Was ist bei einer Trennung zu beachten?
In den meisten Fällen einer Trennung werden Sie feststellen, dass die Art und Weise der Beendigung ein Spiegelbild Ihrer bisherigen Beziehung ist. War diese angenehm und kooperativ, dann wird auch die Abwicklung so verlaufen, Sie werden zu einer gütliche Einigung und möglicherweise sogar zu einer Fortsetzung unter anderen Vorzeichen gelangen. War die Zusammenarbeit bereits bislang anstrengend, holprig und nervenaufreibend, können Sie ziemlich sicher sein, dass auch das Ende dies widerspiegelt, und es einige Zeit dauern wird, bis Sie dieses Kapitel abschließen können.
Selbst wenn die Gründe für eine Trennung unerfreulich sein sollten, ist es wichtig, dass Sie Ihr besonderes Augenmerk darauf richten, die Zusammenarbeit zu einem positiven und guten Abschluss zu bringen. Alles andere verschlingt nur unnütze Energie und bringt nichts als Ärger. Lassen Sie sich dabei von den folgenden Punkte leiten:
Handeln Sie sauber, schnell und professionell
Akzeptieren Sie die Gründe, die zu einer Trennung führen. Was geschehen ist, ist geschehen und jetzt geht es darum, das Beste daraus zu machen. Natürlich ist es hilfreich, die Ursachen für das Scheitern zu analysieren. Doch Sie sollten sich davon nicht aufhalten lassen, die Trennung rasch zu vollziehen. Wenn Sie dabei Ihren Ärger über das Verhalten sowie mögliche Versäumnisse und Fehler Ihres Partners nicht zur Grundlage Ihres eigenen Handelns machen, können Sie sich auch später immer wieder ohne Einschränkung und mit gutem Gewissen begegnen. Damit wird es Ihnen besser gehen und Sie bleiben nicht in der vergangenen Situation gefangen.
Sprechen Sie alle Punkte offen an, die zu klären sind und handhaben Sie den Abschluss so, dass jeder Partner dabei gewinnt und nicht mit Groll auf den anderen von dannen zieht. Sie wissen nie, wann Sie wieder miteinander zu tun haben werden und dann ist es gut, wenn Sie auf eine anständig und fair abgeschlossene gemeinsame Zeit zurückblicken können.
Wenn es Ihnen schwer fällt, der Kooperation etwas Positives abzugewinnen, betrachten Sie Ihre Zusammenarbeit als eine Lehrzeit. Dann können Sie das wertschätzen, was Sie durch diese Kooperation lernen konnten oder sogar mussten. Dabei kann Ihnen der Satz Jeder Mensch ist entweder unser Freund oder unser Lehrer helfen. Mit dieser Einstellung lässt sich auch dem ärgsten Feind noch etwas Positives abgewinnen, nämlich das, was wir durch ihn gelernt haben: über unser eigenes Verhalten in Kooperationen, über unsere Vertrauensseligkeit, oder was auch immer es ist, was für Sie in dieser Kooperation auf dem "Lehrplan" stand. Damit lassen Sie die Zusammenarbeit in einer Weise ausklingen, die ihr gemäß ist: Sie akzeptieren die Erkenntnisse aus der persönlichen Beziehung zu Ihrem Partner; das, was Sie gemeinsam erreicht oder geschaffen haben; die Erfahrungen, die Sie dabei machen durften und das, was Sie dabei lernen konnten. So geben Sie Ihrem persönlichen Einsatz an Zeit, Geld und Energie ein hohes Maß an Wertschätzung.
Übermitteln Sie Ihre Entscheidung persönlich
Aus welchen Gründen auch immer die Kooperation zu Ende geht, widerstehen Sie der Versuchung, Ihre Entscheidung mit einem Brief im Stil von Teile ich dir mit, dass ich nichts mehr mit dir zu tun haben will! mitzuteilen. Es gehört zum guten Stil menschlicher Zusammenarbeit, dass solche Entscheidungen persönlich übermittelt werden. Ein Gespräch unter vier Augen lässt sich nicht immer machen, weil sich die Partner nicht am gleichen Ort befinden. Dann sollten Sie zumindest zum Hörer greifen und den anderen anrufen und es ihm auf diese Weise mitteilen. Ein Brief ist nur dann angebracht, wenn es zu schweren Verfehlungen eines Partners gekommen ist, die gerichtlich verfolgt werden müssen.
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