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Gesunde Ernährung ganz einfach

Gesund essen im Büro und unterwegs

Geht es Ihnen so, wie vielen anderen Menschen? Zuhause schaffen Sie es, sich gesund zu ernähren, sobald Sie auf der Arbeit sind, geht die Qualität der Ernährung in den Keller.

Da werden ungesunde Fettigkeiten schnell zum Ersatz für Snacks und Mahlzeiten, die unserem Körper wirklich etwas Gutes bieten. Dabei brauchen wir gerade bei der Arbeit ausreichend Vitalstoffe, um den ganzen Tag leistungsfähig zu bleiben und abends nicht total ausgelaugt zu sein.

Wir haben für Sie einige Tipps zum Essen unterwegs zusammen gestellt.

Wählerisch in der Kantine

Wenn es eine Kantine gibt, prüfen Sie das Angebot und stellen Sie eine Liste an Gerichten zusammen, die Ihnen gut tun. Wenn Sie mal partout Lust auf die Currywurst mit Pommes haben, dann schlagen Sie zu - aber trinken Sie dann bitte noch einen Saft und essen einen Salat - damit Ihr Körper wenigstens ein bisschen profitiert.

Da die Currywurst ja die Ausnahme sein soll, sehen Sie sich nach Gerichten um, zu denen Sie generell greifen wollen: Die Salatbar ist schon mal ein guter Ort, um Vitamine und Mineralien zu tanken. Leider machen meistens die Dressings alles wieder zunichte, weil sie vor Fett triefen. Nehmen Sie vorzugsweise Essig und Öl und portionieren Sie selbst - damit sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn Sie jeden Tag in der Kantine essen und dort eine nette Atmosphäre herrscht - was spricht dann dagegen, dass Sie sich eine kleine Flasche guten Olivenöls dort deponieren? Nichts gegen Kantinen, aber ob dort auf vollwertige Öle geachtet wird, muss man bezweifeln. Nun haben Sie sich einen leckeren Salatteller zusammengestellt, mit etwas Glück gibt es sogar einen Schwung Kräuter dazu. Schauen Sie sich einmal beim Gemüse um - wie wäre es, wenn Sie sich einen Gemüseteller zusammenstellen und vielleicht einige hochwertige Kohlenhydrate (Vollkornnudeln) dazu nehmen? Oder ein Stück Fleisch, natur gebraten. Verzichten Sie auf Paniertes - Ihrer schlanken Linie zuliebe.

Auch ohne Kantine gut versorgt

Wenn Sie keine Kantine haben, haben Sie hoffentlich zumindest eine Mittagspause, in der Sie in Ruhe essen können. Nun sind Ihr Engagement und Ihre Fantasie gefragt:

  • Welche Lebensmittel können Sie problemlos im Büro aufbewahren?

  • Welche Snacks könnten Sie zuhause zubereiten und mitnehmen?

Prüfen Sie erst einmal die Lage:

  • Gibt es eine Teeküche mit Kühlschrank? Wunderbar! Hier finden Joghurt, Nüsse, Salate, Buttermilch, Käse und andere gesunde Leckereien Platz.

  • Falls das in Ihrer Abteilung nicht der Fall ist, gibt es diese Möglichkeit vielleicht in einem anderen Teil der Firma? Der Weg dorthin sorgt gleich für etwas Bewegung.

  • Haben Sie auch noch die Möglichkeit, etwas Mitgebrachtes warm zu machen? Dann können Sie prima kleine Gerichte mitbringen und diese aufwärmen. Von größeren Kochaktionen am Arbeitsplatz ist eher abzuraten, es sei denn, eine gut ausgestattete Küche ist vorhanden und die Essensdüfte ziehen nicht bis in die Chefetage.

Werden Sie kreativ!

Wenn Sie all diese Möglichkeiten nicht haben, ist trotzdem noch keine Verzweiflung angesagt. Es gibt immer noch eine Menge Möglichkeiten, wie Sie sich gesund ernähren können:

  • Als Zwischenmahlzeit eigenen sich Nüsse, ein Sojadrink, ein Stück Obst. Auch fantasievoll belegte Sandwichs sind eine tolle Sache - denken Sie beim Belegen auch an Salatblätter, Gurke, etc.

  • Schaffen Sie sich am besten als erstes Plastikboxen in verschiedenen Größen an - und wählen Sie Modelle aus, die wirklich auslaufsicher sind. Lebensmittelflecken machen sich auf der Präsentation für den Chef nicht so gut.

  • Stellen Sie eine Liste an Snacks zusammen, die Sie problemlos mitnehmen können.

Der "Gesund-Essen-Club"

Wie wäre es, wenn Sie einen "Gesund-Essen-Club" gründen und sich mit anderen zusammen tun? Einer ist jeden Tag für das Essen zuständig - das spart immens Zeit. Es ist wesentlich effektiver, wenn eine Person 10 Brote schmiert, als 10 Personen je 1 Brot. Dazu gehört nur ein wenig Engagement und eine gute Organisation.

