Gesunde Ernährung ganz einfach

Von: Angelika Stein
Stand: 30. Mai 2007
5
(1)
Anmelden um Kommentare zu schreiben

Downloads zu diesem Beitrag

Selber kochen - die beste Lösung

10 Gründe, warum Sie selber kochen sollten

  1. Selber kochen macht unabhängig

    Möchten Sie eigentlich lieber Erdbeeren in Ihrer Quarknachspeise oder eine zusammengekochte Pampe aus Sagespänen und Aromen, die einfach nur schmecken soll wie Erdbeere? Entscheiden Sie selbst und bereiten Sie Ihren Nachtisch selbst zu!
    Was ist Ihnen lieber: eine Fertigkuchenmischung, die zwar Mehl und getrocknete Eimasse enthält, dafür aber noch einige unerwünschte Begleitstoffe? Backen Sie Ihren Kuchen selbst und entscheiden Sie, welche Qualität Ihre Ernährung haben soll. Wer seine Mahlzeiten selbst zubereitet, muss die Qualität seiner Ernährung nicht Dritten überlassen.

  2. Selber kochen unterstreicht Ihre Individualität

    Sind sie wirklich so durchschnittlich, dass Sie zu dem Dosenfutter greifen, das auch Ihre Nachbarschaft aufwärmt? Oder pflegen Sie Ihre persönliche Note, haben Sie auch bei der Ernährung Ihre Individualität? Doch ab von den provokanten Fragen: Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse, braucht eine Ernährung, die auf ihn abgestimmt ist. Kein Fertigprodukt kann das leisten, nicht einmal das sogenannte "Functional food", das mit Vitaminen etc. versetzt wird.
    Nichts, was Sie in Dosen oder Tüten kaufen können, gibt Ihrem Körper das, was er wirklich braucht. Das werden Sie nur leisten können, wenn Sie selbst auswählen und für Ihre Ernährung wieder die Verantwortung übernehmen. Sie sind kein Durchschnitt - also lassen Sie sich von der Lebensmittelindustrie nicht behandeln, als wären Sie es.
    Jede Lebenssituation, jede Befindlichkeit erfordert einen anderen Schwerpunkt. Sind Sie gerade sehr gestresst? Dann bereiten Sie zum Nachtisch einen leckeren Bananenquark mit Nüssen zu, der wird Ihre Nerven stärken. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie Sie mit selbst zubereiteten Speisen zu jeder Zeit auf Ihre Befindlichkeit eingehen können

  3. Weniger "E" - mehr Gesundheit

    Kein Fertigprodukt kommt ohne Zusatzstoffe aus, nicht einmal etwas eigentlich so einfaches wie Käse: Die rote Rinde beispielsweise verdankt er einem Farbstoff. Grundsätzlich gilt im Lebensmittelrecht: Der Zusatz von Stoffen ist verboten, es sei denn, er ist erlaubt. Wenn ein Hersteller also einen bisher noch nicht verwendeten Stoff seinem Produkt zusetzen will, dann muss er das genehmigen lassen.
    Unter den vielen Stoffen, die Lebensmitteln zugesetzt werden, gibt es viele harmlose, wie Vitamin C und Essigsäuren. Es gibt aber auch genug Stoffe, die heute schon als bedenklich gelten oder Stoffe, deren Verwendung noch gar nicht ausreichend erforscht ist. Und was kein Mensch sagen kann: Selbst, wenn die einzelnen Stoffe alle unbedenklich wären - was richtet denn der ganze Cocktail an? Schließlich könnten Stoffe untereinander reagieren - die langfristigen Folgen kann niemand abschätzen.
    Die meisten Zusätze sind mit E-Nummern zugelassen und auf dem Etikett aufgelistet. Da niemand auf industriell hergestellte Lebensmittel verzichten kann oder will, ist es ratsam, sich eine (kommentierte!) E-Nummern-Liste auszudrucken und zum Einkauf mitzunehmen. So sehen Sie sofort, ob ein bedenklicher Inhaltsstoff vorhanden ist.
    Wer selbst kocht, kann den Konsum von unerwünschten Zusatzstoffen immer weiter einschränken - je weniger ein Produkt bearbeitet wurde, desto wenige schädliche Stoffe enthält es. Tun Sie sich und Ihrer Familie einen Gefallen und reduzieren Sie die Zusatzstoffe, die Sie konsumieren, drastisch.
    Nicht nur die Zusatzstoffe in Fertiggerichten sind ein Problem: Transfette heißt das Schlüsselwort, das Ihre gesunden Arterien erschaudern lässt. Es handelt sich bei den Transfetten um Fette, die die Natur so nicht kennt, sie sind eine "Errungenschaft" der Lebensmittelindustrie. Diese künstlich gehärteten Fette stecken in Chips, Crackern, Pommes, Fertigsoßen, Tütensuppen, Kuchenmischungen, Berlinern, Schokoriegeln, panierter Hühnerbrust, Nuss-Nougatcreme und vielem mehr.
    Das Problem: Transfette müssen nicht besonders gekennzeichnet werden: Auf der Packung lesen Sie dann einen so harmlosen Aufdruck wie "Pflanzenfett, gehärtet oder teilweise gehärtet" und jeder Verbraucher denkt: "Pflanzenfett - das ist doch etwas Gutes". Dass sie sich hier Krankheit pur einkaufen, wissen die meisten nicht.

