Kleinunternehmer, aber Umsatzgrenze überschritten: Was ist nun mit der Umsatzsteuer?

Mehr als 17.500 Euro Umsatz sind kein Beinbruch. Hier lesen Sie, wie Sie reagieren sollten.

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Stand: 21. März 2014 (aktualisiert)

Wer nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz pro Jahr macht, gilt als Kleinunternehmer und braucht seinen Kunden keine Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen. Doch was tun, wenn der laufende Umsatz die Kleinunternehmergrenze zu überschreiten "droht"? Keine Sorge: Eine positive Einnahme-Entwicklung ist auch dann Anlass zur Freude - und nicht etwa zur Panik.

Viele Gründerinnen und Gründer starten als "umsatzsteuerliche Kleinunternehmer": Als solche brauchen sie bis zu einem Jahresumsatz (nicht: Gewinn!) bis 17.500 Euro auf ihren Ausgangsrechnungen keine Umsatzsteuer (= Mehrwertsteuer) auszuweisen bzw. aufzuschlagen. Eine Sonderregelung in § 19 Umsatzsteuergesetz erspart ihnen die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen und senkt die Preise für Endverbraucher.

Im Gegenzug können sie sich dann allerdings auch nicht die "Vorsteuer" vom Finanzamt zurückholen: Vorsteuer nennt man den Mehrwertsteuer-Anteil, der in den eigenen betrieblichen Ausgaben enthalten ist.

Was gehört zum Jahresumsatz?

Die gute Nachricht: Bei der Jahresumsatz-Grenze von 17.500 Euro werden ausschließlich umsatzsteuerpflichtige Einnahmen berücksichtigt - steuerfreie Erlöse hingegen nicht. Zu den steuerfreien Lieferungen und Leistungen gehören zum Beispiel ...

  • Heilbehandlungen,

  • berufsqualifizierende Lehre an öffentlichen Bildungseinrichtungen oder auch

  • bestimmte Exporte.

Auch der private Nutzungsanteil an den Kosten des Geschäftswagens (und andere private Nutzungsanteile) werden nicht als Umsatz im Sinne des § 19 UStG gewertet - vorausgesetzt, bei der Anschaffung der betreffenden Wirtschaftsgüter wurde keine Umsatzsteuer geltend gemacht.

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Antwort: Kleingewerbe

Guten Tag,
leider habe ich Ihre Fragen nicht so ganz verstanden. Sie schreiben:
------------ Zitat ----------------
Leztes Jahr war nun der Umsatz 23.500 worauf das Finazamt eine Steuerklärung haben wollte. Nun ist aber 2014 ein Umsatz von 11.500 Euro und ich habe das Geschäft 2014 aufgegeben da ich es zeitlich nicht mehr schaffe.
----------Zitat-Ende --------------

"Letztes Jahr" war doch 2014: Hatten Sie da 23.500 Euro Umsatz oder 11.500 Euro? Oder beziehen sich die 11.500 Euro auf 2015?

Wenn Sie in 2014 23.500 Euro Umsatz hatten, gelten Sie in 2015 auf jeden Fall _nicht_ mehr als Kleinunternehmer. Wie hoch Ihr tatsächlicher Umsatz ist und ob Sie Ihre Geschäftstätigkeit aufgeben, spielt dann keine Rolle. Sie unterliegen der Regelbesteuerung, müssen Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer auf Ihren Rechnungen angeben, dürfen Vorsteuer geltend machen und die Differenz zwischen Umsatzsteuer-Einnahmen und Vorsteuerzahlungen ans Finanzamt abführen. Falls Sie umsatzsteuerfreie Rechnungen geschrieben haben, verlangt das Finanzamt den Umsatzsteueranteil, der rechnerisch in Ihren Rechnungsbeträgen enthalten ist (Rechnungsbetrag geteilt durch 1,19 multipliziert mit 0,19).

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie weiter oben im Artikel unter der Überschrift "Automatischer Übergang zur Regelbesteuerung bei Überschreiten der Kleinunternehmer-Umsatzgrenze".

Viele Grüße
Robert Chromow

Umsatzüberraschung!

Hallo Herr Chromow,

Ich bin seit 01.07.2015 im Onlinehandel tätig. (Kleingewerbe) Mein eigener Webshop läuft überraschend gut - zu gut angesichts der Tatsache, dass ich bei der Gewerbeanmeldung beim FA lediglich 4000 Euro für den Rest des Jahres als Umsatz prognostiziert habe (und 10.000 für das Folgejahr). Leider habe ich diese 4000 bereits im ersten Monat gesprengt und bin nun etwas beunruhigt über die weitere Vorgehensweise.