  • Legen Sie Regeln fest
    Legen Sie fest, welche Snacks Sie essen wollen. Einigen Sie sich zum Beispiel auf einen Brotaufstrich (Butter, Margarine - oder soll es unter herzhaften Auflagen lieber Tomatenmark sein?).

  • Sammeln Sie Ideen
    Sammeln Sie viele Ess-Ideen, die nicht zeitaufwendig sind und kopieren Sie die Ideen für alle, die am Gesund-Essen-Club teilnehmen. Schreiben Sie auch auf, welche Lebensmittel Sie im Büro deponieren wollen, von denen sich jeder bedienen kann. Denken Sie an Vollkornkekse, Fruchtriegel, Nüsse, Nussschnitten, haltbaren Brotaufstrich.

  • Organisieren Sie

    • Wer ist wann mit Zubereiten dran? Wer ist der Ersatzmann, wenn derjenige ausfällt?

    • Wer eingekauft hat, rechnet mit den anderen ab, oder es gibt eine Kasse für diesen Zweck.

    • Jeder kauft 5 oder mehr Plastikdosen und beschriftet diese eventuell.

Wenn Sie 5 Personen zusammen bekommen, dann hat jeder an einem Tag der Woche etwa 30 Minuten zu tun und braucht sich an den anderen Tagen überhaupt nicht ums leibliche Wohl zu kümmern und ist trotzdem gut versorgt.

Eine solcher Club hat mehrere Vorteile:

  • weniger Stress für jeden

  • Eine tolle Sache, gemeinsam für gute Ernährung zu sorgen - das verbindet und sorgt ganz bestimmt für jede Menge positive Impulse.

  • Die Zeiten von Süßigkeiten-Attacken sind vorbei.

Tipp: Denken Sie nicht nur ans Essen, sondern auch ans Trinken - das ist ebenso wichtig. Nur ein gut durchfeuchteter Körper kann genügend leistungsfähig sein. Überlegen Sie, ob Sie sich von einem Getränkehändler regelmäßig Kisten mit Mineralwasser/Apfelsaft etc. ins Büro liefern lassen.

Organisieren Sie, dass jemand jeden Tag Tee kocht (große Kanne besorgen), und motivieren Sie sich gegenseitig zum Trinken.

Die "Unterwegs-Falle"

Der kleine Hunger kommt immer dann, wenn man am wenigsten auf ihn vorbereitet ist. Genau diesen Umstand machen sich diejenigen zunutze, die all die vermeintlichen Leckereien verkaufen, die man sich unterwegs schnell einverleiben kann. Doch mit Currywurst und Pommes tun Sie weder Ihrem Wohlbefinden noch Ihrer Figur einen Gefallen.

Deshalb: Seien Sie immer vorbereitet! Selbst in der kleinsten Tasche oder im Handschuhfach haben einige Frucht-Riegel, ein Paket Vollkornkekse oder eine Tüte mit Trockenfrüchten aus dem Reformhaus Platz.

Auch Nüsse oder Sonnenblumenkerne machen unterwegs wunderbar satt.

Wenn Sie wissen, dass Sie länger unterwegs sind, packen Sie sich ein kleines "Fresspaket" ein: Ein hart gekochtes Ei, ein belegtes Vollkornbrot, einige Früchte, einige Nüsse usw. - all das ist besser für Sie als die meisten Angebote, die Sie unterwegs bekommen. Essen Sie einen "Döner", weil Sie ihn wirklich essen wollen, nicht, weil sie gerade in Verlegenheit sind.

Eine weitere Alternative, wenn Sie sich von Fettigkeiten und wertlosen Snacks unabhängig machen wollen: Kaufen Sie sich einen Henkelmann: Das ist eine große Thermoskanne, in der Sie problemlos Essen mehrere Stunden warm halten können. Eine leckere Suppe oder ein schmackhafter Eintopf sind so immer verfügbar. Das Beste: Der Teller ist meistens schon "eingebaut", und auch ein kleiner Löffel ist meistens schon dabei.

Mit Ihrem kleinen Notfallpaket sind Sie immer in der Lage, ihre jeweiligen Bedürfnisse zu erfüllen.

Wenn Sie nichts mitnehmen wollen, dann überlegen Sie schon im Vorfeld, wo Sie Ihren Hunger auf gesunde Weise stillen können: Fast-Food vom Chinesen beispielsweise ist wesentlich gesünder als Fast-Food aus deutschen Imbissstuben.

Viele Bäckereien bieten belegte Vollkornbrötchen zum Mitnehmen an, auch Suppenküchen sind schon an manchen Orten zu finden.

Aber auch ein Supermarkt bietet Ihnen Gesundes: ein Stück Käse, dazu ein Vollkornbrötchen - was will man mehr? Bedienen Sie sich auch in der Obst-Abteilung, dann haben Sie schon ein vollwertiges Essen zusammengestellt.

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Über die Autorin:

Angelika Stein ist Lerntrainerin und Journalistin. Sie ist Expertin für Lerntechniken, als Journalistin beschäftigt sie sich mit den Bereichen Gesundheit, Ernährung und ganzheitliche Lebensführung. ...

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