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Musterbrief: GEZ-"Rundfunkbeitrag" unter Vorbehalt zahlen, Rückerstattungs-Anspruch sichern

Der "Rundfunkbeitrag": Alle Informationen für einen klugen Umgang mit der GEZ

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Stand: 9. Januar 2013 (aktualisiert)

Beitragshöhe, Beitragsgerechtigkeit, Rechtmäßigkeit

Seit 01.01.2013 sollen in Deutschland jede Menge "Beitragsschuldner" den sogenannten neuen "Rundfunkbeitrag" bezahlen. Dazu gehören nicht nur sämtliche Inhaber von Wohnungen sowie von Garten- oder Wochenendhäuschen ab 24 qm, sondern auch die Inhaber von Betriebsstätten sowie von gewerblich genutzten Kfz und von Schiffen.

Rechtsexperten halten den "Rundfunkbeitrag" für rechts- und verfassungswidrig. Die erste Verfassungsklage läuft schon seit 2012. Zwar dauert es wohl noch einige Jahre, bis das Bundesverfassungsgericht darüber entscheidet. Jetzt ist es aber höchste Zeit, sich die spätere Rückerstattung bis dahin gezahlter "Rundfunkbeiträge" zu sichern: Zahlen Sie nur unter Vorbehalt! Dafür haben wir einen Musterbrief an die GEZ vorbereitet, den Sie übernehmen können. Auch wer keine Empfangsgeräte besitzt und bisher nicht gezahlt hat, sollte sich jetzt selbst anmelden – für diese Gruppe haben wir eine besondere Vorbehaltserklärung für Neuanmelder.

Und außerdem sagen wir Ihnen, wie sich die nur bis Ende 2012 zahlungspflichtigen Rundfunkteilnehmer abmelden können und dafür ein GEZ-Formular einfach "umnutzen". Dies betrifft insbesondere zahlende Mitbewohner in Familienwohnungen und Wohngemeinschaften. Denn ab 2013 muss pro Wohnung nur noch eine Person zahlen.

So ungerecht ist der neue "Rundfunkbeitrag" in der Praxis

Statt der bisherigen Rundfunkgebühren sind seit Januar 2013 sogenannte "Rundfunkbeiträge" zu zahlen. Beim "Rundfunkbeitrag" kommt es nicht mehr darauf an, ob Sie Rundfunk nutzen bzw., ob Sie Rundfunkempfangsgeräte besitzen oder nicht. Die neue Zwangsabgabe wird gemäß Rundfunkbeitragsstaatsvertrag (RBStV) allein schon dadurch fällig, dass Sie Inhaber einer Wohnung, eines "Gartenhäuschens" ab 24 Quadratmeter, einer Betriebsstätte oder eines beruflich genutzten Autos sind. Es nützt also nichts, wenn Sie Ihren Fernseher verschrotten oder das Autoradio ausbauen.

Damit soll sich die Zahl der sogenannten "Beitragsschuldner" um einige Millionen erhöhen. Dies sind nicht nur Betriebe, sondern selbst Blinde, Gehörlose und andere Behinderte sollen ab 2013 monatlich Rundfunkabgaben zahlen (den ermäßigten Tarif von 5,99 €). Für den Rest der Haushalte wird der ermäßigte Radiobeitrag abgeschafft. Es werden also immer 17,98 € monatlich pro Wohnung fällig und zusätzlich noch einmal pro Ferienwohnung/Wochenendhäuschen.

Beispiel: Die Beitragshöhe im Vergleich

Beispielrechnung für einen Solo-Selbstständigen, der nun "Rundfunkbeiträge" wegen folgender Inhaberschaften mehrfach zahlen muss:

  • wegen Einzimmerwohnung: 17,98 € monatlich

  • wegen Kleingarten mit Datsche über 24 qm: 17,98 € monatlich

  • wegen Betriebsstätte außerhalb der Wohnung: 5,99 € monatlich

  • wegen benötigtem Transport-Kfz zusätzlich zum beruflich genutzten Pkw: 5,99 € monatlich

Ergebnis: "Beiträge" in Höhe von 47,94 € monatlich, das sind 575,28 € im Jahr!

