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Erfolg mit Google für Einsteiger: Websites und Texte optimieren

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Stand: 5. März 2009

Textstruktur: Schreiben für Menschen und für Google

Schlüsselbegriffe ermitteln und erfolgreich einsetzen

Als nächstes: Die richtigen Keywords

Sie haben einen informativen Webtext verfasst, der sich an Ihre Zielgruppe richtet. Sie haben ihn so weit überarbeitet, dass er gut verständlich ist, außerdem haben Sie den Artikel durch Absätze und Zwischenüberschriften aufgelockert und einen aussagekräftigen Titel sowie ein ansprechendes Intro verfasst, damit die Leser sich sofort angesprochen fühlen.

Der nächste Schritt der Optimierung besteht darin, den Text daraufhin zu prüfen, ob er denn überhaupt die häufigsten Suchbegriffe enthält, also genau die Schlüsselbegriffe ("Keywords" genannt), über die Google Besucher auf Ihre Seiten bringen soll. Diese müssen Sie jetzt an strategischen Stellen unterbringen, falls sie dort noch nicht stehen.

Aber Achtung: Es reicht nicht, sich einfach zwei oder drei wichtige Schlüsselbegriffe herauszupicken und diese so häufig wie nur möglich in den Text einzubauen. Ganz im Gegenteil: Das verschlechtert nicht nur Lesbarkeit und Textqualität dramatisch, es kann auch das exakte Gegenteil der gewünschten Optimierung bewirken und sogar für eine Abstufung sorgen.

Schlüsselbegriffe finden:

Wenn Sie die Schlüsselbegriffe für die Optimierung Ihrer Site zusammenstellen, können Sie damit beginnen, indem Sie die wichtigsten Produkte, Dienstleistungen und den Namen Ihrer Branche auflisten, und zusätzlich alle weiteren Suchbegriffe, zu denen Sie gerne gefunden werden möchten.

Prüfen Sie dabei parallel mit Hilfe der Google-Suche, auf wie vielen anderen Webseiten Ihr jeweiliger Schlüsselbegriff vorkommt: Je seltener, um so besser! Aber lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihre heiß begehrten Suchbegriffe bereits auf Hunderttausenden von anderen Websites verwendet werden. Sie können für sich trotzdem gute Ergebnisse erzielen.

Nehmen wir beispielsweise an, Sie unterrichten Klavier und Geige in Würzburg und möchten mit Ihrer Internetseite Werbung für Ihren Musikunterricht machen. Zum begehrten Stichwort "Musikunterricht" findet Google über 800.000 Seiten, zu der Wortkombination "Musikunterricht Klavier" noch 150.000 und zu "Musikunterricht Klavier Würzburg" nur noch knapp 5.000 Websites. Von denen sind viele Webkataloge und Kleinanzeigenmärkte, die nicht besonders sorgfältig optimiert wurden oder deren Inhalte nach einiger Zeit gelöscht werden.

Es ist gut möglich und auch durchaus wahrscheinlich, dass Sie mit der Zeit vor diesen Seiten auf den oberen Plätzen landen, wenn Sie gezielt auf "Musikunterricht Klavier Würzburg" hin optimieren und Ihre Inhalte immer wieder aktualisieren oder erweitern.

Ihre zukünftigen Musikschüler werden schließlich eher gezielt in der Nähe nach Musikunterricht suchen als bundesweit, Sie sollten als Würzburger Klavierlehrerin Ihre Texte und Seitenstrukturen also unbedingt mit der regionalen Zuordnung verknüpfen und den Ortsnamen mit unterbringen. Die Worte "Klavierlehrer" und der zusammenhängende Ausdruck "Klavier spielen lernen (in) Würzburg" dürfen auch nicht fehlen.

Dazu auch noch "Klavierlehrerin" - je nach Keyword wird es nicht schaden, beide geschlechtsspezifischen Bezeichnungen eines Berufs einzubringen oder unterschiedliche Schreibweisen zu nennen.