Dieser Boom war so nicht vorhersehbar und hängt mit mehreren TV Berichten zu dem betreffenden Trendsport zusammen.

Muss ich noch dieses Jahr damit beginnen MwSt. auszuweisen, oder beginne ich damit im nächsten Jahr? Da dies ja ein Rumpfjahr ist, dürfte ich doch max. 8.750€ umsetzen, korrekt? Das wäre mittlerweile nur noch einzuhalten, wenn ich den Shop bis Ende das Jahres offline nehme. Was passiert denn, wenn diese rechnerischen 17.500 nicht eingehalten werden können? Eine Nachversteuerung findet nur ab 50.000 statt?

Sorgenvoll

Stefan R.

Antwort: Umsatzüberraschung!

Hallo Stefan R.,
herzlichen Glückwunsch zum brummenden Geschäft! Eine steuerliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle zwar nicht möglich, daher nur ganz allgemein:

1.
Ja, die für Sie maßgebliche Umsatzgrenze im Rumpfjahr beträgt wg. des Juli-Starts 8.750 Euro.

2.
Sofern Sie den Umsatz zum Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung seriös geschätzt haben und die überraschende Auftragsflut plausibel machen können (TV-Berichte klingen m. E. einleuchtend), sollte das Überschreiten der Kleinunternehmer-Umsatzgrenze im ersten Geschäftsjahr kein Problem darstellen.

3.
Aus meiner Sicht müssen Sie in 2015 noch nicht damit beginnen, Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer auszuweisen.

4.
Der (unaufgeforderte) Übergang zur Regelbesteuerung erfolgt dann zum 1. Januar 2016: Eine Benachrichtigung durch das Finanzamt erfolgt nicht.

Bitte beachten Sie: Die Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit einem Steuerberater oder Sie fragen direkt beim Finanzamt nach!

Weiterhin alles Gute für Ihr Geschäft und viele Grüße
Robert Chromow

Was ist das 1. Geschäftsjahr

Hallo,

ich habe im Dezember 2014 ein Gewerbe (Kleinunternehmen) gegründet.
Im Dezember 2014 habe ich nicht viel Umsatz gemacht.
Im Jahr 2015 komme ich aber nun bald an die Grenz 17.500 €.
Was passiert dann? Bzw. wann ist mein erstes Gründungsjahr? Ich bin im Bereich "Herstellung Bastelarbeiten" tätig.
Ist mein 1. Geschäftsjahr/Gründungsjahr 2014 (da ich im Dezember 2014 angefangen habe), oder geht es von Dezember 2014 - Dezember 2015?

Wenn das 1. Jahr 2014 wäre, wäre es ja kein Problem, wenn ich das richtig verstehe, oder? Dann hätte ich im Gründungsjahr bei 1 Monat von 12 weniger als 1.400 € eingenommen und 2015 könnte ich bis zu 50.000 € Umsatz machen und würde noch in der Kleinunternehmer-Regelung bleiben.

Stimmt das?

Vielen Dank schon mal.

Antwort: Was ist das 1. Geschäftsjahr

Hallo,
Gründungsjahr ist in Ihrem Fall 2014. Wenn Sie im "Rumpfjahr" 2014 weniger als 1.458 Euro Umsatz gemacht haben, gelten Sie in 2015 noch als umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer - sofern Sie voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz machen.

Wichtig: Sofern Sie in 2015 über 17.500 Euro Umsatz machen, sind Sie ab 2016 automatisch kein Kleinunternehmer mehr. Dann gilt die Regelbesteuerung, d.h. Sie müssen Umsatzsteuer ausweisen, Umsatzsteuervoranmeldungen machen und die Umsatzsteuereinnahmen unaufgefordert ans Finanzamt abführen.

Viele Grüße
Robert Chromow

Was ist das 1. Geschäftsjahr

Vielen Dank für die Antwort. Ich habe im Internet ewig nach Antworten geschaut und auf andere Gewerbetreibende gefragt, aber alle waren verschiedener Meinung.

D.h. also für mich, dass 2015 mein erstes "richtiges" Jahr ist und ich die 17.500 € nicht überschreiten sollte, damit ich in der Kleinunternehmerregelung bleibe. 2016 und in den Folgejahren dürfte ich jedoch jeweils bis zu 50.000 € Umsatz erwirtschaften und bleibe in der Kleinunternehmerregelung, sehe ich das richtig?

Wenn ich jedoch in 2015 die Summe überschreiten würde müsste ich rückwirkend keine USt. bezahlen, sondern erst ab 2016? Ich müsste nur bei meiner ersten Rechnung 2016 aufpassen, dass ich hier die USt. ausweise bzw. in meine Preise kalkuliere, oder?

