfahrungen werden positiv bewertet, zugleich aber werden auch Unerfahrenen Chancen eingeräumt. Wesentlich ist eine nachweisbare Fachkompetenz. Ein akademischer Abschluss ist kein Muss - aber sehr wohl ein Plus.

Es gibt die Möglichkeit, neben- oder hauptberuflich an den Volkshochschulen tätig zu werden. Im Falle der Nebenberuflichkeit muss Ihr Arbeitgeber aber zustimmen.

Etwa 90 Prozent aller Dozenten, Referenten und Seminarleiter sind Freiberufler. Ihre Aufträge erhalten sie von den jeweiligen Fachbereichsleitern, den sog. Hauptberuflichen Pädagogischen Mitarbeitern (HPM). Diese sind auch Ihr erster Ansprechpartner. Ein HPM arbeitet - je nach Größe seines Fachbereichs - mit ca. 20 bis 40 Freiberuflern zusammen. Abhängig vom jeweiligen Fachbereich sind die hauptberuflichen Mitarbeiter zumeist Akademiker.

Bei den Honorarkräften bietet sich in Sachen Bildungshintergrund ein differenzierteres Bild: Während in den Geistes- und Sozialwissenschaften überwiegend Akademiker lehren, dominieren im Kulturbereich Dozenten ohne Hochschulabschluss. Hier reicht das Angebotsspektrum vom 17-jährigen Hip-Hop-Trainer über den 78-jährigen Oberst a. D. bis hin zu Künstlern, die von ihrer Kunst allein nicht leben können.

Frauen sind an Volkshochschulen stärker vertreten als Männer; vor allem unter den freiberuflichen Lehrern, den Dozenten, sind viele Frauen - bis zu 90 Prozent. Weibliche Honorarkräfte arbeiten häufig nebenberuflich - Männer hingegen lassen sich eher hauptberuflich auf das Freiberufler-Dasein ein.

Was Persönlichkeitsmerkmale betrifft, treffen an einer VHS die unterschiedlichsten Charaktertypen aufeinander: Sesshafte Alphatiere mit Revierinstinkt begegnen nomadisierenden, amtsallergischen Lebenskünstlern.

2007 gab es bundesweit 967 Volkshochschulen. Wer sich einen ersten Überblick verschaffen will über institutionelle Merkmale, Personal- und Finanzierungssituationen sowie Veranstaltungsprogramme der Volkshochschulen in NRW, sollte sich die vom DIE (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung) jährlich erstellte "Leistungsstatistik der deutschen Volkshochschulen" ansehen.

Kontaktaufnahme und Bewerbung

  • Bewerbung generell: Ob am Telefon, in der E-Mail oder persönlich: Wenn Sie sich an der VHS bewerben, sollten Sie nicht protzig, aber auch nicht zu bescheiden auftreten.

    • Wichtig ist auch, dass Sie über Empathie verfügen und "eine kommunikativ-offene Grundhaltung" erkennen lassen. Erwünscht ist ebenfalls ein Schuss Originalität.

    • Vorteilhaft ist es, wenn Sie sich bereits im Vorfeld Ihrer Bewerbung über die jeweilige Volkshochschule bzw. deren Programm informieren.

    • Eine eigene Homepage ist in jedem Fall von Vorteil. Ein Fachbereichsleiter kann sich so rasch einen ersten Eindruck von Ihnen verschaffen.

  • Kontaktaufnahme: Ihr Ansprechpartner ist der jeweilige Fachbereichsleiter. Den Erstkontakt sollten Sie per E-Mail oder telefonisch herstellen. Die Kontaktadressen des jeweiligen Fachbereichsleiters sind über die Web-Seiten der Volkshochschulen leicht zu ermitteln. Besteht seitens der VHS Interesse, wird man Sie bitten, Ihr detailliertes Angebot einzusenden. Persönlich erscheinen sollten Sie nur nach Verabredung per E-Mail oder Telefon.

  • Fähigkeiten: Was müssen Sie mitbringen? Klar, nachweisbare Fähigkeiten und Kenntnisse auf einem bestimmten Fachgebiet. Klingt selbstverständlich - doch haben Fachbereichsleiter da schon so manche Überraschungen erlebt.

