Arbeitgeber: Steuern sparen durch Gesundheitsförderung für Arbeitnehmer

Massagen, Sport, Rückenschule - diese Möglichkeiten der Gesundheitsförderung gibt es

Von: Josef Ellenrieder
Stand: 12. September 2012 (aktualisiert)
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Über den Autor:

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Josef Ellenrieder, Jahrgang 1943, Diplom Betriebswirt FH, lehrt an diversen Fachhochschulen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern die Themen: Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungs ...

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Arbeitgeber haben viele Möglichkeiten, ihren Mitarbeitern die Gesundheitsvorsorge schmackhaft zu machen - und dabei kräftig Steuern zu sparen. Welche Wege es gibt, weiß Josef Ellenrieder.

500 Euro steuerfrei!

Gesundheit ist ein hohes Gut. Um Arbeitgeber zu motivieren, mehr für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun, gibt es einen Freibetrag von 500 Euro pro Maßnahme: "Bleiben Sie gesund! - Betriebliche Gesundheitsförderung bis zu 500 Euro steuerfrei".

Fitness-Studio

Laut Gesetz ist der Freibetrag von 500 Euro auf die Übernahme der Beiträge für ein Fitnessstudio nicht anwendbar.

Anwendbar ist jedoch die für Sachbezüge geltende monatliche 44-Euro-Freigrenze. Ein Sachbezug liegt bei der Übernahme von Beiträgen zu einem Fitnessstudio allerdings nur dann vor, wenn der Arbeitgeber Vertragspartner des Leistungserbringers (= Fitnessstudio) ist.

Kein Sachbezug, sondern eine Barlohnzuwendung des Arbeitgebers liegt hingegen vor, wenn das Vertragsverhältnis über die Leistung zwischen dem Fitnessstudio und dem Arbeitnehmer besteht und der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Mitgliedsbeitrag ersetzt.

  • Beispiel A: Der Arbeitgeber gibt seinem Arbeitnehmer einen Gutschein für den Monat November, der für fünf Besuche des Fitnessstudios "Quäldich" in München berechtigt. Der Arbeitgeber rechnet den Gutschein direkt mit dem Fitnessstudio ab und zahlt hierfür 40 Euro. Dieser Betrag ist in Anwendung der monatlichen 44-Euro-Freigrenze lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

  • Beispiel B: Der Arbeitnehmer zahlt die monatlichen Beiträge an das Fitnessstudio "Quäldich" selbst und legt die Quittungen seinem Arbeitgeber vor. Der Arbeitgeber zahlt dem Arbeitnehmer den monatlichen Betrag von 40 Euro zusammen mit dem Arbeitslohn bar aus. Die monatliche 44-Euro-Freigrenze ist nicht anwendbar, weil es sich nicht um Sachbezüge, sondern um Barzuwendungen handelt.

Die Anwendung der monatlichen 44-Euro-Freigrenze ist auch dann möglich, wenn sich der Arbeitnehmer an den Kosten des Arbeitgebers für das Fitnessstudio beteiligt.

  • Beispiel C: Der Arbeitgeber gibt seinem Arbeitnehmer einen Gutschein für den Monat November, der zum freien Eintritt in das Fitnessstudio "Quäldich" in München berechtigt. Der Arbeitgeber rechnet den Gutschein direkt mit dem Fitnessstudio ab und zahlt hierfür 70 Euro. Der Arbeitnehmer beteiligt sich mit 30 Euro an den Kosten des Arbeitgebers für das Fitnessstudio. Der Arbeitgeber behält die 30 Euro vom Lohn des Arbeitnehmers ein. Der geldwerte Vorteil für den Arbeitnehmer beträgt (70 Euro - 30 Euro =) 40 Euro. Dieser Betrag ist in Anwendung der monatlichen 44-Euro-Freigrenze lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

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