Vielen Dank schon mal
Carina

Antwort: Was ist das 1. Geschäftsjahr

Hallo Carina,
dass im Internet viele "verschiedene Meinungen" kursieren, ist wohl wahr. Und zwar nicht nur in Bezug auf die Kleinunternehmerregelung. :-) Vorsicht ist daher angebracht. Bei allem guten Willen gilt das auch für diese Seite: Ein Online-Forum kann nun einmal keine differenzierte Rechts- oder Steuerberatung ersetzen.

Zu Ihrer Nachfrage:

1.
Obwohl es sich nur ein sehr kurzes "Rumpfjahr" gehandelt hat, war 2014 Ihr erstes Geschäftsjahr.

2.
Abgesehen davon stimmen Ihre Überlegungen. Mehr noch: Solange die Bedingungen ...
* Vorjahresumsatz unter 17.500 Euro
UND
* voraussichtlicher Jahresumsatz im laufenden Jahr unter 50.000 Euro
... erfüllt sind, gelten Ihre Überlegungen aber auch für die Folgejahre.

3.
Wenn Sie in 2015 die 17.500-Euro-Grenze wider Erwarten überschreiten, brauchen Sie rückwirkend keine Umsatzsteuer abzuführen.

4.
Anschließend ist es genauso wie Sie schreiben: Ab der ersten Rechnung in 2016 müssten Sie Umsatzsteuer ausweisen, monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben und Ihre Umsatzsteuereinnahmen abzüglich der selbst bezahlten Umsatzsteuer (= Vorsteuer) ans Finanzamt abführen. Aber das habe ich gestern, glaube ich, auch schon geschrieben. :-)

Wichtig: Eine Benachrichtigung vom Finanzamt über den Wechsel vom Kleinunternehmer-Status zur "Regelbesteuerung" gibt es nicht: Das Finanzamt kann Anfang 2016 ja noch nicht wissen, ob Sie über der 17.500-Euro-Grenze gelegen haben.

Alles Gute und viele Grüße
Robert Chromow

Mehr als im Hauptjob

Hallo,
Ich verdiene in meinem Teilzeitjob im Jahr 14.400 Euro brutto.
seit 1.6. diesen Jahres habe ihc mich mit einem Kleingewerbe als Fotografin selbständig gemacht. Ich habe nun Angst, dass ich mich sozialversicherungstechnisch selbst versichern muss, falls ich mit meiner Fotografie mehr verdiene als im Hauptjob. Ist dem so?
Ich habe z.B. im September nun schon Aufträge für über 1200,- Euro. Darf ich im Jahr nicht über den Betrag von 14.400,- Euro kommen, oder im Monat/Quartal?
Was müsste ich denn dann als Vorsteuer abgeben?
Fragen, über Fragen...
Danke Gruß S.Sch.

Antwort: Mehr als im Hauptjob

Hallo Frau Sch.,
eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein: Sie sprechen mit Ihren Fragen zwei völlig unterschiedliche Steuer- bzw. Beitragsbereiche an:

1. Umsatzsteuer:
Um die geht es im Beitrag weiter oben. Die Umsatzsteuer auf Ihre Umsätze im Fotografie-Kleingewerbe hat mit Ihrem Teilzeitjob nichts zu tun. Löhne und Gehälter von ArbeitnehmerInnen unterliegen nicht der Umsatzsteuer. Bei der Umsatzsteuer zählen nur die Einnahmen aus Ihrer Selbstständigen Tätigkeit. Hier gilt:
Wenn Sie auf Dauer umsatzsteuerliche Kleinunternehmerin bleiben wollen, sollten Sie darauf achten, in 2015 die 17.500-Euro-Jahresumsatzgrenze nicht zu überschreiten. Da Sie Ihre Selbstständigkeit erst am 1. Juni aufgenommen haben (= 7 Monate Geschäftstätigkeit) dürfen Sie 7/12 von 17.500 Euro nicht überschreiten (= 10.208 Euro, wenn ich richtig gerechnet habe). Mehr dazu weiter oben im Beitrag. Dort finden Sie auch Links auf weiterführende Informationen.

2. Sozialversicherung (viel wichtiger / gefährlicher!):
Gute Geschäfte in der Selbständigkeit können tatsächlich dazu führen, dass Sie nicht mehr als hauptberufliche Arbeitnehmerin mit nebenberuflicher Selbstständigkeit gelten, sondern umgekehrt: als hauptberufliche Selbstständige mit Nebenjob als Arbeitnehmerin.