    • Von Vorteil sind akademische Abschlüsse, pädagogische Zertifikate und Erfahrungen, eigene Veröffentlichungen oder Referenzen. Können Sie nichts dergleichen vorweisen, müssen Sie Ihre Kompetenz anderweitig unter Beweis stellen, z. B. im persönlichen Gespräch mit dem Fachbereichsleiter. Unter Umständen bietet dieser Ihnen eine VHS-interne Fortbildung an, die sog. Erwachsenenpädagogische Grundqualifikation - man sollte sie nutzen.

    • Vergessen Sie nicht: Ihre Arbeit prägt das Ansehen einer VHS. Fachbereichsleiter können zwar experimentierfreudig sein, möchten aber Gewissheit haben, dass Sie als Referent, Kurs-, Seminar- oder Exkursionsleiter auch kompetent sind.

  • Wissen, was man will: Ihr Angebot sollte knapp und prägnant formuliert sein. Erfahrene Fachbereichsleiter erkennen, ob das Bewerbungsangebot gut durchdacht ist; man erwartet Respekt durch eine fundierte und persönliche Ansprache - also besser keine Massen-E-Mails. Lax gehandhabte Orthographie und nachlässige Ausdrucksweise führen eher am Ziel vorbei.

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Bewerbung an Volkshochschulen

Hallo zusammen,

ich bin selbständiger Unternehmensberater in den Bereichen Kommunikationstraining, Konfliktmanagement, Führungskräfte-und Mitarbeitercoaching, etc.

Ich möchte mich gerne an Volkshochschulen als Dozent bewerben.

Ich stelle mir die Frage, ob ich mich nun als Privatperson oder als Geschäftsführer meines Unternehmens bewerbe. Ich möchte den Fachbereichsleiter nicht verschrecken, durch eine falsche Herangehensweise. Ich möchte nicht den Eindruck vermitteln, von der Vhs als Unternehmensberater angagiert werden zu wollen.

Wie sind meine Chancen höher angenommen zu werden.
Ich bin für beide Varianten offen, um Honorar geht es mir nicht.

Vielen lieben Dank.
Grüße
Hagen Himburg
https://www.himburg-beratung.de/
service@himburg-beratung.de

Selbstständige vhs-Dozententätigkeit

Hallo, ich bitte um Ihre Hilfe.

Seit 4 Jahren bin ich eine freiberufliche Dozentin an der vhs (DaF/DaZ) und prüfe bundesweit auf Honorarbasis.

Ab und zu kommt die Frage von den Behörden, ob meine Tätigkeit selbstständig ist oder nicht. Ich habe hier gelesen, dass die vhs-Dozenten grundsätzlich als selbstständig gelten.

Ich bitte um die gesetzlichen Informationen, Beschluss von der Rentenversicherung oder einem Gericht, die ich als Beweis vorlegen kann.

Ich bedanke mich im voraus,
G. Weiler

Selbständigkeit

Hallo Frau Weiler,

ich arbeite schon seit 6 Jahren für die VHS. Ich bin verpflichtet, nicht nur die Einkommenssteuer abzuführen, sondern als Dozentin auch die RV -Beiträge auf meine Einkünfte. Ich würde auf keinen Fall ein Risiko eingehen, denn die RV kann über Jahre rückwirkend prüfen und dann sind unter Umständen enorme Nachzahlungen fällig. Alle Dozenten, Erzieher oder Coaches sind laut Gesetz RV-pflichtig!

Antwort: Selbstständige vhs-Dozententätigkeit

Guten Tag, Frau Weiler,
ob in Ihrem Fall eine "selbstständige Tätigkeit" oder eine "Beschäftigung" vorliegt, kann ich nicht beurteilen. Eine verbindliche gesetzliche Definition oder einen Freibrief der Deutschen Rentenversicherung für bestimmte Berufsgruppen oder Branchen gibt es auch nicht. Die DRV prüft im Zweifel jeden Einzelfall im Rahmen sogenannter Statusfeststellungsverfahren.

Kriterien für die Einstufung von Selbstständigen, Freiberuflern und anderen "freien Mitarbeitern" finden Sie im Beitrag
"Freier Mitarbeiter oder abhängig beschäftigt?"
https://www.akademie.de/wissen/mitarbeiter-frei-oder-abhaengig

Alles Gute und viele Grüße
Robert Chromow

Hilfe was muss ich machen ?

