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Geschäftskonto oder Privatgirokonto?

Brauchen Gründer und Selbstständige ein Geschäftskonto?

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Stand: 13. August 2012 (aktualisiert)

Niemand zwingt Gründer, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Selbstständige und Unternehmer dürfen ihre betrieblichen Transaktionen sehr wohl über Privatkonten abwickeln. Andererseits ist die saubere Trennung von privaten und geschäftlichen Kontobewegungen durchaus sinnvoll: Wir zeigen, was Sie auf dem Weg zum passenden und günstigen Geschäftskonto beachten sollten.

"Brauche ich eigentlich ein Geschäfts-Girokonto?" Dieser Klassiker unter den Gründerfragen besteht genau genommen aus mehreren Einzelfragen:

  • Ist das Einrichten eines Geschäftskontos gesetzlich vorgeschrieben?

  • Gibt es einen Unterschied zwischen privaten und geschäftlichen Bankkonten?

  • Werden Freiberufler und Unternehmer von den Geldinstituten zum Umstieg auf ein Firmenkonto gezwungen?

  • Ist ein zusätzliches Konto sinnvoll?

Gleich vorweg: Eine gesetzliche Vorschrift, die das Führen eines besonderen betrieblichen Girokontos verlangt, gibt es definitiv nicht. Die Form des geschäftlichen Zahlungsverkehrs können Sie selbst mit Ihren Geschäftspartnern ausmachen. So dürfen Sie also beispielsweise als Gründer Überweisungen und Gutschriften ohne Weiteres über Ihr bisheriges Gehaltskonto abwickeln.

Geschäftkonto vs. Privatkonto: Auch ohne großen Unterschied im Leistungsumfang ergibt ein Geschäftskonto Sinn!

Von einem grundlegenden Funktionsunterschied zwischen Geschäfts- und Privatkonten kann ebenfalls keine Rede sein: Die Giro-Leistungsmerkmale (wie Überweisungs- oder Gutschrift-Geschwindigkeit) sind gleich. Und Ihre Kunden und Lieferanten können an Ihrer Kontonummer auch nicht erkennen, ob es sich um ein Privat- oder Geschäfts-Girokonto handelt.

Da man sich als Jungunternehmer an die Trennung von privaten und betrieblichen Vorgängen allerdings erst einmal gewöhnen muss, ist die saubere Aufteilung der jeweiligen Zahlungsvorgänge trotz alledem ein empfehlenswerter Schritt: Sie sind normalerweise gut beraten, ein separates Betriebskonto zu führen. Das kann aber durchaus ein zweites Privatgirokonto sein. Manche Banken und Sparkassen ermöglichen ihren Kunden sogar das kostenlose Einrichten sogenannter Unterkonten eines bestehenden Bankkontos.

Sinnvoll kann die frühzeitige Entscheidung für ein separates Geschäftskonto auch deshalb sein, weil eine spätere Umstellung mit zusätzlichem Verwaltungsaufwand und Mehrkosten verbunden ist. Denken Sie nur an die erforderlichen Kunden-Informationen, Fehl- und Umbuchungen oder die Druckkosten für geänderte Geschäftspapiere. Auch Ihren Kunden machen Sie damit Arbeit.

Das bedeutet aber nicht etwa, dass Sie vor einem Umstieg zurückschrecken sollten, wenn Sie - aus welchen Gründen auch immer - mit Ihrem Geldinstitut unzufrieden sind und eine eindeutig bessere Alternative kennen

Die Konto-Frage aus Sicht der Bank

Die Banken und Sparkassen differenzieren in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen in aller Regel sehr genau zwischen geschäftlichen und privaten Konten. Hintergrund: In ihren Verhandlungen mit Unternehmern sind sie freier als im "standardisierten Privatkundengeschäft". Aus Verbraucherschutzgründen verpflichtet das Gesetz die Finanzdienstleister gegenüber Privatkunden zu besonders großer Transparenz.