Mal ehrlich …

Eigentlich hätte man doch auch von Tierhaltern (Tierinhabern?) "Rundfunkbeiträge" für jeden Hund, jede Katze oder jedes Meerschweinchen fordern können und nicht nur für Wohnungsinhaber. Immerhin können Haustiere zumindest ein eigenes öffentlich-rechtliches Rundfunkerlebnis haben, falls Herrchen oder Frauchen ein Rundfunkgerät aufstellen sollte. Das wäre als Beitragsbasis immer noch logischer, als von einzelnen Menschen mehrfach "Rundfunkbeiträge" abzukassieren, nur weil diese Inhaber einer Wohnung, einer Betriebsstätte und eines gewerblich genutzten Autos sind. Auch als "Beitragsschuldner" hat man ja nur zwei Augen und zwei Ohren. Und außerhalb der Quantentheorie kann man zu einem Zeitpunkt immer nur an einem Ort sein, um dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu lauschen. Warum hat man sich dann gleichheitswidrig ausgedacht, eine beträchtliche Minderheit wegen irgendwelcher Wohnungs-, Datschen-, Büro-, Kfz- und Schiffs-Inhaberschaften gleich mehrfach abzukassieren?

Aber zurück zur Sachlage.

Würden die Rundfunkanstalten einfach von jedem Volljährigen eine einkommensgerechte "Rundfunkabgabe" verlangen, könnte man dies zumindest vom Denkansatz her noch nachvollziehen. Demnach wären von jedermann Abgaben zu erheben, weil inzwischen praktisch jedermann jederzeit auch mit seinem Handy Rundfunk und Fernsehen empfangen kann – egal, ob der Betroffene den Rundfunk nutzt. Dies war ja auch mit Argumentationsgrundlage der Rundfunkanstalten für die von ihnen bald schon wieder abgeschaffte PC-Gebühr. Der gesetzliche Krankenversicherungsbeitrag wird ja auch bei allen fällig, selbst wenn sie jahrelang keinen Arzt aufsuchen.

Die Argumentation verläuft aber anders, der altbekannte GEZ-Wahnsinn geht auch mit dem "Rundfunkbeitrag" weiter. Denn dieser Beitrag wird ja eben gerade nicht wie etwa Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung einkommensabhängig von allen Versicherungspflichtigen erhoben. Stattdessen bittet man – so wie bisher die Gerätebesitzer – nun nur Inhaber (einer Wohnung, Datsche, Betriebsstätte etc. pp.) zur Kasse. Unabhängig davon, ob überhaupt Rundfunk empfangen wird, überhaupt Rundfunkgeräte vorhanden sind und unabhängig vom Einkommen.

Beispiel: Gerecht? Ein Vergleich

Mit Beitragsgerechtigkeit hat das alles nichts zu tun.

  • Wie im Beispiel oben vorgerechnet, muss dieser einzelne Selbstständige 47,94 € monatlich oder 575,28 € jährlich zahlen – viermal "Rundfunkbeiträge". Auch dann, wenn er keine Radio- oder Fernsehgeräte besitzt.

  • Umgekehrt zahlen zehn Bewohner einer Wohngemeinschaft alle zusammen monatlich insgesamt nur 17,98 € – und zwar auch dann, wenn sie sich eine üppige Villa mit Großbildfernsehern teilen und zusammen 15 Autos mit eingebautem TV fahren. Als "Rundfunkbeitrag" zahlt hier jede Person pro Monat nur 1,80 Euro oder 21,58 € jährlich.

Der neue "Rundfunkbeitrag" ist rechts- und verfassungswidrig: Argumente

Ein Beitrag sollte – wie beim Krankenkassenbeitrag – in irgendeinem nachvollziehbaren Verhältnis zu einer möglichen Leistungserbringung stehen. Das Bundesverfassungsgericht hat sich zum Beispiel sehr ausführlich damit beschäftigt, ob die für Selbstständige festgesetzten Mindestbeiträge für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung verfassungsgemäß sind.

Dieser Mindestbeitrag wurde vom Gericht zwar nicht beanstandet, aber sehr genau geprüft. Nicht beanstandet wurde dieser Mindestbetrag, weil er laut Gericht als Mittelwert der Beitragshöhe pflichtversicherter Beschäftigter noch verhältnismäßig ist. Wenn aber, wie im genannten Vergleichsfall, ein Solo-Selbstständiger gegenüber einem WG-Bewohner das Zigfache an Rundfunkbeiträgen zahlen muss, dann dürfte der Gesetzgeber seinen Spielraum überschritten haben.

Nach Auffassung nicht nur von akademie.de, sondern auch von verschiedenen Rechtsexperten ist der neue sogenannte "Rundfunkbeitrag" rechts- und verfassungswidrig. Beispiele für solche Meinungen:

  • Das Land Thüringen hatte zunächst ein Rechtsgutachten eingeholt und daraufhin den Rundfunkbeitrag wegen Verfassungswidrigkeit abgelehnt. Später knickten Regierung und Parlament – wie üblich – wieder ein. Und die FDP hatte zunächst mit Verfassungsklage gedroht. Um, wie üblich, danach wieder zurückzurudern.