  4. Es ist nicht so teuer, wie Sie meinen

    Natürlich: Eine Dose Ravioli ist viel billiger als Nudeln mit einer selbst gemachten Soße und einem Salat dazu. Wenn man einfach nur die Kosten gegenüberstellt, schneiden manche Fertigprodukte "besser" ab. Aber warum ist das so? Weil billigste Zutaten verwendet werden, die so wenig Geschmack haben, dass sie mit vielen künstlichen Zusatzstoffen so aufgepeppt werden müssen, dass man sie ertragen kann.
    Seien Sie sich aber sicher, dass Sie einen höheren Preis zahlen, wenn Sie sich hauptsächlich von Fertiggerichten ernähren, wie Professor Karl Christian Bergmann von der Allergie- und Asthmaklinik Bad Lippspringe weiß: "In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Nahrungsmittelallergiker verdreifacht. In Deutschland sind mittlerweile 2,5 Millionen Menschen betroffen." Kaum einer sei noch in der Lage, das Allergierisiko der Fertiggerichte einzuschätzen.
    Möchten Sie diesen Preis wirklich zahlen?

    Davon abgesehen ist es sehr wohl möglich, sich preiswert und gut zu ernähren, auch wenn es einem schwer gemacht wird. Wer eine komplette "Mahlzeit" im Schottischen Spezialitätenrestaurant schon für neuerdings 2 Euro bekommt, der wird sich natürlich das ein oder andere Mal überlegen, ob er selbst kocht, dafür mehr Geld ausgibt, dann noch das Geschirr waschen muss. Wer trotzdem widersteht, wird feststellen, dass gesunde Ernährung nicht teuer sein muss. Man muss einfach nur clever einkaufen und kochen und einige Tipps beherzigen - dann klappt das auch mit der gesunden, preiswerten Ernährung.
    Noch eine Überlegung zum Schluss: Für wie viele Dinge geben wir Geld aus,

    • die uns nichts geben,

    • die unserer Gesundheit schaden (Alkohol etc.),

    • die einfach überflüssig sind?

    Setzen Sie Prioritäten und schauen Sie, ob Sie nicht in einem anderen Bereich etwas Geld abziehen und für hochwertige Ernährung einsetzen können - Sie werden mit Gesundheit und Wohlbefinden belohnt.