Angesichts begrenzter Umsätze und einer meist überschaubaren Zahl von Kontobewegungen sind die Finanzdienstleister gegenüber Freiberuflern und Kleingewerbetreibenden mit Privatkonten aber normalerweise nicht pingelig. Das gilt erst recht bei bestehenden Geschäftsbeziehungen: Viele Unternehmer und Selbstständige wickeln ihre geschäftlichen Transaktionen jahrelang unbehelligt über private Girokonten ab.

Unterschiedliche Konditionen zwischen Privat- und Geschäftkonten: Schauen Sie auf die Gesamtkosten!

Das muss aber nicht unbedingt zu ihrem Vorteil sein. Denn bei den Konditionen existieren zum Teil gravierende Unterschiede. Obwohl die Grundgebühren bei Geschäftskonten in der Regel höher sind als bei Privatkonten, müssen sie unterm Strich nicht unbedingt teurer sein: Entscheidend sind letztlich immer die aufs Jahr gerechneten Gesamtkosten des Geldverkehrs!

Besonders ins Gewicht fallen dabei hohe Buchungsgebühren für einzelne Transaktionen sowie die Zinssätze von Dispositions-/Kontokorrentkrediten sowie Überziehungskrediten (= geduldetes Überschreiten des vereinbarten Dispo-Rahmens): Während die Habenzinsen derzeit gegen Null tendieren, betragen die Zinssätze für kurzfristige Kredite vielerorts zwischen 10 und 15 Prozent. Der Zinssatz für geduldete Überziehungen liegt zum Beispiel bei der oft gelobten Postbank derzeit (Stand: 7/2012) bei happigen 16,9 Prozent, die Frankfurter Sparkasse verlangt sogar fast 18 Prozent Überziehungszinsen!

Sie sehen: Ein vermeintlich "kostenloses Girokonto" kann schnell zu einem teuren Vergnügen werden. Ein Konditionen-Vergleich lohnt sich auf jeden Fall. Selbst bei einem überschaubaren Geldverkehr lassen sich ohne Verzicht auf Qualität und Komfort übers Jahr gerechnet leicht einige Hundert Euro einsparen. Das zeigen Online-Vergleichsplattformen wie vergleich.de oder bankenvergleich.net. Im Privatkontenbereich schneiden die Internet-/Direktbanken in den verschiedenen Vergleichsrechnungen regelmäßig besonders gut ab - darunter vor allem ...

Mini-Checkliste: Auswahlkriterien für die Wahl des Kontos

Die wichtigsten Qualitätsmerkmale und Preisbestandteile im Überblick:

  • Höhe der Grundgebühren,

  • Höhe der Guthabenverzinsung,

  • bereitgestellter (kurzfristiger) Kreditrahmen,

  • Kosten von Dispositions-/Kontokorrentkrediten,

  • Kosten von Überziehungskrediten (= vorübergehend toleriertes Überschreiten der vereinbarten Kreditlinie),

  • Kosten der unterschiedlichen Kontobewegungen (beleglose/beleggestützte Überweisungen, Gutschriften, Auszahlungen, Lastschriften, Daueraufträge),

  • Kosten für den Druck und Versand von Kontoauszügen,

  • Zahl und Verbreitung von Geldautomaten,

  • Kosten der Auszahlung an Geldautomaten,

  • Serververfügbarkeit im Online-Banking,

  • Kosten für die EC-Karte (ggf. Haupt- und Nebenkarte) sowie

  • Kosten für Kreditkarten.

Fazit

So sinnvoll ein separates Bankkonto für den eigenen Betrieb sein mag - es geht auch gut ohne das offizielle Prädikat "Geschäftskonto". Wer die eigenen Anforderungen analysiert und sich auf dieser Grundlage für ein passendes Angebot entscheidet, kann aufs Jahr gesehen leicht einen Batzen Geld sparen. Achten Sie bei Ihrer Entscheidung aber nicht nur auf den letzten Euro und Cent: Denken Sie auch daran, dass der Kontakt zu einem persönlich bekannten Bank- oder Sparkassenmitarbeiter bei unerwarteten Finanzengpässen überlebenswichtig sein kann.