Hallo ,
Ich gebe neben meinen Hauptberuf , Kurse bei der Vhs (12 Stück ) in der Woche , im Bereich Übungsleiter Sport !
Hilft es mir in der Zukunft ein Kleingewerbe anzumelden , damit ich mehr Verdienen darf ? Und das ich kein Ärger vom Finanzamt bekomme ?
Gruß Engel René

Antwort: Hilfe was muss ich machen ?

Hallo Engel René,
danke für die vertrauensvolle Anfrage: Ein Gewerbe brauchen Sie nicht anzumelden, da VHS-Kursleiter freiberuflich tätig sind (= selbstständige, nicht gewerbliche Tätigkeit). Ärger mit dem Finanzamt bekommen Sie nur dann, wenn Sie Ihre Einkünfte bei der Einkommensteuererklärung verschweigen.

Informationen zum Thema Steuern finden Sie im Kapitel
"Honorar, Steuern, Versicherung"
http://www.akademie.de/wissen/freiberufler-an-volkshochschulen/honorar-s...
... und ausführlicher im Praxisleitfaden
"Selbstständig als Trainer, Übungsleiterin, Dozent? Steuern, Sozialversicherung, Rechtsstatus"
http://www.akademie.de/wissen/selbststaendig-trainer-dozent

Viel Erfolg und freundliche Grüße
Robert Chromow

Gewerbeanmeldung für VHS Lehrtätigkeit

Hallo,

bei mir liegt folgender Fall vor. Ich habe ein Gewerbe angemeldet für Ernährungsberatung und habe für die Umsatzsteuerpflicht optioniert. Da nun meine Haupteinnahmequelle weggefallen ist, möchte ich das Gewerbe zum Jahresende wieder abmelden.

Es ergab sich nun die Möglichkeit, dass ich nächstes Jahr ab Ende Februar bei der VHS einen Kurs zum Thema abnehmen geben kann. Das Honorar beträgt insgesamt für zwei Kurse a 8 Termine 600,- €. Kann ich diese Tätigkeit auch ohne Gwerbeanmeldung ausüben? Wenn ich dafür die Gewerbeanmeldung benötige, müsste ich von den 600,- € natürlich auch noch Umsatzsteuer abführen. Dies möchte ich gerne vermeiden.

Kann ich die Tätigkeit freiberuflich ohne Gewerbeanmeldung ausüben und die Einnahmen dann am Jahresende bei der Einkommenssteuererklärung angeben?

Vielen Dan schon mal für eine Antwort.

Viele Grüße
Eva J.

Ernährungsberatung ohne. gewerbeanmeldung

Ernährungsberatung ohne Gewerbeanmeldung

Das ist auf jeden Fall möglich. Als Kursleiterin ist man in der Regel freiberuflich tätig und eine Gewerbeanmeldung ist dafür nicht nötig.
Wenn keine Produkte verkauft werden ist das ziemlich eindeutig. Ich bin Ernährungsberaterin in eigener Praxis ohne Gewerbe und habe das beim Finanzamt erst letztes Jahr klären lassen, da ich vorher wegen einer anderen Tätigkeit auch noch ein Gewerbe hatte, das ich auch abgemeldet habe.

Mit freundlichen Grüßen

Birthe K.

Antwort: Gewerbeanmeldung für VHS Lehrtätigkeit

Hallo Frau J.,
eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
VHS-DozentInnen brauchen keinen Gewerbeschein.

2.
Solange die Einnahmen aus dieser (und allen anderen freiberuflichen und gewerblichen) Tätigkeiten insgesamt pro Jahr 17.500 Euro nicht überschreiten, besteht auch keine Umsatzsteuerpflicht.

3.
Bei der von Ihnen genannten Größenordnung genügt es grundsätzlich, den Einnahmenüberschuss als "Einkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten" bei der Einkommensteuererklärung anzugeben.

