Musterbrief: GEZ-"Rundfunkbeitrag" unter Vorbehalt zahlen, Rückerstattungs-Anspruch sichern

Der "Rundfunkbeitrag": Alle Informationen für einen klugen Umgang mit der GEZ

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Stand: 9. Januar 2013 (aktualisiert)

Beitragshöhe, Beitragsgerechtigkeit, Rechtmäßigkeit

Seit 01.01.2013 sollen in Deutschland jede Menge "Beitragsschuldner" den sogenannten neuen "Rundfunkbeitrag" bezahlen. Dazu gehören nicht nur sämtliche Inhaber von Wohnungen sowie von Garten- oder Wochenendhäuschen ab 24 qm, sondern auch die Inhaber von Betriebsstätten sowie von gewerblich genutzten Kfz und von Schiffen.

Rechtsexperten halten den "Rundfunkbeitrag" für rechts- und verfassungswidrig. Die erste Verfassungsklage läuft schon seit 2012. Zwar dauert es wohl noch einige Jahre, bis das Bundesverfassungsgericht darüber entscheidet. Jetzt ist es aber höchste Zeit, sich die spätere Rückerstattung bis dahin gezahlter "Rundfunkbeiträge" zu sichern: Zahlen Sie nur unter Vorbehalt! Dafür haben wir einen Musterbrief an die GEZ vorbereitet, den Sie übernehmen können. Auch wer keine Empfangsgeräte besitzt und bisher nicht gezahlt hat, sollte sich jetzt selbst anmelden – für diese Gruppe haben wir eine besondere Vorbehaltserklärung für Neuanmelder.

Und außerdem sagen wir Ihnen, wie sich die nur bis Ende 2012 zahlungspflichtigen Rundfunkteilnehmer abmelden können und dafür ein GEZ-Formular einfach "umnutzen". Dies betrifft insbesondere zahlende Mitbewohner in Familienwohnungen und Wohngemeinschaften. Denn ab 2013 muss pro Wohnung nur noch eine Person zahlen.

So ungerecht ist der neue "Rundfunkbeitrag" in der Praxis

Statt der bisherigen Rundfunkgebühren sind seit Januar 2013 sogenannte "Rundfunkbeiträge" zu zahlen. Beim "Rundfunkbeitrag" kommt es nicht mehr darauf an, ob Sie Rundfunk nutzen bzw., ob Sie Rundfunkempfangsgeräte besitzen oder nicht. Die neue Zwangsabgabe wird gemäß Rundfunkbeitragsstaatsvertrag (RBStV) allein schon dadurch fällig, dass Sie Inhaber einer Wohnung, eines "Gartenhäuschens" ab 24 Quadratmeter, einer Betriebsstätte oder eines beruflich genutzten Autos sind. Es nützt also nichts, wenn Sie Ihren Fernseher verschrotten oder das Autoradio ausbauen.

Damit soll sich die Zahl der sogenannten "Beitragsschuldner" um einige Millionen erhöhen. Dies sind nicht nur Betriebe, sondern selbst Blinde, Gehörlose und andere Behinderte sollen ab 2013 monatlich Rundfunkabgaben zahlen (den ermäßigten Tarif von 5,99 €). Für den Rest der Haushalte wird der ermäßigte Radiobeitrag abgeschafft. Es werden also immer 17,98 € monatlich pro Wohnung fällig und zusätzlich noch einmal pro Ferienwohnung/Wochenendhäuschen.

Beispiel: Die Beitragshöhe im Vergleich

Beispielrechnung für einen Solo-Selbstständigen, der nun "Rundfunkbeiträge" wegen folgender Inhaberschaften mehrfach zahlen muss:

  • wegen Einzimmerwohnung: 17,98 € monatlich

  • wegen Kleingarten mit Datsche über 24 qm: 17,98 € monatlich

  • wegen Betriebsstätte außerhalb der Wohnung: 5,99 € monatlich

  • wegen benötigtem Transport-Kfz zusätzlich zum beruflich genutzten Pkw: 5,99 € monatlich

Ergebnis: "Beiträge" in Höhe von 47,94 € monatlich, das sind 575,28 € im Jahr!