  • Viele Rechtsexperten meinen, die Rundfunk-Zwangsabgabe sei in Wahrheit gar kein Beitrag, sondern eine Rundfunksteuer. Diese Rundfunksteuer lasse man im Gesetz nur unter falscher Flagge als "Rundfunkbeitrag" segeln, weil die für die Rundfunkgesetzgebung zuständigen Länder hier nicht über allgemeine Steuern beschließen dürfen. Die Länder würden daher mit dem Rundfunkbeitrag ihre rechtlichen Kompetenzen überschreiten. Gemäß Grundgesetz darf nur der deutsche Bundestag allgemeine Steuergesetze erlassen. Darauf stützt sich unter anderem die erste Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen den "Rundfunkbeitrag" (Aktenzeichen Vf. 8-VII-12).

  • Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) hat bereits im Sommer 2012 beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde eingereicht. Zu den Beschwerdeführern gehören auch zahlreiche Kleingartenvereine.

  • Die neuen Regelungen verletzen die gebotene Beitragsgerechtigkeit. Beiträge darf man gemäß höchstrichterlicher Rechtsprechung zwar im Rahmen der Verwaltung von Massenvorgängen typisieren. Die jeweilige Inhaberschaft von Wohnungen, Betriebsstätten, Kfz, Motorschiffen bildet jedoch keinen beitragsgerechten Maßstab für Vorteile eines möglichen Rundfunkempfangs jeweiliger Personen ab.

  • Die Drogeriekette Rossmann klagt ebenfalls beim Bayerischen Verfassungsgericht gegen den Rundfunkbeitrag. Die Klageschrift wendet sich gegen die Verletzung der Grundrechte bei der allgemeinen Handlungsfreiheit und des Gleichheitsgrundsatzes. Weiterhin sei der Rundfunkbeitrag eine allgemeine Steuer und daher durch die Länder verfassungswidrig zustande gekommen. Es würden auch systemwidrig betriebliche Kfz verbeitragt, obwohl mit dem Rundfunkbeitrag gerade nicht mehr an das Vorhandensein von Rundfunkempfangsgeräten angeknüpft werden solle.

  • Nach Auffassung des früheren Hamburger Senators Prof. Ingo von Münch liegt beim "Rundfunkbeitrag" ein verfassungsrechtlich unzulässiger Eingriff in das Grundrecht der freien Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 Abs. 1 GG) und in die Handlungsfreiheit der Person vor.

  • Gegen Kfz-"Rundfunkbeiträge" bereitet der Autovermieter Sixt eine Verfassungsklage vor. Auch Sixt stützt sich auf ein Rechtsgutachten, das dem "Rundfunkbeitrag" ausdrücklich die Verfassungswidrigkeit bescheinigt.

Es existieren also sehr wohl gewichtige Rechtsgründe, um gegen den "Rundfunkbeitrag" gerichtlich vorzugehen. Das eröffnet gute Chancen, dass dieser noch von den Gerichten gekippt wird – ganz oder wenigstens teilweise. Die Erfolgschancen dürften besonders hoch sein in den Fällen, wo bestimmte Personen – wie etwa Selbstständige – gleich mehrfach geschröpft werden.

Welche konkreten Entscheidungen hinsichtlich der Rechts- und Verfassungswidrigkeit für welche konkreten Fälle in Bezug auf welche Bestimmungen des RBStV in Zukunft ergehen werden, lässt sich heute naturgemäß noch nicht sagen. Man kann aber davon ausgehen, dass schon bis Mitte des Jahres eine größere Anzahl von Klagen gegen den RBStV bei den Verwaltungsgerichten der Bundesländer erhoben wird. Bis zur höchstrichterlichen Rechtsprechung vor dem Bundesverfassungsgericht im Instanzenweg vergehen dann allerdings bestimmt noch einige Jahre.

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Ihre Wertung:

 

Haushaltsabgabe ist und bleibt verfassungswidrig u. kriminell..!

Offfensichtlich sind hier einige Leser nicht so rechtskundig wie ein mündiger Bürger sein sollte.

Der Text im Musterbrief ist jedoch veraltet und nicht empfehlenswert,
die sog. Gerichte sind alle gleichgeschaltet und haben fast alle Klagen abgelehnt.

Ausnahme und sehr wertvoll in der aktuellen "Rechtssprechung" ist das Folgende:
Wichtig zu wissen, da die Sach- und Rechtslage durch das LG Tübingen aufgeklärt ist.

Hier der Beschluss LG Tübingen den JEDERMANN genau studieren sollte:
https://openjur.de/u/896633.html

MfG ;-))

...

haben sie das urteil nur gelesen, oder auch verstanden?

dieses "urteil" ist juristischer unsinn. das übersteht NIEMALS die berufungsinstanz.