Die Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater oder Sie wenden sich direkt ans Finanzamt.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Umsatzsteuer einmaliges Dozieren

Hallo, ich arbeite hauptberuflich bei einer Firma und wollte nebenbei einen VHS Kurs Photoshop geben. Habe ich jetzt auch einmalig getan und mir wurde gesagt, dass ich Umsatzsteuer abführen muss. Also habe ich das Finanzamt angerufen und die wollen von mir einen Bogen zur Steuerlichen Einstufung haben, der ist aber sehr kompliziert und ich will daher auch nicht weiter unterrichten an der VHS, da mir der bürokratische Aufwand im Vergleich zu den Einnahmen zu gering sind. Jetzt sagte die Frau beim Finanzamt, dass ich den Bogen reingeben muss und dann jeden Monat eine Umsatzsteuervoranmeldung. Dabei will ich nicht weiter machen und die Anmeldung wäre ab jetzt immer 0€ und nur für letzten Monat einmal 400€ (gesamthonorar). Kann ich die UST für das eine Mal jetzt bezahlen ohne Gewerbe anzumelden? Ich will einfach nur da raus ohne viel melden zu müssen und noch mehr Zeit zu verschwenden. Sonst verzichte ich eher auf das Honorar gesamt bevor ich den Bogen ausfüllen muss und UST bezahlen.

Antwort: Umsatzsteuer einmaliges Dozieren

Hallo,
eine steuerliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
Durch einen einmaligen Umsatz in Höhe von 400 Euro werden Sie nicht umsatzsteuerpflichtig. Eine Anmeldung beim Finanzamt ist m. E. auch nicht unbedingt erforderlich. Das macht allen Beteiligten bloß unnötig Arbeit.

2.
Am besten schreiben Sie einfach eine umsatzsteuerfreie Rechnung mit dem Hinweis "Der Rechnungsbetrag enthält gemäß § 19 UStG keine Umsatzsteuer."
In § 19 UStG
http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html
ist die "Besteuerung der Kleinunternehmer" geregelt.

Informationen über die Pflichtangaben auf Rechnungen finden Sie bei akademie.de auf der Seite
http://www.akademie.de/wissen/business-basics-professionelle-rechnungen/...

3.
Es reicht, wenn Sie Ihren Gewinn aus der Nebentätigkeit (Einnahmen minus Ausgaben) im Rahmen Ihrer nächsten Einkommensteuererklärung als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit angeben (= Anlage "S") . Bleibt Ihr "Einnahmeüberschuss" im Jahresverlauf tatsächlich unter 410 Euro, ist noch nicht einmal das nötig: Für Nebeneinkünfte bis zu dieser Höhe brauchen Sie gemäß "Härtefall"-Paragraf 46 EStG
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__46.html
nicht eigens eine Einkommensteuererklärung (Pflicht-"Veranlagung") abzugeben.

4.
Weitere Informationen finden Sie z. B. in unserem Leitfaden "Selbstständig als Trainer, Übungsleiterin, Dozent? Steuern, Sozialversicherung, Rechtsstatus"
http://www.akademie.de/wissen/selbststaendig-trainer-dozent/anmeldung

Freundliche Grüße
Robert Chromow

Kleinunternehmenrregelung

Hallo und vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!

Nur noch eine Frage dazu, darf ich denn eine umsatzsteuerfreie Rechnung nach der Kleinunternehmerregelung ausstellen, wenn ich weder ein Gewerbe angemeldet habe, noch die Kleinunternehmerregelung beantragt habe? (Kann sie ja glaube ich nur beantragen, wenn ich ein Gewerbe angemeldet habe oder?)

Danke + Gruß
Jan Peters

Antwort: Kleinunternehmenrregelung

Hallo Herr Peters,
wie gesagt: eine Einzelfallberatung ist hier nicht möglich. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sprechen Sie am besten mit einem Steuerberater oder Sie wenden sich direkt ans Finanzamt.

Meine ganz persönliche (und völlig unmaßgebliche :-)) Einschätzung will ich Ihnen trotzdem nicht vorenthalten:

1.
Vorweg: Eine Gewerbeanmeldung ist nicht Voraussetzung für die Kleinunternehmerregelung: Auch Freiberufler und andere "selbstständig Tätige" (wie Sie) können Kleinunternehmer sein.

