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Nach Mobbing am Arbeitsplatz folgt das Krankengeld-Mobbing durch die Krankenversicherung

Zur Rolle der Krankengeldfallmanager (KGM) beim Krankengeld-Mobbing

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Stand: 8. April 2013

Wenn durch Mobbing am Arbeitsplatz bereits traumatisierte Arbeitnehmer arbeitsunfähig werden, kann es sein, dass noch mehr Übel auf sie wartet - weil Krankenkassen die arbeitsunfähigen Patienten weiter mobben, um deren Krankengeld einzusparen. Dieser Job fürs Grobe wird bei den Kassen von den sogenannten „Krankengeldfallmanagern“ (KGM) übernommen.

Zum Weiterlesen: Das Mobbingsyndrom

Der folgende Beitrag zur Rolle des KGM ist dem Buch Das Mobbingsyndrom von Dr. med. Bämayr entnommen. Das lesenswerte Buch enthält drastische Fallbeispiele zum menschenrechtswidrigen Umgang der Kassen mit Mobbing-Opfern. Wir bedanken uns beim Autor und dem Europäischen Universitätsverlag für die Genehmigung, aus dem Buch das Kapitel zum Krankengeldfallmanager zu veröffentlichen.

Struktur der Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit von Mobbing-Opfern durch Krankengeldfallmanager der Krankenkassen

Die Broschüren von Krankenkassen, welche über Mobbing und seine Folgen sachkompetent aufklären, stehen in einem widersprüchlichen Kontrast zu ihrem tatsächlichen Umgang mit Mobbing-Opfern. Das Mobbing-Opfer als Zielobjekt der Krankenkasse jedenfalls ist der absolut falsche Adressat zur Bekämpfung eines betrieblich bedingten Mobbing. Einschränkend muss man allerdings erwähnen, dass nicht alle Krankenkassen derart rigoros gegen Mobbing-Opfer und ihre Therapeuten vorgehen. Zu den übelsten Vertretern gehören leider jedoch auch die mitgliederstärksten Krankenkassen, die diesen Kampf gegen Mobbing-Opfer dann aber auch strukturell in ihrem gesamten Einzugsbereich praktizieren. Da die Wahrscheinlichkeit nicht gering ist, als Arbeitnehmer selbst einmal ein Mobbing-Opfer zu werden, empfiehlt sich die Überprüfung der bestehenden Mitgliedschaft, wie die gewählte Krankenkasse im Falle der Arbeitsunfähigkeit mit ihren Mitgliedern umgeht. Da von Krankenkassen im Regelfall keine wahrheitsgemäße Auskunft zu erwarten ist, erscheinen die behandelnden Ärzte am besten geeignet, hierüber Auskunft auf dem Boden ihrer Erfahrungen zu erteilen.

Arbeitsunfähige Mobbing-Opfer und andere psychische Kranke erleiden immer häufiger eine Verschlimmerung ihrer Erkrankung, wenn „ärztlich tätige Krankengeldfallmanager“ der Krankenkasse als medizinische Laien Anamnesen und psychische Befunde erstellen und anhand dieser Ergebnisse Patienten dahingehend „beraten“, die Arbeit wieder aufzunehmen. Dieses für alle Beteiligten entwürdigende Verfahren stellt in Form einer strukturellen Gewalt den finanziellen Aspekt der Krankenkassen über alle humanitären Grundsätze. Im Folgenden werden die Strukturen für die schikanösen, die Krankheit verschlimmernde Abläufe und die vielfachen Rechtswidrigkeiten aufgezeigt.

Die Institution des „Krankengeldfallmanagers“ (KGM) wurde vom Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit (AU) installiert. Diese als Richtlinie eingestufte „Anleitung zur sozialmedizinischen Beratung und Begutachtung bei Arbeitsunfähigkeit“ (ABBA 2004) grenzt in Nr. 4.3.3 die Tätigkeit des KGM ein: „Eine detaillierte Befragung des Versicherten zu aktuellen Beschwerden und zur Krankheit einschließlich Therapie ... sind der Fallsteuerung nicht förderlich“. Im Widerspruch hierzu haben aber z.B. der MDK Bayern ( MDK = Medizinischer Dienst der Krankenkassen, Anm. der Red.) und die AOK Bayern eine „Gemeinsame Arbeits-Hilfe für Krankengeldfallmanager für Arbeitsunfähigkeitsfälle mit psychischen Erkrankungen“ und einer weiteren „bei Arbeitsplatzkonflikten“ erlassen, in denen der KGM als medizinischer Laie mit eigenen „medizinischen“ Erhebungs- und Entscheidungskompetenzen ausgestattet worden ist. Diese sollen dem KGM als „Orientierungsrahme in für die Fallsteuerung und den durchzuführenden Beratungsgesprächen bei psychischen Erkrankungen dienen“.