Ausführliche Informationen zur Abgrenzung von Haupt- und Nebenberuf finden Sie in unserem Beitrag
"Selbstständigkeit als Hauptberuf oder als Nebenberuf: Die Kriterien der Krankenversicherung"
http://www.akademie.de/wissen/haupt-oder-nebenberuf

Besonders teuer kann die Sache bei der Krankenversicherung werden.
Am besten besprechen Sie die Details Ihres Einzelfalls mit der "Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)"
http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/

Die UPD bietet neutrale und kostenlose Beratungen an 21 regionalen Standorten sowie telefonisch unter 0800 0117722. Sprechzeiten Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr und Donnerstag 10 bis 20 Uhr.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Rental Shop

Hi Mr. Chromow,

I hope you could answer my question in English. I apologize for not writing in German.

My wife has a 74m2 shop leased for 1000 EUR plus 190 EUR VAT.

Does she qualify for this simplified system, as small business?

In 2013 she closed her beauty saloon because of serious illness (paralyzed by multiple sclerosis). Everything was disposed without market value and the shop was returned to her "Privatvermögen" (she had to pay capital gain taxes on that procedure).

Now she rents the space to a art gallery as a private proprietor.

I appreciate very much your taking the time to help me with this issue.

Thank you very much.

José Salvadori

VAT on a private lease?

Hello Mr. Salvadori,

we will do our best to answer, we hope it'll be comprehensible at all ... one important note: We cannot (and aren't actually allowed to) provide legal oder tax advice in indvidual cases. We can only advance subjective opinions on generalized scenarios. You need a lawyer or a "Steuerberater" for something more tangible and suited to your indvidual situation.

Your wife gave up her self-employed work due to her illness, right? And now she acts i.e. sub-lets the salesroom as a private person, not as a business owner?

Generally: If someone rents a place privately and sub-lets it for about the same amount of money without a gain of any significance, then I don't see how this should be a basis for charging either VAT or income tax. A private leasing doesn't require adding VAT.

All the best to you both, especially your wife

S. Hengel
editor

VAT on a private lease

Hello Mr. Hengel,

thank you so much for your reply. Your explanation was very clear to me.
Exactly, she was self-employed under a fictitious name and then, when ill, she ended her activities. She rents the place to a different type of business (art gallery). The room was empty and remodeled by the new occupant for his purposes.
But the problem, I guess, was a mistake in the contract in which the tenant's lawyer added VAT.
Now every year there is extra bureaucratic work demanded from Finanzamt which I wanted to find a way to avoid. Reading the topic in your pages I thought perhaps I could request an equivalency to a small business.

I think now the best way is to renegotiate the contract with her tenant to one without VAT.

Again, thank you and it was very nice from you to take the time to answer my question in English (my German is really underrated!)

J. Salvadori

Calling the Finanzamt

hello again,

renegotiating the lease should take care of this worries for good, so that might be the best route to take. But as an aside - you can always call the "Finanzamt" and ask them. They won't exactly advice you on optimizing your tax load :-) but I have found them to be quite reasonable about telling people what is what and helping us to get our general bearings - tax law innocents that most of us are. So you might try that, if you want.

all the best

S. H.

Tax load? Not a problem :-)

Hi again,

we took some days off last week and I just read your tip today.

Actually, the tenant pays the full amount and there a possibility to write off some of the VAT my wife paid to others, which is a plus! But as they are small amount it is not worth all the bureaucracy and the fee collected by her tax accountant.
She just called him and he claims that by doing so it will allow her to write off larger amounts of VAT paid to contractors or something similar when there will be a major repair or remodeling in the shop and get the VAT paid in excess refunded.

Tough call! It a situation like to be between the cross and the sword.

Thanks for the tip and all the best to you too.

J. S.

geringfügige Überschreitung der 17.500 Grenze

Hallo,

mich würde interessieren, wie die Sachlage ist, wenn man ungewollt (z.B. durch ein Versehen) die Grenze von 17.500 ganz leicht überschreitet (z.B. 50 oder 100 Euro). Gibt es hier eine Möglichkeit auch im nächsten Jahr Kleinunternehmer zu bleiben? Vor allem wenn es sich um ein Nebengewerbe handelt, dass immer ein Kleingewerbe bleiben soll und ansonsten geschlossen werden muss.

Vielen Dank für Ihr Feedback
Frank M.

