Ideenschutz und Ideenklau

Tipps zum Schutz von und Umgang mit (Geschäfts-)Ideen

Von: Robert Chromow
Stand: 10. Dezember 2009 (aktualisiert)
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Über den Autor:

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Robert Chromow ist gelernter Industriekaufmann, Betriebswirt und Politologe. Seit über fünfzehn Jahren arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Berater im eigenen Projektbüro. Print- und Online-Medien beziehen dort Fach- und Serviceartikel sowie Lernmaterialien. Außerdem schreibt er Handbücher, Webtexte und Newsletter für Unternehmen.

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Ideen freilassen!

Die Kunst des Loslassens

Eine ganz andere Frage ist, ob Sie sich wirklich einen Gefallen tun, wenn Sie mit Ihren Ideen knausern. Noch wesentlich schädlicher als der unerwünschte Ideenklau ist der weitverbreitete "Selbstmord aus Angst vor dem Tod": Vor lauter Paranoia, jemand könne ihn um die Früchte der eigenen Kreativität bringen, beschneidet manch übervorsichtiger Unternehmer seine eigenen Erfolgschancen.

Da sich heutzutage ohnehin nur noch die wenigsten Geschäftskonzepte im stillen Kämmerlein vorbereiten und als Einzelkämpfer verwirklichen lassen, bleiben so viele aussichtsreiche Vorhaben mangels Initiative, Finanzkraft und Durchsetzungsvermögen im fruchtlosen "Man-müsste-mal-Stadium" stecken.

Umgekehrt hat nicht jeder scheinbar vielversprechende Einfall das Potenzial zur Killer-Anwendung oder zum Jahrhundert-Produkt: Die nüchterne Überprüfung durch den fremden Blick ist da oftmals geradezu segensreich und verhindert die Verschwendung von Zeit, Geld und Nerven.

Fazit

So wichtig Ideen im Geschäftsleben sind: Wirkung entfalten sie nur, wenn sie unvoreingenommen überprüft und bei Eignung zügig und konsequent umgesetzt werden. Überschätzen Sie dabei die Einmaligkeit und die geschäftliche Substanz Ihrer eigenen Ideen nicht! Unterschätzen Sie zugleich die Aufnahmefähigkeit des Marktes nicht: Vermeintliche Konkurrenten können bei genauerer Betrachtung zu potenziellen Kooperationspartnern werden.

Gehen Sie großzügig und "verschwenderisch" mit Ihren Einfällen um: Kommunizieren Sie, inspirieren Sie Ihre Umgebung! Dann bekommen Sie umgekehrt wichtige Anregungen zurück - und erhöhen so die Wahrscheinlichkeit, gemeinsam mit seriösen Partnern tatsächlich etwas auf die Beine zu stellen.

Und wenn Sie einen wirklich großen Ideen-Fisch an der Angel zu haben glauben, dann versichern Sie sich professioneller Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Kapitalgebern oder Kooperationspartnern. Sichern Sie Ihre Verhandlungsposition konsequent durch Vertraulichkeitserklärungen ab und sorgen Sie dafür, dass Urheberschaft und Zeitpunkt von Ideen, Entwürfen und Plänen möglichst zweifelsfrei dokumentiert sind.

Den Ideenvirus entfesseln

Apropos "Ideen-Management": Mindestens ebenso wichtig wie das Umgehen mit mehr oder weniger tragfähigen "neuen" Geschäftsideen ist das Herausarbeiten einer pfiffigen "Idee", die in bereits vorhandenen Produkten und Dienstleistungen steckt - und dafür zu sorgen, dass die Kundschaft von diesem Virus infiziert wird.

Unter dem Motto "Unleashing the Ideavirus" zeigt Marketing-Profi Seth Godin, wie Sie den "Ideenvirus entfesseln". Der Bestseller ist - selbstverständlich - als kostenloses E-Book (PDF, 893 KB) verfügbar.

Wenn es Ihnen danach immer noch an Ideen mangelt, sollten Sie die Wurzeln Ihres Einfallsreichtums einmal etwas genauer in Augenschein nehmen: Kreativität lässt sich nämlich lernen. Dafür jedenfalls wirbt der britische Mediziner und Kreativitätslehrer Edward de Bono, dessen Bücher - wie zuletzt "Think! Denken, bevor es zu spät ist" - zum Glück lesbarer als seine Website sind.

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Interessant, frisch, anregend, amüsant und hilfreich: ein echter "roc" eben!

interessant und hilfreich

roc? Brockt dem guten Mann bloß keine Markenrechtsklage ein...

Muß aber auch sagen, seine Artikel sind immer wieder Highlights!