Tierfotografie: Haustiere professionell fotografieren

Von: Helma Spona
Stand: 8. Juni 2011
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Helma Spona ist Fachautorin und Expertin im Bereich Digitalfotografie, Bildbearbeitung, (Website-)Programmierung und Webdesign. Seit einigen Jahren fotografiert sie für verschiedene Bildagenturen vor ...

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Die technische Ausstattung für den Einstieg

Kamera und Objektive

Die Kamera ist natürlich das allerwichtigste für die Fotografie. Für die Tierfotografie sind aber speziell die verwendeten Objektive wichtig, denn sie entscheiden durch Lichtstärke und Brennweite über wichtige technischen Rahmenbedingungen. Hier geht es darum, welche Kamera und Objektive notwendig sind, wenn Sie einfach nur schöne Fotos von Ihren Haustieren machen möchten, ohne dass Sie das Ganze gleich semi-professionell angehen oder einige Tausend Euro in die Ausrüstung investieren wollen.

Allgemeine Anforderungen

Zum Fotografieren braucht man eine Kamera, das ist klar. Welche das aber ist, das hängt ganz entscheidend von Ihren Ambitionen ab. Gute Bridge- und Kompaktkameras können heute wirklich qualitativ hochwertige Fotos und Filme machen. Wichtig ist also nicht, ob Sie eine SLR-Kamera oder eine billige Kompakte nutzen, sondern was die Kamera kann und was Sie damit machen.

Für Außenaufnahmen sind folgende Eigenschaften von Kamera und Objektiv notwendig:

  • Objektiv mit hoher Lichtstärke, maximale Blendenöffnung von 3,0 oder besser

  • Objektiv im Brennweitenbereich von 40-80 mm Kleinbild-Äquivalent und geringer Naheinstellgrenze für Porträtaufnahmen

  • Objektiv mit 100 bis 400 mm Kleinbild-Äquivalent für Action- und Sportaufnahmen

  • Für Action-Aufnahmen: eine kurze Auslöseverzögerung und ein schneller Autofokus

  • Für Aufnahmen bei schlechtem Licht geringes Rauschen auch bei ISO 200 und 400

Für Studioaufnahmen sind folgende Eigenschaften der Kamera wichtig:

  • Anschlussmöglichkeit für einen externen Blitz oder ein eingebauter Blitz, mit dem ein Studioblitz ausgelöst werden kann

  • Anschlussmöglichkeit für ein Stativ

  • Anschlussmöglichkeit für einen Kabelauslöser

  • Manuelle Einstellmöglichkeiten für Belichtung und Blende

  • Objektiv mit geringer Naheinstellgrenze mit einer Brennweite von 25 mm bis 90 mm Kleinbildäquivalent

Die manuellen Einstellmöglichkeiten sind wichtig, wenn Sie im Studio mit Studioblitzgeräten fotografieren möchten, denn die Automatikprogramme der Kamera wissen ja nicht, wie hell Sie den Blitz eingestellt haben und wie viele Blitze es noch gibt.

Zur Verwendung von Studioblitzgeräten brauchen Sie natürlich auch Anschlussmöglichkeiten an der Kamera. Das kann wahlweise ein genormter Blitzschuh für einen Aufsteckblitz oder eine Buchse für ein Blitz-Synchronkabel sein. Studioblitze können Sie zwar in der Regel auch mit dem eingebauten Blitz der Kamera auslösen, wenn dieser über eine Photozelle verfügt. Aber vor allem bei den billigeren Kompaktkameras lässt sich ein Vorblitz gegen rote Augen oft nicht abschalten und der Blitz nicht dosieren. Das führt dazu, dass die Studioblitze schon durch den Vorblitz ausgelöst werden und für das eigentliche Bild dann keine Blitzleistung mehr zur Verfügung steht, weil die Blitze erst neu laden müssen. Bei vielen Kompaktkameras können Sie daher den eingebauten Blitz für die Studiofotografie nicht gebrauchen.

Einige Begriffsklärungen

Bevor wir uns mit den verschiedenen Kameratypen befassen, wollen wir einige grundlegende Begriffe erklären. Wenn Sie schon Bescheid wissen, können Sie diesen Abschnitt überspringen.