Antwort: geringfügige Überschreitung der 17.500 Grenze

Guten Tag,
der Gesetzestext ist in Bezug auf den Grenzwert unmissverständlich und lässt aus meiner Sicht wenig Interpretationsspielraum. Trotzdem ist die Lage bei so geringfügigen Überschreitungen nicht aussichtslos:
1. Als Erstes klären Sie am besten zusammen mit einem Steuerberater, ob wirklich alle erzielten Erlöse zu den (umsatzsteuerpflichtigen) Umsätzen gemäß § 19 UStG http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html
zählen.
2. Falls die 17.500-Euro-Grenze tatsächlich überschritten wurde, können Sie das Finanzamt mit Verweis auf die Geringfügigkeit der Überschreitung immer noch um ein Ausnahmeregelung aus Kulanzgründen bitten. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie im Beitrag
"Erfolgreich mit dem Finanzamt verhandeln"
http://www.akademie.de/wissen/finanzamt-verhandeln/mit-finanzamt-reden

Alles Gute dafür - und lassen Sie uns wissen, was aus Ihrem Fall geworden ist!

Robert Chromow

Rückfrage zu Antw: geringfügige Überschreitung der 17.500 Grenze

Hallo Herr Chromow,

vielen Dank für die Ausführungen. Denke bei Punkt eins wird nichts zu machen sein. Sind alles nur reine Umsatzerlöse aus Warenverkäufen und Portokosten (welche nach meinen Informationen auch zum Umsatz hinzuzählen). Oder kann man beim Porto was machen?

Dann werde ich mal mein Glück beim Finanzamt versuchen und Rückmeldung geben.

Vielleicht noch eine kleine Abschlußfrage. Wenn die Umsätze dieses Jahr unter 17.500 (inkl. MwSt.) bleiben, bin ich dann nächstes Jahr wieder automatisch Kleinunternehmer?

Vielen Dank im Voraus und für die schnelle Antwort ;-)
Frank

Rückfrage zu Antw: geringfügige Überschreitung der 17.500 Grenze

Hallo Frank,
wenn Ihr (Brutto-!)Umsatz (= inkl. Umsatzsteuer!) in 2015 wieder unter 17.500 Euro liegt (und die Umsätze in 2016 voraussichtlich 50.000 Euro nicht überschreiten werden), können Sie die Kleinunternehmerregelung ab 2016 wieder in Anspruch nehmen.
Die Einzelheiten können Sie im Beitrag ...
"Bye bye Umsatzsteuer: Rückkehr zur Kleinunternehmer-Regelung"
http://www.akademie.de/wissen/rueckkehr-zur-kleinunternehmer-regelung
... nachlesen.

Viele Grüße
Robert Chromow

Die Kleinunternehmer,Umsatz überschrieten!

Sehr geehrter Herr Chromow,

ich hoffe es dass Sie mir auch weiterhelfen können!
Ich habe mich in Jahr 2012 selbständig gemacht/Kleinunternehmer/.
Habe im Jahr 2012 ein Brutto Umsatz von 19700EUR erzielt.
Meine Steuerberaterin hat gemeint dass dieses erstes Jahr nicht entscheiden ist und wir einfach auf kommende Jahr warten sollen!
Die Steuerberaterin hat sich leider zu viel Zeit gelassen und mein Steruerklärung inkl. Gewinnermitlung erst Ende Dezember 2014
/für das Jahr 2013/ bei Finanzamt abgegeben!
Kurte Zeit dannach kam ein Schreiben von Finanzamt und Aufforderung:
1. ich soll ab sofort Vorrsteuer bezahlen für Vergangene Jahr-bis inkl.heute,
2. die verlangen von mir für das Jahr 2013 ---3300EUR--- zurück/Nachzahlung/
da wir laut Finanzamt in Jahr 2012/2013/2014 die Grenze überschrieten haben und somit nicht mehr zu Kleinunternehmen zählen!
Ich habe im Jahr 2012 ein Umsatz von 19.700EUR
-Jahr 2013 ein Umsatz von 17.440EUR
-Jahr 2014 ein Umsatz von -330 EUR/Minus/
Mein Gewerbe wurde in Sep.2014 abgemeldet da wir nur Verlust hatten!
Können Sie mir eventuell ein Rat geben,wass soll ich machen,kann ich eigentlich ein mal in dieser Laufzeit den Umsatz überschreiten/wie die Steuerberaterin damals erwähnt hat/!
Ist dass wirklich in Ordnung das man/Finanzamt/jetzt erst das Jahr 2012 erwähnt hat und jetzt erst mein Umsatz zusammen zählt und das Geld zurück verlangt!
Habe nur Verlust gemacht und wie bereits erwähnt das Gewerbe abgemeldet!
Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis!
Mfg.Sabina

Antwort: Die Kleinunternehmer,Umsatz überschrieten!

Hallo Sabina,
vorweg: Eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
Die Einschätzung Ihrer Steuerberaterin
------------ Zitat ----------------
"... dass dieses erstes Jahr nicht entscheiden ist und wir einfach auf kommende Jahr warten sollen!
----------Zitat-Ende --------------
kann ich nicht nachvollziehen: Entweder haben Sie da etwas falsch verstanden oder umgekehrt.