Mal ehrlich …

Eigentlich hätte man doch auch von Tierhaltern (Tierinhabern?) "Rundfunkbeiträge" für jeden Hund, jede Katze oder jedes Meerschweinchen fordern können und nicht nur für Wohnungsinhaber. Immerhin können Haustiere zumindest ein eigenes öffentlich-rechtliches Rundfunkerlebnis haben, falls Herrchen oder Frauchen ein Rundfunkgerät aufstellen sollte. Das wäre als Beitragsbasis immer noch logischer, als von einzelnen Menschen mehrfach "Rundfunkbeiträge" abzukassieren, nur weil diese Inhaber einer Wohnung, einer Betriebsstätte und eines gewerblich genutzten Autos sind. Auch als "Beitragsschuldner" hat man ja nur zwei Augen und zwei Ohren. Und außerhalb der Quantentheorie kann man zu einem Zeitpunkt immer nur an einem Ort sein, um dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu lauschen. Warum hat man sich dann gleichheitswidrig ausgedacht, eine beträchtliche Minderheit wegen irgendwelcher Wohnungs-, Datschen-, Büro-, Kfz- und Schiffs-Inhaberschaften gleich mehrfach abzukassieren?

Aber zurück zur Sachlage.

Würden die Rundfunkanstalten einfach von jedem Volljährigen eine einkommensgerechte "Rundfunkabgabe" verlangen, könnte man dies zumindest vom Denkansatz her noch nachvollziehen. Demnach wären von jedermann Abgaben zu erheben, weil inzwischen praktisch jedermann jederzeit auch mit seinem Handy Rundfunk und Fernsehen empfangen kann – egal, ob der Betroffene den Rundfunk nutzt. Dies war ja auch mit Argumentationsgrundlage der Rundfunkanstalten für die von ihnen bald schon wieder abgeschaffte PC-Gebühr. Der gesetzliche Krankenversicherungsbeitrag wird ja auch bei allen fällig, selbst wenn sie jahrelang keinen Arzt aufsuchen.

Die Argumentation verläuft aber anders, der altbekannte GEZ-Wahnsinn geht auch mit dem "Rundfunkbeitrag" weiter. Denn dieser Beitrag wird ja eben gerade nicht wie etwa Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung einkommensabhängig von allen Versicherungspflichtigen erhoben. Stattdessen bittet man – so wie bisher die Gerätebesitzer – nun nur Inhaber (einer Wohnung, Datsche, Betriebsstätte etc. pp.) zur Kasse. Unabhängig davon, ob überhaupt Rundfunk empfangen wird, überhaupt Rundfunkgeräte vorhanden sind und unabhängig vom Einkommen.

Beispiel: Gerecht? Ein Vergleich

Mit Beitragsgerechtigkeit hat das alles nichts zu tun.

  • Wie im Beispiel oben vorgerechnet, muss dieser einzelne Selbstständige 47,94 € monatlich oder 575,28 € jährlich zahlen – viermal "Rundfunkbeiträge". Auch dann, wenn er keine Radio- oder Fernsehgeräte besitzt.

  • Umgekehrt zahlen zehn Bewohner einer Wohngemeinschaft alle zusammen monatlich insgesamt nur 17,98 € – und zwar auch dann, wenn sie sich eine üppige Villa mit Großbildfernsehern teilen und zusammen 15 Autos mit eingebautem TV fahren. Als "Rundfunkbeitrag" zahlt hier jede Person pro Monat nur 1,80 Euro oder 21,58 € jährlich.

Der neue "Rundfunkbeitrag" ist rechts- und verfassungswidrig: Argumente

Ein Beitrag sollte – wie beim Krankenkassenbeitrag – in irgendeinem nachvollziehbaren Verhältnis zu einer möglichen Leistungserbringung stehen. Das Bundesverfassungsgericht hat sich zum Beispiel sehr ausführlich damit beschäftigt, ob die für Selbstständige festgesetzten Mindestbeiträge für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung verfassungsgemäß sind.

Dieser Mindestbeitrag wurde vom Gericht zwar nicht beanstandet, aber sehr genau geprüft. Nicht beanstandet wurde dieser Mindestbetrag, weil er laut Gericht als Mittelwert der Beitragshöhe pflichtversicherter Beschäftigter noch verhältnismäßig ist. Wenn aber, wie im genannten Vergleichsfall, ein Solo-Selbstständiger gegenüber einem WG-Bewohner das Zigfache an Rundfunkbeiträgen zahlen muss, dann dürfte der Gesetzgeber seinen Spielraum überschritten haben.