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Kostenloses Girokonto für privat reicht oft aus

Nein, man braucht nicht zwingend ein Geschäftskonto. Zumindest nicht, wenn man Freiberufler, Selbstständiger oder Kleinunternehmer ist. Bin Heilberufler und habe zum Beispiel ein kostenloses Girokonto eröffnet.

Habe meine Entscheidung bisher nicht bereuen müssen - Gott sei Dank muss ich gestehen.

Neues Konto mit Pferdefuss

Grundsätzlich gebe ich Ihnen vollkommen recht! Als Freiberufler habe ich letztes Jahr bei der DAB-Bank ein kostenloses Geschäftsgirokonto eröffnet. Super! Keine Gebühren für die Kontoführung, keine Gebühren für die beleglosen Zahlungsein- und ausgänge. Da könnte man wunschlos glücklich sein...

Wenn nicht: dieses Jahr bin ich aus allen Wolken gefallen. Obwohl ich mir mein Leben lang nichts zuschulden habe kommen lassen, wurde mir nun von der DAB-Bank eine kurzfristige und relativ geringfügige Erhöhung des Dispos verweigert (vom bestehenden 500,- EUR -Dispo auf EUR 2.000,-). Eine Summe, die im Geschäftsleben eigentlich bei regelmässigen Zahlungeingängen und stets mit positiver Bilanz geführten Konten kein Problem darstellen sollte. Meint man. Grund: Negativer Schufa-Score. Ich fiel tatsächlich aus allen Wolken! Nach endloser Recherche habe ich nun auch den Grund für diesen negativen Schufa-Score herausgefunden. Zusammen mit einigen finanzierten Bürogeräten: A3-Scanner, neuer Mac ist wohl der Hauptgrund für den negativen Schufa-Score die Tatsache, dass ich nun 3 Girokonten nebeneinander führe (1 Privatgirokonto, ein sep. Konto für Mieteinnahmen aus einer GmbH und das besagte neue Geschäftsgirokonto bei der DAB-Bank. Ich vermisse in Ihrem Artikel einen Hinweis darauf, dass man sich das Eröffnen eines neuen Girokontos aus diesem Grund genau überlegen sollte! Die Schufa bewertet das Führen mehrerer Girokonten nebeneinander nicht positiv. Ärgerlich, aber man lernt eben nie aus... C.F.

Antwort: Neues Konto mit Pferdefuss

Guten Tag,
und vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Dass drei parallel geführte Girokonten mit regelmäßigem Zahlungseingang und "stets positiver Bilanz" automatisch zu einem negativen Schufa-Score führen, habe ich noch nicht gehört.

Aus Ihrem gewiss unerfreulichen und ärgerlichen Einzelfall die Generalempfehlung abzuleiten, kein separates Geschäfts-Girokonto einzurichten, hielte ich aber für übertrieben.

Ein echtes Problem sind zweifellos die beliebten zinslosen Verbraucherkredite und bestimmte Kredit(vor)anfragen. Ausführlichere Informationen zu diesen "Scoringfallen" finden Sie im Beitrag "Schufa-Scoring: Statistische Bonitäts-Prognosen und die Folgen"
http://www.akademie.de/wissen/schufa-daten-score-auskunft-rechte/schufa-...

