Kassensturz
Netto-Optik
Bitte beachten Sie: Beim ermittelten Gewinnziel handelt es sich um den Gewinn nach Steuern. Wie Sie von diesem Nettowert auf den betrieblichen Gewinn vor Steuern zurückrechnen, erfahren Sie im Beitrag "Dienstleistungs-Kalkulation: realistische Stundensätze berechnen".
Gewinnziel ermitteln: Wunschnetto-Rechner
Damit Sie schnell und unkompliziert überschlagen können, welchen Jahresgewinn Sie erzielen müssen, um nach Steuern ein bestimmtes "Wunschnetto" zu behalten, haben wir unseren Wunsch-Netto-Rechner (Gewinnzielrechner) ins Netz gestellt.
Das Tool rechnet rückwärts und beantwortet dabei die Frage: Welchen Gewinn muss ich erzielen, damit nach Abzug von Einkommensteuer und Solidaritäts-Zuschlag noch das gewünschte steuerliche Netto-Einkommen übrig bleibt - inklusive Sozialversicherungsbeiträge, wohlgemerkt: Um die müssen Freiberufler und Unternehmer sich ja selbst kümmern.
Und gleich noch ein Tipp hinterher: Wie Sie die verschiedenen "Brutto"- und "Netto"-Anteile bei der Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Sozialversicherung auseinanderhalten, erfahren Sie im Beitrag "Richtig vom Brutto zum Netto und zurück rechnen"
Falls Sie unseren Rechner nicht nutzen wollen, gibt Ihnen die folgende Tabelle einen schnellen Anhaltspunkt, welchen Gewinn vor Steuern Sie in etwa erzielen müssen, um unterm Strich versteuerte (Netto-)Einkünfte zwischen 20.000 und 50.000 Euro zu haben:
Einkommen |
Gewinn |
Gewinn |
nach Steuern |
vor Steuern (ledig) |
vor Steuern (verheiratet) |
20.000 |
24.000 |
21.000 |
25.000 |
32.000 |
28.000 |
30.000 |
40.000 |
34.500 |
35.000 |
47.000 |
41.000 |
40.000 |
56.000 |
48.000 |
45.000 |
65.000 |
56.000 |
50.000 |
73.000 |
62.000 |
Der Kassensturz: Probe aufs Exempel
Während Sie einmalige und regelmäßige bargeldlose Zahlungen auf Ihren Konten recht genau nachvollziehen können, ist die Sache bei den Barausgaben weitaus nebulöser. Wenn Ihnen für eine lückenlose private Buchführung oder die Eintragung aller Ausgaben in ein Haushaltsbuch Zeit und Lust fehlt, können Sie das zunächst auf Grundlage von Kontoauszügen, Erfahrungs- und Schätzwerten ermittelte Mindest-Nettoeinkommen folgendermaßen auf Plausibilität hin überprüfen:
Addieren Sie alle bargeldlos beglichenen Kostenpositionen des Vorjahres und addieren Sie die Summe aller Barabhebungen hinzu (Zeitraumbetrachtung). Weicht der so ermittelte Betrag erheblich von Ihrem zuvor festgestellten Mindest-Nettoeinkommen ab, müssen Sie zusätzlich die Veränderung Ihrer Vermögens- und Schuldenpositionen betrachten (Zeitpunktbetrachtung).
Kassensturz-Formular
Bei Ihrer Finanz-Inventur können Sie das "Formular Kassensturz" sowie das dazugehörige Beispielformular aus unserem Kurs "Grundkurs Finanzplanung: Kassensturz für Vermögen und Rente" verwenden. Und da es mit der Bestandsaufnahme von Finanzstatus und Ausgabenstruktur erfahrungsgemäß nicht getan ist, liefert Ihnen Autor Dietrich von Hase darüber hinaus das erforderliche Grundlagenwissen und zahlreiche bewährte Tipps, wie sich Sparen und Vermögensbildung ohne asketisches Leiden realisieren lassen
Zurück zu Finanz-Inventur. Die geht so vonstatten:
Stellen Sie zunächst die Anfangs- und Schlussbestände (z. B. jeweils am 1.1.2010 und 31.12.2010) aller Guthaben auf Finanzkonten (z. B. Giro-, Spar- und Festgeldkonten) sowie die von Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten, Außenständen und Forderungen fest. Subtrahieren Sie anschließend die Summe der Schlussbestände von der Summe der Anfangsbestände.
Stellen Sie dann die Anfangs- und Schlussbestände aller Schulden auf Finanzkonten (z. B. Dispo-, Darlehens- und Kreditkartenkonten) und sonstiger Verbindlichkeiten (z. B. Schulden bei Tante Erna) im gleichen Zeitraum fest. Subtrahieren Sie anschließend die Summe der Anfangsbestände von der Summe der Schlussbestände.
Bilden Sie nun die Differenz zwischen dem Vermögens- und Schuldsaldo. Auf diese Weise stellen Sie fest, ob Sie unterm Strich reicher oder ärmer geworden sind.
Lassen sich Einnahmen und Ausgaben sowie Vermögens- und Schuldenentwicklung im Rückblick trotz durchdachter Datenerfassung nicht in etwa in Einklang bringen, führt kein Weg an einer - zumindest befristeten - Komplettaufzeichnung aller Ausgaben vorbei.
Am besten nutzen Sie dafür eines der vielen Haushaltsbücher, Haushaltskalender oder "Budgetplaner" ein, wie sie von Behörden, Ministerien und Kreditinstituten (wie zum Beispiel dem Sparkassenverlag) angeboten werden.
Musterseite "Jahresüberblick" des Sparkassen-Haushaltsbuches
Einen kostenlosen Web-Budgetplaner mit eingebautem Soll-Ist-Vergleich bietet der Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Für Java-fähige Mobiltelefone und Smartphones gibt es sogar einen "Mobilen Ausgabenscanner"
Soll-Ist-Vergleich des webbasierten Sparkassen-Budgetplaners
Falls es Ihnen widerstrebt, Informationen über Ihre privaten Finanzen einem Webserver anzuvertrauen, können Sie selbstverständlich auch eine Haushaltsbuch-Software auf Ihrem Computer installieren - wie zum Beispiel die Windows-Freeware korAccount.
Der nächste Schritt: Honorar-Kalkulation
Nachdem Sie Licht in Ihren persönlichen Einkommensbedarf gebracht haben, können Sie sich sehenden Auges an die Kalkulation Ihrer Dienstleistungshonorare und Produktpreise machen. Die gehorchen zwar nicht ausschließlich Ihren privaten Gewinnerwartungen - auf Dauer ist eine Selbstständigkeit ohne umfassende Sicherung des privaten Lebensunterhalts jedoch undenkbar.
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hallo,
Sie haben recht, das Dokument war zerschossen. Jetzt sollte es aber wieder klappen. Bitte entschuldigen Sie den Fehler!
Ihr akademie.de-Redaktion