Vorrangiges Ziel ist tatsächlich nicht die „Beratung“, sondern die Einsparung von Krankengeld, weshalb behandelnde Ärzte nahezu vollständig und Ärzte des MDK weitgehend ausgeschaltet werden und das schwächste Glied, das Mobbing-Opfer, persönlich in die Mangel genommen wird. Die Absurdität einer Zwangsberatung ergibt sich aus der fehlenden Objektivität der Krankenkasse, denn beim Eintritt des Versicherungsfalls wird üblicherweise der Patient als Versicherungsnehmer zum Gegner der Versicherungsgesellschaft, also auch der Krankenkassen.

Ein Ablaufschema regelt die Vorgehensweise des KGM. „Auffällige Versicherte“ werden schriftlich unter Androhung von Kürzungen mit Hinweis auf die Mitwirkungspflichten (SGB I § 61) spätestens in der 2. und unauffällige spätestens in der 4. AU-Woche aufgefordert, bei der Krankenkasse zu einem Beratungsgespräch anzutreten. Die schriftlich beigelegten Mitwirkungspflichten stempeln den Patienten zum „Leibeigenen“ der Krankenkasse, dem das „Recht auf die selbstbestimmte medizinische Behandlung“ und das „informationelle Selbstbestimmungsrecht“ entzogen wird. Beispiele hierfür sind: „sich nach Aufforderung durch die AOK in fachärztliche Behandlung oder Krankenhausbehandlung zu begeben“ oder „der Anforderung von Auskünften bei Dritten durch die AOK zuzustimmen“.

In dem „Beratungsgespräch“ sieht sich das Mobbing-Opfer unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht genötigt, dem KGM soziale und medizinische Daten zur Vorbereitung der Beratung in Form eines „Seelenstriptease“ zu offenbaren. Laut Aufgabenkatalog erhebt dieser anhand der „Erläuterungen zur Fragestellung“ in 5 Punkten mit jeweils 3 – 6 Unterpunkten die Anamnese : „Behandlungsdaten, Beschwerden, Lebenssituation/Tagesablauf, Arbeitsplatzsituation, Erwartungen und Vorstellungen des Versicherten“. Sodann erfolgt die „Befunderhebung“ durch den KGM:

Danach berät der KGM das Mobbing-Opfer meist in Form einer ultimativen Aufforderung, die Arbeit umgehend aufzunehmen oder eine Rehabilitation zu beantragen, widrigenfalls die Krankengeldzahlung eingestellt werde. Damit erfüllt der KGM die Erwartungen der Krankenkasse.

Anamnese und Befund werden in zwei Formularen dokumentiert und finden bei Verweigerung der „freiwilligen“ Rückkehr an den Arbeitsplatz Eingang in die „Sozialmedizinische Fallberatung“ zwischen dem KGM und dem Arzt des MDK. Eine tatsächlich erlebte peinliche Berührtheit des angesprochenen MDK wird verständlich, wenn durch die psychische Dekompensation des Patienten unerwartet schnell aufgedeckt wird, dass der KGM bereits schriftlich die Einstellung des Krankengeldes noch vor der „sozialmedizinischen Fallberatung“ dem Patienten mitgeteilt hat. Wer berät hier wen? In der Fallbesprechung soll der MDK, meist ohne eigene psychiatrische Qualifikation, „nach Aktenlage“ anhand des Laienbefunds des KGM Entscheidungen treffen. Fehlbeurteilungen sind da-durch vorprogrammiert. Kann der KGM in dieser Fallberatung mit dem MDK keinen „Konsens“ herstellen, hat der KGM den „Koordinator“ oder „ggf. die Geschäftsleitung einzuschalten“.

Krankheitsverschlimmerungen sind durch dieses Szenario, aber auch durch wissenschaftlich widerlegte Behauptungen in der „Arbeitshilfe bei Arbeitsunfähigkeitsfälle mit Arbeitsplatzkonflikten“ verursacht, wonach dem KGM gelehrt wird, dass eine möglichst rasche Wiederaufnahme der Arbeit bei Mobbing der Heilung zuträglich wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Der Konflikt, sich dem Mobbing nach erzwungener Wiederaufnahme der Arbeit erneut aussetzen zu müssen oder die Einstellung des Krankengeldes hinzunehmen, hat schon Mobbing-Opfer in den Suizid getrieben. Die Täter-Opfer-Konstellation ist juristisch anerkannt und die Einstellung des Krankengeldes verstärkt die mobbingtypische „psychosoziale Destabilisierung“. Die katastrophalen Auswirkungen auf psychisch Kranke werden durch den vielfach rechtswidrigen Charakter dieses Verfahrens verstärkt.

