Privat oder Kasse? Die richtige Krankenversicherung für Selbständige und Gründer

Welche Krankenversicherung die bessere Wahl ist, entscheidet sich individuell. Wir geben Hinweise.

Von: Albert Gottelt
Stand: 3. Februar 2011
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Über den Autor: Albert Gottelt

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Albert Gottelt ist seit 2009 für die Internet-Redaktion des Verbraucherportals 1A.NET tätig. Das Portal www.1a.net hat sich auf die Themen Versicherung, Geld und Gesundheit, insbesondere auf die deutsche Krankenversicherung fokussiert. Dazu gehören die gesetzliche Krankenversicherung und weitere Bereiche der sozialen Sicherung wie die Pflegeversicherung. Neben dem gesetzlichen System ist auch die private Krankenversicherung als zweite Säule der Krankenversicherung wesentlicher Bestandteil des Portals.

Weitere Schwerpunkte sind aktuelle Ratgeber und Studien zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Als Chefredakteur der Online-Redaktion ist Herr Gottelt zuständig für die Planung, Koordination und Betreuung der redaktionellen Inhalte des Portals. 1A.NET gilt mit jährlich über zwei Millionen Besuchern zu einem der führenden Anbieter in diesem Segment.

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Gründer in der GKV

Wer ein Unternehmen gründet und sich selbständig macht, ist von der gesetzlichen Versicherungspflicht entbunden und kann sich frei für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung entscheiden. Beide Systeme bieten Vorteile. Ob die gesetzliche oder die private Krankenversicherung die bessere Wahl ist, entscheidet sich individuell nach Lebenslage, Einkommen und Rechtsform des Unternehmens. Einige Entscheidungskriterien im Überblick.

Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel: Wer sich als Unternehmensgründer selbst ein Gehalt zahlt, z.B. als Geschäftsführer, arbeitet infolgedessen in einem Angestelltenverhältnis und gilt in Bezug auf die Krankenversicherungspflicht nicht als selbständig. Eine weitere Ausnahme bilden freischaffende Künstler und Publizisten. Sie müssen sich bei der Künstlersozialkasse anmelden und sind dann in der Regel gesetzlich versichert. Die Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht ist für diese Ausnahmefälle möglich, wenn das Jahresgehalt 49.500 Euro pro Jahr dauerhaft überschreitet (Wert für 2011).

Krankenversicherung für Angestellte und Beamte

Sie sind kein Gründer, sondern angestellt oder verbeamtet? Dann lesen Sie bitte hier weiter: "Qual der Wahl für Angestellte und Beamte: Gesetzliche oder private Krankenversicherung?".

Die Entscheidung, welche Art der Krankenversicherung sinnvoll und günstig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die wesentlichen Kriterien sind:

  • Alter bei Versicherungsbeginn

  • Geschlecht

  • Gesundheitszustand bei Versicherungsbeginn

  • Einkommen

  • Familienplanung (sollen Kinder mitversichert werden?)

Als Gründer freiwillig versichert in der GKV

Noch vor der Prüfung der Zugangsvoraussetzungen stellt sich die Frage, ob sich die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) lohnt. In der Regel trifft dies zu auf:

  • Versicherte mit Ehepartner und Kindern

  • Versicherte ab etwa 50 Jahre

  • Versicherte mit Vorerkrankungen und

  • chronisch kranke Versicherte.

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