2.
Stutzig mach mich auch der Minus-Wert ...
------------ Zitat ----------------
"Jahr 2014 ein Umsatz von -330 EUR/Minus/"
----------Zitat-Ende --------------
Kann es sein, dass Sie "Umsatz" und "Gewinn" verwechseln? Ein negativer Umsatz kommt normalerweise nicht vor - schon gar nicht bei KleinunternehmerInnen.

3.
Wenn es sich bei den übrigen Angaben jedoch tatsächlich um die jeweiligen Jahres_umsätze_ handelt (= Summe aller umsatzsteuerpflichtigen Einnahmen), durften Sie die Kleinunternehmerregelung aus meiner Sicht auf jeden Fall im Jahr 2012 (ungeachtet der im nachhinein festgestellten Überschreitung der Umsatzgrenze) in Anspruch nehmen, unter Umständen auch wieder im Jahr 2014. 2013 waren Sie definitiv keine Kleinunternehmerin, weil der Umsatz des Vorjahres (2012) höher als 17.500 Euro war.

4.
Dass das Finanzamt erst jetzt die Bescheide für 2013 erlässt, ist angesichts der von Ihrer Steuerberaterin erst spät eingereichten Steuererklärungen nicht verwunderlich. Dass Sie vorher kein Schreiben des Finanzamts bekommen haben, mit dem Sie aufgefordert werden, von der Kleinunternehmerregelung zur Regelbesteuerung zu wechseln, ist auch nicht ungewöhnlich: Die Einhaltung der Kleinunternehmer-Kriterien ist Sache der Steuerpflichtigen und ihrer Steuerberater: Dem Finanzamt stehen die dafür erforderlichen Daten meistens erst sehr viel später zur Verfügung.

5.
Am besten besprechen Sie die Details Ihres Einzelfalls noch einmal mit Ihrer Steuerberaterin. Falls Sie wirklich einen Beratungsfehler gemacht hat, ändert sich an den Steuernachzahlungen nichts. Sie muss dafür aber unter Umständen haften, das heißt, Ihnen den Schaden ersetzen. Wenn sich Ihre Beraterin auf eine gütliche Einigung nicht einlässt, können Sie sich an die zuständige Steuerberaterkammer wenden - oder Sie schalten notfalls einen Rechtsanwalt ein.

Viele Grüße und alles Gute
Robert Chromow

der Kleinunternehmer-Kriterien

Sehr geehrter Herr Chromow,

danke für die Rückmeldung!
Nur zur Info,

1. Die Einschätzung Ihrer Steuerberaterin!

Habe bereirs ales richtig verstanden,
man kann eigentlich gleich am Anfang/1.Jahr/schelcht den Umsatz einschätzen!Wir lagen bis zum Dezember 2012 bei ca. 15 000,00EUR und dann kam Weihnachtsgeschäft mit ca. 5000,00EUR,
somit insgesammt etwa 19 700,00EUR

2.Stutzig mach mich auch der Minus-Wert!

Bruttoumsatz lag in 2014 bei ca. 1100,00EUR da wir seit May2014 nicht's mehr verkauft haben und unsere Gewerbe im September 2014 abgemeldet haben!
Abzüglich alle Kosten laut Steuerberaterin -330,00EUR//Gewinnermitlung//

3.im Jahr 2014. 2013 waren Sie definitiv keine Kleinunternehmerin!

Die Angaben sind korrekt,es handelt sich um Bruttoumsatz!

4.Die Einhaltung der Kleinunternehmer-Kriterien!

Herr Chromow,
wie soll ich jetzt an dieser alle Online Kunde/Ebay+Amazon/ wieder dran kommen?
Die Kollegen von Finanzamt müssen doch dafür Verständnis haben!
Ich kann doch nicht jetzt 2-3 Jahr später den Käufern/an die ich eigentlich nicht mehr dran komme/MWST in Rechnung stellen?
Wie soll das gehen?
Ich soll jetzt 3300,00EUR an Finanzamt zurück bezahlen und habe selbst den MWST nicht geltend gemacht!
Hätte ich damals MWST in Rechnung gestellt könnte ich bei Steuerklärung das MWST wieder zurückverlangen!
Bei Bruttoumsatz von 17.400,00EUR wären etwa 2800,00EUR an MWST.
Richtig?
Ich habe kein MWST von Käufer erhalten,muss aber trotzdem welcher an Finanzamt weiterleiten?
Besteht keine Lösung für solcher Fälle,
es kommt ganz bestimmt öfters vor
/Steuerberater leitet die Klärung nicht rechtzeitig an Finanzamt weiter!

