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Stand: 7. August 2009

Dienste und Plugins

Who Sees Ads: Wer bekommt die Werbung zu sehen?

Das Plugin Who Sees Ads ist eine sehr feine Erweiterung. Es bietet Ihnen die Möglichkeit, Blöcke zu definieren. Den einzelnen Blöcken können Sie Regeln zuweisen, in denen Sie u. a. bestimmen können, wann ein Block für die Besucher sichtbar wird. Diesen Block können Sie dann mit Werbung bestücken.

Die Erweiterung generiert für jeden Block zwei Codes: Einen für die Blog-Artikel und den anderen für die Template-Dateien.

Somit bekommen Sie Code-Platzhalter und fortan können Sie die Platzhalter komfortabel aus dem Admin-Bereich mit neuen Inhalten füllen - was nicht zwangsläufig Werbung sein muss.

Bild vergrößernWho Sees Ads im Einsatz

Das Problem: Werbung nur für Besucher, die von Google & Co. kommen

Bei dem folgenden Anwendungsbeispiel liegt unser Fokus auf der Frage, wie man Werbung nur für (neue) Besucher, die direkt über die Suchmaschinen auf die Website kommen, einblendet, treue Stammbesucher dagegen "verschont".

Zwei Aspekte sprechen gegen Werbung für Stammbesucher:

  1. Fangen wir mit dem ideellen Aspekt an: Stammbesucher sind die treuen Leser und kommen immer wieder, sie lesen und kommentieren im Weblog und betätigen sich im Forum. Sie betreiben Mundpropaganda und legen die Website z. B. bei diversen Anbietern von Online-Lesezeichen ab. Also, sie tun etwas für Sie als Betreiber. Wollen Sie diese Gruppe wirklich mit Werbung belästigen?

    OK, es klingt ein bisschen pathetisch, aber die Richtung stimmt schon mal.

  2. Zusätzlich - und nun kommen wir zum eher pragmatischen Aspekt - wird man, sobald man eine Website oft besucht, schnell "werbeblind". Leser fangen an "zu filtern". Das ist normal - oder können Sie sich an das Werbebanner des großen Portals erinnern, welches Sie eben besucht haben?

    Das Phänomen ist nicht neu und heißt Banner Blindness. Unter anderem wurde es von Jakob Nielsen beschrieben.

Lösung

Schon allein wegen der oben genannten Aspekte sollte man überlegen, wer überhaupt Werbung sehen soll und - wenn ja - in welcher Form diese präsentiert wird. Diese Überlegungen sollen nicht nur verhindern, dass Stammleser vergrault werden. Sie dienen auch der Erhöhung der Einnahmen - aber dazu komme ich gleich noch.

So könnte man beispielsweise für die Besucher, die über Suchmaschinen kommen, kontextsensitive Werbeformen (z. B. Google AdSense) anzeigen. Für Stammbesucher dagegen entweder gar keine Werbung - oder an den gleichen Plätzen nur bestimmte Werbeformen anzeigen, bspw. Hinweise in eigener Sache, Logos der Sponsoren etc.

AdSense-Einnahmen steigern

Und warum AdSense & Co. für die Suchmaschinen-Besucher? Ich setze schon seit einigen Jahren Google AdSense als Werbeform ein. Dabei habe ich in mehreren Projekten festgestellt, dass die AdSense-Einnahmen nicht nur in relativen, sondern auch in absoluten Zahlen steigen können, wenn man die AdSense-Anzeigen nur für die Suchmaschinen-Besucher ausgibt.

Dass die relativen Einnahmen, also die Klickraten, steigen, war auch schon vorher klar. Als Suchmaschinen-Besucher verfolgt man ein Ziel: Man sucht bzw. recherchiert nach etwas und will schnell zum Ergebnis kommen. Wenn die Werbung ansprechend gestaltet ist und Abhilfe bei der Suche verspricht, wird geklickt. Kurz und prägnant: Die Suchmaschinen-Besucher sind in der Regel klickfreudiger.

Und warum steigen dann auch die Einnahmen? Dies kann ich mir nur durch die verbesserte Klickrate erklären. Diese steigert die Chance, dass auch die besser dotierten Anzeigen angeklickt werden.

Und der Stammbesucher?

