Machen Sie sich auf den Weg!
Weniger Zucker
Keine Angst: Sie sollen nicht total auf Zucker verzichten - solche Verbote sind ziemlich sinnlos. Es geht vielmehr darum, Zucker bewusster zu konsumieren und ihn zu reduzieren.
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Spielen Sie Detektiv und achten Sie bei Ihrem Einkauf verstärkt auf Zucker. Folgende Begriffe benennen Zucker:
Saccharose ist der weiße Haushaltszucker
Dextrose oder Glukose ist Traubenzucker
Fructose ist Fruchtzucker
Lactose ist Milchzucker
Maltose ist Malzzucker
Honig besteht aus Traubenzucker und Fruchtzucker
Zuckercouleur ist eine Lösung, die aus Karamell besteht und zum Färben von Speisen verwendet wird
Sirup wird aus Fruchtsaft hergestellt, der mehrmals gekocht wird. Er besteht zu einem hohen Anteil aus Zucker.
Je weiter vorne einer dieser Begriffe in der Zutatenliste genannt ist, desto mehr Zucker enthält das Produkt. Wenn Sie auf Entdeckungsreise gehen, werden Sie überrascht sein, wie viel Zucker Sie täglich aufnehmen, ohne es zu wissen: Müsli, Wurst, Ketchup und Fertiggerichte enthalten oft große Mengen dieses Krankmachers.
Lassen Sie sich aber nicht in die Irre führen. Wenn Sie zum Beispiel die Zutatenliste von Roter Grütze (Fertigprodukt) ansehen, wird die Reihenfolge vermutlich so lauten: Früchte, Glukose, Traubenzucker, Geliermittel, Apfelpektin. Nun werden Sie vielleicht denken: "Wunderbar, da ist ja nicht viel Zucker drin". Weit gefehlt: Traubenzucker und Glukose sind ein und das selbe. Sie wurden zulässigerweise aufgeteilt, weil sie aus verschiedenen Quellen stammen. Die bittersüße Wahrheit: Zucker ist Hauptbestandteil dieses Produkts, auch wenn es anderes zu sein scheint.
Essen Sie weniger Süßigkeiten. Ersetzen Sie diese durch gesunde Süßigkeiten wie Obst und Trockenfrüchte, denn diese enthalten nur den natürlichen Fruchtzucker in geringen Mengen.
Verwenden Sie weniger Haushaltszucker. In vielen Rezepten können Sie die Zuckermenge getrost verringern, ohne dass es dem Geschmack Abbruch tut.
Süße Tipps
Essen Sie vor oder nach dem Sport keine Süßigkeiten - ansonsten bringt die Bewegung für Ihre Fettverbrennung gar nichts.
Essen Sie morgens nichts Süßes, auch keine Cornflakes - ansonsten können Sie Heißhungerattacken entwickeln und essen mehr als für Sie gut ist.
Belohnen Sie Ihre Kinder nie mit Süßigkeiten - und sich selbst auch nicht.
Brauner Zucker oder Kandiszucker ist nicht gesünder als der weiße Zucker.
Lassen Sie sich nicht verunsichern:
Sie werden immer wieder hören, dass unser Körper dringend Zucker braucht, denn Zucker liefere Energie. Dem kann man nur entgegnen, dass man sich fragen muss, wovon denn die Menschen gelebt haben, als es den Haushaltszucker gar nicht gab. Richtig ist: Ohne Zucker kann unser Körper nicht überleben, gemeint ist aber der natürliche Zucker in Früchten, Gemüse und vollwertigem Getreide.
Zucker ist überall
Selbst wenn Ihr Päckchen Zucker mehrere Monate im Regal steht, heißt das nicht, dass Sie wenig Zucker konsumieren. Zucker ist überall:
im Ketchup
in Massen in Nussnougatcreme
als Konservierung in Wurst und Schinken
in den meisten Fertiggerichten
in eingelegten Gurken (alternativ Süßstoff)
Falls Sie einmal Dosenobst kaufen, helfen Ihnen folgende Angaben weiter:
"sehr leicht gezuckert": 9 - 14 g je 100 g
"leicht gezuckert": 14 - 17 g je 100 g
"gezuckert": 17 - 20 g je 100 g
"stark gezuckert": über 20 g je 100 g
action!
Falls Sie zu den Menschen gehören, die meinen, Zucker würde Ihnen gar nichts ausmachen, könnte Sie folgende Übung vom Gegenteil überzeugen: Schlagen Sie sich einmal so richtig den Bauch mit süßen Sachen voll - nicht übermäßig - aber essen Sie soviel Sie können und wollen. Achten Sie einmal auf Ihr Körpergefühl nach a) 20 Minuten, b) 1 Stunde und c) 3-4 Stunden.
Bei den meisten wird sich sehr schnell Heißhunger auf mehr Süßes oder auf Herzhaftes einstellen. Versuchen Sie einmal, nach 1-2 Stunden eine körperliche Leistung zu erbringen, die Sie sonst ganz locker meistern: 20 Minuten auf dem Hometrainer etc. Sie werden möglicherweise feststellen, dass Ihre Leistungsfähigkeit im Keller ist. Seien Sie sich selbst gegenüber ganz achtsam - vielleicht stellen Sie sogar fest, dass Sie gereizter sind als sonst? Auch das wäre eine normale Reaktion.
Wichtig zu wissen ist einfach nur, dass Sie mit Zucker etwas zu sich nehmen, das etwas in Ihrem Körper bewirkt. Wer das weiß und eben auch die negativen Auswirkungen spürt, ist viel eher bereit, den Zuckeranteil in der Ernährung zu reduzieren.
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