Schlüsselbegriffe finden: Online-Tools und Statistiken

Wonach suchen potenzielle Musikschüler sonst noch? Darüber müssen Sie sich nicht alleine den Kopf zerbrechen. Unterstützung bei der Recherche und Analyse bieten so genannte "Keyword-Tools", also Hilfsmittel, die speziell für diese Art von Auswertung entwickelt wurden. Auch von Google selbst gibt es so ein Werkzeug, bei dem man mit wenigen Klicks nachsehen kann, welche Kombinationen von Schlüsselbegriffen Erfolg versprechen.

Das Google-Keywords-Tool schlägt als zusätzliche, mögliche Schlüsselbegriffe für unser Beispiel noch vor: "Musikschule", "Klavier", "Unterricht", "Klavierlehrer", "Musiklehrer", "Musik" "Unterricht" und noch einige Dutzend mehr. Neben der Liste wird angezeigt, wie häufig nach diesen Begriffen gesucht wird, so dass die Auswahl nicht schwer fällt.

Bild vergrößernDas Keyword-Suchwerkzeug von Google

Der Klavierlehrerin aus unserem Beispiel empfehlen wir, passende kleinere Orte in der Umgebung von Würzburg ebenfalls mit aufzulisten, die Worte "Einzelunterricht" und "Violine" zusätzlich zu "Geige" in ihren Webtexten unterzubringen sowie alle Musikrichtungen von Klassik über Blues bis Rock aufzuführen, die sie unterrichtet.

Verfeinern Sie also Ihre Liste an Schlüsselbegriffen! Außerdem sollten Sie bei der Optimierung darauf achten, immer wieder unterschiedliche Schlüsselbegriffe einzubauen, statt immer nur auf allen Seiten und in allen Texten ein- und dieselben Schlüsselbegriffe zu wiederholen. Es gibt keine verlässliche bekannte Formel, ab wann ein Begriff "überdosiert" wurde, aber bei zu häufiger Wiederholung steigt das Risiko, das die Seite von Suchmaschinen als "Spam" gewertet und herabgestuft wird.

Hilfreiche Tools für die Recherche nach Schlüsselbegriffen

  • Google-Keywords-Tool: Die Beschreibung finden Sie weiter oben.

  • Google Trends: Mit Google Trends können Sie nachschauen, ob ein anvisierter Suchbegriff gleichbleibend populär ist, oder ob seine Popularität zu- oder abnimmt. Es gibt auch Begriffe, die saisonalen Schwankungen unterliegen und je nach Branche interessant sind. Allerdings funkionieren Googles Trendkurven nur für häufig gesuchte, nicht aber für "Nischen"-Begriffe".

  • Der MetaGer-Web-Assoziator: Dieses Werkzeug der Meta-Suchmaschine schlägt zu Ihren Begriffen weitere vor, die häufig damit assoziiert sind.

  • Ranking Check Keyword Datenbank: Hier sind nach Angaben des Betreibers "ca. 90 Millionen echte Suchbegriffe" archiviert. Es zeigt an, in welchen Kombinationen ein Suchbegriff häufig eingegeben wird.

  • Yahoo Search Marketing Reality Checker( Menüpunkt "4. Die Tools"): Hier können Sie sich anzeigen lassen, wie oft bei Yahoo nach Ihrem Schlüsselbegriff gesucht wird.

  • Linkbewertung.de: Keyworddichte prüfen: Dieses Tool analysiert Ihre Webadresse auf die dort tatsächlich vorhandenen Keywords und deren Häufigkeit.

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Über die Autorin:

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Carola Heine (aka Melody) ist seit 1991 beruflich im Netz unterwegs und erstellte bereits 1996 eine eigene Internetseite für ihr erstes Buch. Seitdem versorgt sie Computermagazine mit Fachtexten über ...

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