5.die zuständige Steuerberaterkammer!

Bitte um Zusammenfassung,
welcher Schritt wäre nach Ihre Meinung gerecht?
Bin auch bereit zu zahlen,aber mann muss mich auch verstehen,
habe versucht ein Kleinunternehme zu aufbauen und das hat leider nicht geklapt und jetzt weil ich gescheitert habe muss dafür noch zusätzlich Straffe bezahlen,
MWST den ich nie erhalten habe muss geltend machen!

Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis!

Mfg.Sabina

Antwort: der Kleinunternehmer-Kriterien

Hallo Sabina,
es tut mir wirklich leid für Sie, dass es mit Ihren Umsatzsteuerzahlungen so viele Probleme gibt. Aber wie gesagt: Eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Dass Sie bei Ihren Umsatzangaben für die Vorjahre mal den "Bruttoumsatz" und mal den "Gewinn" angeben, macht noch nicht einmal eine allgemeine Einschätzung möglich.

Mehr als die folgenden Informationen kann ich Ihnen leider nicht bieten:

1.
Steuerschuldner der offenen Umsatzsteuer ist der Unternehmer (in diesem Fall Sie): Wenn es Ihnen nicht gelingt, den Umsatzsteueranteil nachträglich von Ihren Kunden zu bekommen, müssen Sie ihn selbst tragen. Das mag sich nicht "gerecht" anfühlen, ist aber leider rechtens.

2.
Wenn ein Unternehmer sich zu Unrecht auf die Kleinunternehmerregelung beruft, wird die fällige Umsatzsteuer aus den vom Kunden tatsächlich erhaltenen steuerpflichtigen Einnahmen herausgerechnet. Ihre Schätzung stimmt: Bei einem Gesamtumsatz von 17.400 Euro und einem Regelsteuersatz von 19% wären das rund 2.780 Euro.

3.
Dass Sie sich erst so spät über Ihre Umsatzsteuerpflicht klar geworden sind, liegt nicht am Finanzamt, sondern an Ihrer Steuerberaterin. Für deren Fehler müssen Sie gegenüber dem Finanzamt erst einmal den Kopf (bzw. die Geldbörse) hinhalten.

4.
Dass Steuerberater ihre Mandanten nicht, falsch oder zu spät informieren oder andere Fehler machen, kommt nicht selten vor. Sie müssen das aber nicht auf sich sitzen lassen. Dazu hatte ich Ihnen bereits in meiner letzten Antwort etwas geschrieben.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht mehr Hoffnung machen kann. Trotzdem alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Unklarheit zu den steuerlichen Grenzen

Hallo Herr Chromow,

danke für die vielen hilfreichen Informationen. So ganz verstehe ich das mit den 2 Grenzen aber noch nicht.

Wenn ich es richtig verstanden habe, bin ich ja sofern ich die letzten Jahre unter 17.500 Euro geblieben bin und dann in 2014 die 17.500 Euro überschreite (in 2015 aber voraussichtlich unter 50.000 Euro bleibe), ab 1.1.2015 umsatzsteuerpflichtig.

Was ist aber nun wenn ich die letzten Jahre unter 17.500 Euro geblieben bin, in 2014 dann aber einen Sprung auf über 50.000 Euro gemacht habe (Handelsgewerbe)? Bin ich dann auch ab 01.01.2015 Umsatzsteuerpflichtig oder muss ich dann nachträglich für 2014 Umsatzsteuer nachzahlen auch wenn alle meine Rechnungen ohne Umsatzsteuer ausgestellt sind?

Beste Grüße
Rene

Antwort: Unklarheit zu den steuerlichen Grenzen

Hallo Rene,
die Unklarheit ist leider unvermeidlich. Etwas Genaueres werden Sie im Umsatzsteuergesetz nicht finden. :-)

Zu Ihrer Frage heißt es weiter oben im Text:
------------ Zitat ----------------
Rückwirkend kann die Umsatzsteuer theoretisch nur dann erhoben werden, wenn der Jahresumsatz völlig aus dem Ruder läuft und über 50.000 Euro liegt. Sofern der Unternehmer plausibel machen kann, dass die zugrunde liegende Schätzung seriös und die Umsatzexplosion unvorhersehbar war, sind selbst noch höhere Jahresumsätze unschädlich.
----------Zitat-Ende --------------
Genauer lässt sich das leider nicht sagen. Wie so oft: Es kommt darauf an...

Wenn Sie bereits absehen können, dass Ihr Umsatz in 2014 auf über 50.000 Euro steigen wird, wenden Sie sich am besten möglichst bald an einen Steuerberater und besprechen die Details - oder aber Sie fragen direkt beim Finanzamt nach.