Tübingen?

Hallo.

Ich gebe Ihnen Recht. Der Text ist nicht empfehlenswert. Er ist aber nicht veraltet, er war von Anfang an unsinnig, wie schon einige Vorposter korrekt bemwerkt haben.

Ihr Verweis auf das Tübinger Urteil bringt einen aber auch nicht weiter. Soweit ich weiß, wurde gegen dieses Urteil Rechtsmittel eingelegt.

In der Vergangenheit wurden die Tübinger Entscheidungen ALLE von der Berufungsinstanz gekippt. Selbst beim aktuellen Urteil geht die Tübinger Kammer selber nicht (!!!) davon aus, dass ihr eigenes Urteil die Berufungsinstanz übersteht, wie man dem Urteil zwischen den Zeilen gut entnehmen kann.

Die Sach- und Rechtslage ist daher keinesfalls "geklärt", sofern Sie meinen, das Tübinger Urteil hätte auch nur die geringste Auswirkung auf den Rundfunkbeitrag.

Aber: Warten wir es mal ab.

Inhalt

Ich bin tatsächlich sehr irritiert.

Wie kann eine Seite wie akademie.de (= "Akademie" suggeriert Bildung) so einen Unsinn verbreiten?

Ich will nicht wissen, welchen finanziellen Schaden dieser Beitrag hier herbeigeführt hat. Ich will nicht wissen, wie viele dieser (rechtlich betrachtet) völlig unsinnigen Schreiben an den Beitragsservice verschickt wurden.

All diese diese Schreiben müssen doch beantwortet werden. Das Kostet Geld.

Wer zahlt das am Ende?

Es tut mir leid das sagen zu müssen, aber von einem Herren, der einen Doktortitel (!) trägt, erwarte ich etwas mehr Inhalt und Auseinandersetzung mit dem Thema. Vor allen Dingen erwarte ich, dass der Beitrag inhaltlich korrekt ist.

Ein Vorbehaltserklärung bei öffentlich rechtlichen Forderung empfehlen...........aua! Da rollen sich ja jedem Jura-Erstsemster die Fußnägel hoch!

Re: Inhalt

Auf welchen Wegen soll Ihrer Ansicht nach denn dem verbreiteten Unmut gegen den
`Rundfunkbeitrag' wirksam Ausdruck verliehen werden?

"Das kostet Geld". So ist es. Das ist einer der durchaus erwünschten Effekte. Dadurch wird
der Widerstand gegen die `Rundfunkbeitrags'-Konstruktion auch dort spürbar, wo er
Änderungen bewirken kann.

Der Klarheit halber: Ich bin gar nicht dagegen, öffentlichen Rundfunk öffentlich zu finanzieren
und sehe durchaus auch die Probleme, die mit einer Steuerfinanzierung verbunden sind. Die
Finanzierung sollte jedoch angemessen sein. Die Höhe der vormaligen Rundfunkgebühren für
Radioempfang war dies. Nicht angemessen sind m.E. der Aufwand für Gewinnspiele,
Sportberichterstattung und dergleichen mehr im Fernsehen.

Die aktuellen 35 Euro im Monat, die ich (infolge beruflich bedingter doppelter Haushaltsführung)
zahlen muss, sind definitiv nicht angemessen. Und wenn man zudem noch in keiner der Wohnungen
einen Fernseher hat, dann will man ja für das Geld doch auch etwas erhalten. Wenn von den
17,50 Euro pro Wohnung monatlich 10 Euro für Aufwand bei der Eintreibung entstehen, bleiben
immer noch 7,50 Euro monatlich für ein gutes Radioprogramm übrig - das ist immer noch nennenswert
mehr als die vormalige Rundfunkgebühr.

Auf keinen Fall ist es der

Auf keinen Fall ist es der richtige Weg, unnötige Kosten aufzuwerfen bzw. zu generieren, die man als Beitragszahler selber (!) zu tragen hat.

Sowas ist einfach nur unsinnig!

Ich beschwere mich über einen zu hohen Rundfunkbeitrag und trage selber noch dazu bei, dass er teurer wird, in dem ich unsinnige Schreiben verfasse? Das fehlt mir jegliche Logik.

17,50 Euro im Monate erachte ich für das umfangreiche Programmangebot der öffentlich-rechtlichen in Relation NICHT als zu viel an.

Ob man so viele Sender tatsächlich benötigt oder ob man auf den einen oder anderen verzichten kann, steht auf einem anderen Blatt.

Korrekt

Sehe ich genauso.