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Girokonten

Sehr geehrter Herr Chromow,
grundsätzlich stimme ich ihren Ausführungen zu.
Der vor der Gründung stehende Selbstständige erfährt jedoch nirgendwo, dass u.U. neben der Einrichtung eines eigenen Geschäftskontos (unabhängig von der Art "Privat" oder "Geschäft" bei der Bank)die Einrichtung eines weiteren Kontos ausschließlich für Abbuchungen der Steuerverwaltung ein enorm wichtiger Schritt ist. Aus sämtlichen Einkünften sollten (sofern anfallend) der Umsatzsteueranteil und der Anteil Einkommenssteuer gem. dem persönlichen Steuersatz regelmäßig auf dieses Konto überwiesen werden. Allzuoft hört man, dass nach den ersten Jahren die Gründer in die "Steuerfalle" laufen weil dann die Forderungen der Steuerverwaltung nicht mehr bedient werden können!
VG

Antwort: Girokonten

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. In diesem Grundlagenbeitrag geht es "nur" um die Essentials zum Thema geschäftliches vs. privates Girokonto. Darüber hinaus ist das Einrichten eines separaten Kontos (oder auch eines Unterkontos) für Steuerrücklagen zweifellos sinnvoll. Dazu gibt es bei akademie.de sogar einen eigenen Beitrag:
"Steuerzahlungen ungefähr kalkulieren: Was kommt an Steuern auf mich zu?"
http://www.akademie.de/wissen/vorauszahlung-nachzahlung-steuerschaetzung
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Geschäftskunden häufig im Nachteil

Wie auch im Artikel bereits geschrieben, differieren die Konditionen für ein Geschäftskonto in vielen Fällen erheblich zu denen aktueller Privatkonto-Angebote. Es werden nicht nur Kontoführungsgebühren erhoben, sondern oft auch Buchungsgebühren und dies selbst für beleglose Buchungen. Es gibt aber eine Handvoll Banken, die auch Selbstständigen die Möglichkeiten eines kostenlosen Kontos geben. Nachteil im Vergleich zur Filialbank ist allerdings der fehlende persönliche Ansprechpartner. Der könnte insbesondere dann wichtig werden, wenn einmal ein Darlehen benötigt wird, um das Geschäft auszubauen.

Kompliziertes Thema

Hallo Herr Chromow,

guter Artikel zum Thema, gerade junge Gründer sind manchmal von den Angeboten der Banken überfordert.

Vielleicht können ja auch andere etwas von dem Artikel mitnehmen.

Liebe Grüße

Hannah

Geschäftskonto

Vielen Dank, Herr Chromow, für den zum Thema Geschäftskonto sehr informartiven Artikel. Ich nutze privat und auch geschäftlich seit Jahren das Girokonto der DAB Bank. Dieses Konto ist auch für Selbstständige und Freiberufler komplett kostenlos. Eine Maestro- und Mastercard werden von der Bank ebenso kostenfrei angeboten. Für alle, die Ihr Zahlungsverkehr online abwickeln (wenig oder gar keine Bargeldeinzahlungen) ist das ein optimales Konto.

Danke

solche Artikel liebe ich - strukturiert, einfach zu erfassen und eindeutige Aussagen. Hat mir geholfen.

Danke für den Artikel

Vielen Dank für den Artikel, aber am meisten für die Check-Liste! Bin gerade auf der Suche nach ein gutes Girokonto, das auch kostenlos sein muss! Habe ich auch ne Liste gefunden. Hat jemand Erfahrung mit DKB?

Super Artikel

Vielen Dank für den Artikel! Mir ihrer Hilfe und dem Girokonto Vergleich habe ich ein Konto eröffnet.

Vielen Dank für den Artikel!

Vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Als ich mich für ein Geschäftskonto entschieden habe, habe ich auch verschiedene Banken und Kontoarten vergleichen, um die besten Konditionen zu bekommen.

Ein Geschäftskonto zu verwenden, schien mir von vornherein Geldverschwendung. In der Regel bekommt man nicht bessere Leistungen als bei einem privaten Girokonto. So ziemlich das einzige, was man bekommt ist die Bezeichnung "Geschäftskonto", wofür ich nicht 10 € oder mehr im Monat ausgeben möchte...

Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man private Konten besser in puncto Konditionen vergleichen kann.

Geschäftskonto bei Sparkasse, Volksbank, Sparda Bank?

Guten Tag!
Ich suche ein Geschäftskonto für eine GmbH. Die Gesellschaft ist noch zu gründen, allerdings möchte ich mich in wenigen Tagen bereits für ein Konto entscheiden.

Wenn ich unter zuhilfenahme von google nach einem Geschäftskonto suche, dann stellen fast alle Seiten nur eine begrenzte Anzahl an Geschäftskonten vor. Die Seiten unterscheiden sich hauptsächlich in der "Informationstiefe" zu den Angeboten, jedoch nur im geringen Maße von der Anzahl der Geschäftskonten her.

Allerdings müsste es bei über 1.000 Banken und Sparkassen in Deutschland doch deutlich mehr Angebote geben. Kann man irgendwo (online oder offline) auch Informationen zu Sparkassen, Volksbanken, Sparda Banken usw. erhalten ohne jeder Bank bzw. ihrer Homepage einen Besuch abstatten zu müssen?

In einem leider bereits etwas älteren Artikel der Stiftung Warentest wurden ebenfalls nur 30 Geschäftskonten von Banken und Sparkassen untersucht.

Auf Filialen vor Ort bin ich nicht angewiesen. Bei der Bank soll es sich jedoch um ein seriöses Institut handeln, welches bereits seit vielen Jahren am Markt tätig ist.
Im Idealfall werden noch faire Konditionen für Tagesgeld, Festgeld und Kreditlinien angeboten (was gegenwärtig auf der Anlageseite wohl recht unwahrscheinlich ist).

Vorsicht mit Vergleichs-Websites

Seiten, die Versicherungen oder Finanzprodukte "vergleichen" und einem gleich den Abschluss ermöglichen, betreiben nichts anderes als verdeckte Werbung, denn sie erhalten ja Provision pro Abschluss.

Sinnvoller ist es, in Foren für Gründer zu fragen. Oder z. B. bei Xing in einer der Communities.

Vergleichsseiten sind keine "verdeckte Werbung"

Also zunächst einmal sage ich danke für diesen Beitrag. Jetzt bin ich im Bilde und weiß worauf ich achten muss. Was die Vergleichsseiten angeht, da gibt es schon ein paar nützliche Adressen. Eine Daseinsberechtigung haben Vergleichsportale auf jeden Fall, denn wo sollte man den sonst "vergleichen"? Mit Foren habe ich schlechte Erfahrungen gemacht und was ist Xing?!

Vorsicht mit Vergleichs-Websites

Es ist richtig, dass der Betreiber einer Vergleichs-Website eine Provision erhält, wenn ein Konto über seine Seite eröffnet wird. Aber die Betreiber bemühen sich, die wirklich besten Angebote auf ihrer Vergleichsseite zu veröffentlichen. Ansonsten würden die Besucher schnell auf eine Seite der vielen Mitbewerber wechseln.

Girokonto geschäftlich

Ein zusätzliches Girokonto für eine Firma, selbst wenn es nur ein Kleinunternehmen ist, macht durchaus einen Sinn. Über das Geschäftskonto laufen bei mir nur Aufträge, die ausschließlich mit meinem Unternehmen zu tun haben.

Das macht es vor allem für die Buchhaltung wesentlich einfacher. Man stelle sich vor, dass sonst auch jede Bargeldabhebung, EC-Kartenzahlungen, private Versicherungen oder EC-Zahlungen bei Aldi e.t.c. über Konto 1800 (Privatentnahmen)gebucht werden müsste.

Außerdem behält man bei einem getrennten Konto einen besseren Überblick. Natürlich sollte das Konto kostenlos sein.