Die im SGB V nicht vorgesehene Installation der 3. medizinische Datenerhebungsebene durch den KGM neben der Behandlungsebene durch den Arzt und der Überprüfungsebene durch den MDK widerspricht dem Wirtschaftlichkeitsgebot durch die direkt entstehenden Erhebungskosten bei der Krankenkasse, die Kosten der Auseinandersetzung zwischen Therapeuten, MDK und Krankenkasse und die indirekten Kosten der vorprogrammierten Krankheitsverschlimmerung, wenn der Patient arbeitsunfähig in die Arbeit befohlen wird.

Beim Ablauf der Überprüfung durch die Krankenkasse wird das arbeitsunfähige Mobbing-Opfer massiv unter Druck gesetzt, indem es schon mit der Ladung zur „Zwangsberatung“ falsch aufgeklärt wird. Aus der Sollvorschrift des persönlichen Erscheinens nach dem SGB I § 61 lässt sich keine mit dem drohenden Entzug des Krankengeldes einhergehende Verpflichtung zur Mitwirkung ableiten. Nach Auffassung des Bundesdatenschutzbeauftragten ist die Erhebung von medizinischen Daten durch die Krankenkassen bei Patienten und deren behandelnden Ärzte rechtswidrig. Die Spezialvorschriften des SGB V (Krankenversicherungsgesetz) stünden über den allgemeinen Vorschriften des SGB I, sodass die Mitwirkungspflicht bei Gesundheitsdaten nur gegenüber dem MDK und nicht gegenüber den Krankenkassen bestehe. Auf dessen Veranlassung musste deshalb bereits die Erhebung von Intimdaten durch die Krankenkassen mittels „Selbsterhebungsbögen“ eingestellt werden.

Folgerichtig ist auch die nötigende Androhung einer Kürzung oder Einstellung des Krankengeldes unzulässig, ganz davon abgesehen, dass diese fehlende Mitwirkung in der abschließenden Regelung für das Ruhen, den Ausschluss und die Kürzung des Krankengeldes im SGB V §§ 49-51 nicht aufgeführt ist.

Die Feststellung oder Beendigung der Arbeitsunfähigkeit ist bei Mobbing-Opfern und auch allen anderen psychisch Kranken ein unerlässlicher Bestandteil der ärztlichen und psychiatrischen Behandlung. Die Beendigung der AU von Mobbing-Opfern ohne Einverständnis des behandelnden Arztes stellt folglich einen Eingriff in die Behandlung dar, der laut SGB V § 275 Abs. 5 Satz 2 dem MDK und somit auch der Krankenkasse untersagt ist. Die gängige Praxis ist rechtswidrig, da diesen Entscheidungen auch keine ärztliche Untersuchung zu Grunde liegt, wie sie in den AU-Richtlinien § 4 Abs. 1 vorgeschrieben ist: „Deshalb dürfen die Feststellung von Arbeitsunfähigkeit … nur aufgrund ärztlicher Untersuchungen erfolgen“. Eine „Gutachterliche Stellungnahme“ wie sie für den MDK im SGB V § 275 Abs. 1 Nr. 3 bei der Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit vorgeschrieben ist, erfülle als „Gutachten nach Aktenlage“ ohne persönliche Untersuchung den Straftatbestand der Falschattestierung. Die Verweigerung des Krankengelds nach bloßer Aktenlage ist laut Urteil des Hessischen Landessozialgerichts vom 18.10.2007 (AZ L 8 KR 228/06) unzulässig und bewege sich an der Grenze zur Willkür:

Im Beratungsgespräch wird das Mobbing-Opfer zum Objekt der persönlichen Ausforschung eines laienhaft psychiatrisch tätigen KGM, der ohne ein bestehendes Vertrauensverhältnis eine Offenbarung intimster Daten mit der Zielsetzung abverlangt, „Druck“ auf Mobbing-Opfer auszuüben. Eine Diskriminierung von psychisch Kranken wird hier evident. Dieses Vorgehen ist entwürdigend und durch nichts zu rechtfertigen. Wie Studien zeigen, stimmen die Feststellungen des behandelnden Arztes bei der Beurteilung der AU umso deutlicher mit Überprüfungen überein, je qualifizierter die MDK-Untersuchung erfolgt. Dies ist vermutlich der Grund, warum man völlig unqualifizierte KGM einsetzt, um das erwünschte Ziel einer Einsparung von Krankengeld zu erzielen.

