Gesunde Ernährung ganz einfach

Die Weisheit Ihres Körpers

Keine zuverlässigen Signale?

Wie kommt es nun dazu, dass unser Körper offensichtlich Signale aussendet, die ein Verhalten provozieren, das er später wieder mit Unwohlsein und Krankheiten bestraft?

Unser Körper wird durch die verschiedensten Dinge manipuliert, was dazu führt, dass er sich entweder gar nicht mehr meldet oder erst dann, wenn es zu spät ist, also eine Krankheit schon entstanden ist.

Geschmacksverstärker

Sie lösen zum Beispiel Hunger aus, wo eigentlich keiner ist, das heißt, wir essen mehr als wir eigentlich wollen.

Davon abgesehen stumpfen sie unseren Geschmackssinn ab. Wir verlernen, zwischen hochwertiger und minderwertiger Nahrung zu unterscheiden. Das ist der Grund, warum uns Klöße aus der Packung so lecker erscheinen und die selbstgemachten aus geriebenen Kartoffeln so furchtbar fade.

So greifen wir immer wieder zum Fertigprodukt, denn das schmeckt ja so intensiv. Die leise Stimme unseres Körpers, die uns sagt, dass er lieber etwas Unverfälschtes hätte, können wir gar nicht mehr wahrnehmen.

Zucker

Drogen töten die Bereitschaft unseres Körpers ab, sich uns mitzuteilen. Warum? Er ist ständig damit beschäftigt, die Angriffe abzuwehren und die Schäden zu reparieren, die wir ihm zufügen.

Wer seinen Körper permanent mit Drogen malträtiert, stumpft ab.

Warum wir hier über Drogen schreiben, obwohl die Überschrift doch "Zucker" heißt, werden Sie sich vielleicht fragen.

  • Al Imfeld, der Autor eines Reports über Zucker, schreibt: Tabak, Alkohol und Zucker können als Drogen gelten, denn alle drei machen süchtig.

  • Der Neurowissenschaftler Bart Hoebel erklärt die Wirkung von Zucker auf das Gehirn: Der süße Stoff fördert dort die Produktion von natürlichen Opiaten. "Das Gehirn wird von seinen eigenen Opiaten genauso abhängig wie von Morphium oder Heroin", so der Forscher. "Drogen haben zwar eine stärkere Wirkung, aber der Prozess ist im Grunde derselbe."

  • Das Magazin "Der Spiegel" drückte es noch drastischer aus: "Längst hängen die Industrienationen am Zucker wie ein Fixer an der Nadel."

Und in der Tat: Süße Fressattacken sind anteilsmäßig die am meisten vertretenen Essstörungen.

Kein anderes Lebensmittel als Zucker veranlasst uns, immer mehr und mehr zu essen - meistens gegen unseren freien Willen. Viele Menschen würden gerne von ihrer Zuckersucht loskommen.

Doch Zucker verursacht noch mehr als Abhängigkeit: Regelmäßig in zu großen Mengen genossen, zerstört er die Gesundheit schleichend.

Notstand im Körper

Unser Körper ist darauf ausgelegt, ungefähr 1 EL Zucker am Stück verarbeiten zu können. Aber allein wenn wir ein Stück Schokoladenkuchen essen, konsumieren wir ungefähr 4 EL. Was passiert nun im Körper? Er meldet "Alarm". Die Zuckerbombe, die Sie gerade verzehrt haben, bringt das sensible Gleichgewicht Ihres Blutzuckerspiegels außer Kontrolle. Sofort wird Insulin in das Blut geschleust, da der Blutzucker massiv ansteigt. Das Insulin hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel wieder auf Normalniveau herunterzuregeln. Da der Körper aber eine Überdosis Zucker bekommen hat, reagiert die Bauchspeicheldrüse wie im Notfall und schüttet zu viel Insulin aus. Das Insulin beseitigt den Zucker im Blut, aber mehr als es eigentlich soll: Nun fällt der Blutzuckerspiegel unter das Ausgangsniveau, und der Körper schreit nach Energie - Heißhungerattacken sind die Folge. Da diese meistens wieder mit etwas Süßem gestillt werden, findet hier ein Kreislauf statt, der nicht nur dick, sondern auch krank macht.

Langfristig krank

Nicht nur kurzfristig wird in unserem Körper Notstand ausgerufen, wenn man zu viel Zucker konsumiert. Die schlimmsten Schäden entstehen durch langfristigen Konsum:

  • Zucker verursacht Karies

  • Zucker gibt den Anstoß zu Übergewicht und damit auch zu Diabetes

  • Zucker kann aggressiv und hyperaktiv machen

  • Zucker ist ein Vitaminräuber und schädigt so unsere Gesundheit

Mangelnde Bewegung

"Artgerechte Haltung" ist ein Schlagwort, das ausschließlich im Tierschutz verwendet wird. Zu Recht: Denn um die artgerechte Haltung unserer Tiere sorgen wir uns viel mehr als um unsere eigene.

Jede unserer Zellen träumt davon, durch Wald und Steppe zu streifen. Sie träumt davon, zu rennen, zu schleichen, die Muskeln zu gebrauchen. Ihre Zellen träumen davon, gebraucht zu werden. Und was tun wir? Wir liegen auf dem Sofa, und unsere Muskeln schwächeln so langsam vor sich hin. Der Körper zerfällt immer mehr - ein Grund, warum wir mit 70 am Rollator gehen und nicht Tennis spielen.

Wenn Sie also Ihrem Körper wieder das geben, was er braucht, nämlich Auslauf, dann wird er sich damit bedanken, dass er Ihnen sehr genau über seine Bedürfnisse Auskunft gibt. Das ist der beste Garant für Gesundheit und Wohlbefinden!

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Über die Autorin:

Angelika Stein ist Lerntrainerin und Journalistin. Sie ist Expertin für Lerntechniken, als Journalistin beschäftigt sie sich mit den Bereichen Gesundheit, Ernährung und ganzheitliche Lebensführung. ...

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