2.
Viel wichtiger jedoch: Bei selbstständigen Testballons oder gar einmaligen Jobs/Projekten, wie in Ihrem Fall, tut man sich und dem Finanzamt überhaupt keinen Gefallen, wenn man eigens den achtseitigen "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" und alle anderen Gründungsformalitäten durchläuft, für die Kleinunternehmerregelung optiert, eine Nullsummen-Umsatzsteuererklärung abgibt etcpp. ... - nur um im Anschluss an einen Großauftrag über 400 Euro die selbstständige Tätigkeit postwendend wieder abzumelden. :-)

Aus meiner Sicht wäre das bürokratischer Nonsens: Wenn Sie ...
* die Rechnung unter Ihrem Namen und Ihrer Anschrift ausstellen,
* Ihre Steuernummer angeben,
* keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen und
* Ihren Gewinn sogar unaufgefordert versteuern
... wird kein Finanzbeamter Ihnen Ärger machen: Warum auch!?

3.
Dass VHS-Dozenten von Mitarbeitern der VHS nachdrücklich auf die Erfüllung von Steuer- und Sozialversicherungspflichten hingewiesen werden, ist trotzdem nicht verkehrt: Schließlich belassen es ja die wenigsten neuen Dozenten bei einem einzigen Lehrauftrag. Wenn dann über Jahre hinweg keine oder falsche Steuererklärungen abgegeben und ggf. keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden, kommt es leicht zu bösen Überraschungen.

Vielleicht macht das die Sache für Sie ja verständlicher?

Viele Grüße
Robert Chromow

neue Kursleiter-Angebote

Da hat man sich schon 2 x mit einer umfassenden Bewerbung als Akademiker bei der VHS beworben.
Und was hat sie getan ?
Sie hat überhaupt nicht geantwortet !
Das ist natürlich für einen Kursleiter, der auch andere und ähnliche Verpflichtungen seit Jahrzehnten
wahrnimmt, k e i n e gute Adresse.

vhs-Kursleiter

Lieber Gast,
da haben Sie nicht die richtige Ansprache gewählt. Woher ich das weiß? Nun, ich bin bei acht VHS in Bayern tätig, im Aufsichtsrat der VHS Germering bei München und seit 1988 hauptberuflich tätig für Unternehmen und Persönlichkeit. In aller Regel ist es so, dass die VHS immer gute
Dozenten mit guten Programmen suchen.
Mein erster Tipp: Meiden Sie als Newcomer die großen VHS in Großstädten. Da sind Sie nur eine Nummer. Bewerben Sie sich bei kleinen und mittleren VHS. Da haben Sie größere Chancen.
Joachim Giesen
Mastercoach.
P. S. Wenn Sie konkrete Hilfe benötigen, so können Sie mich kontaktieren:
giesen@mastercoaching.de oder www.mastercoaching.de

Zwei Anmerkungen:

1. Nicht alle Dozenten an der vhs sind Freiberufler. Die Tätigkeit könnte auch gewerblich sein. Hier bitte die einschlägigen Infos zur Abgrenzung von Freien Berufen (§18 EStG) und gewerblichen Tätigkeiten beachten. (Freiberufler ist nicht gleich freier Mitarbeiter!)

2. Die Honorare der vhs sind grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. D.h. vom Honorar muss man noch die USt abziehen und an das FA abführen, wenn man nicht die Kleinunternehmeregelung hat.

UST

Wie ist das, wenn ich kein Gewerbe angemeldet habe und nur einmalig Doziert habe und das auch nicht mehr machen möchte? Kann ich dann einfach UST an das FA bezahlen ohne etwas anmelden zu müssen? Ich will kein Gewerbe anmelden müssen und auch keinen großen Anmeldeaufwand haben wegen Steuer. Ich möchte das gerne als zusätzliche Einnahme in meiner normalen privaten Steuererklärung angeben nächstes Jahr. Nur wie kann ich das mit der UST klären?

Umsatzsteuerpflicht

zu Punkt 2 meines Vorredners:
Die Umsatzsteuerpflicht trifft nich grundsätzlich zu. Man ist, wenn man auf Prüfungen und Abschlüsse vorbereitet, evtl. befreit nach $4, 21b UStG.

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Über den Autor:

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Rainer Alexander Spallek, geb. 1956, ist Diplom-Sozialwissenschaftler, Industriekaufmann und Betriebswirt sowie ausgebildeter Suggestopäde. Seit sieben Jahren arbeitet er freiberuflich als Dozent (De ...

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