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Falschattestierung

Erst bekam ich ein Asperger-Syndrom bescheinigt, und dann eine paranoide Schizophrenie.
Ich bin halt einfach "behindert", wie es im Volksmund heißt. So können die Leute das dann
einordnen und sich orientieren. Hätte ich noch ein dreiviertel Jahr durchgehalten, hätte
ich jetzt ein sogenanntes "Abitur". Auf so einem Wirtschaftsgymnasium mit Mängeln im Lehrplan (ich tippe mal auf Ellenbogenmentalität als Ursache) wird schließlich jeder durchgeschleift, der "brav" ist und dem Streß standhält (ich habe mal mitgezählt: es waren circa 50 Beleidigungen pro Stunde von meinem Sitznachbar). Stattdessen ging es von der Psychiatrie zur Zwangsarbeit in der Behindertenwerkstatt. Und irgendwie sind mir bei meinem Selbstmordversuch auch 10000 Euro Schulden entstanden, weil ich zu der Zeit nicht versichert war, für die ich eingesperrt war.
Ich ignoriere den Staat einfach und ziehe mich in meine Traumwelt zurück, in der ich über die Fehler im Lehrplan und solche Sachen nachgrüble (ich fasle dann immer so wirres Zeug wie Resonanz, Impuls, Masse, Stoßdauer, Bezugspunkt, Vibration, Strahlungsdruck, Absorption, Streuung). Einfach ignorieren, weil alles geht, es müssen nur mehr probieren.

Das kenne ich

Das kenne ich auch: Wo Empathie fehlt, können Enthalpie und Entropie trösten. Und Wahrscheinlichkeitsamplituden und Probabilitätsdichte weisen den weiteren Weg: Es gibt noch Licht am Ende des Tunnels, hinter dem Doppel-Spalt.

Nicht aufgeben. Nicht verzweifeln. Nicht von den anderen definieren lassen. Du kannst, was sie nicht können.

Krankengeld Mobbing seit 2014/2015

Erlebe gerade haut nah das Krankengeldmobbing meiner Krankenkasse, bei der ich 42 Jahre versichert bin.
Ständig wird man angerufen zur Reha soll man gehen obwohl man noch nicht mobil ist.
Manche Fallmanager der Kasse forderten mich auf,ich soll Erwerbsminderungsrente beantragen.
Solange man pünktlich seine Beiträge bezahlt und keine Leistungen über einen längeren Zeitraum bekommt, ist man gern gesehenes Mitglied.
Habe darauf hin der Kasse verboten mich anzurufen.
Der MDK der "Mann fürs Grobe" bzw. das "Nein aus dem Nichts" hat nachweislich bei mir ein falsches Gutachten erstellt.
Kann jedem empfehlen schriftlich Widerspruch einzulegen und um Akteneinsicht zu bitten.

Destabiliesierung von psychisch Kranken gehört zum Geschäft

Neben dem MDK betreibt meine Versicherung seit dem ich die Diagnose "transsexuell" habe eine diskriminierende Destabilisierungsstrategie, dass ich es nicht glauben möchte. Die Transsexuellen zählen zu den psychisch Kranken und sind vor allem vor und während ihrer Transition stark suizidgefährdet. Alle Anträge werden von den "Kundenberatern" faktisch boykotiert in dem Entscheidungsfristen meiner Krankenkassen verschleppt werden. Seit dem ich Anträge für meine Transition stelle gibt es keinen Vorgang der korrekt bearbeitet wird. Nur wenn man einen Anwalt einschaltet, was man tun sollte, ist man entlastet und die Krankasse angehalten ihre Vorgaben einzuhalten. Die Höhe ist, wie ich finde, dass die Krankenkasse ("meine? TK" und ich nehme an auch andere Kassen werden diese Praxis üben oder einführen) zur Datenerhebung und für einen besseren Destabilisierungsrahmen Betreuungskonzepte für psychisch Kranke eingeführt haben. Ich habe von meiner? TK so ein Betreuungskonzept angeboten bekommen und habe gestaunt wie hier der Datenschutz zwischen Krankheit und Krankenkasse vollkommen ausgeschaltet ist. Der Betreuer in diesen Betreungseinrichtungen ist praktisch die Krankenkasse. Und als Zielgruppe für dieses Angebot meiner Krankenkasse wurde ich wie folgt definiert: chronisch – arbeitsunfähig, psychisch krank und unstabil. Da Krankenkassen ihren Profit statistisch verfolgen, nehme ich an, dass eine steigende Zuizidrate unter CHRONISCH psychisch Kranken die Ausgaben entlasten und den Gewinn steigern. Das scheint das Ein Mal Eins der Krankenkassen und die Praxis meiner Krankenkasse zu sein.

TrIQ

Guten Tag,

bitte entschuldigen Sie die späte Antwort - wir mussten uns erst kundig machen. Die Antwort eines Bekannten, der selbst in der Transsexuellen-Beratung aktiv ist:

"Ich bin auch bei der TK, aber von so einem Betreuungskonzept habe ich noch nie gehört, das muss neu sein. Und kompetente Beratung zu finden, ist schwierig. Ich würde deshalb an TrIQ verweisen."

