Kooperationen bei Kleinunternehmern: Was tun bei Konflikten?

Von: Ulrike Bergmann-Albrecht
Stand: 13. Februar 2008
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Unhaltbare Situationen

Zusätzlich zu den beschriebenen Gründen gibt es noch einige Situationen, in denen Sie gar nicht anders können als eine Kooperation so schnell wie möglich zu beenden, damit Sie oder Ihr Unternehmen keinen (weiteren) Schaden erleiden. Dies sind:

Rückzug und/oder Auflaufenlassen

Sie hören über Wochen nichts von Ihrem Partner und vereinbarte Termine verstreichen, ohne dass Sie irgendwas sehen oder hören. Dies können Signale für einen Rückzugs sein oder dafür, dass Ihr Partner Sie einfach auflaufen lässt. Das sollte Grund genug sein, die Zusammenarbeit sofort zu beenden. Denn Zusammenarbeit bedeutet schließlich, dass beide miteinander etwas erreichen wollen.

Stellen Sie jedoch fest, dass Ihr Partner laufend Alleingänge unternimmt, die nicht mit Ihnen abgestimmt sind, oder dass er auf Anrufe oder E-Mails überhaupt nicht reagiert, dann betrachten Sie dies als alarmierendes Signal. Es zeigt Ihnen sehr deutlich, welchen Wert Ihr Partner auf das Gemeinsame legt: keinen großen. Wenn Sie für dieses Verhalten keine plausible Begründung und vor allem keine Entschuldigung erhalten, sollten Sie dem Schrecken lieber ein Ende bereiten, ehe daraus ein Schrecken ohne Ende wird. Denn bei einem derartigen Verhalten können Sie nicht damit rechnen, dass sich hieran irgendetwas ändert. Dann ist es besser, sich gleich einen anderen Partner zu suchen oder alleine weiterzumachen.

Unzuverlässigkeit

Sie kann sich in mehreren Gesichtern zeigen, zum Beispiel dadurch, dass Ihr Partner Vereinbarungen nicht einhält, seinen Teil zum Gelingen der Kooperation nicht oder erst nach mehrmaliger Aufforderung beiträgt, oder sich trotz Absprache nicht finanziell beteiligt und es Ihnen überlässt, alle Rechnungen zu begleichen. Ihre Definition von Unzuverlässigkeit hängt in hohem Maße von den eigenen Werten ab. Was für den einen schon unzuverlässig ist, bedeutet für den anderen nur chaotisch oder schlampig zu sein.

Unprofessionelles Verhalten

Es gibt allgemeine Standards für professionelles Verhalten, die sich auf den Umgang mit Kunden beziehen, und es gibt solche, die man selber zusätzlich für wichtig erachtet. Hier kommt es am leichtesten zu Abweichungen und meist als erstes zur Feststellung, dass die eigenen Verstellungen von Professionalität sich nicht mit der des Partners decken. Der zweite Schritt ist dann das schiere Entsetzen darüber, wie Kunden behandelt werden und festzustellen, wie sehr diese darüber irritiert sind. Dies kann Anlass sein, miteinander zu klären, ob sich noch etwas retten lässt oder ob die Auffassungen so weit auseinander liegen, dass sich keine gemeinsame Basis finden lässt. In der Regel führt dies zu einer Trennung, damit jeder seine eigene Auffassung von Professionalität verwirklichen und die Ergebnisse davon alleine "genießen" kann.

Vertrauensbruch des Partners

Trägt Ihr Partner vertrauliche Informationen über Sie oder die gemeinsame Arbeit in die Öffentlichkeit, wird damit das Vertrauen untergraben, das die Basis jeder Form der Zusammenarbeit ist - unabhängig davon, ob dies ausdrücklich vereinbart wurde oder nicht.

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