Kostenarten im Unternehmen: So haben Sie Ihre Kostenstruktur im Blick

Auch in kleineren Unternehmen ist es sinnvoll, Kostenartenrechnung einzusetzen. Besonderer Aufwand ist damit auch nicht verbunden.

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Stand: 20. September 2016

Kennen Sie Ihre Kosten - oder fliegen Sie blind?

Kostenartenrechnung klingt sehr nach Zahlenwirtschaft und trockener Buchhaltung. In Wirklichkeit versteckt sich hinter dem Begriff ein relativ einfaches und leicht verständliches Verfahren, um Zahlen zum Sprechen zu bringen. Damit ermitteln Sie leicht die Schwachpunkte und Stärken der Kostenstruktur Ihres Unternehmens.

Unsere Ausgangssituation

Der Inhaber der Möbelschreinerei Mustermann OHG beschäftigt sich seit einigen Tagen mit der Kostenlage in seinem Betrieb. Er hat dazu die Einnahmenüberschussrechnung des vergangenen Geschäftsjahres vorliegen. Im Vergleich zum vorletzten Jahr sind die Kosten stark gestiegen, bei etwa gleichen Umsätzen. Der Überschuss ist dementsprechend gesunken.

Herr Mustermann möchte die Ursachen für diese Kostensteigerungen wissen. Dazu muss er die einzelnen Kosten besser beurteilen können.

Der Erfolg eines jeden Unternehmens bemisst sich am Gewinn. Der Gewinn wird aus der Differenz der Umsatzerlöse und der Kosten ermittelt. Und schon sind wir beim Begriff der Kosten.

Definition: Kosten

Kosten sind der in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren, welche zur Erbringung der betrieblichen Leistung notwendig sind.

Für die Erfolgsrechnung sind die Kosten während des Bilanzzeitraumes maßgebend.

Um den Erfolg eines Unternehmens zu bewerten, ist es vorteilhaft, die Kosten in die einzelnen Kostenarten zu untergliedern. Große Unternehmen sind sogar dazu verpflichtet, die Kosten durch einen detaillierten Kontenrahmen darzustellen.

Anders dagegen ist dies bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Handwerksbetrieben oder Freiberuflern. Wenn sie keine doppelte Buchführung haben, sondern eine Einnahmenüberschussrechnung erstellen, gibt es wenige verbindliche Vorschriften.

Dennoch sollte es Ziel eines jeden Unternehmens sein, die anfallenden Kosten in Kostenarten zu erfassen. Damit lässt sich der Unternehmenserfolg viel aussagefähiger beurteilen. So erhält man auch eine aussagefähige Basis für die Preiskalkulation.

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