  • Brennweite, Bildweite und Sensorgröße:

    Mit der Brennweite wird - einfach dargestellt - der Vergrößerungsfaktor des Objektivs angegeben: Sie legt fest, wie viel vom Motiv auf dem Bild sichtbar ist, bei einem gegebenen Abstand.

    Für die Praxis gilt: Wenn Sie einen Hund formatfüllend abbilden möchten, können Sie dazu entweder mit einer größeren Brennweite aus größerem Abstand oder mit einer kleineren Brennweite aus einem geringeren Abstand fotografieren.

    Darüber hinaus haben verschiedene Brennweiten jedoch noch optische Eigenschaften, die bspw. Einfluss auf die Wiedergabe von Proportionen haben. Sie werden später im Beitrag noch Beispiele dazu finden.

    Die Bilddiagonale, die durch ein Objektiv abgebildet werden kann, wird auch als Bildweite bezeichnet. Sie ist bei Objektiven mit kleinen Brennweiten größer als bei Objektiven mit großen Brennweiten.

    Als Normal-Brennweite gilt ein 50-mm-Objektiv.

    Neben der Brennweite hat auch die Sensorgröße der Kamera Einfluss darauf, wie viel auf dem Bild später sichtbar ist. Bei gleicher Brennweite ist umso mehr auf dem Bild sichtbar, je größer der Sensor der Kamera ist, mit dem diese das Bild aufzeichnet. Brennweitenangaben in Millimeter werden in der Regel als Brennweiten im Kleinbildäquivalent angegeben, um sie vergleichen zu können. Das ist das Format von analogen Kleinbildnegativen mit einem Kantenverhältnis von 2:3 und einer Größe von 24 mm × 36 mm.

    Kameras, deren Sensor die entsprechende Größe hat, werden als Vollformat-Kameras bezeichnet. Die meisten digitalen Kameras haben jedoch kleinere Sensorgrößen. Dann wird das vom Objektiv gelieferte Bild beschnitten, weil nicht das ganze Motiv, das durch die Bildweite darstellbar wäre, auch aufgezeichnet wird. "50 mm Kleinbildäquivalent" bedeutet also, dass das Objektiv an einer Kamera mit einem kleineren Sensor als ein Vollformatsensor einen Bildausschnitt liefert, der in Kombination mit der Sensorgröße zu einer ähnlichen Bildweite auf dem Sensor führt wie ein 50-mm-Objektiv an einer Vollformatkamera.

  • Maximale Blendenöffnung:

    Je weiter die Blende geöffnet werden kann, desto mehr Licht kann in einer bestimmten Zeitspanne auf den Sensor fallen und das Bild belichten. Daher bestimmt die maximale Blendenöffnung die Lichtstärke des Objektivs.

    Die maximale Blendenöffnung eines Objektivs besagt also, wie weit die Blende maximal geöffnet werden kann und wie groß damit der maximale Lichteinfall ist. Sie wird mit einer Angabe wie F2.0 angegeben. Objektive, die mit F3.5 oder höher gekennzeichnet sind, sind in der Regel für Action-Aufnahmen draußen nicht lichtstark genug. Mit solchen Objektiven erreichen Sie nicht die kurzen Belichtungszeiten, die für schnelle Bewegungen von Tieren notwendig sind.

  • Naheinstellgrenze:

    Die Naheinstellgrenze eines Objektivs bestimmt, wie nahe am Motiv Sie dieses noch scharf stellen können. Geringe Naheinstellgrenzen haben so genannte Makro-Objektive. Diese sind optimal für die Studiofotografie, aber auch für Portraits im Außenbereich, denn in der Regel haben Makro-Objektive auch eine hohe Lichtstärke.

    Bei vielen Zoom-Objektiven hängt die Naheinstellgrenze von der verwendeten Brennweite ab. Je größer die Brennweite, je stärker das Motiv also vergrößert erscheint, desto größer ist die Naheinstellgrenze. Das hängt aber im Detail vom Objektiv selbst ab.

