Intuition trainieren und entwickeln

Damit Sie den Braten riechen!

Von: Mareike gr. Darrelmann
Stand: 23. Februar 2012
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Über die Autorin: Mareike gr. Darrelmann

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Mareike gr. Darrelmann ist Kommunikations-Wissenschaftlerin und seit 2008 als selbständige Trainerin in Düsseldorf tätig. Sie coacht in den Bereichen NLP, Teamkommunikation und Persönlichkeitsentwicklung. Darüber hinaus hilft sie Unternehmen dabei, Mitarbeiter- und Teampotentiale zu entwickeln und auszubauen.

Als geschäftsführende Gesellschafterin des CoachNetzwerks hat sie sich auf die Potential-Entwicklung von Vereinen, Verbänden und den Mittelstand in NRW spezialisiert.

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Training im Alltag

Intuitionstraining im Alltag

Intuition benötigt ein ganz bestimmtes Umfeld, um sich frei entfalten zu können. Schaffen Sie die richtigen Rahmenbedingungen in Ihrem Alltag, um Ihr intuitives Potential zu entdecken und weiter ausbauen zu können.

  • Spielen Sie mit dem Fokus Ihrer Wahrnehmung
    Alles was sie beachten, verstärkt sich! Zwei einfache Beispiele: Sie sind schwanger und sehen auf einmal nur noch Schwangere, Babyläden, Spielplätze etc. Sie wollen sich einen Audi in schwarz kaufen und nehmen auf einmal nur noch schwarze Audis in Ihrem Umfeld war.

    Fokussieren Sie Ihre Aufmerksamkeit richtig, erleben Sie Ihre Umwelt mit einer veränderten Wahrnehmung, auch wenn diese sich nicht verändert hat. Stellen Sie sich jetzt vor, welche zusätzlichen Informationen und Gelegenheiten Sie auf einmal bewusst wahrnehmen, wenn Ihr Fokus richtig eingestellt ist.

  • Erweitern Sie Ihr Halbwissen
    Jegliche Art von Information ist herzlich willkommen. Nutzen Sie Ihre freie Zeit zum Lesen, Durchblättern von Zeitschriften, Surfen im Netz, Überfliegen von Zeitungstitelseiten etc. Halbwissen reicht als Grundlage für intuitive Entscheidungen oft aus. Das Wissen ist dann nämlich erst einmal unbewusst gespeichert und anwendbar, wenn auch nicht immer unbedingt bewusst reproduzierbar.

  • Lernen Sie, auf Ihr inneres Gefühl zu hören
    Für intuitive Entscheidungen ist es von besonderer Bedeutung, was wir in uns selbst wahrnehmen: innere Bilder, innere Stimmen und Körpersignale.
    Diese Wahrnehmungen können Hinweise auf mögliche Unstimmigkeiten, Ängste, Warnungen, Startsignale, etc sein.

    Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Vorstellungsgespräch und haben trotz der guten Jobaussicht ein mulmiges Gefühl. Es wäre unangemessen, dieses Signal einfach zu übergehen. Es heißt nicht, dass Sie das Jobangebot wegen dieses Gefühls absagen. Vielmehr sollten Sie versuchen, die Ursache dieses Gefühles herauszufinden. Ist es vielleicht Ihre feinfühlige, unbewusste Wahrnehmung, dass das Team zerstritten, der Chef ein Tyrann und das Betriebsklima frostig ist? Dann sollten Sie das Ganze noch einmal überdenken. Oder ist es vielleicht nur die wohl bekannte, anfängliche Angst vor neuen Herausforderungen, die Sie da ergriffen hat? Dann Augen zu und durch.

    Lernen Sie in Zukunft vermehrt auf Ihre inneren Signale zu achten und deren Ursachen zu erforschen, bevor Sie Entscheidungen treffen.

  • Absorptionsphasen nutzen
    Absorbieren Sie! Verhalten Sie sich wie ein trockener Schwamm, der nichts erwartet, offen für alles ist und alles, was kommt, aufsaugt. Ein Ziel ist, neue Informationen bewusst und unbewusst aufzunehmen und damit den Wissensspeicher zu füllen. Absorptionsphasen bieten ausgezeichnete Möglichkeiten, viele Eindrücke zu sammeln. Mein Tipp: Haben Sie immer Zettel und Stift dabei und notieren sich alles, was Ihnen in diesen Phasen an Input begegnet und nützlich erscheint. Je mehr Sie Ihren Impulsen folgen und bei gedanklichen "Streifzügen" offen für Neues sind, desto mehr Gelegenheiten bieten sich Ihnen.

  • Zeit für Geistesblitze schaffen
    Es gibt das Sprichwort: "Wenn du nicht dran denkst, kommt die Antwort ganz von selbst." Das Phänomen, das dahinter steckt, nennt sich Inkubation. Inkubation ist die Zeit, in der man das Problem nicht bewusst bearbeitet, aber dennoch einer Lösung näher kommt. Unbewusst werden veraltete, eingefahrene Denkgewohnheiten aufgelöst und stattdessen neue gebildet, die zu anderen Lösungen führen können.

    Die Inkubationszeit tritt meist nach einer Phase intensiver geistiger Anstrengung ein. Ihr folgt optimalerweise der intuitive Geistesblitz. Die Ursache liegt darin, dass während der Inkubationszeit Stress reduziert wird und es zu einer Entspannung kommt. Ein entspannter Geist wiederum ist empfänglicher für intuitive Impulse.

    Gönnen Sie sich also öfter eine entspannte Auszeit. Insbesondere in Situationen, in denen Sie nicht weiterkommen, innerlich blockiert sind oder das Gefühl haben, gedanklich in einer Sackgasse zu stecken. Der nächste Tipp gibt Ihnen dazu einige Anregungen.

  • Mehr Auszeiten

    Schaffen Sie sich ein intuitionsförderndes Umfeld:

    Versuchen Sie es mit Entspannungsübungen, wie z. B. Meditation, Yoga, Progressive Muskelentspannung, Meditation etc. Sie bauen nicht nur Spannungen ab, sondern steigern zugleich Ihre Intuitionsfähigkeit.

    Setzen Sie auf Sport und aktive Bewegung, wie z. B. Joggen, Radfahren, Inlineskaten. Nach dem Sport fühlt man sich besser. Ärger, Anspannung und hinderliche Gedanken sind wie weggeblasen und es ist wieder Platz für neue Inspirationen und Ideen.

    Besser Schlafen und Träumen: Eine Sache noch mal zu überschlafen, bringt quasi über Nacht die intuitive Eingebung. Im Schlaf werden mentale Inhalte neu geordnet. Träume beinhalten oft Lösungen für aktuelle Probleme.

    Eine Möglichkeit bietet auch die Alltags-Trance, ein Zustand, in dem man gedanklich ganz leicht wegdämmert und dabei die Erinnerungen und Erlebnisse des Tages oder auch völlig neue Ideen an sich vorüberziehen lässt. Ob beim Autofahren auf langer, gerader Strecke, beim langanhaltenden Blick aus dem Zugfenster auf die vorbeiziehende Landschaft oder in dem Moment kurz vor dem Einschlafen, Sie bekommen so einen leichteren Zugang zu Ihren unbewussten Lösungen.

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