  5. Es kostet nicht so viel Zeit, wie Sie denken

    Natürlich macht es mehr Arbeit, ein schmackhaftes Essen zuzubereiten als ein Päckchen in die Mikrowelle zu stellen und dann eine Folie abzuziehen. Das Gemüse muss geputzt werden, das Fleisch will gewürzt und gewendet werden, und auch der Salat zupft sich nicht von selbst. Natürlich kostet es Zeit. Aber wenn Sie auf der anderen Seite bedenken und erleben, was es Ihnen auf der anderen Seite bringt, dann sind Sie vielleicht ja bereit, trotzdem diese Zeit zu investieren.
    Eine Studie der AGF/GfK Fernsehforschung hat ergeben, dass jeder Deutsche durchschnittlich 210 Minuten täglich vor dem Fernseher zubringt. Könnten wir hier nicht vielleicht 30 Minuten abzwacken, die wir in unser Wohlbefinden und in unsere Gesundheit investieren? Natürlich nicht nur der Koch/die Köchin, sondern jeder in der Familie, der hochwertig bekocht wird.

  6. Kochen macht Spaß und ist sinnlich dazu!

    "So ein Quatsch", werden Sie sagen, wenn Sie daran denken, wie Sie wochentags in aller Hetze Ihrer Familie eine Mahlzeit auf den Tisch bringen wollen oder sollen. Doch, es macht Spaß. Es macht dann Spaß, wenn Sie so gut organisiert sind, dass Sie eben nicht mehr hetzen müssen. Es macht Spaß, wenn jeder in der Familie seinen Part hat, so dass das Kochen nicht in Stress ausartet. Es macht allein schon Spaß, weil Kochen auch etwas ist, was man dem anderen schenkt. Man hat Zeit und Energie investiert, um eine schmackhafte gesunde Mahlzeit zuzubereiten. Vielleicht könnten Sie Ihre Familie dezent mal wieder daran erinnern, dass selbst gekochte Mahlzeiten nichts Selbstverständliches sind und dass die hungrige Meute gerne ein wenig Dankbarkeit spüren darf. Kochen macht Spaß, wenn Sie nicht mehr nur nach Rezepten kochen, sondern beginnen, kreativ zu kochen. Wenn Sie den ganzen Tag am Computer arbeiten und das Ergebnis Ihrer Arbeit letztlich nur am Bildschirm wahrnehmen können, dann ist Kochen eine gute Methode, um sich Erfolgserlebnisse zu verschaffen - man kann mit allen Sinnen wahrnehmen, was man geschafft hat.
    Etwas Selbst-gekochtes zu essen ist einfach sinnlich: Stellen Sie sich ein saftiges Stück Fleisch mit einer großen Portionen knackig-grünen Brokkoli vor, dazu das satte Orange eines scharfen arabischen Möhrensalates - sind nicht allein schon die Farben ein Genuss?
    "Mit Liebe kochen" ist ein geflügeltes Wort - und das sagt viel aus! Haben Sie schon einmal mit Liebe eine Dose geöffnet? Sicher nicht! Aber Sie haben mit Hingabe einen Rührkuchen zubereitet oder mit Aufmerksamkeit die Weihnachtsgans immer wieder mit Bratensaft begossen? Ein Essen, das so viel Aufmerksamkeit und positive Zuwendung bekommen hat, bewirkt einfach etwas anderes als Dosen-Ravioli: Es macht Körper und Seele satt.

  7. Nur das Beste

    Ihr Körper wird Ihnen genau so viel zurückgeben, wie Sie investieren. Der Lohn für hochwertiges Essen, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch noch eine geballte Ladung Vitamine, Mineralstoffe und mehr mitbringt, ist ein Körper, der sich gut fühlt und der für Sie das Beste gibt. So wie Sie Ihr Auto nicht mit minderwertigem Benzin betanken, sollten Sie Ihrem Körper das Beste geben.