Nach Auffassung nicht nur von akademie.de, sondern auch von verschiedenen Rechtsexperten ist der neue sogenannte "Rundfunkbeitrag" rechts- und verfassungswidrig. Beispiele für solche Meinungen:

  • Das Land Thüringen hatte zunächst ein Rechtsgutachten eingeholt und daraufhin den Rundfunkbeitrag wegen Verfassungswidrigkeit abgelehnt. Später knickten Regierung und Parlament – wie üblich – wieder ein. Und die FDP hatte zunächst mit Verfassungsklage gedroht. Um, wie üblich, danach wieder zurückzurudern.

  • Viele Rechtsexperten meinen, die Rundfunk-Zwangsabgabe sei in Wahrheit gar kein Beitrag, sondern eine Rundfunksteuer. Diese Rundfunksteuer lasse man im Gesetz nur unter falscher Flagge als "Rundfunkbeitrag" segeln, weil die für die Rundfunkgesetzgebung zuständigen Länder hier nicht über allgemeine Steuern beschließen dürfen. Die Länder würden daher mit dem Rundfunkbeitrag ihre rechtlichen Kompetenzen überschreiten. Gemäß Grundgesetz darf nur der deutsche Bundestag allgemeine Steuergesetze erlassen. Darauf stützt sich unter anderem die erste Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen den "Rundfunkbeitrag" (Aktenzeichen Vf. 8-VII-12).

  • Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) hat bereits im Sommer 2012 beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde eingereicht. Zu den Beschwerdeführern gehören auch zahlreiche Kleingartenvereine.

  • Die neuen Regelungen verletzen die gebotene Beitragsgerechtigkeit. Beiträge darf man gemäß höchstrichterlicher Rechtsprechung zwar im Rahmen der Verwaltung von Massenvorgängen typisieren. Die jeweilige Inhaberschaft von Wohnungen, Betriebsstätten, Kfz, Motorschiffen bildet jedoch keinen beitragsgerechten Maßstab für Vorteile eines möglichen Rundfunkempfangs jeweiliger Personen ab.

  • Die Drogeriekette Rossmann klagt ebenfalls beim Bayerischen Verfassungsgericht gegen den Rundfunkbeitrag. Die Klageschrift wendet sich gegen die Verletzung der Grundrechte bei der allgemeinen Handlungsfreiheit und des Gleichheitsgrundsatzes. Weiterhin sei der Rundfunkbeitrag eine allgemeine Steuer und daher durch die Länder verfassungswidrig zustande gekommen. Es würden auch systemwidrig betriebliche Kfz verbeitragt, obwohl mit dem Rundfunkbeitrag gerade nicht mehr an das Vorhandensein von Rundfunkempfangsgeräten angeknüpft werden solle.

  • Nach Auffassung des früheren Hamburger Senators Prof. Ingo von Münch liegt beim "Rundfunkbeitrag" ein verfassungsrechtlich unzulässiger Eingriff in das Grundrecht der freien Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 Abs. 1 GG) und in die Handlungsfreiheit der Person vor.

  • Gegen Kfz-"Rundfunkbeiträge" bereitet der Autovermieter Sixt eine Verfassungsklage vor. Auch Sixt stützt sich auf ein Rechtsgutachten, das dem "Rundfunkbeitrag" ausdrücklich die Verfassungswidrigkeit bescheinigt.

Es existieren also sehr wohl gewichtige Rechtsgründe, um gegen den "Rundfunkbeitrag" gerichtlich vorzugehen. Das eröffnet gute Chancen, dass dieser noch von den Gerichten gekippt wird – ganz oder wenigstens teilweise. Die Erfolgschancen dürften besonders hoch sein in den Fällen, wo bestimmte Personen – wie etwa Selbstständige – gleich mehrfach geschröpft werden.

