Erfolgsformel Kundenorientierung

Von: Hans-Jürgen Borchardt
Stand: 21. September 2011
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Teil II: Die Befragung der Kunden

Die Kundenbefragung, auftragsbezogen (Leistungsbewertung)

Es gibt bereits Handwerks- und Dienstleistungs-Unternehmen, die jeden Kunden direkt nach jedem Auftrag befragen. Diese schnelle Reaktion zeigt den Kunden, dass das Unternehmen bestrebt ist, seine Leistungen zu optimieren, um die Zufriedenheit seiner Kunden zu gewährleisten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Unternehmensleitung aktuelle Aussagen über die Qualität der Arbeit und das Verhalten der Mitarbeiter erhält. Sie erfährt, wie sich die einzelnen Mitarbeiter vor Ort beim Kunden verhalten, welchen Eindruck sie persönlich hinterlassen haben und welchen Einfluss dieses Verhalten auf die Kundenzufriedenheit und das Firmenimage hat.

Im Gegensatz zum unternehmensbezogenen Fragebogen, in dem die Fragen allgemein beantwortet werden, muss der Kunde bei diesem Fragebogen eine unmittelbar vorher erbrachte Leistung detailliert bewerten.

Beispiel:
In der Nähe von Frankfurt gibt es ein besonders erfolgreiches Ingenieurbüro. Als der Gründer die ersten Aufträge abgewickelt hatte, entwickelte er einen Fragebogen, in dem die Auftraggeber nach jeder Arbeit befragt werden, wie diese mit den Leistungen und mit den Mitarbeitern zufrieden war. Erteilt ein bereits befragter Auftraggeber einen weiteren Auftrag, wird strikt darauf geachtet, dass alle Wünsche, die bei der vorherigen Befragung geäußert wurden, auch erfüllt werden. Mitarbeiter, die in der letzten Befragung nicht mit sehr gut oder gut beurteilt wurden, werden nicht wieder beim gleichen Kunden eingesetzt. Bereits nach wenigen Jahren war dieses Ingenieurbüro eines der größten in der Region.

Checkliste zum downloaden und ausdrucken

Auch diese Checkliste steht zum Download bereit: Arbeitshilfen Kundenorientierung (PDF, 30 kB)

Checkliste Leistungsbewertung

Für diesen Fragebogen genügt ebenfalls ein kleines Anschreiben, ähnlich wie beim Beispiel Mustermann, wenn der Fragebogen mit der Rechnung dem Kunden zugeschickt wird. Wird der Fragebogen direkt nach der abgeschlossenen Arbeit dem Kunden von den Mitarbeitern übergeben, genügt ein allgemeiner Hinweis, etwa derart, dass man den Kunden bittet, diesen Fragebogen auszufüllen, damit man in Zukunft noch zufriedenstellender arbeiten kann.

Wichtig bei dieser Befragung ist auch, dass der Kunde etwa eine Woche später telefonisch daran erinnert wird, wenn der Fragebogen innerhalb dieser Zeit nicht zurückgeschickt wurde.

Die Antworten zeigen im Wesentlichen auf, welche Leistungen als nicht ausreichend oder mangelhaft angesehen werden. Sie erkennen, wo Sie korrigierend eingreifen müssen, damit Ihre Leistungen als sehr gut oder gut beurteilt werden. Die Antworten zeigen auch, wie das Verhalten und die Arbeit der Mitarbeiter beurteilt werden. Auch hier erkennen Sie, ob Sie korrigierend eingreifen müssen oder Ihre Mitarbeiter loben sollten.

Werden einzelne Arbeiten nicht mit gut oder sehr gut beurteilt, müssen Sie sich mit dem Befragten in Verbindung setzen und erfragen, warum er nicht 100%ig zufrieden ist. Fragen Sie ihn konkret und im Detail, was warum anders gemacht werden sollte.

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