Wie Sie sehen, können wir selbst nicht substantiell weiterhelfen. Wir danken jedoch für den Erfahrungsbericht - bitte halten Sie uns auch weiterhin auf dem Laufenden.

Viele Grüße, und alles Gute
Ihre akademie.de-Redaktion

Wohl wahr

Ich bin auch davon betroffen. Erst mobbing am Arbeitsplatz und jetzt von den Schikanen der Barmer. Krankengeld wurde nach 8 Wochen eingestellt und jetzt habe ich Widerspruch eingelegt, zusätzlich habe ich eine Kopie der Entscheidung angefordert. Was kam raus, rückwirkend wird das MDK entscheiden und dann bekäme ich eine Kopie von der Entscheidung.

Vorsicht bei Anruf von der Barmer !!!!

Ich wurde auch die letzten Jahre in einer großen amerikanischen Firma gemobbt, d.h. die Arbeitslast wurde immer größer und oft fanden ConfCalls mitten in der Nacht statt. Ich habe mich nun vor einem Jahr mit der Firma mit einem Aufhebungsvertrag geeinigt. Gott sei Dank, denn über 250 Kollegen in DACH (Deutschland, Austria, Schweiz) wurden nun zum 31.03.2016 betriebsbedingt gekündigt. Natürlich mit kleiner Abfindung, die knapp über der gesetzlichen liegt. Die Jobs gehen alle nach Rumänien. Ich war nun 8 Monate arbeitslos und danach krank. Ich habe körperliche (Anfälle, Hep C) und psychische Probleme und kann nachts nicht mehr schlafen, habe Depressionen und Angstzustände. Seit ca. 3 Monaten bin ich nun krankgeschrieben und hatte bereits nach kurzer Zeit einen Anruf der Barmer. Die Dame stellte mir so Fragen - Wie lange haben sie denn vor krank zu sein? Was ist denn überhaupt ihr Problem? Richtig unverfroren. Da bist du erstmal überrumpelt. Die machen bei der Barmer sicher Schulungen, wie solche Gespräche abzulaufen haben. Ich habe mit Wischiwaschi geantwortet - was will man denn auch anderes tun. Dann wollte mich die Dame der Barmer zu einer stationären Psychotherapie nötigen. Dort würden dann die Kosten von der Rentenversicherung übernommen. Bisher konnte ich das ablehen, denn ich bin ja bereits in Behandlung und haben einen guten Draht zu meinem Psycholgen. Das interessiert die Barmer aber wenig. Heute habe ich nun wieder einen Anruf von einem Herrn der Barmer bekommen, der anscheinend meinen Fall noch einmal geprüft hat und meinte ich könne doch sicher "leichte Tätigkeiten" übernehmen. Er hat mich in eine Verteidigungssituation gedrängt. Ich kam mir vor wie bei Gericht. Ich habe es so verstanden, dass er angewiesen ist, mich in den medzinischen Dienst zu drängen, der versuchen wird, mich gesund zu schreiben. Ich habe mehrere Gutachten, die meine Leiden beschreiben, aber auf welcher Seite der medizinische Dienst steht ist ja wohl auch klar. Gott sei Dank bin ich beim VdK, der mir im Falle einer Sozialklage behilflich sind. Jetzt bin gespannt, wie zeitnah ich einen Termin beim MDK bekomme. Ich habe 45 Jahre in die Barmer einbezahlt -da war ich sehr willkommen und besonders meine Beiträge, aber jetzt werde ich wie ein Feind behandelt. Bei jedem Anruf der Barmer geht es nur noch um "Kostenreduzierung" Ich kann nur jeden von der Barmer abraten. Die Politik dieser Krankenkasse ist wirklich armselig, wenn es darum geht, wenn du mal krank bist Frage ist, aber ob es irgendwo anderst besser ist? Ach übrigens habe ich in 3,5 Monaten erst 1 mal für einen Monat Krankengeld bekommen. Ich habe auch schon mindestens 5 mal angerufen. wo mein Geld bleibt. Ja, ja, wir kümmern uns.....und so vergehen die Monate. Das hat doch alles System und ist genauso gewollt. Armselig, richtig armselig...

Any comments ?

Stimmt

ich wurde vom chef gemobbt (nicht nur ich - die wollten leute loswerden), und nun geht es in hartz 4 weiter.....es ist ohne worte. unsere gesellschaft hasst ihr eigenes volk. statt zu helfen, wird weitergemobbt. wie krank ist deutschland?

Das ist wahr. Danke für die Wahrheit!

Ich bin genau so betroffen. Nach Mobbing am Arbeitsplatz leide ich
sehr unter die absurde schikanöse praktiken von DAK.

so ein Schmarren...

... was hier von sich gegeben wird! Dieser Artikel dient einzig nur zur Polarisierung.
Mobbing ist ein Arbeitsplatzkonflikt und begründet keine Arbeitsunfähigkeit!