Antwort: Girokonto geschäftlich

Guten Abend,
und vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich bin ganz Ihrer Meinung - deshalb heißt es im Text:
------------ Zitat ----------------
Da man sich als Jungunternehmer an die Trennung von privaten und betrieblichen Vorgängen allerdings erst einmal gewöhnen muss, ist die saubere Aufteilung der jeweiligen Zahlungsvorgänge trotz alledem ein empfehlenswerter Schritt: Sie sind normalerweise gut beraten, ein separates Betriebskonto zu führen.
----------Zitat-Ende --------------
Nur muss das eben nicht unbedingt ein Geschäftskonto sein.
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Girokonto geschäftlich

Guten Tag,

Sie haben natürlich im Prinzip vollkommmen recht. Es muss kein Geschäftskonto sein. Ich meinte auch eher ein 2. Girokonto, dass de facto als Geschäftskonto genutzt wird.

Aber im Bezug auf kostenlose Girokonten, die meistens nur von Direkt-Banken angeboten werden, akzeptiert nicht jede Bank die Nutzung als Geschäftskonto. Grund dafür dürfte sein, dass die Banken befürchten, dass dann zuviele Buchungen über das Konto laufen, für die sie sonst eine Gebühr erheben könnten.

Zudem ist geschäftlicher Zahlungsverkehr auf Privatkonten bei den meisten Banken gemäß den Vertragsbedingungen nicht erlaubt. Aber es gibt Banken, die dass zumindest dulden.

Girokonto geschäftlich

Eine Bank die das duldet ist zum Beispiel die DAB bank.

Vielen Dank für den Artikel!

Vielen Dank für den Artikel! Ich habe jetzt bestimmt drei Stunden recherchiert. Ich war geschäftlich immer bei der Commerzbank. Leider habe ich seit einiger Zeit keinen lokalen Ansprechpartner mehr und deshalb wollte ich mal die Kosten senken - dann kann ich ja gleich zu einer Direktbank. Da ich zwei Konten benötige (einmal als Selbstständiger und einmal für meine GmbH) ist die Sache noch etwas schwerer. hier habe ich nun gefunden, was für meinen Fall sehr gut passt: DAB für die Selbstständigkeit (komplett kostenlos) und die Deutsche Skatbank für die GmbH (keine Kontoführungsgebühren, ansonsten günstig). Der einzige negative Punkt bei der Skatbank ist, dass dort ein automatischer Kontenabruf nicht möglich zu sein scheint. Da werde ich morgen telefonisch nachhaken und hier berichten. (Das ist für z.B. Online-Shops sehr wichtig, damit die Zahlungseingänge automatisch abgeglichen werden können).

Dispo günstig, Gebühren für Buchungen treiben die Kosten

Wir haben aktuell jeweils ein Geschäftskonto bei der Volksbank und eines bei der Südwestbank. Das Südwestbank-Konto war urpsrünglich privat und musste irgendwann auf Drängen der Bank umgestellt werden. Auch das kann passieren und dann entstehen Kosten, die eigentlich vermieden werden sollten. Unsere Geschäftskonten sind nicht gerade günstig, weshalb ich nach Alternativen suche. Monatlich wird eine Grundgebühr fällig und Buchungen kosten extra. Es gibt aber auch positives: Der Überziehungszins ist mit 5,5% und 4,5% relativ günstig. Bei Privatkonten wird ein viel höherer Zinssatz verlangt. Der echte Kostentreiber bei Geschäftskonten sind die Gebühren für Buchungen. Wenn für eine Online-Überweisung 0,30 Euro fällig werden geht das richtig ins Geld. Wer außerdem beleghaft überweisen muss, sollte auch hier auf günstige Konditionen achten. Nur als Ergänzung, guter Beitrag!

