Leitfaden für Gründerinnen

Von: Ann Yacobi
Stand: 14. Juli 2011
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In sechs Schritten zum eigenen Unternehmen

Finanzplanung

Wie viel Geld müssen Sie in Ihr Unternehmen stecken, um in die Selbstständigkeit zu starten? Woher soll dieses Geld kommen? Können Sie mit Ihrer Geschäftsidee überhaupt genug Geld verdienen? Im Finanzplan Ihres Businessplans geben Sie die Antworten auf diese Fragen.

Die richtige Finanzplanung ist entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens: Den notwendigen Kapitalbedarf objektiv einzuschätzen, ist schwierig - denn Ihre Annahmen zu künftigem Umsatz und Marktakzeptanz können unsicher sein. Haben Sie zu knapp kalkuliert, geraten Sie vielleicht bereits in der Startphase in finanzielle Schwierigkeiten. Eine großzügige Finanzierung gibt zwar Spielraum, ist aber teuer.

Die Finanzplanung ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Sie sollten sie keinesfalls anderen überlassen - denn Sie müssen den Überblick behalten und Risiken erkennen. Es ist aber sinnvoll, fachliche Unterstützung anzunehmen, z. B. von Existenzgründungsberatern oder der IHK.

Praktische Einführung in die Finanzplanung

Eine praxisorientierte, gut verständliche Einführung speziell in die Finanzplanung liefert "Finanzplanung erstellen, ganz praktisch: Wie Sie zu Ihren Zahlen für den Businessplan kommen" von Andrea Claudia Delp: Der Leitfaden zeigt Ihnen an Beispielszenarios, welche Kalkulationen im Businessplan verlangt werden und wie die jeweiligen Zahlen ermittelt werden.

Lebenshaltungskosten ermitteln

Die Höhe Ihrer Lebenshaltungskosten ist das notwendige Gewinnminimum. Nach einer Anlaufphase von bis zu zwölf Monaten sollte Ihre Selbständigkeit zumindest Ihren Lebensunterhalt finanzieren: Das ist Ihr Unternehmerinnenlohn. Dafür müssen Sie erst einmal ermitteln, wie viel Geld Sie (bzw. Ihre Familie) überhaupt zum Leben brauchen. Diesen Unternehmerinnenlohn müssen Sie monatlich mindestens von Ihrem Geschäftskonto auf Ihr Privatkonto überweisen.

Ermitteln Sie Ihre privaten Kosten möglichst genau. Rechnungsunterlagen und Kontoauszüge der letzten zwölf Monate erleichtern die Erfassung aller Ausgaben. Rechnen Sie alle Kosten auf ein Jahr hoch.

Welche Ausgaben können Sie eventuell reduzieren (z. B. Telekommunikation, Freizeit) und welche Kosten könnten künftig steigen (z. B. Miete)?

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