Es kann doch nicht Sinn und Zweck sein, aufgrund eines arbeitsrechtlichen Vergehens (von wem auch immer, ob Mitarbeiter oder Vorgesetztem) sich krank schreiben zu lassen und dann in den Krankengeldbezug zu kommen.

Welche Perspektive setzt sich der Kranke?
Den Krankengeldanspruch aussitzen, bis dieser ausgeschöpft ist und man sich bei der Agentur für Arbeit melden kann??

Bei solchen Artikeln bekomme ich die Krise!!
Hier wird vorgegaukelt, dass die Krankenkassen versuchen alle schnellst möglich los zu werden.
Doch leider wird gerade im Bereich der psychischen Erkrankungen leider sehr viel Missbrauch betrieben.
Jeder Hausarzt schreibt bis ins Unendliche wegen Depressionen & co. krank, eigentlich ist längst die Indikation für eine Facharztbetreuung gegeben. Ist es da nicht verständlich, dass die Krankenkassen da mit den Versicherten teilweise kritisch thematisieren, welche Perspektive ein Patient / Versicherter sich selber setzt...

und ich bekomme die Krise, wenn ich deinen Kommentar lese

du arbeitest sicher bei einer Krankenkasse oder dem MDK und mußt natürlich so etwas schreiben.

Du schreibst: Hier wird vorgegaukelt, dass die Krankenkassen versuchen alle schnellst möglich los zu werden.

Das ist gängige Praxis, mein Bester. So und nicht anderst läuft es ab. Ich spreche aus eigener Erfahrung. In dem Moment, an dem du die Fronten wechselst, d.h.von Zahler zum Kostenfaktor wirst, hast du verloren. Ich würde mir mal überlegen, wer hier polarisiert. Es gehen seltsame Dinge bei den Krankenkassen vor, um die Kosten zu reduzieren.

Unsinn

Wenn man gemobbt wird und Leute an der Seite hat, die es wirklich gut meinen, dann schafft man vielleicht noch den Absprung.
Jahrelanges Mobbing macht die Menschen kaputt. Und dann mobbt die Krankenkasse weiter.

Es gibt keinen Grund, einen Menschen zu mobben - auf deutsch: fertigzumachen.
Diejenigen, die so etwas tun, zeigen ganz klar nach außen, das sie unfähig und inkompetent sind, sowohl mit Menschen als auch mit Situationen vernünftig umzugehen.

Paragraphen §20 §20a §20b SGB

§ 20
Prävention und Selbsthilfe
(1)
Die Krankenkasse soll in der Satzung Leistungen zur primären Prävention vorsehen,
die die in den Sätzen 2 und 3 genannten Anforderungen erfüllen.
Leistungen zur Primärprävention sollen den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern
und insbesondere einen Beitrag zur Verminderung
sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen erbringen.
Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen beschließt gemeinsam
und einheitlich unter Einbeziehung unabhängigen Sachverstandes
prioritäre Handlungsfelder und Kriterien für Leistungen nach Satz 1,
insbesondere hinsichtlich Bedarf, Zielgruppen, Zugangswegen, Inhalten und Methodik.
(2)
Die Ausgaben der Krankenkassen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben
nach Absatz 1 und nach den §§ 20a und 20b
sollen insgesamt im Jahr 2006
für jeden ihrer Versicherten einen Betrag von 2,74 Euro umfassen;
sie sind in den Folgejahren entsprechend der prozentualen Veränderung
der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 des Vierten Buches anzupassen.

§ 20a
Betriebliche Gesundheitsförderung
(1)
Die Krankenkassen erbringen Leistungen zur Gesundheitsförderung in Betrieben
(betriebliche Gesundheitsförderung),
um unter Beteiligung der Versicherten und der Verantwortlichen
für den Betrieb die gesundheitliche Situation
einschließlich ihrer Risiken und Potenziale zu erheben
und Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation
sowie zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten zu entwickeln
und deren Umsetzung zu unterstützen. § 20 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend.
(2)
Bei der Wahrnehmung von Aufgaben nach Absatz 1
arbeiten die Krankenkassen mit dem zuständigen Unfallversicherungsträger zusammen.
Sie können Aufgaben nach Absatz 1 durch andere Krankenkassen,
durch ihre Verbände
oder durch zu diesem Zweck gebildete Arbeitsgemeinschaften (Beauftragte)
mit deren Zustimmung wahrnehmen lassen
und sollen bei der Aufgabenwahrnehmung
mit anderen Krankenkassen zusammenarbeiten.
§ 88 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 des Zehnten Buches
und
§ 219 gelten entsprechend.
§ 20b
Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren
(1)
Die Krankenkassen unterstützen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung
bei ihren Aufgaben zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren.
Insbesondere unterrichten sie diese über die Erkenntnisse,
die sie über Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und Arbeitsbedingungen gewonnen haben.
Ist anzunehmen,
dass bei einem Versicherten eine berufsbedingte gesundheitliche Gefährdung
oder eine Berufskrankheit vorliegt,
hat die Krankenkasse dies unverzüglich den für den Arbeitsschutz zuständigen Stellen
und dem Unfallversicherungsträger mitzuteilen.
(2)
Zur Wahrnehmung der Aufgaben nach Absatz 1 arbeiten die Krankenkassen
eng mit den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung zusammen.
Dazu sollen sie und ihre Verbände insbesondere regionale Arbeitsgemeinschaften bilden.
§ 88 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 des Zehnten Buches
und
§ 219 gelten entsprechend.