  8. Geschmack muss her!

    Stellen Sie sich vor, all die verlockenden Soßen-Suppen und andere Päckchen müssten plötzlich ohne Geschmacksverstärker verkauft werden. Glauben Sie mir: Der Umsatz würde drastisch einbrechen. Das hat gerade die Firma Frosta (Tiefkühlprodukte) erfahren müssen, die sich entschlossen hat, auf sämtliche Zusatzstoffe zu verzichten. Die Umsätze brachen ein, obwohl man eigentlich vermuten müsste, dass die Verbraucher begeistert reagieren. Doch die sind schon so an die massiven Aromen und Geschmacksverstärker gewöhnt, dass ein natürlich zubereitetes Gericht gar nicht mehr schmeckt.
    Wer viele Fertigprodukte konsumiert hat, wird sich für eine kurze Zeit damit abfinden müssen, dass ihm manches nicht schmeckt. Aber wenn sich der Organismus und damit der Geschmackssinn regeneriert haben, dann werden Sie Geschmackserlebnisse haben, von denen andere Menschen nur träumen. Sie werden einzelne Gewürze oder Kräuter herausschmecken - die ganze Welt des Geschmacks wird sich Ihnen öffnen.
    Wer sich allein auf die Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie verlässt, büßt nicht nur auf Dauer Wohlbefinden und Gesundheit ein - er verarmt auch seelisch, weil er den Bezug zu unserer Umwelt teilweise verliert.
    Kochen Sie also selbst und genießen Sie den neuen Geschmack, den Sie bald nicht mehr missen werden wollen!

  9. Es muss nicht immer aufwendig sein

    Die Nahrung selbst zuzubereiten kann eine ganz einfache Angelegenheit sein: Werfen Sie einige hochwertige Zutaten in einen Topf, werten die Zutaten mit Kräutern auf, und fertig ist die Suppe oder der Eintopf. Ein so einfaches Gericht kann so viel für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden tun - je nachdem, wie Sie es zusammenstellen. Als Zwischenmahlzeit ein hart gekochtes Ei, einige Käsewürfel und einige Nüsse - ein Festmahl für Ihren Körper.
    Zum Abend einige Oliven, Schafskäsewürfel, etwas Knoblauchwurst, Tomaten aufgeschnitten - einfach und trotzdem wunderbar schmackhaft und gesund.
    Wenn wir herunterkommen von unserer Vorstellung, alles müsse immer aufwendig und kompliziert sein, dann würden wir entdecken, dass das Beste vielleicht das Einfachste ist und das Einfachste das Beste.
    Treiben Sie alltags keinen großen Aufwand - wichtig sind nur Abwechslung und frische Zutaten.

  10. Selber kochen macht schlank

    Wer selber kocht, bestimmt, was drin ist. Sie verwenden bestes Rapsöl, das nicht nur Ihre Gesundheit schützt, sondern Ihnen durch die günstigen Fettsäuren beim Abnehmen hilft - macht das Ihr Lieblingsrestaurant oder der Hersteller Ihres Lieblingsfertiggerichts auch? Ihre selbst zubereiteten Gerichte enthalten noch genügend Vitamine, die Sie ebenfalls bei der Abnahme unterstützen - kann man das auch von den Speisen behaupten, die in einer Fabrik millionenfach vom Band rollen?
    Mit Ihren selbst hergestellten Mahlzeiten haben Sie die Kontrolle nicht nur über die Qualität, sondern auch über die Menge verwendetem Fett beispielsweise. Gerade Fett wird in Fertiggerichten gerne verwendet, weil es ein guter Geschmacksträger ist und so selbst die geschmacklosesten Sachen noch aufwertet.
    Der wichtigste Grund, warum Selbstgekochtes beim Abnehmen hilft: Es schmeckt besser und es sättigt - Körper und Seele. Je mehr Sie selbst kochen, umso weniger Ess-Attacken werden Sie erleben. Umgekehrt gilt: Je mehr Fertigprodukte Sie verwenden, umso mehr wird Ihr Körper mit Ess-Attacken reagieren, weil er einfach nicht genügend Nährstoffe bekommt. Und das wiederum führt zu vermehrten Pölsterchen auf den Hüften.

Diese Seite ist für Mitglieder von akademie.de reserviert.

Möchten Sie die Mitgliedschaft 14 Tage kostenlos testen und den Beitrag komplett lesen?

Oder möchten Sie zunächst mehr über diesen Beitrag erfahren und die Leseproben sehen?

Ich bin bereits Mitglied
Jetzt Probemitglied werden
Ich kann in den 14 Tagen Probezeit formlos z.B. per E-Mail stornieren. Wenn ich das nicht tue, entscheide ich mich für ein