Bridge- oder Kompaktkamera

Wenn Sie einfach nur schöne Fotos von Ihren Tieren machen möchten, etwa für Ihr Fotoalbum, als Poster an der Wand, als Leinwanddruck oder als bloße Erinnerung auf Ihrer Festplatte, dann ist eine Bridge- oder Kompaktkamera wirklich brauchbar, allerdings unter bestimmten Bedingungen - sie sollte dazu nämlich einige technische Anforderungen erfüllen. Welche das sind, hängt auch von der Art der Aufnahmen auf, die Sie machen möchten.

Bridge-Kameras sind Kompaktkameras mit gehobener Ausstattung, die teilweise sogar über Wechselobjektive verfügen. Dies sind dann aber lediglich einige wenige Objektive, die der Hersteller genau für dieses Kameramodell anbietet. Es gibt bei Bridge-Kameras kein genormtes Bajonett für Wechselobjektive, so dass Sie keine Fremdobjektive nutzen können. Zu den Bridge-Kameras gehören bspw. die Panasonic Lumix FZ-Kameras und Canon Powershot-Modelle.

Bridge-Kameras

Kompaktkameras gibt es in der Preisklasse von 60 EUR bis 200 EUR. Die Unterschiede in den Ausstattungsmerkmalen sind dabei oft sehr gravierend. Ob Sie ein Modell für die Tierfotografie nutzen können und wie gut am Ende die Fotos werden, das entscheidet sich schon daran, ob es einen eingebauten Blitz besitzt und ob die Kamera manuelle Einstellungen erlaubt.

Dies gilt insbesondere für die Studiofotografie. Außenaufnahmen in Form von Portraits schaffen Sie auch mit dem billigsten Modell. Schon bei Aufnahmen von spielenden und rennenden Hunden oder anderen Tieren werden Sie jedoch so Ihre Probleme bekommen, wenn die Kamera zu langsam reagiert, der Autofocus also nicht präzise oder schnell genug ist.

Das Problem mit dem Einsatz von Kompaktkameras in der Studiofotografie ist, dass viele Modelle keine manuellen Einstellmöglichkeiten bieten und/oder keine Möglichkeit, Studioblitzgeräte anzuschließen. Für Außenaufnahmen bei natürlichem Licht sind viele jedoch geeignet. Andererseits kann die Bildqualität Schwierigkeiten machen. Viele Kameras bei den preiswerten Modellen liefern gerade bei schlechtem Licht eben qualitativ schlechte Aufnahmen.

Eine allgemeine Aussage darüber, ob eine Kompaktkamera geeignet ist oder nicht, lässt sich nicht treffen: Es kommt sehr auf die Ausstattung der Kamera an und die Ansprüche, die Sie haben. Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie einer Bridge- oder SLR-Kamera den Vorzug geben.

SLR-Kameras und MFT-Kameras

SLR-Kameras sind Spiegelreflexkameras. Dabei handelt es sich um eine Kamera-Gattung, die schon aus der analogen Fotografie stammt und seit der digitalen Revolution von allen großen Kameraherstellern in digitaler Form (DSLR-Kamera) herausgebracht wurde.

Ihnen gemeinsam ist, dass sie ein Bajonett für Wechselobjektive haben. Die Kombination aus Objektiv und Kamera bestimmt die Bildqualität: Ein schlechtes Objektiv an einer guten Kamera liefert keine guten Bilder, ebenso wie ein gutes Objektiv an einer schlechten Kamera. Bei SLR-Kameras ist also wichtig, dass Qualität sowohl von Kamera als auch Objektiv stimmen, damit Sie gute Ergebnisse erzielen.

Der Autofokus wird bei fast allen SLR-Modellen von der Kamera gesteuert, aber vom Objektiv ausgeführt. Wenn das Objektiv also einen langsamen Autofokus hat, bringt es nichts, wenn die Kamera einen schnellen Serienbildmodus besitzt - für Action-Aufnahmen ist dann auch eine SLR-Kamera nicht brauchbar.

SLR-Kameras gibt es heute auch in vielen Preislagen, beginnend bei ca. 300 EUR bis weit über 30.000 EUR. Im Allgemeinen bieten die teureren Kameras auch mehr Funktionen und bessere Ergebnisse. Dennoch muss sich keiner eine 20.000 EUR-Kamera anschaffen, um ein paar Fotos von seinen Haustieren zu machen. Auch die Einsteiger-SLR-Modelle mit einem (oder mehreren) guten Objektiven können das sehr gut.

