Kooperationen bei Kleinunternehmern: Wie Sie den richtigen Geschäftspartner finden

Von: Ulrike Bergmann-Albrecht
Stand: 13. Februar 2008
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Das liebe Geld

Einstellung der Partner zum Geld

Ehe Sie sich Gedanken über die von Ihnen gewählte Kooperationsform machen, sollten Sie überprüfen, ob Ihre grundsätzlichen Einstellungen hier übereinstimmen. Wenn Sie dabei entdecken, dass Ihre Auffassungen wenig oder gar nicht übereinstimmen, müssen Sie sich sehr genau darüber im Klaren werden, wie Sie mit diesen Unterschieden umgehen und welche Vorkehrungen Sie treffen können, damit Sie hier nicht einen ständigen Stein des Anstoßes und daraus resultierend regelmäßig Auseinandersetzungen haben. Denn die meisten Kooperationen scheitern an unterschiedlichen Auffassungen rund um die Finanzen - und das wollen Sie doch vermeiden?! Fragen Sie sich also:

  • Was ist meine Einstellung zum und mein Umgang mit Geld?

    Halten Sie sich für einen großzügigen Menschen, der es sich gerne gut gehen lässt und dafür auch bereit ist, etwas mehr auszugeben? Oder sind Sie eher sparsam und achten darauf, dass Ausgaben auf jeden Fall von Einnahmen gedeckt sein müssen, und nehmen dies zum Maßstab Ihres Handelns? Wie stehen Sie grundsätzlich dazu, dass in einer Kooperation gemeinsam über Ausgaben entschieden wird?

    Ihre Antworten werden auch davon abhängen, in welcher finanziellen Lage Sie sich befinden, wenn Sie sich für eine Kooperation entscheiden. Dass man finanziell gut dasteht, heißt noch lange nicht, dass deshalb großzügiger ist. Es kann jedoch einen Einfluss darauf haben, wie ehrlich man in diesem Moment mit sich selber ist. Wem das Wasser bis zum Halse steht, betrachtet die Zusammenarbeit mit einem finanzkräftigen Partner leicht als rettenden Strohhalm und übersieht dabei möglicherweise, dass es Differenzen bei der Einstellung zum Geld gibt, spielt dies vielleicht herunter und hofft, dass daraus schon keine Probleme entstehen werden.

  • Worin unterscheidet sich meine Einstellung von der meines Partners?

    Der wohl deutlichste Unterschied besteht, wenn für einen Partner nur das Beste gut genug ist, während der andere sein Augenmerk darauf richtet, wie hier noch ein Euro und da ein Cent gespart werden kann. Wahrscheinlich können Sie sich bereits ausmalen, in welchen Auseinandersetzungen dies enden wird. Eine Kooperation solch ungleicher Partner wird schneller scheitern als Ihnen lieb ist.

  • Wie lange werde ich mit diesen Unterschieden leben können? Wo ist meine "Schmerzgrenze"?

    Wie bereits weiter oben angesprochen, ist man in einer schwierigen Situation ehe geneigt, sich auf Kompromisse einzulassen, zu denen man bei einer anderen Ausgangslage nicht bereit wäre. Doch gerade hierin liegt viel Sprengkraft, die sich eher früher als später entladen wird. Gerade in einer solchen Situation ist es wichtig, sich Alternativen zur Kooperation zu überlegen, denn dadurch kommt man in eine neutralere Ausgangslage, in der es wieder klare Wahlmöglichkeiten gibt.

  • Wie lassen sich unsere Unterschiede überbrücken?

    Überlegen Sie gemeinsam, mit welchen Strategien Sie Ihre Unterschiede ausgleichen und damit Konflikte vermeiden können.

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