Welche konkreten Entscheidungen hinsichtlich der Rechts- und Verfassungswidrigkeit für welche konkreten Fälle in Bezug auf welche Bestimmungen des RBStV in Zukunft ergehen werden, lässt sich heute naturgemäß noch nicht sagen. Man kann aber davon ausgehen, dass schon bis Mitte des Jahres eine größere Anzahl von Klagen gegen den RBStV bei den Verwaltungsgerichten der Bundesländer erhoben wird. Bis zur höchstrichterlichen Rechtsprechung vor dem Bundesverfassungsgericht im Instanzenweg vergehen dann allerdings bestimmt noch einige Jahre.

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Worüber sich anscheinend niemand wundert!

Hallo allerseits,

ich bin erstaunt über das Einzugsverfahren der GEZ!
Warum soll ich bei der GEZ, die volle Abgabe zu Hälfte der erbrachten Leistung zahlen?

Das ist nicht geschäftsüblich! Normalerweise zahle ich nach der erbrachten Leistung! Ansonsten gewähre ich der GEZ einen kostenlosen Kredit, der evtl. dann auch noch (bei den eingehenden Summen durchaus lukrativ) verzinslich angelegt wird!?
Sollte dies so sein, gehören zumindest die Zinsanteile, die ab dem Zahlungseingang erzielt werden mir!

Dies wäre doch auch mal bedenkenswert!

Mfg

Mikka

Kirchen und Kloster - wo finde ich was?

Ich darf einem orthodoxen Kloster in der Verwaltung aushelfen. Hier wurden fast ausnahmslos alle gemeldeten Anwohner "Zangs-Angemeldet" und sollen Beiträge von bis zu 600€ nachzahlen - sowie ab dann regelmäßig 19,89€ (oder so).

Dieses asketisch lebende Haus (also in freiwilliger Armut lebend) wäre gar nicht in der Lage solche Kosten aufzubringen! Nicht mal der Träger (ein Förderverein) könnte solche Summen stemmen!

Nun fand ich aber einige Hinweise, dass der "Kirchenraum" befreit sei, konnte aber nicht die Original-Quelle bei öffentlichen oder behördlichen Stellen finden (oder vorzugsweise beim Beitragsservice selbst, dort STAND es mal und wurde wohl entfernt).

Zudem wird FAKTISCH an jedem Ort im Kloster gebetet - auch bei den Arbeiten und ist damit sogar WEIT MEHR "Kirchenraum" als jede Kathedrale, wo es nur an Sonn- und Feiertagen zu Gottesdiensten kommt, während hier tagtäglich mindestens 2 Gottesdienste (über Stunden und teils sogar die ganze hindurch) begangen werden.

Hat jemand einen Tipp oder Anfeuerungsruf für mich?

Körperschaftlichen Rechte

Hallo Schwester!

Zuerst meine nachvollzogene Bewunderung den Bewohnern - lebe selbst in Eigenzumsverzicht!

Ich würde klären versuchen, wer Eigentümerin lt. Grundbuch ist.

Eine Kirche (Glaubengemeinschaft) stellt (lt. GG und Weimarer Verfassung) eine eigene Körperschaft dar, die sich selbst verwalten darf (daher hoheitliche Rechte inne hat). Darum auch die Frage nach der Zuständigkeit stellen, wenn in kirchlicher Hand.

Nachfolgend besteht auch die Möglichkeit, die einzelnen "Wohneinheiten" zu einer großen zusammen zu fassen (=1 Beitrag). Also 1 Wohngemeinschaft - super simpel!

Grundsätzlich würde ich immer dort Informationen (rechtsverbindlich) nachfragen, wo sie vorliegen - sprich Grundbuchamt, Landesrundfunkanstalt selbst, "Kirchenrechtsamt". Der "Beitragsservice" entspricht nur einem nicht-rechtsfähigen Inkasso-Unternehmen. Ist daher auch nicht auskunftspflichtig oder rechtlich bindend oder überhaupt Entscheidungsträger.

Vielleicht andere Klöster anfragen, die gleiche Problematiken haben.

Erweitert gilt zusätzlich, daß nur gemeldete "Personen", die in Wohneinheiten leben, zahlungspflichtig sind. Weder die (wieder) abgemeldeten "Obdachlosen", noch übrigens "Menschen" müssen zahlen.

Installiert doch eine Poststelle für diese Menschen, über die diese ihre Post empfangen können, ohne dort meldetechnisch "regis!triert" zu sein.