Der Stammbesucher besucht die Website in der Regel, weil er nach speziellen, fachlichen Informationen sucht, die er schon mal auf der besagten Website gesehen hat, oder weil er vermutet, dass sich dort spezielle Informationen befinden. Alles andere interessiert ihn nicht. Daher ist er auch weniger empfänglich für Werbebotschaften. Ausnahme: Bei "Hinweisen in eigener Sache" (Eigenwerbung für z. B. Artikel, Bücher, Seminare etc.) kann das durchaus anders sein.

Who Sees Ads einsetzen

Das Plugin Who Sees Ads ist schnell installiert: Entweder über die automatische Installationsroutine, die seit der Version 2.7 dabei ist. Alternativ kann man das Plugin auch manuell via FTP hochladen.

Nach der Aktivierung des Plugins gibt es unter "Einstellungen" einen neuen Unterpunkt namens "Who Sees Ads", hinter dem sich die Schaltzentrale des Plugins verbirgt:

Bild vergrößerndurch Klicken und Ziehen neue Regeln aufstellen

Leider ist der Text der Bedienung und der Anleitung in englischer Sprache. Da der Aufbau neuer Regeln sehr einfach und nutzerfreundlich ist, gelangen auch Leute mit geringen Englisch-Kenntnissen schnell ans Ziel.

Neue Regeln erstellen

Eine neue Regel zu erstellen, ist vergleichsweise einfach. Zuerst entscheiden Sie unter "Name of the Context", ob Sie eine neue Regel erstellen oder eine bestehende Regel bearbeiten möchten. In unserem Fall wollen wir zuerst eine neue Regel erstellen und benennen diese dann auch analog neue_regel.

Mehrere gängige Regelsätze sind bereits vordefiniert. Diese können Sie per Klicken & Ziehen in das Feld "Active Rules" ablegen. Die erste Regel, die Sie dann erstellen, sollte eine Regel sein, die nur zum Einsatz kommt, wenn ein Besucher über die Suchmaschinen auf Ihre Website kommt:

Bild vergrößernNeue Regel speichern

In der ersten Box "Active Rules" werden die vordefinierten Regelsätze abgelegt - in diesem Fall "Wenn der Besucher über eine Suchmaschine kommt, dann zeige an". In der zweiten Box "Ad Code" notieren Sie den entsprechenden Anzeigen-Code und in der dritten Box "Optional Comment" können Sie Kommentare, Notizen und Hinweise unterbringen, die Ihnen später als Gedächtnisstütze dienen. Anschließend klicken Sie den Button "Save context" und die Regel ist nun einsatzbereit.

Die neue Regel einbauen

Die neue Regel können Sie auf zwei Wegen einbauen:

Zum einen können Sie die neue Regel innerhalb der WordPress-Template-Dateien (z. B. sidebar.php) einbauen. Dort würde der einzubauende Code folgendermaßen aussehen:

<?php wp_ozh_wsa("neue_regel");?>

Oder Sie können auch die Werbung innerhalb der einzelnen Blog-Beiträge und -Seiten ausgeben lassen. Wenn Sie auf diesem Wege die Regel einbinden, dann sieht der Code folgendermaßen aus:

<!--wsa:neue_regel-->

Und weiter?

Nun haben Sie die erste Regel erstellt sowie die grundlegende Funktionalität des Plugins verstanden. Das Plugin beherrscht allerdings ein paar Regeln mehr. Sie können zum Beispiel auch abfragen, ob es sich bei einem Besucher um einen Stammbesucher oder einen eingeloggten Benutzer handelt. Sie können Werbung bei älteren Beiträgen einblenden lassen, Sie können festlegen, wie oft eine Anzeige eingeblendet wird u.v.m.

Wem das noch nicht ausreicht, für den hat der Plugin-Autor ein paar weitere Beispiele aufgestellt.

Selbstverständlich müssen Sie mit dem Plugin nicht Werbung einblenden lassen. Die Erweiterung eignet sich auch hervorragend dazu, etwa Meldungen und Hinweise für einzelne Besuchergruppen einzublenden.

Neben der Plugin-Variante gibt es auch eine manuelle Möglichkeit, um die Werbeanzeigen nur für Suchmaschinen-Besucher anzeigen zu lassen. Allerdings ist diese Lösung in ihrer Funktionalität viel eingeschränkter und in der Verwaltung auch nicht so komfortabel. Sie bietet aber den Vorteil, dass man sie auch innerhalb von statischen Webprojekten einbinden kann.

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