Der Autor des "Musterbriefes" scheint den Rundfunkbeitrag abzulehnen und versucht auf diese Art - kläglich - dem Ausdruck zu verlehen. Ohne sich auch nur ansatzweise tiefer mit der Materie auseinandergestzt zu haben.

Gruß, Hans

Welche Adresse stimmt?

Hallo,

hier ist die Adresse
GEZ / den ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice
Freimersdorfer Weg 6
50829 Köln

angegeben.

Woanders wird folgende Adresse angegeben.
ARD ZDF Deutschlandradio
Beitragsservice
50656 Köln

Weiß Jemand welche Adresse man nehmen soll?

Antwort zu 'Welche Adresse stimmt?'

Die obere Adresse ist vermutlich die Hausadresse, die untere die Postadresse (Postfach, deshalb andere Postleitzahl). Normalerweise würde man eher die zweite nehmen. Wenn man den Beitragsservice ablehnt oder meint, dass der als Inkassounternehmen gar nicht befugt ist, kann man Post besser direkt an die zuständige Rundfunkanstalt senden(Adresse findet sich im Internet).

Ganz wichtig ist es, Briefe immer (!) mit Einschreiben (Rückschein) zu verschicken oder kostengünstiger mit Fax zu versenden ( Sendebericht aufheben), damit man selbst einen Zustellungsnachweis hat. Wichtige Briefe und Unterlagen gehen beim Beitragsservice so oft "verloren", dass es sehr unsicher ist, sie mit einfachem Brief zu senden.

Also ich muss die GEZ erst ab

Also ich muss die GEZ erst ab jetzt bezahlen, kann ich nicht einfach den Musterbrief hinschicken, und ab JETZT unter Vorbehalt bezahlen?

Wieso das Geld zurückfordern, statt die Zahlung unter Vorbehalt zu "erneuern"?

Also ich muss ...

... GEZ erst ab jetzt zahlen? Klar, da kann man nichts zurückfordern. Dann jetzt den Musterbrief von Akademie.de verwenden. Man kann aber auch die seine Einzugsermächtigung widerrufen und die Zahlung verweigern. Dann warten bis irgendwann ein (Beitrags-)Bescheid kommt, gegen den man Widerspruch einlegt. Zahlen kann man später jederzeit immer noch. Man sollte es denen nicht zu leicht machen.

Zahlungspflicht

Sie müssen ab dem Zeitpunkt zahlen, in dem Sie als Wohnungsinhaber eine Wohnung unterhalten.

Ob Sie den - rechtlichen völlig unsinnigen - Musterbrief schreiben oder nicht, macht keinen Unterschied.

unsinnig wie der Beitragsservice

"Zahlungspflicht
Verfasst von Gast am 23. November 2016 - 5:49.

Sie müssen ab dem Zeitpunkt zahlen, in dem Sie als Wohnungsinhaber eine Wohnung unterhalten.

Ob Sie den - rechtlichen völlig unsinnigen - Musterbrief schreiben oder nicht, macht keinen Unterschied."

Genau, man überlegt bei der Mafi..., äh, Beitragsservice, auch schon, zusätzlich eine Gebühr für Telefongewinnspiele zu verlangen, und zwar im Schnitt 20 Anrufe á 50 Cent, also 10,00 Euro monatlich pro Haushalt. Unabhängig davon, ob mein ein Empfangsgerät und/oder Telefon benutzt, aber die schwachsinnigen Gewinnspiele werden ja angeboten und KÖNNTEN also genutzt werden.

Mein Gott, warum verschlüsseln die ihre Kackprogramme mit 10 fach abendlicher Granufinkwerbung (Zielaltersgruppe) nicht einfach, und wer möchte zahlt 17,50 im Monat für den Decoder!

Aber solange Politiker in die Aufsichtsräte geholt werden, gibt es auch keine Chance das der, soviel ich weis nur im "demokratischen" Deutschland vorhandene Zwangsbeitrag abgeschafft wird. Jeder der meint, er könnte sich auf das Grundgesetzt berufen wird in Deutschland nur ausgelacht. Das zählt für alle, nur nicht für die deutschen Bürger, nein, die Länder mit Ihren Beitragsservicevereinen sagen uns, wo wir uns zu informieren haben!!!

Ob sie, da schließe ich mich der Wortwahl meines Vorschreibers an, den - rechtlichen völlig unsinnigen - Beitragsservice zahlen oder nicht, macht keinen Unterschied.

der Unterschied ist...

... zumindest, dass man seinen Widerwillen gegen die ungerechte pauschale Wohnungabgabe bekannt gibt und ein Minimum an Widerstand leistet. Damit unterstützt man auch diejenigen, die den Weg bis zum Bundesverfassungsgericht beschreiten...