Unsinn

Dann versuchen sie doch mal einen Termin bzw. Therapie bei einem Psychologen/Psychotherapeuten etc. zu bekommen. Habe es in meiner Stadt versucht. Lange Wartezeiten etc. Ihre "Krise" würde ich zum Anlass nehmen einen solchen Versuch einmal in ihrem Lebenumfeld zu wagen.
Im übrigen eine sehr verquere Argumentation,die sie da liefern.
"Mobbing ist ein Arbeitsplatzkonflikt und begründet keine Arbeitsunfähigkeit!" Stimmt, aber die psychischen und unter Umständen physischen Folgen sehr wohl.
Kann es ein, dass sie Arbeitgeber sind?
Da scheint mir jemand, der sehr oberflächlich aus der Sicht eines Hobbypsychologen die Thematik zu beleuchten.

Mobbingopfer = sind nur Hypochonder & Sozial-Schmarotzer!

Mobbingopfer = sind nur Hypochonder & Sozial-Schmarotzer!

Das kann nur wieder jemand behaupten, dem es Gott sei Dank erspart blieb, im Leben mal Mobbing ausgesetzt gewesen zu sein!

Ich wurde von 2010 bis 07/2015 am Arbeitsplatz durch "Kollegen" systematisch vom Arbeitsplatz in den jetzigen Krankenschein gemobbt.

Nachdem der erst in 06/2015 neu gekommene Chef direkt mit meinem Versetzungsantrag konfrontiert wurde
(ich war zu dem Zeitpunkt bereits nervlich so am Ende, dass ich nicht mehr hätte warten können, bis er sich in die Abteilung soweit eingearbeitet hat, als dass er das als Gesamtsituation besser abschätzen könne)
und ich um Dringlichkeit sowie um das "egal wohin und als was" gebeten habe,
dieses Gesuch aufgrund der weiterhin bestehenden Drangsalierungen dann nach 14 Tagen erneut und explizit eindringlich nochmals als besonders eilend von mir untermauert wurde, wurde ich in der Konsequenz vom Betriebsarzt vorgeladen unter dem Deckmantel meiner "ständigen Krankenzeiten" wie die Betriebsärztin es ausdrückte.
Diese LÜGE konnte ich dort direkt anhand unserer Zeitkontonachweise widerlegen - ich war in einem Arbeitsjahr 1 Tag erkrankt gewesen. Ich habe der Betriebsärztin die Problematik am Arbeitsplatz geschildert, aber meine Versetzung hat das alles nur in die Länge gezogen.
Als ich nach 3 Wochen aus meinem Urlaub wieder zurück am Arbeitsplatz war, wurde ich systematisch wie immer ignoriert und niedergemacht. Und der Spruch eines Abteilungsstellvertretenden Leiters "man würde mir mal gleich den Arsch aufreißen" hat zur Eskalation meiner seelischen Lage geführt, die mich nicht mehr zurück dorthin gehen lassen wird.

Ich bin zu Hause nervlich mehr oder weniger zusammengebrochen, so dass selbst meine Mutter regelrecht schockiert über diesen Zustand in dem ich mich befunden habe, war (meine Mutter kennt weder Schwäche noch Nachgeben von mir) und sie mit mir zusammen einen Arzt aufgesucht hat.

Dieser hat mir direkt bei Erstkontakt die Mitbehandlung durch einen Facharzt empfohlen und die Überweisung ausgestellt.
Nach direkter Kontaktaufnahme mit der KVWL bezüglich der Vermittlungshilfe für einen Therapieplatz bei einem entsprechenden Facharzt erhielt ich eine Ärzteliste, die ich abtelefonierte.

Wartelistenzeiten für einen Erstkontakt betragen zwischen 9 bis 12 Wochen bzw. wie ich erfahren durfte bin ich auf Platz 110 der Warteliste, die man also zeitlich nicht mehr näher eingrenzen konnte. Oder man wird nicht angenommen, weil man nicht bei der BKN bzw. rein privat versichert ist.