Wichtig ist vor allem, lichtstarke Objektive mit guter Schärfe zu verwenden. Die meisten Billig-Objektive, die als so genannte Kit-Objektive zusammen mit dem Kamera-Gehäuse angeboten werden, sind eher schlecht.

Sehr gut brauchbar, auch für Einsteiger mit Ambitionen, sind die SLR-Modelle im semiprofessionellen Bereich, die zwischen 800 und 1.200 EUR kosten. Es ist oft sinnvoller, ein billigeres Kameramodell zu wählen und stattdessen mehr Geld in ein oder zwei gute Objektive zu investieren.

Bei den Einsteiger-SLRs sollten Sie für die Studiofotografie darauf achten, ob die Geräte Anschlüsse für Fernauslöser haben. Das ist nicht bei allen Herstellern der Fall.

Zwar sind SLR-Kameras gerade wegen der Möglichkeit, verschiedene Objektive zu nutzen, so flexibel, dafür ist auch eine "komplette" Ausrüstung nicht gerade klein, denn ein Objektiv, das sich für einen Brennweitenbereich von 24 - 400 mm Brennweite nutzen lässt, gibt es für SLR-Kameras nicht. Und wenn es das gäbe, wäre es qualitativ minderwertig oder nicht zu bezahlen. Abhängig davon, was für Fotos Sie machen möchten - eher Studioaufnahmen, Tierporträts oder Action-Aufnahmen - brauchen Sie daher Objektive mit verschiedene Brennweiten.

SLR-Ausstattung

Ähnliches gilt eigentlich auch für MTF-Kameras. "MFT" steht dabei für Micro-Four-Thirds und ist ein standardisiertes Bajonett für Wechselobjektive an Kameras mit einem Sensor mit 4:3-Kantenverhältnis. Diese Kameras kommen jedoch im Gegensatz zu SLR-Kameras ohne Spiegel aus und können daher ein viel kleineres Gehäuse haben. Die meisten dieser Kameras haben aber nur einen elektronischen und keinen optischen Sucher, was bei manchen Modellen die manuelle Scharfstellung des Bildes bei schlechtem Licht erschwert.

Von der Bildqualität können die meisten MFT-Kameras jedoch mit SLR-Halbformat-Kameras (SLR-Kameras mit einem Formatfaktor von ca. 1,5) nicht ganz mithalten. Bei der Bildqualität orientieren sich die allermeisten MFT-Kameras an der von Bridge- und gehobenen Kompaktkameras.

Immer wenn im Folgenden bestimmte Einstellungen oder Vorgehensweisen zur Bildqualität für Kompaktkameras angeraten werden, können Sie in der Regel diese Tipps auch bei MFT-Kameras nutzen.

Immer wenn nachfolgend von Kameras mit Wechselobjektiven die Rede ist und nicht gesondert auf MFT- oder SLR-Kameras eingegangen wird, sind beide Kamera-Typen gemeint.

Vor allem bei schlechtem Licht weisen sie aufgrund des deutlich kleineren Sensors mehr Rauschen in den dunklen Bildbereichen auf. Allerdings gibt es inzwischen auch schon sehr gute und nicht so ganz teure Objektive für MFT-Kameras auch von Drittherstellern, die deutlich mehr Abbildungsleistung haben als die angebotenen Objektive von den Kameraherstellern.

Panasonic Lumix GF1

Objektive und optimale Brennweite des Objektivs

Neben der Kamera ist auch das Objektiv wichtig. Bei Kompakt- und Bridge-Kameras gehört es fest zur Kamera, bei MFT- und SLR-Kameras können Sie es bei Bedarf auch wechseln. Welche Brennweite Sie benötigen, hängt davon ab, ob Sie kleine oder große Haustiere fotografieren möchten und natürlich von der Art der Fotos, ob es Porträts oder Action-Aufnahmen werden sollen.

Die Brennweite, die Sie wählen sollten, hängt vor allem davon ab, wie viel Platz Sie zwischen sich und Motiv haben und ob Sie eher eine sehr natürliche Wiedergabe der Proportionen oder auch lustige oder ausgefallene Bilder machen möchten.

