Auftrags-Akquisition: Wie gewinne ich Kunden?

Von: Robert Chromow
Stand: 4. Mai 2011
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Die Papierform

Auch schriftlich können Sie mit Bestandskunden und potenziellen Auftraggebern ins Gespräch kommen - und im Gespräch bleiben. Mit Form und Inhalt betrieblicher Korrespondenz und Selbstdarstellung sowie der Gestaltung von Geschäftspapieren beschäftigt sich der letzte Teil unseres kurzen Akquise-Kurses. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie den begrenzten Raum für Kleinanzeigen auf einfache Weise vervielfachen.

Nachdem wir zunächst die Voraussetzungen für erfolgreiche Neukundengewinnung umrissen, dann die Möglichkeiten persönlicher Kontaktaufnahme und schließlich die wichtigsten virtuellen Akquisitionskanäle erläutert haben, beschäftigen wir uns mit der geschäftlichen Papierform.

Geschäftsbriefe und Mailings

"Schreib mal wieder" warb einst die gelbe Post. Gemeint waren persönliche Botschaften von Mensch zu Mensch. Und auf die kommt es entgegen anderslautenden Vermutungen auch und gerade im Geschäftsleben an - und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

Vom Angebotsschreiben über die Rechnung bis hin zu Dankes- und Glückwunschbriefen oder Antworten auf Reklamationen gibt es unendlich viele Möglichkeiten, schriftlich ins Gespräch mit Kunden zu kommen und zu bleiben. Die wichtigste Voraussetzung dabei: Verabschieden Sie sich vom gestelzten Kanzleistil, bei dem mit Vorliebe in hochkomplexen Satzgefügen mit vielen Substantivierungen gesprochen wird: "unter Bezugnahme" auf "fernmündliche Vereinbarungen" die "Übersendung" von Unterlangen avisiert und "mit vorzüglicher Hochachtung" sowie "sehr ergeben" gegrüßt wird.

Wie bei allen anderen Formen der (Neu-)Kundengewinnung gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Gegenüber - das geht nämlich auch schriftlich! Reden Sie Ihren Adressaten persönlich an und formulieren Sie kurze, aktive Sätze. Bringen Sie Ihr Anliegen unverblümt, eindeutig und freundlich zum Ausdruck.

Vor allem aber: Zeigen Sie, dass Sie nicht nur schreiben, sondern zuvor auch lesen und zuhören können. Greifen Sie konkret die Anliegen, die besonderen Interessen, Wünsche und/oder Probleme Ihrer Geschäftspartner auf. Argumentieren Sie aus deren Perspektive. Stellen Sie den Nutzen und die Vorteile der Zusammenarbeit mit Ihnen in den Mittelpunkt (und weniger die Stärken Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung aus Ihrer Sicht).

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