Zum anderen ist spätestens seit dem neuen Beschluss des Landgerichts Tübingen vom September 2016 wieder fraglich, ob Verwaltungsrecht überhaupt greift bei Rundfunkbeitragsforderungen. Alles ist ziemlich durcheinander. Es geht nicht mit rechten Dingen zu.

Beschluss LG Tübingen 16.9.2016, 5 T 232/16
http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=...

Entscheidung wird "kassiert"

Diese Entscheidung vom LG Tübingen ist - mal wieder - völliger Unsinn!

Das letzte Entscheidung wurde auch bereits vom Bundesgerichtshof "kassiert":

https://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/prozessrecht/trotz-bgh-...

Mit ziemlich Sicherheit wird dies mit dem Beschluss vom 16.9.2016, 5 T 232/16, auch passieren.

PS: Warum sollte man sich überhaupt gegen den Rundfunkbeitrag wehren? Wehren Sie sich gegen die Zahlung der Mehrwertsteuer an der Kasse? Gegen die Zahlung des Solidaritätszuschlags? Wehren Sie sich da auch?

wehren gegen nicht genutztes

Ja, ich würde mich wehren, wenn ich an der Kasse Mehrwertsteuer zahlen müsste, für etwas was ich nicht gekauft habe, sprich, nicht nutzte!!!!!!!!!!!!!!!

Solidaritätsbeitrag? War das nicht der, der laut Bundestag 1991 für EIN JAHR kommen sollte!

So ein Blödsin

Was hat das eine mit dem andern zu tun?
Eine Steuer ist das ja mal nicht, sondern ein Beitrag, den ich nicht zwhalen werde den ich schaue so einen Mist nicht der dort läuft. PUNKT.

Ich bin Serveranbieter, ich fordere ab sofort für jeden der im Internet auf Seiten sürdt die auf meinen Servern liegen eine Monatliche Gebühr von 9.90€

Sie sind nicht auf meinen Seiten...
Aber Sie könnten!

So viel zu Ihrer Logik.
Warum soll man für etwas zahlen was man nicht nutzt?

Des weitern bezighe ich Sky, Filme schaue ich dort oder über Amazon, Netflix.
Somit zahle ich schon und zwar für das was ich auch sehen will.

Soll doch ARD & ZDF verschlüsselt senden und für die Entschlüsslung muss man zaheln!
Ach sorry vergessen, dann würde keien Sau mehr die Mistsender ansehen.

...zahlung bei leistung...

...bin eigenlich radiohörer...

...hatte entsprechend rundfunkgebühr bezahlt...

...seit einigen jahren muss ich, der neuen regelung entsprechend, auch die höhere gebühr für tv zahlen...

...nun stelle ich fest...fast zug um zug...wird abgeschaltet...

...langwelle, kurzwelle, mittelwelle und an der ultrakurzwelle wird auch schon gesägt...

...ich empfinde das als betrug...

Es handelt sich in beiden

Es handelt sich in beiden fällen um ein GESETZ. So einfach und dadurch vergleichbar ist das! Wenn Sie den Rundfunkbeitrag nicht zahlen machen Sie sich sogar einer Ordnungswidrigkeit schuldig. Kann mit bis zu 1000 Euro belegt werden. Schon gewusst?

Erbringen Sie Ihre Serviceleistung aufgrund einer gesetzlichen Grundlage? Dann verlangen Sie doch Ihre Gebühr.

Sie zahlen auch für zig andere Sachen Steuern, die Sie z.B. nicht nutzen. Sie zahlen Steuern für die Panzer gekauft werden, mit denen Sie nie fahren werden. Sie zahlen Steuern aus denen Autobahnen im Osten gebaut werden, die Sie befahren werden. Hier weiter auszuführen wäre müßig.

Natürlich können Sie Sagen: "Ich zahle nicht. PUNKT."

...was ist die Konsequenz? Ein gerichtliches Mahnverfahren. Kontopfändung usw. Die einzigen Menschen die das nicht fürchten haben wohl schon einen negativen SCHUFA-Eintrag. Denen ist aber eh alles egal.

ARD & ZDF kann schlecht verschlüsselt gesendet werden. Stichwort Grundversorgung, die jedem zur Verfügung gestellt werden muss (wenn auch nicht kostenlos). Informieren Sie sich doch bitte erstmal, bevor sie posten.

Zur Info: Ein Beitrag fällt an, auch wenn man eine konkrete Leistung nicht nutzt. Das ist der Unterschied zur Gebühr. Auch hier gilt: Erstmal mit den Begrifflichkeiten auseinandersetzen, dann damit um sich werfen.

aha, ein Gesetz

Schon lustig, wie die Beitragsservicemitarbeiter hier kräftig am strampeln sind .........