Des weiteren könnte man versuchen, über eine direkte Ansprache der LRA eine Lösung zu finden, da diese Menschen (nicht Personen) in selbst befohlener Mittellosigkeit befinden. Öffentliche Presse findet die LRA bestimmt auch nicht gut...

Als letzte Möglichkeit sehe ich hier die Frage, ob allem Handeln der Fordernden ein staatliches Recht zugrunde liegt, denn den entspr. Staatsvertrag hat nicht ein einziger Staat unterzeichnet und gilt im "Vereinten Deutschland".

Schon mal überlegt, wo man "Mitglied" geworden ist, wenn man "Beiträge" bezahlen muß?

Möge der EINE dir den rechten Weg aufzeigen und dich begleiten!

Lieben Gruß von Herzen

kein stron

hallo ich habe kein stron und muss auch zahlen is das richtig oder kann man was gegen machen ?m.f.g.

GEZ Versäumnis

Hallo Anne hier,

ich hätte gerne einen Rat, bezüglich meinem Gez-Beitrag den ich nicht bezahlt habe, in Höhe von 404,72 Euro lt Finanzamt Berlin.
Jetzt liegt die Forderung von der Gez-Gebühr beim Finanzamt und das Finanzam hat mir jetzt eine Rechnung geschickt von wie bereits erwähnt.
Ich habe 10 Tage zeit bekommen um die Rechnung zu begleichen.
Jetzt meine Frage an euch:
-wie kommts das jetzt das, das Finanzamt eine Rechnung schickt?
-Wenn ich diese Zahlung nun leiste, bringt es etwas wenn ich es nun unter vorbehalt zahle durch diesen Vordruck?

Liebe Grüße Anne

Liebe Anne! Das Finanzamt

Liebe Anne!

Das Finanzamt führt die Zwangsvollstreckung (!) durch, deshalb die Rechnung. Bis es soweit ist müssen Sie aber schon jede Menge Post bekommen haben, auf die Sie nicht reagiert haben.

Warum lässt man es überhaupt soweit kommen? Man kann doch zumindest eine Ratenzahlung aushandeln. Tut mir leid, aber sowas kann ich nicht nachvollziehen, es enstehen doch unnötige Mehrkosten...

Meine laienhafte persönliche Einschätzung zur Sache selber:

Der Rundfunkbeitrag ist per Gesetz geregelt. Sie können natürlich auf Ihren Zahlschein "unter Vorbehalt" schreiben. Ob das was ändert?! Ein Zahlungsvorbehalt ist bei öffentlichen Abgaben meines Wissens nach nicht möglich. Der Musterbrief hier wertlos.

Vor allen Dingen: War erwarten Sie sich vom Zahlungsvorbehalt? Das der Staatsvertrag nicht zu beanstanden ist wurde zuletzt wieder von diversen Gerichten entschieden. Sogar dieser Herr Geuer und die Fa. Roßmann sind doch mit den Klagen gescheitert.

Finanzamt

ARD und ZDF werden hier nicht als einzelne Unternehmen gesehen, sondern gehören zu den Rundfunkanstalten. Sie haben den staatlichen Auftrag, die GEZ-Beiträge zu erheben. Die Beitreibung, also die Mahnungen und weitere Eintreibung, erfolgen deswegen vom Finanzamt.

Finanzamt ein Büttel der GEZ?

Finanzamt treibt ein was keine Steuer sein soll, wie geht denn das??

UNSINN - das Finanzamt treibt keine GEZ-Gebühren ein

das Finanzamt treibt eigene Außenstände ein - Steuerschulden. Bestimmt nicht Forderungen der GEZ - die ist ein Organ der Rundfunkanstalten, die offiziell nichts mit dem Staat und der staatlichen Finanzverwaltung zu tun haben.

Bitte erst informieren, und keine falschen Sachen schreiben.

Was Sie schreiben ist falsch.

In Berlin ist das Finanzamt die Vollstreckungsbehörde.

Jeder Vollstreckungsauftrag wird in Berlin vom Finanzamt übernommen, egal ob Steuer, Beitrag, oder Gerichtstitel einer Privatperson.

Natürlich kann es sein, dass hier eine entsprechende titulierte Forderung eingetrieben wird.

