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Basiswissen 'Bilder und Web': Grafiken und Fotos fürs Web beschaffen, erstellen, optimieren und einbinden

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Stand: 6. Februar 2012

Bilder für ein besonderes Medium: das Internet

Das Internet ist ein ganz besonderes Medium. Denn im Unterschied zu anderen Medien, von bedrucktem Papier, Verpackungen, Kino, Fernsehen, Radio ist das Internet nicht normiert oder standardisiert.

  • Erstellt man einen Flyer für den Druck, so hat man darüber ganz konkrete Daten:

    • Papiergröße

    • notwendiger, nicht bedrucktbarer Rand

    • Anzahl druckbarer Farben und Farbraum

    • Auflösung beim Druck

    Alle diese Daten kann man nutzen, um ein perfektes Layout für den Flyer zu erstellen. Und dieser Flyer sieht dann, einmal gedruckt, auch für alle Betrachter gleich aus.

  • Im Internet dagegen ist es ganz anders. Zwar hat jeder, der durch das Web surft, zunächst mal den Eindruck, auch eine Webseite hätte ein definiertes Aussehen. Wer aber mal auf zwei Rechnern oder nur auf verschiedenen Browsern die gleichen Seiten aufruft, wird über kurz oder lang feststellen, dass das Auswirkungen auf die Darstellung hat.

    Neben dem Browser spielen auch folgende Faktoren für die Darstellung eine große Rolle:

    • Größe des Browserfensters

    • Größe des Bildschirms

    • Betriebssystem

    • installierte Plug-Ins

    • Einstellungen des Browsers

    • Geschwindigkeit der Internetverbindung

Alle diese Faktoren kennen Sie nicht, denn Sie kennen ja nicht die Systemkonfiguration der Browser Ihrer Besucher. Daher können Sie auch keine Webseite entwerfen, die auf jedem Rechner identisch dargestellt und gleichzeitig überall optimal angezeigt wird.

Sie können immer nur Annahmen treffen und versuchen, eine Website so zu gestalten, dass sie unter den angenommenen Bedingungen optimal dargestellt wird. Und dabei ist es wichtig, die Annahmen so zu treffen, dass sie auf eine möglichst große Besuchergruppe zutreffen.

Was die Besonderheiten des Mediums speziell für Bilder bedeuten

Für Bilder gilt im Internet natürlich prinzipiell das gleiche: Sie wissen nicht, mit welcher Technik ein Besucher Ihre Website besucht und die Bilder betrachtet. Nachfolgend soll es ja vornehmlich um Bilder gehen, nicht um Website-Design im Allgemeinen. Dennoch sollten Sie das oben Gesagte im Hinterkopf behalten, denn es wirkt sich auch ganz entscheidend auf die Verwendung von Bildern aus.

Screenshot: Webseite auf einem großen Display und maximiertem BrowserfensterBild vergrößernEine Webseite, die für verschieden große Browserfenster konzipiert wurde, hier auf einem großen Display und mit maximiertem Browserfenster.

Website mit Hintergrundbild und Logo im BannerBild vergrößernDie gleiche Seite in einem kleineren Browserfenster.

Hintergrundbilder wie hier der Farbverlauf im Banner und das Logo links im Banner müssen so gestaltet werden, dass sie bei unterschiedlichen Fenstergrößen optimal dargestellt werden.

Ein paar Beispiele:

  • Nehmen wir an, Sie erstellen eine Galerie mit Miniaturansichten und erzeugen diese in einer Größe von 400 x 300 Pixel. Öffnet der Besucher die Seite aber auf einem Handy, das vielleicht nur ein Display von der Größe 300x200 Pixel hat, dann wird er die Bedienung der Galerie nicht wirklich als einfach empfinden.

  • Sie verwenden beispielsweise ein Bannerbild und möchten, dass sich dieses über die ganze Fensterbreite erstreckt. Und auf Ihrem Bildschirm mit 1024 x 768 Pixel Auflösung ist das auch so. Wissen Sie aber, ob der Besucher diese Auflösung hat? Wenn er statt dessen 1600 x 900 Pixel hat, sind über 1/3 der Bildschirmbreite nicht mehr mit dem Bannerbild gefüllt, wenn dieses 1024 Pixel breit ist. So ist schon die Wahl der Darstellungsgröße ein Problem.

  • Gleiches gilt auch für die Anzahl der Bilder und deren Dateigröße. Jemandem mit DSL 16000 ist es wohl relativ egal, ob Ihr Bild 1 MegaByte groß ist. Wer jedoch mit einem 56k-Modem surfen muss, dem ist das keinesfalls egal, denn er wartet alleine auf dieses eine Bild schon ewig.

  • Und auch die Dateiformate sind betroffen: Wenn Sie selbst einen Browser wie den Internet Explorer verwenden, der auch eingebundene BMP-Dateien in Webseiten darstellt, heißt das noch lange nicht, dass dieses Bild auch für andere Besucher Ihrer Website sichtbar ist.

Zwei Grundsätze:

Aus diesen Gründen sind Sie bei der Nutzung von Bildern im Internet an gewisse Regeln gebunden.

  • Erlaubt sind nur bestimmte Dateiformate.

  • Bei der Größe und Anzahl der Bilder sollten Sie sich an der Gesamtdateigröße und dem Layout Ihrer Website orientieren.

Im weiteren Verlauf werden wir diese Grundsätze und ihre praktischen Konsequenzen noch im Detail erläutern.

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Über die Autorin:

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Helma Spona ist Fachautorin und Expertin im Bereich Digitalfotografie, Bildbearbeitung, (Website-)Programmierung und Webdesign. Seit einigen Jahren fotografiert sie für verschiedene Bildagenturen vor ...

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