Jahresabschluss: Vorratsbewertung mit Hilfe von Microsoft Excel

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Stand: 31. Januar 2012

Vorratsbewertung

Bewertung: Wer seine Vorräte bewerten muss und auf welcher Grundlage

Wenn man im Rahmen des Jahresabschlusses die Werte seiner Bestände angeben muss, spricht man von einer Bewertung. Dabei werden zwei Arten der Bewertung unterschieden:

  1. die Bewertung nach Steuerrecht (EStG)

  2. die Bewertung nach Handelsrecht (HGB)

Die Bewertung nach Handelsrecht gilt nur für Kaufleute. (Für wen die handelsrechtliche „Kaufmannseigenschaft“ gilt, erklärt der Beitrag „Wer ist eigentlich Kaufmann?“)

Hintergrund: Im Steuerrecht geht es in erster Linie um eine gerechte Besteuerung. Dazu muss soweit wie möglich sichergestellt werden, dass die Ermittlung des Erfolgs, sprich Gewinns, auf einer einheitlichen Basis erfolgt. Im Handelsrecht stehen jedoch andere Aspekte im Vordergrund, u. a. der Gläubigerschutz. (Mehr zu den Unterschieden finden Sie im „Grundkurs Jahresabschluss", dort im Abschnitt „Handels- und Steuerbilanz“.)

Grundsätzlich sind Wirtschaftsgüter des Vorratsvermögens einzeln zu bewerten. Eine Ausnahme gilt für gleichartige Wirtschaftsgüter, also z. B. Heizöl, Obst, Gemüse etc. Da diese gleichartigen Wirtschaftsgüter in der Praxis in der Regel zu unterschiedlichen Preisen erworben werden, ist die Ermittlung des Endbestandes nicht eindeutig.

Stellen Sie sich vor, Sie haben von einer Ware zu Jahresbeginn einen Anfangsbestand von 500 Stück. Diese hat einen in der Bilanz ausgewiesenen Wert von 10.000 Euro. Jetzt kommen ständig Waren dieses Typs hinzu, jeweils zu unterschiedlichen Preisen: Mal 100 Stück zu 22 Euro, mal 50 Stück zu 19 Euro, dann wieder 200 Stück zu 21 Euro usw. Zwischenzeitlich gehen immer wieder Waren ab. Am Ende des Jahres müssen Sie die Ware bewerten. Der Bestand beträgt zu diesem Zeitpunkt 350 Stück. Rein rechnerisch gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, diese Situation zu erfassen - etwa die zuletzt erworbenen Waren als zuerst verbraucht bzw. verkauft zu betrachten oder umgekehrt, die zuerst erworbenen Waren auch als erstes wieder abzustoßen. Auch andere Ansatzpunkte sind möglich. Der Gesetzgeber hat indes dabei ein wichtiges Wörtchen mitzureden - und seine ganz eigenen Vorstellungen.

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