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Geld verdienen mit Stockfotografie: Fotos und andere Bilder als Stockfotos anbieten

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Stand: 21. August 2012

Einkommensquellen im Überblick

Bildverkauf über den eigenen Online-Shop

Verkaufen Sie Ihre Bilder über Bildagenturen, bekommen Sie nur einen Bruchteil vom Erlös der Bildagentur ausgezahlt, wenn Ihre Bilder verkauft werden. Mehr Geld pro Bild können Sie erzielen, wenn Sie die Bilder im eigenen Online-Shop verkaufen. Das kann eine Shop-Software auf Ihrem Webserver sein. Sie können dazu jedoch auch Dienstleister nutzen, die Bildershops anbieten. Oftmals ist das kombiniert mit der Möglichkeit, Fotoabzüge und Fotogeschenke zu verkaufen. Einige Anbieter ermöglichen aber auch den Download der Dateien.

Vorteile des eigenen Shops

Wenn Sie einen eigenen Online-Shop unter Ihrer Domain oder als Teil Ihrer vorhandenen Webseite einrichten und darüber Ihre Bilder verkaufen möchten, haben Sie einige große und nicht zu unterschätzende Vorteile:

  • Sie bestimmen, welche Bilder Sie verkaufen.

  • Sie bestimmen, zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen Sie die Bilder verkaufen.

  • Sie erhalten den vollen Preis, den Sie beim Kunden erzielen, abzüglich allerdings der Kosten, die der Shop verursacht.

Genau die haben Sie bei den meisten Bildagenturen nicht. Dort können Sie maximal die Preiskategorie bestimmen, unter der Sie die Bilder verkaufen möchten. Ob aber die Bildagentur Rabatte einräumt oder nicht, darauf haben Sie keinen Einfluss und folglich können Sie in den seltensten Fällen bestimmen, wie hoch die Einnahmen bei einem Bildverkauf sind.

Sie müssen sich auch nicht mit den AGBs der Bildagenturen auseinandersetzen, die Ihnen oftmals vorschreiben, ob und wenn ja zu welchem Preis Sie Ihre Bilder gleichzeitig in anderen Agenturen anbieten dürfen.

Allerdings hat das Ganze natürlich auch erhebliche Nachteile. Sie sollten also doch genau abwägen.

Nachteile des Bildverkaufs über den eigenen Shop

Der eigene Shop macht natürlich deutlich mehr Arbeit. Wenn Sie die Zeit haben, ist das sicherlich nicht schlimm. Betrachten Sie das Fotografieren jedoch als Nebenerwerb, bedeutet dies natürlich auch, dass Sie darüber hinaus noch Zeit für Ihre Hauptbeschäftigung aufwenden müssen und fotografieren möchten Sie ja auch noch. Dann könnte das zeitlich schon knapp werden.

Sie sollten dann natürlich auch bedenken, dass Ihnen auf jeden Fall monatliche Kosten für die Zahlungsdienstleister wie bspw. Sofortüberweisung etc. entstehen, ob jetzt Bilder verkauft werden oder nicht. Sie müssen selbst den Shop warten und installieren, womöglich für Traffic oder dem sehr großen Speicherplatz bei Ihrem Provider zahlen und was Sie nicht vergessen dürfen, auch die Shop-Software müssen Sie natürlich in aller Regel bezahlen, außer Sie möchten sie selbst programmieren. Aber das ist natürlich nur etwas für eingefleischte PHP-Entwickler und geht natürlich nicht von heute auf morgen.

Neben dem Kostenfaktor, der vor allem am Anfang, bis sich regelmäßige Verkäufe einstellen, ein großes Problem werden kann, gibt es aber noch etwas, das Sie nicht unterschätzen sollten.

Im Internet lässt sich zwar vieles verkaufen, aber nur dann, wenn Ihre Seite mit dem Shop auch gefunden wird. Sie brauchen also ein gutes Suchmaschinen-Ranking und Sie müssen den potentiellen Kunden Konditionen bieten, die sie bei den großen Bildagenturen nicht bekommen. Wenn Sie das nicht auf Kosten des Preises erreichen wollen, denn der Hauptvorteil des eigenen Shops besteht ja darin, dass Sie sich mit den Billigpreisen der Bildagenturen nicht abfinden müssen, müssen Sie sich etwas werbewirksames einfallen lassen. Und da sind wir beim Punkt.

