Weitere Kriterien
Überlegungen zur Hardware
Der passende Prozessor: Zum Schreiben von E-Mails oder Briefen, zum Surfen im Internet, zum Anschauen von Bildern oder zum Verwalten kleinerer Datenmengen reicht die CPU der meisten Notebooks auf jeden Fall aus. Daran lässt sich bereits erkennen, dass das passende Notebook für Sie nicht unbedingt das mit dem schnellsten Prozessor sein muss. Wollen Sie hingegen Videos bearbeiten oder Bilder mit einer umfangreichen Grafiksoftware verändern, dann sollte der Prozessor nicht der Flaschenhals für diese Aktionen sein. Ein einfaches Notebook ist damit dann meistens überfordert.
Zusätzliche Prozessoren: Gehören Sie zu den Personen, die Computerspiele verwenden, die sehr schnell Grafiken erzeugen wollen oder erstellen Sie sogar eigene Videos am Notebook? Wenn Sie diese Fragen mit "Ja" beantworten oder andere, leistungsintensive Programme (Sie wissen, was ich meine, wenn Sie solche Programme einsetzen) verwenden, dann sollten Sie ein Notebook auswählen, das eine separate Grafikkarte hat. Fragen Sie den Verkäufer explizit nach diesem Merkmal, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die Auswahl eines Notebooks mit einem Dual- oder Quad-Prozessor wäre dann auch eine gute Idee.
Mehr Arbeitsspeicher (RAM): Im Arbeitsspeicher legt Ihr Notebook während der Verarbeitung die benötigten Informationen temporär ab. Je größer dieser Speicher ist, umso schneller können die Daten verarbeitet werden. Für moderne Notebooks sollte 1 GB RAM die untere Grenze darstellen. Wenn Ihr Budget es erlaubt, kaufen Sie ein Gerät mit mehr RAM.
Größe der Festplatte: Auf der Festplatte werden Ihre Daten permanent gespeichert. Videos, Musik und Fotos können erstaunlich viel Platz beanspruchen. 160 GB sollte die Festplatte eines neuen Notebooks deshalb schon mindestens haben. Wenn Ihr Budget für eine größere Festplatte reicht, nehmen Sie lieber diese. Späteres Aufrüsten ist zwar prinzipiell möglich, aber umständlich und unter Umständen teuer.
Größe und Gewicht: Überlegen Sie genau, welches Gewicht für Sie noch akzeptabel ist. Drei Kilogramm sind für sich betrachtet nicht viel. Sie können aber zusammen mit Adaptern und Kabeln auf die Dauer sehr schwer werden, z. B. wenn man sie zusammen mit anderem Gepäck vom Auto ins Flugzeug tragen muss. Spätestens dann werden Sie sich wünschen, Sie hätten das leichtere Gerät gekauft.
Akku-Kapazität: Wenn Sie oft ohne Netzteil arbeiten müssen, werden Sie eine große Akku-Kapazität zu schätzen lernen. Manche Hersteller bieten Akkus mit höherer Kapazität zu ihren Modellen an. Wenn Sie lange Zeit ohne Netzteil auskommen müssen, sollten Sie den Kauf eines solchen Akkus in Erwägung ziehen.
Akku-Lebensdauer: Die Lebensdauer eines Akkus ist begrenzt. Zu manchen Modellen bieten die Hersteller so genannte "Long Life Akkus" an. Ob sich der Kauf eines solchen Akkus für Sie lohnt, hängt vom Preis ab, den der Hersteller für diese Erweiterung verlangt.
Netzwerk-Anschlüsse: Ihr neues Notebook sollte über eine Ethernet- und eine WLAN-Schnittstelle verfügen.
DVD-Laufwerk: Es werden zwar auch noch Notebooks mit "nur" CD-Laufwerk angeboten, aber Sie sollten ein DVD-Laufwerk vorziehen. Mit Blick auf die bereits angesprochene Sicherung Ihrer Daten wäre ein DVD-Brenner natürlich noch besser.
