Daten sichern
Hilfsmittel 3: systematisch Daten sichern
Wenn Sie für einen Kunden über einen längeren Zeitraum Daten bearbeiten, können Sie es sich nicht leisten, diese zu verlieren, weder einzelne Daten noch den Rechner selbst. Beides wäre eine Katastrophe. Nach 50 Stunden Arbeit durch einen Stromausfall die wichtigste Kunden-Datenbank zu zerstören oder aufgrund einer defekten Festplatte den ganzen Rechner nicht mehr starten zu können, unterscheidet sich in den katastrophalen Auswirkungen nicht besonders.
Haben Sie keine Vorsorge getroffen, installieren Sie nach einem Absturz zwei Tage lang den Rechner neu, anstatt produktiv zu arbeiten. Nur ist eine System-Neuinstallation das Letzte, wofür Sie Zeit haben. Zumal: In vielen Fällen ist nicht nur das Betriebssystem perdu, auch alle Programme samt individueller Einstellungen sind weg, die E-Mails können Sie nur mit Glück vom Server nachladen und auch die Pfade müssen Sie irgendwie wieder restaurieren. Und dann gab es doch irgendwie diese Möglichkeit, Ihre Grafikkarte von einem Farbfehler zu befreien ...
Festplatten-Image anlegen
Verschiedene Programme ermöglichen es, ein sogenanntes "Image" von der Festplatte anzulegen. Theoretisch wird dabei jedes Bit ohne Änderung einfach auf einen zweiten Datenträger kopiert, sodass im Notfall einfach das Original wiederhergestellt werden kann. Praktisch wird inzwischen aber auch ein solches Image komprimiert, weil sonst ganz viele uninteressante Lücken auf der Festplatte mitkopiert würden. Das geht nicht nur schneller, sondern spart auch erheblich Platz.
Wenn also wirklich einmal die Festplatte kaputt ist, können Sie in rund zwei Stunden den Rechner wieder komplett auf den vorigen Stand bringen. Der einzige Haken: Weil sich dann typischerweise auch Windows nicht mehr starten lässt, müssen Sie entweder eine bootfähige CD erstellen, von der aus das Recovery-Programm starten kann, oder wenigstens ein Minimal-Windows auf der neuen Festplatte installieren, von dem aus die Daten wiederhergestellt werden können.
Wenn das frische Windows drauf ist, können Sie vom Hersteller eine Testversion Ihres BackUp-Programms aus dem Internet laden, mit dem sich das Image zurückspielen lässt. Oder Sie haben eine CD, von der aus Sie die gekaufte Version wieder installieren können (aber oftmals war es ein Download, dann hätten Sie jetzt ein Problem).
Eine einzige korrupte Datei ist auch nicht besser. Es mag beim zweiten Mal schneller gehen, wenn Sie die ganze Arbeit machen müssen. Aber was ist, wenn morgen Abgabe ist? Hilft es Ihnen dann wirklich, dass die 50 Stunden Arbeit jetzt in 30 Stunden zu schaffen sind?
Langer Rede kurzer Sinn: speichern, speichern, speichern! Bei Datenbanken mache ich durchaus halbstündig Kopien in ein anderes Verzeichnis. Bei allen Projekten sichere ich das komplette Projekt-Verzeichnis auf einen USB-Stick, denn wenn der Rechner nicht mehr bootet, ziehe ich den einfach ab und habe keine Probleme mit defekten Festplatten.
Je nach Umfang täglich oder alle paar Tage schreibe ich eine CD mit den Projektdaten, die ich sogar in einem anderen Raum lagere. Wenn der Rechner nämlich im wahrsten Sinne "abraucht", also durch einen gar nicht so seltenen Defekt an einem kaputten Kondensator in Brand gerät, läge die Datensicherung daneben auf dem Regal und hätte ebenfalls Brandschäden. Und der USB-Stick ist dann sowieso geschmolzen...
Teure Datensicherung?
Jeden (zweiten) Tag eine CD zu brennen, klingt auf den ersten Blick nach Geldverschwendung. Aber nur, wenn Sie Ihren Lohn zu gering ansetzen! Eine CD kostet knapp 25 Cent/Stück und in einem Jahr hätten Sie so etwa 50 Euro bei 200 Sicherungen ausgegeben. Angenommen, alle drei Jahre hätte Ihr Rechner einen Defekt, sodass Sie auf die Datensicherung zurückgreifen müssen. Dann ist diese 150 Euro wert. Wie viele Stunden können Sie für brutto 150 Euro arbeiten? Wenn Sie mit dieser CD ein 50 Stunden-Projekt retten, hätten Sie sonst für einen Lohn von 3 Euro/Stunde nacharbeiten müssen.
Datensicherung
Wir zeigen Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten einen individuellen Plan zur (kostenlosen) Sicherung Ihrer geschäftlichen und privaten Daten erstellen: "Datensicherung im Kleinbetrieb".
Sicherung mittels Batch
Spätestens beim Backup fällt Ihnen auch auf, was Sie eigentlich sichern müssen. Leider ist das bei IT-Projekten extrem unterschiedlich.