Gruß
Hans

Nicht von Privatpersonen!

Ja, die Finanzämter können zum Teil - abhängig vom Landesrecht im Zuge der Amtshilfe, § 250 AO, auch andere öffentliche und öffentlich-rechtliche Forderungen eintreiben.

Allerdings bestimmt keine privaten Forderungen, wie Sie behaupten.

Zudem ist der Begriff der öffentlich-rechtlichen Forderung sehr umstritten. Es ist fraglich, ob da zum Beispiel Sozialleistungen darunter fallen. Wie es bei Rundfunkbeiträgen aussieht, wäre im Einzelfall zu klären.

Hochachtungstoll,
GEZiman

Werter GEZiman, ich habe zu

Werter GEZiman,

ich habe zu keinem Zeitpunt behauptet, dass es sich beim Rundfunkbeitrag um eine private Forderung handelt.

Ich habe lediglich diverse Beispiele genannt, welche Forderungen durch das Finanzamt als Vollstreckungsbehörde eingezogen wird, hierunter zählen auch private Forderungen. Sie haben mich missverstanden.

Beim Rundfunkbeitrag handelt es sich ume eine Vorzugslast bzw. Abgabe, nicht um eine private Forderung.

Grüße
Hans

Das ist ja eben der Unsinn

Sie sagen, das Finanzamt treibt auch Forderungen privater Gläubiger ein. Das ist Unsinn. Nur Forderungen anderer öffentlich-rechtlicher Gläubiger werden im Zuge der Amtshilfe eingetrieben. ABer bestimmt nicht die 50 Euro, die Sie Ihrem Schwager seit vier Jahren schulden!

gez. Geziman

Ändert aber nichts am geschilderten Problem.

Gut, dann treibt das Finanzamt eben diese Forderungen von Privatleuten nicht ein.

Ändert aber rein gar nichts am geschilderten Problem von Anne, da der Beitragsservice keine Privatperson ist, und im Rahmen eines Amtshilfeersuchens sehr wohl vollstrecken kann, darf, und wird.

Besser?

Korrektur

...natürlich vollstreckt nicht der Beitragsservice, sondern die Landesrundfunkanstalt.

Gruß
Hans

Bis das BVerfG ...

... ihn irgendwann stoppt. Sie werden es noch erleben, und Ihr Arbeitgeber auch. :-)

GEZiMAN

Interessant, das hier direkt

Interessant, das hier direkt jemand als Angestellter der GEZ gesehen wird, nur weil dieser die einfach gestrickte Anti-Einstellung den manch einer verbreitet nicht teilt.

Bin ich jetzt auch einer, wenn ich nicht in das Anti-GEZ-Horn blase?

Ein solches Kleingeistertum passt leider zur Gesellschaft in Deutschland. Generation Bild, wenn man es so nennen mag. Es spiegelt die übliche, kurzsichtige Einschätzung wieder, direkt das vermeintlich naheliegenste anzunehmen, ohne eine andere Meinung zu tolerieren, die es durchaus geben kann, ohne das jemand persönlich in die Thematik involviert ist.

Seien wir realistisch: Das BVerfG wird gar nichts stoppen. Hierfür gibt es genug vorinstanzliche Entscheidungen. Ja, das BVerfG ist hieran nicht gebunden bei seiner Entscheidung.

Faktisch wäre eine 180 Grad Kehrtwende zu dem was bislang als Recht festgestellt wurde mehr als unwahrscheinlich. Dafür gab es schon genug gerichtliche Entscheidungen, und zwar nicht nur von kleinen Verwaltungsgerichten.