Herzliche Grüße, weiter viel Erfolg und lassen Sie uns wissen, was aus Ihrem Fall geworden ist!
Robert Chromow

Danke für die schnelle Antwort

mir ist ein vermutlich ein Fehler in meiner Überlegung aufgefallen.

Ich habe im November 2014 angefangen Produkte auf eBay zu verkaufen, voraussichtlicher Umsatz in den letzten zwei Monaten des Jahres 2014 ca. 20.000 Euro.

Jetzt hatte ich fälschlicherweise den Umsatz von ca. 10.000 Euro im Monat auf das Jahr hochgerechnet (da ich diesen ja in 2 Monaten erzielen werde) und kam so auf einen anzunehmenden Jahresumsatz von ca. 120.000 Euro. Dieser würde dann ja die 50.000 Grenze bei Weitem sprengen.

Jetzt bin ich beim Nachdenken auf den Gedanken gekommen das sich die 20.000 Euro ja auf das gesamte Jahr beziehen müssten, da ich den Gewerbeschein ja schon seit über fünf Jahren besitze und somit unter den 50.000 geblieben wird.

Somit muss ich einfach ab 01.01.2015 in meinen Rechnungen die Umsatzsteuer ausweisen. Ich hoffe ich habe hier keinen Denkfehler?

Nur wenn das Gewerbe zum November neu angemeldet wurden wäre, hätte ich ja dann auf das Jahr hochrechnen müssen.

Was meinen Sie zu den Überlegungen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort: Hochrechnung

Hallo Rene,
wenn Sie bereits seit mehreren Jahren Kleinunternehmer sind und in 2014 (voraussichtlich) 20.000 Euro Umsatz machen, gelten Sie in 2014 noch als Kleinunternehmer. Ab 2015 unterliegen Sie dann der Regelbesteuerung.

Wenn Sie hingegen im November 2014 gegründet und einen Jahresumsatz von 20.000 Euro prognostiziert hätten, wären Sie von vornherein kein umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer: Sie unterlägen dann bereits in 2014 der Regelbesteuerung.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

vielen dank

danke für die Ausführungen, jetzt ist alles 100% klar.

Beste Grüße

Berechnung zu wenig gezahlter Umsatzsteuer

Hallo,

mich würde interessieren, wie bei einer nachträglich entstandenen Umsatzsteuerpflicht die nachzuzahlende Umsatzsteuer berechnet wird?

Beispiel:
Die Rechnung in Höhe von 100 € wurde ohne UmSt. ausgestellt, obwohl 19% UmSt. ausgewiesen werden müssten.

Muss ich nun 19 € (100*19/100), weil die 100 € der Nettobetrag sind, oder 15,97 € (100-100/1,19), weil die 100 € der Bruttobetrag wären?

Gruß Thomas

Antwort: Berechnung zu wenig gezahlter Umsatzsteuer

Hallo Thomas,
zu der von Ihnen aufgeworfenen Frage heißt es oben im Text:
------------ Zitat ----------------
Bitte beachten Sie: Falls Sie sich erst mit Verspätung darüber klar werden, dass Sie Umsatzsteuer anmelden und abführen müssen, verlangt das Finanzamt einfach den rechnerischen Umsatzsteueranteil aus Ihren tatsächlichen Umsatzerlösen. Angenommen, ein Kunde hat eine Rechnung über 500 Euro bezahlt, dann setzt sich der Betrag bei einem Umsatzsteuersatz von 19 % rechnerisch aus 420,17 Euro (Netto)-Umsatz plus 79,83 Euro Umsatzsteuer zusammen (500 Euro / 1,19 = 420,17 Euro * 19 / 100 = 79,83 Euro). Sie sind dem Finanzamt also 79,83 Euro schuldig, obwohl Sie keinen Cent Umsatzsteuer in Rechnung gestellt haben!
----------Zitat-Ende --------------
Übertragen auf den von Ihnen geschilderten Fall heißt das: Sie schulden dem Finanzamt 15,97 Euro.

Was mich als Autor interessiert: Hatten Sie den zitierten Hinweis im Text einfach überlesen oder ist die Erläuterung aus Ihrer Sicht unverständlich? Danke für eine kurze Rückmeldung und freundliche Grüße
Robert Chromow

Antwort: Berechnung zu wenig gezahlter Umsatzsteuer

Hallo,

stimmt der Text ist eindeutig.

Ich bin nur auf den Trichter gekommen, weil hier Fragen nach der Berichtigung der Rechnung aufkamen und dann ja die Rechnung auf 100 € + 19 € USt. lauten würde und diese 19 € an das Finanzamt abzuführen sind.

Gruß Thomas

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