Abmessungen: Die Größe eines Notebooks ist ein wesentlicher Aspekt bei der Auswahl eines neuen Gerätes. Ein 17" oder ein 19" Bildschirm ist unter Umständen die richtige Wahl, solange man das Gerät nicht im Flugzeug auf dem Schoß verwenden will. Auf der anderen Seite sind 12,5" - 15" Bildschirme handlich und bequem, zumindest solange man nicht umfangreiche Bildbearbeitungen damit durchführen muss. Größere Bildschirme sind auf jeden Fall schwerer. Überlegen Sie daher gut, welche Bildschirmgröße für Sie passend ist.
Die Dockingstation: Viele Hersteller und Zubehörlieferanten bieten Dockingstationen für Notebooks an. Je nach Modell dienen Sie als Universalschnittstelle oder als Erweiterung für das Notebook. Wenn Sie außer Ihrem Notebook keinen weiteren PC zu Hause haben, werden Sie es als Erleichterung empfinden, wenn Sie Ihr Notebook nur in eine Dockingstation einrasten lassen müssen und damit alle notwendigen Verkabelungen automatisch durchführen. Die meisten Dockingstationen bieten eine Stromversorgung, Schnittstellenverlängerungen oder zusätzliche Erweiterungen. Sie schließen Ihren Drucker, Scanner oder eventuell die Tastatur, die Maus oder den Bildschirm einmal an die Dockingstation an und sobald Ihr Notebook einrastet, hat es automatisch Verbindung zu den Peripheriegeräten. Wer einmal eine Dockingstation hatte, möchte in Zukunft sicher nicht darauf verzichten.
Überlegungen zur Software
Das Betriebssystem: Die meisten neuen Notebooks werden zurzeit mit Windows Vista ausgeliefert. Sofern Sie keine Anwendungen betreiben wollen, die zwingend Windows XP voraussetzen, sollten Sie sich überlegen, dieses Betriebssystem zu akzeptieren. Manche Hersteller bieten zwar einen Downgrade auf Windows XP an, aber meist liegt dieser in Form einer beigelegten CD/DVD vor und die Umstellung ist unter Umständen zeit- bzw. kostenintensiv. Bei den Netbooks ist das Betriebssystem Linux recht verbreitet. Eventuell reicht Ihnen Linux mit den vorinstallierten Anwendungen aus. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ist Windows zurzeit sicher noch die bessere Wahl. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Ratgebers stand die Einführung von Windows 7 an. Nach meinen eigenen Tests kann ich allen Interessenten nur raten, auf Windows 7 zu warten, wenn sie ansonsten Windows Vista gewählt hätten.
Büroanwendungen: Neben dem "Quasi-Standard" MS Office hat sich in letzter Zeit das freie OpenOffice etabliert. Der gegenseitige Datenaustausch zwischen den beiden Programmen klappt inzwischen recht gut. Wenn Sie aber z. B. Excel-Makros oder VBA-Anwendungen einsetzen, ist OpenOffice für Sie nur bedingt einsetzbar. Es kann noch nicht mit Excel-Makros umgehen und unterstützt auch VBA nicht.
Datenübernahme
Überzeugen Sie sich vor dem Kauf eines neuen Notebooks beim Hersteller Ihrer Software davon, dass Sie Ihre bestehenden Daten auf das neue Notebook übernehmen können. Bedenken Sie auch, dass solche Datenübernahmen unter Umständen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen können.
Erweiterte Garantien
Unter Umständen wird man Sie fragen, ob Sie erweiterte Garantieleistungen zu Ihrem Notebook erwerben möchten.
Diese erweiterten Garantieleistungen sind im Prinzip einfache Versicherungen.
Ich persönlich habe mich gegen diese Zusatzleistungen entschieden, nachdem ich das Kleingedruckte im Vertrag genauer gelesen hatte. Was zunächst augenscheinlich mitversichert war, wurde unter bestimmten, meiner Meinung nach alltäglichen Bedingungen, wieder ausgeschlossen.
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