Mfg

GEZ Versäumnis

Hallo Anne,
hmm das nicht gut..Ich weiß leider auch nicht was das Finanzamt mit der GEZ zu tun hat.Bekommst vielleicht eine Steuerrückzahlung und diese möchten die dann evnet.direkt pfänden wenn du nicht freiwillig vorher zahlst.
Vordruck ausprobieren, habe es selbst noch nicht ausprobiert.
Deine offene Zahlung würde ich auf Antrag Ratenzahlung monatlich nicht höher wie 30,-Euro leisten.
lg. Jochen

Klagen gegen GEZ

Ich sehe auch den Staatsvertrag als verfassungswidrig an.
Daher werde ich auch nicht unter Vorbehalt zahlen sondern Klagen.
Wichtigster Schritt ist Einspruch mit Antrag auf Aussetzung des Vollzuges. Anschliessend Klageschrift. Da ballt sich an den Landgerichten eine richtige Klagewelle an.
Widersprüche für 2015 und Klageschriften als Vorlage gibts bei GEZ-Boykott.de. Ebenso Anleitungen für "alle Lebenslagen mit der GEZ"
Wir haben nichts zu verlieren. Entweder für ein paar Euro klagen oder ein Leben lang 10.000 Euro zahlen.
Packen wir es an.
Für die ganz Unentschlossenen: Ihr seid nicht die Ersten. Die Ersten sind schon beim Verfassungsgericht und holen für Euch die heissen Kartoffeln aus dem Feuer.

Leider teilt nur kein Gericht Ihre Meinung...

...und sieht den Rundfunkbeitragsstaatsvertrag ebenfalls als nicht Verfassungskonform an.

Langsam müsste doch der letzte Mensch begriffen haben, dass eine persönliche Einschätzung geltendes Recht nicht pulverisiert.

Im Gegenteil: Es ist zu einem albernen Volkssport geworden, die Meinung eines anderen nachzuplappern, sofern diese Meinung der eigenen entspricht. Wenn diese Meinung dann ursprünglich aus einer vermeintlich seriösen/wissenden Quelle stammt, hat der Mensch sein persönliches Königreich geschaffen, und klammert sich daran fest.

Bisher hat noch KEIN Gericht bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit dieses Staatsvertrages (= dieses Gesetzes).

Hier findet man eine schöne Urteilsammlung:

http://www.refrago.de/Welche_Klagen_gegen_den_neuen_Rundfunkbeitrag_gibt...

Vielleicht wäre es einfach mal an der Zeit das zu aktzeptieren, was die deutsche Gerichtsbarkeit schon mehrfach fastgestellt hat.

Vielleicht wäre es mal an der

Vielleicht wäre es mal an der Zeit, zu hinterfragen, warum die Verwaltungsgerichte sämtliche Klagen abweisen. Diese "Urteile" sind eine reine Farce, vermutlich weil die "Richter" Druck "von oben" bekommen, bei diesem Thema bloß nichts "falsches" zu urteilen.

Schon komisch, dass dieser höchst umstrittene Rundfunkbeitrag, dem zahlreiche Gutachten, Aufsätze etc. verfassungswidrigkeit bescheinigen, rechtlich ja so wasserdicht sein soll, laut den Gerichten.

Ich erinnere auch an das vernichtende Gutachten vom wissenschaftlichen Beirat des Finanzministeriums.

Ich weiß von einer Person, die mitlerweile alle Instanzen durchlaufen hat und aktuell beim Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde einreicht.

Der Runfunkstaatsvertrag ist kein Vertrag nur ein Infoblatt

Hallo Ihr Schlafscharfe da draußen. Wacht mal auf.
Ihr braucht nicht zahlen! und warum??
Kein Gesetz in der BRD kann euch zwingen mit einer FIRMA einen Vertrag gegen euren Willen abzuschließen. Der Beitragsservice ist
wie ARD & ZDF nur eine Firma mit Umsatzsteuer-Identifikation-Nummer. Lest mal die Gesetzbücher.....

Umsatzsteuer = automatisch Firma !?! Komische Logik!

...die BRD hat auch eine Umsatzsteuer-ID, ebenso wie die meisten staatlichen "Unterorganisationen" der BRD (pauschal so genannt um alles zusammenzufassen).

Bekommen Hartz IV Empfänger ihre Transferleistung also auch von einer "Firma"?

Sorry, aber sowas ist doch Stumpfsinn auf Kneipenniveau.

bezug Beitragsservice

...kleine Anmerkung:

ARD und ZDF sind Unternehmen, versehen mit einer Ust-Identnummer.

Im Impressum des Beitragsservice´s ist (in meinen Augen noch schlimmer und fragwürdeiger) zu lesen, dass diese Institution überhaupt nicht "rechtsfähig" ist.

