Grafiker, Agentur, Druckerei: So finden Sie den passenden Dienstleister

Druck und Gestaltung rasch und günstig erledigt

Von: Elisabeth Karger-Posch
Stand: 14. September 2009 (aktualisiert)
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Über die Autorin: Elisabeth Karger-Posch

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Elisabeth Karger-Posch ist Kommunikations-Wissenschaftlerin, begeisterte Empirikerin und bekennender Fan der Systemtheorie. Seit 1995 ist sie als Kommunikationsberaterin, Texterin und Journalistin tätig und berät mit ihrer Agentur Sissicom Unternehmen sowie Agenturen in Deutschland und Österreich in den Bereichen PR, Werbung, Direct Marketing, Customer Care, Tourismus- und Eventmarketing.

Elisabeth Karger-Posch bietet neben Evaluierung und Effizienzprüfung auch Effizienzmanagement für eine erfolgreiche Abwicklung und reibungslose Kommunikationsstrukturen an. Das gemeinsame Wachsen mit dem Kunden an der Aufgabenstellung setzt sie in Form klassischer Beratung, Individualcoaching bis hin zum Interimsmanagement um.

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Experten finden

Wie erkenne ich eine gute Agentur bzw. einen professionellen Grafiker?

Gute Agenturen und Grafiker erkennt man nicht unbedingt an ihren aufwändigen Imagebroschüren oder lustigen Flash-Animationen auf ihren Websites, sondern anhand anderer fachlich basierter Kriterien. Machen Sie doch einfach selbst den Check:

  • Das Spiel vom Fragen

    Ein guter Dienstleister in diesem Bereich besteht auf einem ausführlichen Briefing und fragt Sie Löcher in den Bauch. Er will Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Leistungen ganz genau kennenlernen, damit er Ihre Zielsetzungen versteht. Und er fragt nach, ob er Sie richtig verstanden hat.

  • Ehrliche Antworten

    Ein guter Dienstleister antwortet offen und ehrlich. Das bedeutet, dass er sich nicht scheut zu sagen: "Das kann ich nicht" oder: "Damit habe ich noch keine Erfahrung". Niemand kann alles können. Versucht aber jemand, Ihnen genau das weiszumachen, verabschieden Sie sich freundlich, aber schnell.

    Wer nichts zu verbergen hat, gibt auch ausführlich Auskunft über den Werdegang, die Ausbildung, praktische Erfahrungen und Referenzprojekte.

  • Beratung

    Ein guter Dienstleister ist vor allem auch Ihr persönlicher Berater. Wenn Sie die ersten beiden Punkte beachtet haben, dann steht Ihnen ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite, der Ihnen genau erklärt, warum eine Strategie oder ein Design besser ist als andere.

    Einen guten Berater erkennen Sie auch daran, dass er Ihnen Hintergrundinformationen und Fachinformationen gibt, damit Sie Zusammenhänge besser verstehen können. Er gewährt Ihnen einen Einblick in seine Fachwelt und will Sie damit nicht beeindrucken, sondern, dass Sie es verstehen.

    Beratung heißt in diesem Fall auch mitdenken. Ihr Berater macht Ihnen Vorschläge, wie Sie kosteneffizient und vorausschauend Ihre Zielsetzungen und Produktionsschritte optimieren.

    Ein guter Berater akzeptiert auch ein Nein und versucht nicht, Ihnen Leistungen aufzuschwatzen, die Sie gar nicht benötigen.

  • Schwarz auf Weiß

    Klare Zielvereinbarungen, schriftlich festgehaltene Aufgaben sind ein Muss. Viele Gespräche, viele unterschiedliche Aussagen und man meint, etwas gehört zu haben - am Ende steht dann ein Ergebnis, das mit der Ausgangssituation nichts mehr zu tun hat.

    Ein guter Dienstleister beugt von sich aus vor. Kurze Gesprächsprotokolle, Dokumentationen des aktuellen Projektstatus gehören genauso dazu wie eine regelmäßige Korrespondenz. Dabei sollen keine Romane verfasst werden; meistens reichen Stichworte. Bestehen Sie auch von sich aus darauf - damit keiner von Ihnen den roten Faden verliert.

  • Kostentransparenz

    Stichwort Kostenvoranschlag: Ein guter Dienstleister weiß, was seine Leistung kostet, kann den erforderlichen Aufwand einschätzen und kalkuliert entsprechend. Mögliche Zusatzkosten, z.B. durch Zeitverzögerungen, Erweiterung des Auftrages usw., schlüsselt er Ihnen genau auf.

    Ein heißes Thema in diesem Bereich sind die Korrekturen. Profis geben diese bereits im Angebot an: "inkl. zwei Korrekturstufen". Sonst fragen Sie danach. Nachträgliche Korrekturen, die dann z.B. außerhalb einer Pauschale auf Stundenbasis abgerechnet werden, können die Kosten plötzlich explodieren lassen!

    Stichwort Ausfallsbeitrag: Es passiert immer wieder - Sie lassen sich drei Designvorschläge ausarbeiten und keiner passt. Sie möchten keine weiteren Vorschläge, sondern den Dienstleister wechseln. In diesem Fall ist es branchenüblich, einen Ausfallsbeitrag bzw. ein Abstandshonorar zu bezahlen. Die Urheberrechte an den Entwürfen bleiben beim Dienstleister. Das Abstandshonorar ist nur eine Aufwandsentschädigung und meist nur ein Bruchteil des tatsächlichen Stundenhonorars. Legen Sie das vorab fest! Schreiben Sie in Ihren Auftrag hinein, ob Sie in solchen Fällen eine Aufwandsentschädigung zahlen oder nicht.

Sichern Sie sich ab!

Lassen Sie sich bei Ihrer IHK oder Ihrem Rechtsanwalt beraten, wie Ihre Aufträge bzw. Ihre AGBs formuliert sein müssen, damit Sie rechtsverbindlich gegen Nachforderungen jedweder Art geschützt sind. Fragen Sie auch nach Musterverträgen.

  • Enthusiasmus

    Ein guter Dienstleister ist mit Freude bei der Sache und sieht Ihre Aufgabenstellung als persönliche Herausforderung. Er vertritt seine Ansichten und Empfehlungen mit Nachdruck.

    Verstehen Sie mich nicht falsch - ich sage nicht, dass ein überschäumendes Energiebündel der bessere Dienstleister ist. Nein, aber Sie spüren es, zwischen den Zeilen, ob jemand nur seinen Job macht oder mit seinem Herzen dabei ist.

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