Pfeifen im Walde ...

Ja, da hoffen die Mächte der Bestandserhaltung natürlich, dass OLG oder BGH es schon richten werden und die Kräfte des "Hamwa schon imma so jemacht, da könnt ja jeda kommen, wo kommen wir denn da hin" wieder mal obsiegen. Aber die Risse in der Fassade der "Hinterfragen zwecklos" werden größer.

hinterfragen ist gut

hinterfragen finde ich persönlich eine sehr gute sache. gehört in einem rechtsstaat dazu, genau wie eine gerichtliche klärung im zweifelsfalle.

allerdings sollte man nicht automatisch die rechtstaatlichkeit der gerichte anzuweiseln, sollte deren entscheidung nicht mit dem persönlichen wunsch wie das urteil hätte ausfallen sollen übereinstimmen.

diese leute sind nämlich immer die besten, die erst eine gerichtliche klärung herbeiführen (wollen), dann aber die qualität das gerichtes anzweifeln, sobald dieses die klage abweist und die persönliche - meistens juristisch ungebildete - meinung nicht teilt.

ps: das olg ommt hier in der verwaltungsgerichtsbarkeit gar nicht vor!

Leuteeeee ! demo demo demo !!!!

Bitte organisiert eine grodemo, verdammt.

warum eigentlich? albern!

irgendwie versammt albern das ganze thema.

über 17,50 euro rundfunkbeitrag wird sich hier aufgefregt, aber der solidaritätszuschlag der selbst bei einem normalverdiener ein VIELFACHES ausmacht, wird anstandslos gezahlt.

warum eigentlich? wo ist die logik dahinter?

gab doch sogar schon

gab doch sogar schon mehrere... Leider ist es so halt lukrativer für die Behörden.

Rückforderung gezahlter Beiträge / Verjährung / BEISPIEL-BRIEF

Unter Vorbehalt gezahlte Beiträge verjähren (laut Akademie.de, siehe oben) nach drei Jahren zum Jahresende. 2013 bezahlte Beiträge verjähren also Ende 2016. Deshalb jetzt (noch 2016) die Beiträge zurückfordern.

Einen BEISPIEL-BRIEF und weitere Informationen gibt es jetzt hier:

[Aktion] Rückforderung bezahlter Beiträge, Verjährung verhindern
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20729.msg134030.html#msg134030

verlinkt ist dort auch der

[Beispiel-Brief] Rückforderung bezahlter Beiträge, Verjährung verhindern
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20746.msg134117.html#msg134117

Bitte t e i l t diese Informationen im Familien- und Freundeskreis !
Ein geeigneter Email-/Kurznachrichten-Text ist ebenfalls verlinkt.

Fachliche Diskussion und Erfahrungsaustauch:

Rückforderung unter Vorbehalt geleisteter Beiträge - Verjährung?
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,19613.msg127300.html#msg127300

falsch!

dies ist NICHT zutreffend bei öffentlich-rechtlichen forderungen. zu denen zählt der rundfunkbeitrag aber.

der zahlungspflichtige hat kein anrecht, seine zahlung an irgendwelche eigenen bedingungen zu knüpfen.

sollte - was mehr als unwahrscheinlich ist - der rundfunkbeitrag juristisch unzulässig sein, würden zu viel gezahlte beiträge aufgrund wegfall der gesetzesgrundlage erstattet werden müssen.

ein brief in dem eine "zahlung unter vorbehalt" angekündigt wird, ist das porto nicht wert, was er kostet.

der rat von akdemie.de diesbezüglich ist völliger unsinn!

und eines am rande: die leute, die sich auf http://gez-boykott.de rumtreiben sind nicht mal als "hobbyjuristen" zu bezeichnen. das sind grüßtenteils lebensversager mit zu viel freizeit.

http://www.123recht.net/ hier gibt es recht seröse menschen die fragen zum rundfunkbeitrag beantworten.

falsch?

Noch eine Bemerkung zu Ihrer Aussage:

"sollte - was mehr als unwahrscheinlich ist - der rundfunkbeitrag juristisch unzulässig sein, würden zu viel gezahlte beiträge aufgrund wegfall der gesetzesgrundlage erstattet werden müssen."

Nun ja. Lassen wir das Bundesverfassungsgericht (bzw. den Europäischen Gerichtshof) hierüber entscheiden.

Der Beitragsservice stellt selbst fest, dass er Beiträge nur im Rahmen der dreijährigen Verjährungsfrist zurückzahlen würde. Da erscheint es mir schon sicherer, seine Ansprüche rechtzeitig geltend zu machen und dies mit möglicher Rechtswidrigkeit des Staatsvertrages zu begründen.