So und jetzt kontrolliert mal, wer die "BEITRÄGE" in den meisten Fällen eintreiben will. Eine nicht rechtfähige Organisation?

Wow

Nicht der Beitragsservice erstellt Bescheide, vielmehr die LRA

Der Beitragsservice ist eine nicht rechtsfähige Instiution die im Namen und Auftrag der Landesrundfunkanstalten als Gemeinschafseinrichtung arbeitet.

Einen Bescheid erhalten Sie im Zweifel mit Briefkopf der Landesrundfunkanstalt (LRA) die sehrwohl rechtsfähig ist.

Also bitte erstmal informieren...

PS: Auch die BRD hat eine Umsatzteuer-ID. Wo liegt das Problem?

Genau! Auf zum Landgericht.

Genau! Auf zum Landgericht. Gleich den Anwalt mitnehmen, damit die Blamage größer ist. Außer es sind schon richtig viele Rückstände aufgelaufen.

Wenn das also die Ratschläge auf gez-boykott sind...

Übrigens, die ersten sind bei den Verfassungsgerichten in BY und RPF schon durch, leider nichts erreicht. Ob höher schon was anhängig ist, darf erstmal bezweifelt werden.

Korrekt! Klagen sind schon laaaange abgewiesen worden...

Freut mich, dass es endlich mal jemand begriffen hat.

Leider leben wir in einem Land, in dem viele Menschen ihr Hirn auschalten, sobald sie die Möglichkeit sehen, Geld sparen zu können. Da wird dann einfach das nachgesprochen was andere sagen, nur weil es der persönliche Meinung entspricht.

FrühRentner

Die Wollen auch von mir Geld seit 2 jahren hohoho.... ich zahle aber nicht für Was ??? ich habe keinen tv für meinen Internet zahle ich ja schon .... Ich verstehe das nicht ..... Jeder müsste dagegen etwas unternehmen und nicht zahlen ... was wollen die machen wen keiner zahlt ??? nichts !!! Wir müssen dagegen etwas tun...

Wohnen Sie auf der Straße?

Ansonsten sind Sie Inhaber einer Wohnung. Damit fällt der Rundfunkbeitrag an. Stichwort Vorzugslast.

Es gibt auch Straßen die von Ihren Steuern gezahlt werden, und am anderen Ende der Republik liegen, und die niemals von Ihnen befahren werden. Am besten beschweren Sie sich auch darüber.

Ich will nicht wissen was auf den privaten Sendern noch mehr an Schund laufen würde, wenn es nicht ein Gleichgewicht durch die ÖR geben würde.

Wer sich schon mal die "Nachrichten" auf RTL II angesehen hat, weiß was ich meine.

Rundfunkbeitrag

Ich bin Student, bekomme weniger Geld als jemand der Bafög bezieht von meinen Eltern. Ich habe einen Antrag auf Befreiung gestellt jedoch ohne Erfolg. Für alle die es nicht wissen Leute die Bafög beziehen sind grundsätzlich befreit. Ich arbeit nebenbei noch auf 450€ Basis... Ich gucke schon auf jeden Cent den ich bekomme und belaste meine Eltern auch ziemlich dadurch. Jetzt wird quasi staatlich verlangt das wenige Geld das ich habe als Zwecksteuer ab zu drücken. In meinem Rechtsverständnis ist das mehr als Verfassungswidirg.Ich frage mich ernsthaft was die sich denken... Erwarten die, dass meine Eltern mir noch Geld für den Rundfunkbeitrag geben. Ich könnte mir den Beitrag zwar noch leisten, trotzdem würde ich es erheblich merken. Wie schon zuvor gesagt wurde ich zahle auch mein Geld für Internet, weil ich dieses nutze, aber ein TV Gerät besitze ich nicht. Und ich habe auch keine Ambitionen ARD o.ä. online zu schauen. Für mich verstößt der Runfunkbeitrag mehrfach gegen das Gesetz und auch das Grundgesetz... §3 GG wird ganz klar in meinem Fall nicht eingehalten. Mich belasten 50€ in 3 Monaten mehr als jemand der ausgelernt hat und ein volles Gehalt erhält.

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Über den Autor:

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Dr. Dietrich von Hase arbeitete nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Psychologie zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, später dann als freier Fachjournalist, freier Proje ...

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