Application Service Providing
Das Thema Application Service Providing (ASP) ist im Bereich der Informationstechnologie eines der aktuellen Themen. Die Prognosen für die Entwicklung des ASP-Marktes sind trotz einiger kritischer Stimmen nach wie vor positiv.
Die Vorteile für den Kunden liegen auf der Hand:
Zum einen erhält der Kunden eine stets aktuelle Software zu gleichbleibenden Konditionen.
Zum anderen entfällt der oft immense Kostenaufwand für die Systemadministration.
Bei jeder Vertragsgestaltung gibt es zwei verschiedene Arbeits- und Denkansätze. Eine Auffassung besagt, dass ein Vertrag immer von der praktischen Umsetzung und dem Willen der Vertragsparteien getragen wird, den Inhalt der Vereinbarung zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Bei einer solchen Auffassung sind detaillierte und umfassende Vertragsregelungen eher hinderlich. Die Geschäftsbeziehung soll "leben", und die Parteien sollen situationsabhängig die entsprechenden Detailregelungen vereinbaren.
Der andere Denk- und Arbeitsansatz geht in die umgekehrte Richtung. Die Vertragsparteinen sollen sich bemühen, alle wichtigen vertraglichen Pflichten und Rechte möglichst detailliert festzulegen, um spätere Auseinandersetzungen zu vermeiden. Weder die eine noch die andere Auffassung sollte zum Dogma erhoben werden. Allerdings gilt aufgrund der unvollständigen und nur schwer anwendbaren zivilrechtlichen Gesetzesvorschriften der Rat, die vertraglichen Regelungen eher umfassend als oberflächlich zu gestalten.
Im Bereich der ASP-Verträge ergibt sich die zusätzliche praktische Schwierigkeit, dass unter den Juristen umstritten ist, welcher Grundtyp des BGB-Vertrages dem ASP-Vertrag am ehesten entspricht:
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