Standortbestimmung: Das Karriereende im Blick?

Die Welt verändert sich – was bedeutet das für mich? Auch erfolgreiche Berufstätige "mittleren Alters" schlagen sich oft mit Unsicherheiten herum.

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Stand: 1. September 2014

Karriereende im Blick?

Die Welt verändert sich – was bedeutet das für mich?

War das alles? Eine Frage, die sich viele im „mittleren Alter“ stellen. Man hat Karriere gemacht, steht voll im Leben, voll im Job – aber was liegt noch vor einem, was kann man vom Leben noch erwarten? In dieser Phase der „Midlife-Crisis“ gehen einem so einige verwirrende Gedanken durch den Kopf.

Pressemeldungen sorgen zusätzlich für Verunsicherung. Schlagworte wie „Altersarmut“, „Personalabbau“, „Globalisierung“, „Jugendwahn“ und dergleichen mehr drängen sich unwillkürlich in die eigene Gedankenwelt. Die öffentlichen Diskussionen um den Renteneintritt mit 63, 65, 67 oder gar 70 Jahren sorgen auch nicht unbedingt für ein Gefühl der Zukunftssicherheit. Da kommt man leicht ins Grübeln, wie und wo man die nächsten Jahre verbringen wird.

Wie sieht meine berufliche und persönliche Zukunft aus? Kann ich mit der steigenden Änderungsgeschwindigkeit überhaupt noch mithalten? Wie komme ich mit all den neuen technischen Hilfsmitteln klar? What happens next – mit mir?

Der Blick in den Spiegel

Wer in einem geschützten Arbeitsverhältnis als Beamter steht, mag sich mit den gerade genannten Fragen weniger beschäftigen; aber für jemanden, der in der freien Wirtschaft tätig ist und regelmäßig über Fusionen, Verlagerungen und Betriebsschließungen liest, klingen sie schnell bedrohlich.

Wenn dann jüngere Kollegen mit spielerischer Leichtigkeit virtuos auf der Klaviatur der neuen Kommunikationsmittel herumspielen, dann werden die Zweifel immer stärker, ob man nicht bereits zum alten Eisen gehört. Vielleicht befürchtet der bisher unangefochtene Stelleninhaber auch, dass sich jüngere Kollegen in die Startposition begeben, um seine Position einzunehmen. Wer sich daraufhin allerdings einigelt und in einen Verteidigungsmodus übergeht, der ruiniert nicht nur sein Image, sondern auch seine Gesundheit.

Viele sind auch von ihrer eigenen Unentbehrlichkeit überzeugt. Erschreckend, wenn man dann nach Rückkehr aus dem Urlaub feststellen muss, dass der Laden ohne einen selbst genauso gut weitergelaufen ist, in vielen Fällen sogar noch besser.

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Über den Autor:

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Jürgen W. Goldfuß ist seit 20 Jahren selbstständig als Referent, Redner, Coach und Publizist.

Seine Themenvielfalt und internationale Erfahrung als Marketingleiter, Produktmanager und Schulungslei ...

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