Werbung ist das A und O und die ist auch im Internet nicht kostenlos zu bekommen. Sie müssen dazu viel Zeit und Aufwand in Blogs und soziale Netzwerk investieren, über die Sie Ihre Website bekannt machen.

All das, also sowohl die Kosten des Betriebs für den Shop wie auch die Werbung, nehmen Ihnen Bildagenturen ab und kassieren dafür eben einen Anteil aus den Lizenzgebühren für Ihre Bilder. Was für Sie die günstigere Alternative ist, sollten Sie sich überlegen.

Tipp:

Sinnvoll ist gerade am Anfang, es erst einmal über Bildagenturen zu versuchen und dann zu beobachten, ob die eigenen Bilder überhaupt in der Qualität ausreichend sind und welche Motive sich verkaufen lassen. Wenn dann über Bildagenturen regelmäßige Einkünfte zustande kommen, können Sie überlegen, diese in den Aufbau des eigenen Shops zu investieren.

Die Nachteile lassen sich also wie folgt zusammenfassen:

  • monatliche Kosten, auch wenn keine Verkäufe zustande kommen

  • Zeitaufwand für Installation und Wartung des Shops

  • Zeitaufwand und Kosten für Werbung

Shop-Software

Bevor Sie überhaupt überlegen können, Bilder im eigenen Shop zu verkaufen, und berechnen können, was Sie das kostet, müssen Sie eine geeignete Shop-Software finden. Das ist wichtig, weil von den Anforderungen der Shop-Software abhängt, welchen Webspace-Tarif Sie bei Ihrem Provider benötigen. Das wiederum bestimmt die monatlichen Betriebskosten des Shops.

Generell kommt jede Shop-Software in Frage, die „Download-Produkte“ unterstützt. Beispielsweise geht das mit xt:commerce 3.x, das viele Provider als kostenlose Software mit anbieten. xt:commerce 3.x ist Open Source und damit kostenlos. Leider gibt es keinen Download mehr dafür im Internet. Wenn Ihr Provider xt:commerce in Ihrem Tarif nicht anbietet, müssen Sie auf andere, meist kostenpflichtige Produkte zurückgreifen. Dazu bieten sich bspw. folgende Produkte an:

Shops von Dienstleistern „mieten“

Wenn Sie sich scheuen, einen eigenen Shop zu installieren, können Sie auch auf externe Dienstleister zurückgreifen. Oftmals sind das Firmen, die ursprünglich Fotoabzüge und Fotogeschenke vertrieben haben, jetzt aber ihr Produktportfolio ausgeweitet haben, um Fotografen die Möglichkeit zu bieten, Fotos beispielsweise von Events online zum Verkauf anzubieten. Dabei gibt es auch einige, die den Download von Fotos ermöglichen.

Diese Dienstleister haben den Vorteil, dass potentielle Kunden, die gar nicht das digitale Bild benötigen, sondern eigentlich nur ein Poster oder einen Leinwanddruck für die Wohnzimmerwand möchten, diese dort ebenfalls bestellen können. Aber sie zielen natürlich vornehmlich auf solche Kunden ab; ob das auch Ihr Ziel ist, sollten Sie auch davon abhängig machen, welche Motive Sie fotografieren und verkaufen möchten.

Fotoportopro ist eher ein Anbieter für Event- und Sportfotografen, die Teilnehmern von Veranstaltungen die Möglichkeit geben möchten, Bilder zu bestellen.

Fineart-Print bietet nur den Druck auf Leinwände, Poster etc. an, ein Download der Bilddateien ist nicht möglich.

Die derzeit bekanntesten Dienstleister dieser Art sind:

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Über die Autorin:

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Helma Spona ist Fachautorin und Expertin im Bereich Digitalfotografie, Bildbearbeitung, (Website-)Programmierung und Webdesign. Seit einigen Jahren fotografiert sie für verschiedene Bildagenturen vor ...

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