Kooperationen bei Kleinunternehmern: Was tun bei Konflikten?

Von: Ulrike Bergmann-Albrecht
Stand: 13. Februar 2008
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Gründe, die in der Persönlichkeit der Partner liegen

Geschäftliche Partnerschaften scheitern am häufigsten aus den so genannten persönlichkeitsbedingten Gründen. Am Anfang meint man zwar noch, dass es schon irgendwie gehen und man sich zusammenraufen wird. Doch das ist im geschäftlichen Umfeld genauso eine Illusion wie in persönlichen Beziehungen.

Im Beitrag "Kooperationen: Wie Sie den richtigen Geschäftspartner finden" wurde skizziert, wie wichtig es ist, sich schon im Vorfeld der Zusammenarbeit Klarheit über die Person des Partners zu verschaffen. Meist werden hier bereits erste Differenzen festgestellt. Über dem Willen, eine bestimmte Idee oder Vorgehensweise unbedingt verwirklichen zu wollen, werden diese jedoch hintangestellt oder gleich völlig ignoriert. Die Quittung dafür kommt früher oder später.

Es ist die absolute Ausnahme, dass sich aus anfänglichen Vorbehalten eine fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt. Dies gelingt nur dann, wenn beide Partner kontinuierlich miteinander daran arbeiten und gemeinsam wachsen. Der Aufwand dafür wird allerdings in den meisten Fällen zu hoch sein.

Persönlichkeitsbedingte Gründe sind vor allem:

  1. Die Auffassungen der Partner sind zu unterschiedlich

    Dies führt dazu, dass sie sich selten über das gemeinsame Vorgehen einigen können. Ihre Erwartungen an Ergebnis, Ziel und Zweck der Kooperation sind sehr unterschiedlich und daher kommen sie in Gesprächen auch selten auf einen grünen Zweig, wenn nicht einer ständig nachgibt. Irgendwann hat er es dann satt und macht sich von dannen. Sie können noch von Glück reden, wenn dies geschieht, ohne den anderen zu schädigen.

  2. Die Chemie zwischen den Partnern stimmt nicht

    Auch wenn Sie festgestellt haben, dass sich Ihre Ziele decken, heißt dies noch lange nicht, dass auch die Chemie - also letztlich Ihre Werte und Überzeugungen - stimmt. Dies kommt manchmal erst im Laufe der Zusammenarbeit ans Tageslicht und lässt sich nicht immer von vornherein ausschließen. Allerdings konnten die meisten Menschen, die ich dazu befragt habe, bestätigen, dass es schon zu Beginn der Zusammenarbeit Punkte gab, die sie stutzig gemacht haben, von ihnen damals allerdings als Spinnerei zur Seite geschoben wurden.

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