Buchungsgebühren lassen sich einsparen

Im Bereich der Geschäftskonten für Selbstständige und Freiberufler lassen sich die Buchungskosten einsparen. Es gibt nicht viele Banken, welche die Möglichkeit bieten, aber sowohl die DAB Bank als auch die Fidor Bank bieten ein Konto an, bei dem neben kostenloser Kontoführung auch Buchungen gebührenfrei sind. Schwieriger wird es bei Geschäftskonten für Kapitalgesellschaften, da bleibt nur die letztgenannte Bank, die aufgrund des etwas ausgefallenen Konzepts vermutlich nicht jeden Unternehmer überzeugt.

Kostenlose Buchungen

Kostenlose Buchungen bietet auch die DKB an, allerdings steht das Geschäftskonto dort nur bestimmten Berufsgruppen (z.B. Notare, Rechtsanwälte und Steuerberater) zur Verfügung. Dort hat man zusätzlich den Vorteil weltweiter kostenloser Geldabhebungen (gibt es nicht bei der DAB). Wenn man zu einer der Berufsgruppen gehört ist das Konto also zumindest eine Überlegung wert.
Darüber hinaus gibt es bei der Commerzbank kostenlose Buchungen (auch beleghaft, eine Seltenheit!), wenn man die 18,90 monatlich für das Premium Business Konto zu zahlen bereit ist.

Netbank

Ein Alternative gibt es seit dem Sommer diesen JAhres mit den Netbank Basic, auf jeden Fall
wenn man nur geringe Anzahl an Buchungen hat, ist dieses kostenfrei...so fällt keine monatliche Gebühr an und eine Gebühr Buchungen zahlt man auch erst ab der 16ten Buchung im Monat.

Guten Tag hbeholz,
der Zusammenhang zwischen dem erwähnten BGH-Urteil und der Frage, ob ein separates Geschäftsgirokonto erforderlich ist, liegt darin, dass der BGH selbst in einem sehr extremen Fall der Steueroptimierung keinen Anlass sah, eine gemischte Kontennutzung zu monieren.
Dass Ihnen diese und die übrigen Informationen des Beitrags keine 15 Euro pro Monat wert sind, verstehe ich gut. Ich ermuntere Sie aber ausdrücklich, das Angebot von akademie.de etwas genauer unter die Lupe zu nehmen: Durch mehrere zehntausend andere Beiträge und Kurse verbessert sich das Preis-Leistungsverhältnis m. E. beträchtlich... :-)
Freundliche Grüße
Robert Chromow
--
Redaktionsteam akademie.de

Es ist mir schleierhaft, was der BGH-Link: "Ein Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten i.S. des § 42 AO 1977
liegt nicht vor, wenn ein Ehegatte dem anderen seine an dessen
Beschäftigungsort belegene Wohnung im Rahmen einer doppelten
Haushaltsführung zu fremdüblichen Bedingungen vermietet" mit der Fragestellung Privat-/Geschäftskonto zu tun hat!? Dafür 15,- € Mitgliedsbeitrag zu erheben ist nicht minder dreist als die zu Recht gescholtenen Gebühren der Postbank!

Danke, dieser Artikel war hilfreich! Ich konnte ihn erst jetzt (als Mitglied) vollständig lesen. (Allerdings nur als pdf, s.u.)

Monika

PS: Bei diesem Artikel stimmt die Formatierung nicht: die rechte Box überlappt die Haupttextbox. Dadurch ist der Text im oberen Bereich nicht lesbar. Ich benutze Firefox bei Auflösung 1024 x 768 Pixel und bisher ist mir dieser Stylesheet-Bug auf akademie.de (noch) nicht begegnet.

Hallo mbrsting,
danke für den Hinweis - implizit könnte das Urteil vom 11.3.2003 IX R 55/01 gemeint sein:

http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung
/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=6837&pos=2&anz=3

Vielleicht hilft das ja schon fürs Erste!?
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Der Link ist zum BFH Urteil funktioniert leider nicht. Zudem finde ich kein entsprechendes Urteil auf der Seite des BFH. Wer kann helfen?

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