Meine Krankenkasse hat mich telefonisch dazu aufgefordert, meinen Arbeitsplatz aufzugeben und mich beim Arbeitsamt einer Eingliederungshilfe unterziehen solle.
Ich kündige also meinen unbefristeten und seit über 17 Jahren bestehenden Arbeitsvertrag selbst, erhalte dann eine Sperre vom Arbeitsamt, aber soll mich dort wieder eingliedern lassen.

Meine mittlerweile schon 2 Jahre durchgehend bestehende depressive Erkrankung, entstanden durch die jahrelangen systematischen Drangsalierungen ist weiterhin vollkommen unbehandelt und ich soll mich in existentielle Nöte begeben durch Arbeitsplatzkündigung und meine Krankenkasse, in die ich 17 Jahre eingezahlt habe, hat mir ja "nur aus Kulanzgründen" die 10 Tage Krankengeld gezahlt, verhält sich also vollkommen richtig???

so ein Schmarren

Ja, Ihre Ansicht ist in der Tat ein wirklicher Schmarren. Leute wie Sie haben die Mobbing-Opfer wirklich noch gebraucht.

Mitarbeiter des MdK

Mitarbeiter des MDK

Ach, das ist ja süß. Ein Mitarbeiter des MDK meint mit einem Satz alles entkräften zu können. Wenn der MDK wenigstens mal unabhängig urteilen würde, wäre die Welt ja wieder in Ordnung. Aus eigener Erfahrung mußte ich mitansehen, wie alle meine bisherigen Gutachten, die von Fachärzten erstellt wurden, vom MDK in Frage gestellt wurden. Ja noch schlimmer, sie wurden ignoriert und ich wurde trotz meinen körperlichen und psychischen Gebrechen gesund geschrieben. So arbeitet der MDK. Der MDK ist also die Gesundschreibungsabteilung der Krankenkassen. Was für eine perfide Doppelmoral. Gott sei Dank hat das Sozialgericht die Sache richtig gestellt. Leute wehrt euch. Eine neue Art der Einschüchterung ist das verspätete Bezahlen von Krankengeld, dass einem eigentlich zusteht. Du wirst von den Krankenkassen mit allen Mitteln bearbeitet. Das lustige dabei ist, dass die sogenannten Fallmanager der Krankenkassen "Erfolgsquoten" erfüllen müssen und wenn sie die nicht erreichen, werden sie selbst gemoppt. Irgendwann wird sicher mal ein Dokument der Krankenkassen veröffentlich, wie man aus Kranken wieder Gesunde macht. Dann wird auch diesen Fallmanagern mal auf die Finger geklopft, hoffe ich zumindest mal.......oder es kommt nach schlimmer, dass die Fallmanager nach Erfolgsquoten bezahlt werden. Düstere Aussichten und armes Deutschland. Gab es nicht mal einen Eid des Hippokrates ?

schmarrn?

wenn einer einen schmarrn schreibt,dann sie.sie sind wohl der experte für solche angelegenheiten und das einige kassen ganz rigorose an der grenze der legalität ,praktiken ausüben,ist wohl bekannt,nur ihnen nicht.
ganz üble gesellen sind wohl die knapp......aus bo und e..immer wieder anrufe ,obwohl der mdk die sachlage zu gunsten des versicherten dargestellt hatte.was solche kontrollanrufe sollen entzieht sich meiner kenntnis,weil der uns angetragene fall,wie kaugummi zieht.reha beantragt ,bisher nach wochen keine antwort.versorgungsamtakten angefordert,seit 3 wochen keine antwort.psychologentermin ,frei in 2 monaten.eventuell sollten sich mal chefs,personalräte in großen firmem oder kommunen gedanken machen,warum immer mehr leute ne macke haben? anstatt zu mosern..dieses leistungssystem schafft sich wohl bald selbst ab.

Wenn man keine Ahnung hat...

Durch andauerndes Mobbing am Arbeitsplatz, bei dem der Chef nicht eingreift oder sich gar auf die Seite des Mobbers schlägt, resultiert beim Opfer in der Regel eine Depression bis hin zum Suizid. Wenn also das Opfer durch die Umstände am Arbeitsplatz psychisch erkrankt, besteht sehr wohl eine Leistungspflichtig der Krankenkasse.

In meinem Fall erfolgten die Zusage zur Übernahme der Kosten für eine Langzeitpsychotherapie (erhält man nicht grundlos) und die "Beirteilung durch den MDK nach Aktenlage" innerhalb von 14 Tagen. Da scheint die eine Abteilung nicht zu wissen, was die andere tut.

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Über den Autor:

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Dr. Argeo Bämayr ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie aus Coburg. Er ist außerdem Verfasser mehrerer Fachpublikationen zum Thema Mobbing und zum Gesundheitssystem.

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