Politisch ist der aktuelle Rundfunkstaatsvertrag nicht haltbar, wenn sich viele Menschen dagegen wehren.

falsch?

leider vermischen Sie in Ihrer Antwort die Themen.

Zitat: "dies ist NICHT zutreffend bei öffentlich-rechtlichen forderungen. zu denen zählt der rundfunkbeitrag aber."

Damit beziehen Sie sich auf den vorhergehenden Beitrag zur Verjährung. Ich kann Ihnen sagen, dass rechtzeitige Antragstellung (Brief) die wohl einzige Möglichkeit ist, eine Verjährungsfrist anzuhalten. Eben aus verwaltungsrechtlicher Sicht. Bitte lesen Sie in den verlinkten Informationen nach. Dort werden die möglichen Zusammenhänge ausführlich beschrieben und diskutiert. Es klingt nicht so, als hätten Sie dort nachgelesen...

Zum anderen kritisieren Sie die Vorbehaltszahlung an sich, welche von Akademie.de unterstützt wurde. Vorbehaltszahlung ist für viele die einzige Strategie, um sich gegen den Rundfunkbeitrag- bzw. den Staatsvertrag zu wehren - z.B. weil sie nicht Zeit dafür haben und die Mühe scheuen, sich mit Zahlungsverweigerung, Widerspruch und Klage gegen die Forderungen des Beitragsservice zu wenden. Es gibt selbstverständlich Alternativen zur Vorbehaltszahlung (Zahlungsverweigerung, Rechtsweg beschreiten, politisches Engagement). Diese Wege sind beschwerlicher.

Leider aber verunglimpfen Sie in ihrem Beitrag gleichzeitig eben die Leute, die alternative Wege gehen: In dem Forum "gez-boykott.de" treiben sich nicht Hobby-Juristen herum, sondern Menschen/Betroffene, die den Rundfunkbeitrag- bzw. den Staatsvertrag ablehnen und versuchen, sich dagegen zu wehren. Dort werden mögliche Erkenntnisse zusammengetragen. Es geschieht ausdrücklich keine Rechtsberatung, sondern Meinungsaustausch und gegenseitige Unterstützung. Von anwaltlicher Seite kam in der Vergangenheit von Anfang an auffallend wenig Engagement bei diesem Thema (wohl nicht rentabel genug?!).

Gleichwohl sind mittlerweile Verfassungsbeschwerden anhängig. Diese wurden zum ganz großen Teil von Forums-Nutzer/innen eingelegt, welche sich zuvor durch den Instanzenweg (zunächst ohne, dann mit anwaltlicher Hilfe) begeben haben. Wenn es Änderungen am Staatvertrag geben sollte, dann weil diese - ich zitiere Sie: "Lebensversager" (?) - sich unermüdlich dafür einsetzen.

Wenn man für sich aber die Strategie der Vorbehaltszahlung wählt oder gewählt hatte - ist es nur logisch, diese zumindest weiterzuführen, wenn man seinen Unmut mit der neuen (seit 2013 gültigen) Beitragsregelung weiterhin äußern will.

Forum

Ich habe mich auch einmal in diesem Forum umgesehen.

Tatsächlich tummeln sich dort jede Menge "GEZ-Hater".

Aber seien wir doch einmal ehrlich: Geschrieben und verbreitet wird in diesem Forum jede Menge. Doch hat auch nur ein Gericht bislang eine der dor verbreiteen Meinungen geteilt? Ich glaube nein!Falls ja: Wurde ein solches Urteil auch in der Folgeinstanz bestätigt?

Es ist immer wieder von diesem Tübinger Urteil zu lesen, nachdem ANGEBLICH die Zwangsvollstreckung nicht wirksam sei. Was aber unterschlagen wird: Der BGH hat dieses erstinstanzliche Urteil gekippt.

Noch besser: Jetzt wird in diesem Forum auch der BGH verunglimpft, weil dessen Rechtsprechung nicht dem persönlichen Interesse (!) der dortigen Benutzer entsprcht. Foglich wird dem BGH die Kompetzenz juristisch korrekt zu urteilen entzogen.

Sorry, aber http://gez-boykott.de ist nicht mehr als ein Treffpunkt von Systemverbitter Persönlichkeiten. Freundlich ausgedrückt! Vermutlich treiben diese sich auch noch in irgendwelchen Harz IV Foren herum und wettern dort gegen die Sozialgesetzgebung.

Jeder Mensch soll seine Kritik üben. Aber doch nicht auf solchen Plattformen, die man nicht Ernst nehmen kann.

Mfg
Hans Georg

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