Hund mit 20 mm Brennweite

Weitwinkelbrennweiten, also sehr kleine Brennweiten, vergrößern Elemente im Nahbereich und ziehen Entfernungen auseinander. Dadurch werden Proportionen sehr extrem verändert. Das sieht lustig ist, ist für wirkliche schöne Porträts aber weniger geeignet. Für Porträts oder Aufnahmen von Tiergruppen kleinerer Tiere, aber auch für Einzelaufnahmen von eher kleinen Tieren, wie Kaninchen, Katzen, kleine Hunde, sind solche Brennweiten daher nicht sehr günstig, denn sie müssen sehr nah ans Motiv und dann werden eben die Proportionen stark verzerrt dargestellt. Für diese Arten von Aufnahmen sind eher mittlere Brennweiten sinnvoll.

Bild vergrößernHund mit 160 mm Brennweite

Lange Brennweiten brauchen Sie, wenn Sie sehr scheue Tiere aus größere Entfernung formatfüllend ablichten möchten oder Action- und Sportaufnahmen von Tieren machen möchten. Zum einen können Sie dann nicht immer nah ans Motiv heran, zum anderen ist bei gleicher Blende auf etwas Entfernung die Schärfentiefe größer: So haben Sie es leichter, die Schärfe korrekt auf dem Motiv zu platzieren, insbesondere wenn das Motiv auf Sie zukommt. Auch ein Mitziehen der Kamera ist bei einem Motiv, das sich weiter von Ihnen entfernt befindet, einfacher, als wenn es ganz nah ist.

Daher bieten sich für solche Aufnahmen große Brennweiten an, die es Ihnen erlauben, mit einem gewissen Abstand zum Motiv das Motiv dennoch formatfüllend abzulichten.

Als Zusammenfassung können folgende Empfehlungen als Richtschnur gelten:

  • 10 - 20 mm mit kurzer Naheinstellgrenze für lustige Bilder oder Gruppenaufnahmen von sehr großen Tieren, große Hunde, Schafe, Ziegen ...

  • 20 - 60 mm für Aufnahmen großer Tiere oder Gruppen von Tieren sowie Studioaufnahmen von mittelgroßen Tieren, mittlere bis große Hunde, größere Katzen, Vögel, Reptilien

  • 60 - 120 mm für Studioaufnahmen und Portraits von kleinen bis mittelgroßen Tieren

  • 120 - 400 mm für Action- und Sportaufnahmen

Zoom-Objektiv oder Festbrennweite?

Viele Kompakt- und Bridge-Kameras verfügen über Zoom-Objektive, die alle diese Bereiche komplett abdecken. Brauchbar sind sie dennoch nicht in jedem Fall. Wenn Sie bspw. bei einem Zoom-Objektiv bei 120 mm Brennweite eine Naheinstellgrenze von 2 m haben, können Sie auch damit keine formatfüllenden Porträts von Wellensittichen und Hamstern machen. Dann brauchen Sie dazu auf jeden Fall noch eine Nahlinse, um die Naheinstellgrenze zu verringern.

Generell spielt es eine untergeordnete Rolle, ob Sie ein Objektiv haben, das die genannten Brennweitenbereiche abdeckt oder dazu mehrere Objektive verwenden, die alle nur einen Teil der genannten Brennweitenbereiche abdecken. Allerdings haben Objektive, die einen großen Brennweitenbereich abdecken, in der Regel eine schlechtere Abbildungsleistung als Objektive mit kleinen Brennweitenbereichen. Wenn Sie also die Wahl haben, mehrere Objektive zu nutzen, sollen Sie sich ein Weitwinkel-Objektiv im Bereich 10-20 mm, ein Objektiv im Bereich 24 - 70 mm und ein oder zwei Objektive für den Bereich von 70 bis 400 mm anschaffen.

Zoom-Objektive sind aber natürlich nicht die einzige Möglichkeit. Es gibt auch so genannte Festbrennweiten, Objektive mit nur einer Brennweite. Gute Festbrennweiten haben immer eine bessere Bildqualität als ein Zoom-Objektiv. Sie eignen sich für die Haustierfotografie, aber nur für Studio- und Porträtaufnahmen. Für Action- und Sportaufnahmen sind sie weniger gut geeignet, denn da müssen Sie sehr flexibel auf das sich bewegende Motiv reagieren.

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