Jeder Selbstständige, jeder Freiberufler muss profitable Preise erzielen, wenn er von seiner Arbeit auf Dauer und anständig leben will. Doch wie mache ich das in der Praxis? In diesem Online-Workshop zeigt Ihnen Constanze Hacke, wie Sie mit einer differenzierten Preisliste, der richtigen Art von Aufträgen, einer gesunden Einstellung zu Ihren Leistungen, Verhandlungsgeschick und wasserdichten Rechnungen mehr verdienen.
Kostenermittlung
Vielen angehenden Selbstständigen ist die Höhe ihrer Lebenshaltungskosten - und damit das erforderliche Gewinnminimum - nicht genau bekannt. Unser heutiger Praxistipp hilft, den persönlichen Finanzbedarf zu ermitteln: Ein praktisches Kalkulationsblatt sorgt dafür, dass Sie bei der Bestandsaufnahme keine wichtige Ausgabenposition übersehen.
Wer es nicht schafft, den persönlichen Bedarf zu decken, hat an der Selbstständigkeit auf Dauer wenig Freude. Der Unternehmer und seine Familie müssen mit dem Einkommen aus der Selbstständigkeit ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Das ist eine der zentralen Voraussetzungen für die "Tragfähigkeit" eines Gründungsvorhabens.
Sofern Sie zuvor als Angestellter ordentlich verdient haben und mit Ihrem Gehalt gut über die Runden gekommen sind, haben Sie mit Ihrem bisherigen Jahres-Bruttogehalt bereits einen brauchbaren Anhaltspunkt für den erforderlichen Mindestgewinn. Da Ihnen künftig jedoch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung fehlen wird, müssen Sie Ihr bisheriges Bruttoeinkommen mindestens mit dem Faktor 1,25 multiplizieren. Und weil es auf den "Unternehmerlohn" - anders als auf die Angestelltengehälter - keinen monatlichen Anspruch gibt, sind Sie zudem gut beraten, einen Risikozuschlag einzukalkulieren. Wenn Sie vom bisherigen Angestellten-Brutto ausgehen, liegen Sie mit dem Faktor 1,5 als Anhaltspunkt deutlich besser.
Minimum-Betrachtung
Damit sind der in aller Regel höhere Zeitaufwand, das Mehr an Verantwortung sowie die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals aber noch längst nicht berücksichtigt: Die genannte Überschlagsrechung wie auch die folgende Ausgabenermittlung dienen lediglich einer möglichst realitätsnahen Ermittlung der erforderlichen Einkommensuntergrenze, damit von einer Existenz sichernden Selbstständigkeit die Rede sein kann.
Klarschiff an allen Fronten
Wenn Sie gefordert sind, sich Klarheit über die zu erwartenden betrieblichen Kosten zu verschaffen, tun Sie also gut daran, gleich einen Schritt weiter zu gehen und in einem Aufwasch Licht in Ihre privaten Finanzen zu bringen. Denn erfahrungsgemäß tun sich die meisten Menschen schwer damit, am Monats- oder Jahresende zu sagen, "wo das ganze Geld geblieben" ist.
Grundsätzlich bieten sich drei Informationsquellen an:
Erfahrungswerte aus der Vergangenheit (z. B. die tägliche Packung Zigaretten oder die kürzlich erst ermittelten monatlichen Durchschnittskosten des Privat-Kfz),
Kontoauszüge z. B. von Giro-, Spar- oder Darlehenskonten sowie
laufende oder repräsentative Aufzeichnungen (Haushaltsbuch).
Außerdem benötigen Sie eine Art Checkliste, damit Sie keine Kostenarten übersehen. Denn während sich die Ausgaben rund um Eigenheim oder Mietwohnung, Versicherungen und andere regelmäßig wiederkehrende Positionen recht schnell ermitteln lassen, geraten viele "Peanuts" leicht in Vergessenheit. In unserem Excel-Rechenblatt (XLS, 33 KB, Download nur für Mitglieder von akademie.de) finden Sie die wichtigsten Ausgabenposten wieder, darunter ...
Miete und Mietnebenkosten bzw. die Kosten von Wohneigentum,
Versicherungen,
Lebensmittel,
Aufwendungen für Kinder,
Kommunikation,
private Kfz-Kosten und
Freizeit-Aufwendungen.
Unser Kalkulationsblatt erleichtert die Ermittlung der durchschnittlichen jährlichen und / oder monatlichen Lebenshaltungskosten.
Unsere einfache und komfortable Rechenhilfe erspart Ihnen bei der Datenerfassung das mühsame Umrechnen von täglichen, wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Beträgen: Sie setzen die Ihnen bekannten Werte einfach in die passende Spalte ein - und die Tabelle macht daraus automatisch die resultierenden Monats- und Jahresbeträge. Bei Bedarf können Sie die verschiedenen Eingabearten sogar bei der gleichen Kostenart miteinander kombinieren.
Außerdem werden laufende (Neben-)Einkünfte berücksichtigt, wie zum Beispiel das Einkommen eines Lebenspartners, Kindergeld oder auch Beihilfen und Zuschüsse. Auf diese Weise erfahren Sie im Handumdrehen, wie hoch Ihr Mindest-Nettogewinn sein muss, damit Sie gut über die Runden kommen.
Gecoachter Online-Workshop: Profitable Preise kalkulieren und durchsetzen
Wie Sie mit differenzierten Preisen, den richtigen Aufträgen, Verhandlungsgeschick und wasserdichten Rechnungen mehr verdienen!
Der von Constanze Hacke geleitete Online-Workshop startet am 12.07.2012
Mehr zum Online-Workshop Profitable Preise kalkulieren und durchsetzen
Dieser Beitrag ist öffentlich.
Zugriff auf alle Inhalte haben Sie als Mitglied
Werden Sie Probemitglied - kostenlos.
Ohne finanzielles Risiko haben Sie Zugriff auf alle Inhalte auf akademie.de, außer Downloads. Die Anmeldung dauert drei Minuten. Sie können während der ersten 14 Tage ohne Angabe von Gründen stornieren. Eine E-Mail genügt.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Infoseite zur Mitgliedschaft und in unseren AGB.
Ich bin bereits Mitglied
Hinweis:
Das Dokument 42774_kassensturz-muster.xls ist auf dieser Seite defekt!
hallo,
Sie haben recht, das Dokument war zerschossen. Jetzt sollte es aber wieder klappen. Bitte entschuldigen Sie den Fehler!
Ihr akademie.de-Redaktion